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05.08.2026 | 04:15

Unendliche Hausse an der NASDAQ – KI sucht E-Power und Wasserstoff: Nel ASA, dynaCERT, BYD und ITM Power

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  • Wasserstoff
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  • Stromhunger
Bildquelle: Pixabay

Während die nimmermüde Tech-Rallye an der NASDAQ dank des unersättlichen KI-Booms von einem historischen Allzeithoch zum nächsten jagt, gerät hinter den Kulissen die fundamentale Achillesferse ins Visier: der gigantische Stromhunger der Rechenzentren. Die Anwendungen der Künstlichen Intelligenz nimmt in den Unternehmen zunehmend ihren Platz ein. Das kostet neben viel Strom auch viele einfache Arbeitsplätze zu Routine-Tätigkeiten, die nun um ein Vielfaches schneller maschinell ausgeführt werden können. Dadurch entsteht massiver Hunger nach E-Power, nur woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wer in die Zukunft denkt, sucht die beste ESG-Brücke zwischen Hightech-Industrie und Energieerzeugung. Neben dem Ausbau der Kernenergie wird in vielen Cleantech-Lösungen gedacht. Der E-Mobilitäts-Gigant BYD hat das Problem schon vor Jahren erkannt, heute dominiert er die Straßen weltweit mit bahnbrechenden Batterie-Technologien. Flankiert wird dieser E-Boom auch vom Wasserstoff, bei dem Nel ASA und ITM Power ein ordentliches Wort mitreden. Gleichzeitig drängt auch dynaCERT mit seiner cleveren Technologie zur Emissionssenkung über eine ambitionierte Asien-Expansion rasant in die kommerzielle Spur. Wo stecken die Trigger für Anleger?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , ITM POWER PLC LS-_05 | GB00B0130H42 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT – Der Kommerzialisierung auf der Spur

    Energiesparen ist angesagt! Der weltweite Energiemangel erreicht nun alle Bereiche, insbesondere dort, wo viel Kilometer zurückgelegt werden. Angesichts unaufhaltsam steigender Tankstellenpreise geraten insbesondere treibstoffsparende Systeme immer stärker in den Fokus von Speditionen und Flottenbetreibern. In diesem Umfeld sorgt das kanadische Technologie-Unternehmen dynaCERT für Aufsehen. Denn statt auf eine kostspielige, reine Elektrifizierung zu setzen, optimieren die Kanadier bestehende Verbrennungsmotoren im MiniMax-Prinzip über eine hocheffiziente Brückentechnologie. Ihr patentiertes HydraGEN-System spaltet destilliertes Wasser per On-Demand-Elektrolyse direkt an Bord in Wasserstoff und reinen Sauerstoff auf. Das Gasgemisch wird ungetrennt der Ansaugluft zugeführt, was die Entzündlichkeit des Diesels erhöht und für eine signifikant sauberere Verbrennung sorgt. Neben deutlichen Kraftstoffeinsparungen sinkt der Ausstoß von CO2, NOx und Feinstaub drastisch.

    Über die eigene Telematik-Software HydraLytica lassen sich diese Einsparungen datenbasiert messen, wodurch Betreiber zusätzlich von VERRA-zertifizierten CO2-Zertifikaten profitieren können. Angesichts von weltweit Millionen Diesel-Nutzfahrzeugen bietet dieses schnell installierbare Nachrüstkit eine sofortige Entlastung der operativen Kosten, ganz ohne teure Wasserstoff-Infrastruktur. Auf dem International Investment Forum untermauerte das neu formierte Top-Management die globalen Ambitionen des Unternehmens. President Bernd Krüper und der neu berufene CEO Kevin Unrath erklärten dabei die strategische Neuausrichtung hin zur Volumenfertigung.

    Beim exklusiven Folgeinterview auf den Market Frontlines machten die Verantwortlichen deutlich, dass dynaCERT das reine Startup-Stadium hinter sich gelassen hat und nun voll auf messbare Ergebnisse und globale Industrialisierung setzt. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/hVNR4Ch5p0c

    Operativ steht dynaCERT vor dem Sprung in eine globale Wachstumsperiode mit skalierbaren Umsatzströmen. Neben einem dreistelligen Rahmenabkommen mit großen Flottenbetreibern in Mexiko rückt vor allem Vietnam ins strategische Zentrum. In dem asiatischen Staat treiben die Kanadier die Zertifizierung und Lokalisierung spürbar voran, da strengere staatliche Emissionsvorgaben den Markt kurzfristig antreiben. Nach intensiven Arbeitsbesuchen vor Ort und einer zweistelligen Zahl erfolgreicher Testläufe konnte dynaCERT dort nun die ersten festen Serienaufträge verbuchen. Diese realen Einsätze im vietnamesischen Logistiksektor dienen als wichtige Referenz und zeigen bereits erste Strahlkraft auf Nachbarländer wie Kambodscha und Indonesien. Flankiert wird der globale Roll-out von einer personellen Transformation: Mit hochkarätigen Neuzugängen wie einem erfahrenen CTO aus der Großmotorenentwicklung und Experten für CO2-Zertifikate im Aufsichtsrat wurde das Fundament massiv gestärkt. Kurz vor dem großen Roll-Out in Vietnam wurde die finanzielle Flexibilität durch eine Kapitalmaßnahme von rund 2 Mio. CAD gestärkt. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem den internationalen Vertrieb beflügeln. Das Researchhaus GBC sieht das Kursziel unverändert bei 0,75 CAD, was einem Potenzial von mehreren hundert Prozent entspricht – der aktuelle Rücksetzer bietet somit eine exzellente Einstiegschance.

    BYD – E-Mobilität nimmt in Asien und Europa deutlich an Fahrt auf

    Der chinesische Elektroauto-Gigant BYD untermauert seinen Auftritt derzeit mit einer beeindruckenden Exportoffensive, die die Schwächen auf dem Heimatmarkt zunehmend kompensiert. Beim Blick auf die nackten Zahlen zeigt sich die enorme Dynamik: Allein im Juli meldete das Unternehmen einen weltweiten Absatz von 419.211 New Energy Vehicles (NEVs), was einem kräftigen Plus von fast 22 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der eigentliche Wachstumstreiber liegt jedoch jenseits der chinesischen Grenze, wo die Auslandsauslieferungen um spektakuläre 124 % auf den neuen Rekordwert von 179.841 Einheiten hochgeschossen sind. Damit steuert das internationale Geschäft inzwischen beachtliche 43 % zum gesamten Konzernvolumen bei und fängt die von Preiskämpfen geprägte, inländische Konsolidierung gekonnt ab.

    Strategisch treibt BYD den Vorstoß in Europa massiv voran und konnte bei den Neuzulassungen im ersten Halbjahr mit 174.144 Fahrzeugen sogar den Erzrivalen Tesla hauchdünn hinter sich lassen. Um geopolitischen Zöllen zu entgehen, investieren die Chinesen kräftig in die lokale Produktion, wobei das neue Vorzeigewerk im ungarischen Szeged sowie ein geplantes Werk in der Türkei die industrielle Speerspitze für den europäischen Raum bilden. Gleichzeitig rollt die Expansion in Asien unaufhaltsam weiter, gestützt durch den Verkaufsstart neuer Modelle wie dem Kleinstwagen Racco in Japan für unter zwei Millionen Yen (umgerechnet knapp 11.000 EUR). Der CEO Wang Chuanfu meint es ernst mit seinem Angriff, denn flankiert wird diese Produktoffensive von einer massiven Infrastrukturwelle, die bis zum Jahresende die Errichtung von rund 3.000 eigenen Schnellladestationen in Europa vorsieht. Für das Gesamtjahr visiert das Management folgerichtig ein ambitioniertes Exportziel von 1,5 Millionen Fahrzeugen an, ein Meilenstein, der die globale Transformation der gesamten Automobilbranche unmissverständlich untermauert. Die Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv trauen der BYD-Aktie einen Anstieg auf über 120 Yuan oder 15,60 EUR zu, über 50 % gegenüber der aktuellen Notiz von 10,20 EUR. Spannend!

    Nel ASA und ITM Power – Hohe Umsätze aber wenig Rendite

    Der europäische Wasserstoffsektor bleibt weiterhin operativ unauffällig, die Börsenspekulationen ebben aber nicht ab. Anleger hoffen auf eine operative Wende, die aber stark von öffentlichen Aufträgen abhängt. Obwohl Nel ASA jüngst einen kräftigen Auftragsschub vermeldet hatte, verharrt das Unternehmen aufgrund sinkender Gesamtumsätze weiterhin tief in den roten Zahlen. Zudem belastet die personelle Unsicherheit nach dem angekündigten Rücktritt des langjährigen CEO Hakon Volldal das Vertrauen der Marktteilnehmer spürbar. Ähnlich gestaltet sich die Lage beim britischen Konkurrenten ITM Power, dessen Aktie nach einer dynamischen Frühjahrserholung bereits wieder knapp 50 % korrigierte. Zwar konnte das Unternehmen seine Umsatzprognosen anheben, doch die prognostizierten operativen Verluste bremsen jegliche nachhaltige Kursphantasie aus. Hinzu kommt ein branchenweites Phänomen, bei dem sich große Energiekonzerne aus strategischen Großprojekten zurückziehen und den gesamten Sektor unter Druck setzen. Solange die Skalierung der Elektrolyseur-Produktion nicht in echte, profitable Nettoüberschüsse mündet, dürften beide Papiere trotz hoher Börsenumsätze vorerst anfällig für Rücksetzer bleiben.

    Seit Jahresanfang kann ITM Power mit über 60 % Rendite die Peergroup anführen. Schon auf Platz 2 finden wir dynaCERT mit knapp 17 % Zuwachs. Noch unter ferner Liefen befinden sich BYD und Nel ASA. Deren Konsolidierung wird wohl noch eine Weile dauern. Quelle: LSEG vom 04.08.2026

    Die Wachstumsbörsen jubilieren weiter. Zweifler dieser Hausse werden an die Wand gedrückt. Aktuell fokussieren Investoren jedoch die großen Titel, das schafft für einige Spezialwerte ein gutes Aufholpotenzial, wenn der Aufschwung erst mal wieder an Breite gewinnt. Stehen sie daher Gewehr bei Fuß oder tätigen sie Anfangsinvestments. Eine gute Streuung über Themen und Regionen schützt das Portfolio vor größeren Schwankungen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Bis zum Jahr 2035 plant Europa eine fundamentale Transformation seines Strommixes in Richtung Erneuerbare, um nahezu vollständige Klimaneutralität zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Importen drastisch zu reduzieren. Dieses ehrgeizige Vorhaben erfordert ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel aus massiver Großinfrastruktur, intelligenter Netztechnik und dezentralen Energielösungen. Der Windkraft-Pionier Nordex SE treibt dabei als technologischer Taktgeber den rasanten Ausbau der Onshore-Kapazitäten voran, während der Infrastruktur-Riese Siemens Energy AG als unverzichtbarer Volldienstleister, der mit hochmodernen Transformatoren und Netzanbindungen die schwankende Ökostrom-Produktion stabilisiert und den massiven Energiebedarf von KI-Rechenzentren sichert. Um die verbleibenden Lücken der wetterabhängigen Erzeugung zu schließen, gewinnt die flexible, lokale Absicherung entscheidend an Bedeutung. Hier schließt der Spezialist A.H.T. Syngas Technology die strategische Lücke für den Mittelstand, indem kompakte Vergasungsanlagen industrielle Abfallströme direkt am Ort des Geschehens in sauberes Synthesegas und kostengünstigen grünen Wasserstoff umwandeln. Investoren können sich mit dieser Auswahl ein krisenfestes, CO2-freies Stromnetz der Zukunft bauen. Wenn es noch eine Brise Salz sein darf: SpaceX – die Richtung dieser Spekulation sollte allerdings sorgfältig gewählt werden.

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    Kommentar von Nico Popp vom 07.08.2026 | 05:00

    Wasserstoff-Wetten der Hedgefonds: NEL ASA unter Druck, Amazon stark und First Hydrogen in vielversprechender Nische

    • Wasserstoff
    • Hedgefonds
    • Transformation
    • Industrie

    Die Industrie muss dem Klimawandel Rechnung tragen. Die Gesetze dafür sind längst gemacht, die Zielgrößen definiert. Doch Großkonzerne können bei den Herausforderungen der Transformation an ihre Grenzen stoßen. Selbst Siemens Energy erwägt unter dem Projektnamen „Voyager", seine Sparte Transformation of Industry – die unter anderem Kompressoren, Dampfturbinen, Energiespeicher und Elektrolyseure umfasst – mehrheitlich abzuspalten. Das verdeutlicht den gewaltigen Druck zur Fokussierung. Um im weltweiten Wettlauf um Marktanteile rund um Lösungen für die Transformation mitzuhalten, kommt es auf schmale Strukturen und Spezialisierung ohne Denkverbote an. Die Neuordnung der Wasserstoff- und Energiebranche hat längst begonnen. Wir beleuchten den Markt und stellen mögliche Profiteure vor.

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