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08.01.2026 | 05:00

Rüstung im Würgegriff: Warum Lockheed und Boeing ohne Antimon am Boden bleiben und Antimony Resources die strategische Lösung hat

  • Antimon
  • Rüstungsindustrie
  • Flammschutz
Bildquelle: KI

Es ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 51, das an den Weltbörsen lange Zeit ein Schattendasein fristete, doch dessen strategische Bedeutung die Sicherheitspolitiker im Pentagon derzeit um den Schlaf bringt: Antimon. Was wie eine Fußnote im Periodensystem klingt, ist in Wahrheit der unsichtbare Klebstoff, der die moderne Rüstungs- und Luftfahrtindustrie zusammenhält. Doch dieser Klebstoff wird knapp. China, das den globalen Markt mit einem Anteil von über 50 % bei der Förderung und fast 80 % bei der Verarbeitung dominiert, hat begonnen, die Exportzügel straff anzuziehen. Handelshemmnisse und nebulöse Ausfuhrbeschränkungen schüren die reale Angst vor einem Versorgungsstopp. In diesem geopolitischen Hochrisiko-Szenario geraten Giganten wie Lockheed Martin und Boeing in die Bredouille, während kleine, westliche Explorer wie Antimony Resources plötzlich zu Besitzern von Assets werden, die sich als unverzichtbar für die nationale Sicherheit der NATO-Staaten erweisen könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094 , BOEING CO. DL 5 | US0970231058

Inhaltsverzeichnis:


    Die Achillesferse der Giganten: Wo Lockheed Martin und Boeing verwundbar sind

    Für den Laien mag Antimon ein obskurer Rohstoff sein, für die Ingenieure bei Lockheed Martin ist es essenziell. Das Halbmetall ist ein kritischer Bestandteil in der modernen Kriegsführung. Es wird zur Härtung von Blei in Projektilen und in Zündkapsel-Munition verwendet, ohne die kein Gewehr feuert. Doch die Anwendung reicht tiefer und erreicht selbst den High-Tech-Bereich: Antimon ist unverzichtbar für die Herstellung von Infrarot-Sensoren und Nachtsichtgeräten, den Augen der modernen Armee. Ein Lieferstopp aus China würde die Produktionslinien für präzisionsgelenkte Munition und optische Aufklärungssysteme empfindlich treffen, genau in einer Zeit, in der die Auftragsbücher der Rüstungskonzerne aufgrund globaler Konflikte überquellen. Lockheed Martin kann es sich schlicht nicht leisten, dass Milliarden-Waffensysteme wegen fehlender Rohstoffe im Wert von wenigen Dollar nicht ausgeliefert werden können.

    Noch dramatischer ist die Situation in der zivilen und militärischen Luftfahrt bei Boeing. Hier geht es primär um Sicherheit und Zulassung. Antimon-Trioxid ist der Industriestandard für Flammschutzmittel in Kunststoffen, Textilien und Verbundwerkstoffen. Jedes Flugzeug, das die Werkshallen von Boeing verlässt, ist vollgestopft mit Materialien, die im Brandfall nicht sofort Feuer fangen dürfen – und Antimon ist der chemische Garant dafür. Die strengen Brandschutzvorschriften der Luftfahrtbehörden wie der FAA lassen hier keinen Spielraum. Ohne zertifizierte Flammschutzmittel gibt es keine Flugerlaubnis. Boeing steht somit vor dem Risiko, dass die Lieferkette für Innenausstattungen und Kabelisolierungen reißt, wenn China bei Antimon „den Hahn zudreht“. Die Abhängigkeit von einem geopolitischen Rivalen bei einer sicherheitskritischen Komponente ist ein strategischer Albtraum, den die Einkaufsabteilungen in Seattle und Washington zu lange ignoriert haben.

    Das geopolitische Erwachen: China nutzt seine Marktmacht

    Die Sorge ist nicht theoretischer Natur. Peking hat im vergangenen Jahr bereits demonstriert, dass es bereit ist, Rohstoffe als Waffe im Handelskrieg einzusetzen, wie die Beschränkungen bei Gallium und Germanium zeigten. Bei Antimon zeichnet sich ein ähnliches Muster ab. Die chinesische Regierung begründet Exportkontrollen offiziell oft mit nationaler Sicherheit, doch de facto entzieht sie dem Westen damit den Zugriff auf die Basis der Rüstungsproduktion. Da Russland als Lieferant aufgrund von Sanktionen komplett ausfällt und die Minen in Tadschikistan oft unter chinesischem Einfluss stehen, blickt der Westen auf leere Lager. Die Lagerbestände der US-Regierung an Antimon sind Berichten zufolge auf einem historischen Tiefstand, was die Dringlichkeit, neue Quellen zu erschließen, exponentiell erhöht.

    Antimony Resources: Der strategische Joker in Kanada

    In dieser Gemengelage aus Nachfragedruck und Angebotsverknappung positioniert sich Antimony Resources als logische Antwort auf die westliche Versorgungskrise. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung von Antimon-Vorkommen in Kanada, einer der sichersten Bergbau-Jurisdiktionen der Welt und engster Verbündeter der USA. Der Standortvorteil ist in der aktuellen Lage kaum mit Geld aufzuwiegen: Antimon, das in Kanada gefördert wird, unterliegt keinen Zöllen, keinen geopolitischen Erpressungsversuchen und könnte nach einer Produktionsentscheidung über sichere Landwege direkt in die Fabriken der US-Rüstungsindustrie geliefert werden.

    Antimony Resources kontrolliert mit seinem Projekt ein Asset, das genau die hochgradigen Erze liefern könnte, die für die Weiterverarbeitung zu militärischen Spezifikationen notwendig sind. Während China mit sinkenden Erzgehalten und steigenden Umweltkosten kämpft, bietet das kanadische Projekt frisches Potenzial. Für Investoren ergibt sich hier eine klassische Arbitrage-Chance: Der Markt bewertet Antimony Resources derzeit noch als kleinen Explorer, während die Endkunden wie Boeing und Lockheed Martin sowie das US-Verteidigungsministerium bereit sein dürften, massive Aufschläge für Versorgungssicherheit zu zahlen. Noch ist das Bald-Hill-Projekt des Unternehmens in der Entwicklung, doch schon bald könnten erste Interessenten ihre Fühler ausstrecken – selbst wenn das Projekt noch einige Jahre von einer Produktion entfernt ist.

    Antimony-Aktie hat konsolidiert

    Das Szenario einer direkten Beteiligung oder langfristiger Abnahmeverträge durch staatliche Stellen oder Industriekonsortien wird immer wahrscheinlicher, je enger der Markt wird. Antimony Resources sitzt auf dem Rohstoff, der verhindert, dass die Bänder bei Boeing stillstehen und die Lager bei Lockheed leerlaufen. In einer Welt, in der Rohstoffsouveränität zur neuen Doktrin wird, könnte das kanadische Unternehmen vom reinen Bergbauwert zum strategischen Unterstützer der nordamerikanischen Verteidigungsarchitektur werden. Die Aktie von Antimony Resources ist 2025 stark angestiegen, hat inzwischen aber bereits eine Konsolidierung auf attraktivem Niveau hinter sich. In einer Zeit, in der alles möglich erscheint, haben spekulativ orientierte Investoren bei Antimon einen Fuß in der Tür.

    Bereit für den nächsten Schub? Die Aktie von Antimony Resources gehörte zu den Gewinnern des Jahres 2025.

    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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