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22.09.2025 | 05:30

So verdienen Sie am Wettrüsten: Mit Rheinmetall an der Front und Volatus Aerospace und DroneShield im Luftraum

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Bildquelle: pixabay.com

Die globale Sicherheitslage erlebt einen historischen Wendepunkt. Getrieben von geopolitischen Spannungen verlagert sich die Kriegsführung ins Digitale und macht Drohnen zur entscheidenden Schlüsseltechnologie. Dieser Paradigmenwechsel erschafft einen Milliardenmarkt für Abwehrsysteme und bietet Investoren außergewöhnliche Wachstumschancen. Während der Rüstungsgigant Rheinmetall mit konventioneller Hochtechnologie das Rückgrat der Landesverteidigung stärkt, positionieren sich Spezialisten wie Volatus Aerospace und DroneShield an der Spitze dieser technologischen Revolution.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall - Rheinmetall formiert sich neu zum Systemanbieter

    Rheinmetall durchläuft eine bemerkenswerte strategische Erweiterung. Statt sich auf die traditionelle Landsystemtechnik zu beschränken, baut der Konzern gezielt neue Kompetenzen in den Domänen Marine, Weltraum und unbemannte Systeme auf. Diese Transformation zielt darauf ab, vom Komponentenlieferanten zu einem domänenübergreifenden Komplettanbieter aufzusteigen. Für Investoren signalisiert dieser Wandel eine fundamentale Neupositionierung, die weit über das klassische Geschäft hinausgeht und langfristig neue, große Umsatzquellen erschließen soll.

    Im Marinesektor hat das Unternehmen mit der geplanten Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) einen entscheidenden Schritt getan. Dieser Deal bringt nicht nur Werften, sondern vor allem das Know-how für den integrierten Bau von Kriegsschiffen wie Fregatten in das Portfolio. Rheinmetall erwirbt damit erstmals die Fähigkeit, komplette maritime Plattformen anzubieten und diese mit der eigenen Systemelektronik, Sensoren und Bewaffnung zu integrieren. Das verschafft dem Konzern Zugang zu einem Milliardenmarkt und stärkt die industrielle Basis in Norddeutschland.

    Parallel drängt Rheinmetall in den Weltraum vor. Eine Partnerschaft mit dem norwegischen Andøya Space zielt darauf ab, europäische Kapazitäten für schnelle und flexible Satellitenstarts – sogenannte Tactical Responsive Launches – aufzubauen. Ergänzt wird dies durch den Einstieg in die Satellitenaufklärung via Kooperation mit ICEYE. Im Bereich der unbemannten Landsysteme treibt die US-Tochter die Entwicklung autonomer Fahrzeuge wie den „Mission Master“ voran, der als transportable Plattform für verschiedene Aufgabengebiete dient. Diese Initiativen unterstreichen den Anspruch, zum führenden Vollsortimenter für moderne Landes- und Bündnisverteidigung zu werden. Die Aktie konnte zuletzt die 2.000 EUR Marke nicht erreichen und notiert derzeit bei 1.928,50 EUR.

    Volatus Aerospace - mehr als nur ein Drohnenunternehmen

    Die Drohnenbranche wächst rasant, und Volatus Aerospace hat sich als integrativer Dienstleister positioniert, der von diesem Trend profitiert. Das Unternehmen agiert nicht als reiner Hardware-Hersteller, sondern als Lösungsanbieter, der je nach Kundenbedarf die passende Technologie kombiniert und mit eigener Software und Services ergänzt. Dieses Modell erweist sich als äußerst skalierbar. Das Portfolio reicht von der Inspektion kritischer Infrastruktur wie Pipelines und Stromnetzen über präzise Landwirtschaftsanalysen bis hin zu automatisierten Logistiklieferungen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die eigene Fernsteuerungszentrale in Ontario, von der aus Missionen weltweit durchgeführt werden können. Diese breite Aufstellung macht das Unternehmen unabhängig von einzelnen Märkten.

    Im zivilen Sektor unterstreichen jüngste Projekte die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten. Ein mehrjähriger Vertrag zur Inspektion von 100.000 Meilen Stromleitungen für einen nordamerikanischen Versorger zeigt, wie Drohnen traditionelle Methoden ablösen. Ebenso bedeutend ist die Partnerschaft mit KI Reforestation. Gemeinsam will man mit der schwerlastfähigen Condor-XL-Drohne großflächig Baumsamen in von Waldbränden zerstörten Gebieten ausbringen. Dies adressiert nicht nur ein drängendes Umweltproblem, sondern eröffnet langfristig auch Geschäftsmodelle im Bereich CO₂-Zertifikate. Solche Anwendungen beweisen den gesellschaftlichen Nutzen der Technologie.

    Neben den zivilen Anwendungen treibt das Engagement im Verteidigungssektor das Wachstum voran. Volatus hat sich als zuverlässiger Partner für NATO-Länder positioniert und konnte bereits mehrere Aufträge im siebenstelligen Bereich für taktische Aufklärungsdrohnen und Trainingseinheiten akquirieren. Die sich verändernde geopolitische Lage und die verpflichtenden höheren Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten schaffen hier eine langfristig stabile Nachfrage. Die Fähigkeit, komplexe Drohnenoperationen durchzuführen und wertvolle Datenintelligenz zu liefern, macht Volatus zu einem relevanten Player in diesem wachsenden Markt. Die Aktie konnte seit Anfang Juni deutlich zulegen und notiert aktuell bei 0,57 CAD.

    DroneShield - Wachstum mit System

    DroneShield setzt seinen Wachstumskurs unvermindert fort. Kürzlich meldete der australische Spezialist für Drohnenabwehr die Auslieferung des 4.000sten Systems und sicherte sich zwei neue US-Aufträge im Volumen von 7,9 Mio. AUD. Die Bestellung umfasst tragbare Systeme für das US-Verteidigungsministerium, die noch im 4. Quartal aus Lagerbeständen geliefert werden sollen. Diese schnelle Auslieferung zeigt, wie gut das Unternehmen auch auf größere Aufträge vorbereitet ist. Zudem handelt es sich um Wiederholungsaufträge, was zeigt, dass die Kundenzufriedenheit hoch ist und man auch in Zukunft auf Aufträge hoffen kann.

    Die technologische Basis des Unternehmens ist breit aufgestellt. Über reine Hardwarelösungen hinaus bietet DroneShield eine integrierte Softwareplattform, die verschiedene Sensoren und Effektoren vernetzt. Kunden, die den SaaS-Service abonnieren, erhalten regelmäßige KI-gestützte Updates, was die Systeme ständig verbessert und eine wertvolle Quelle für wiederkehrende Umsätze generiert. Dieses Modell festigt die Kundenbindung und sorgt für planbare Einnahmen unabhängig von Neugeschäft. Im 1. Halbjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 72,3 Mio. AUD, ein Plus von 210 %, und verbuchte erstmals einen Vorsteuergewinn von 5,2 Mio. AUD.

    Strategisch profitiert DroneShield von einem frühen Marktstadium, in dem Pilotprojekte nun in umfangreiche Beschaffungsprogramme übergehen. Das Unternehmen bedient ein breites Kundenspektrum, von Militär und Behörden bis hin zu Betreibern kritischer Infrastrukturen. Die geplante Regionalfertigung in den USA und Europa ab 2026 wird die Vermarktung vor Ort weiter erleichtern. Für Investoren ist die Fähigkeit entscheidend, die starke Nachfrage in skalierbare und profitable Umsätze zu verwandeln. Die Aktie notiert momentan bei 3,22 AUD.


    Das Wettrüsten im Drohnenzeitalter eröffnet Anlegern einzigartige Chancen. Rheinmetall transformiert sich strategisch vom Komponentenlieferanten zum domänenübergreifenden Systemanbieter für die Landesverteidigung. Volatus Aerospace beherrscht als integrativer Dienstleister sowohl zivile als auch militärische Drohnenmärkte mit seinem skalierbaren Lösungsansatz. DroneShield verwandelt die massive Nachfrage nach Drohnenabwehr mit seinem Hardware-Software-Mix bereits heute in profitable und skalierbare Umsätze. Diese Unternehmen positionieren sich an der Spitze eines fundamentalen Paradigmenwechsels in der Sicherheitsindustrie.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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