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18.11.2024 | 04:45

Unsicherheit, Volatilität und BTC bei 100.000 USD? Die Aktien-Checkliste mit BYD, VW, 123fahrschule und Mercedes

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Bildquelle: pixabay.com

Donald Trump zieht wieder in das Weiße Haus ein. Anleger nahmen das Wahlergebnis zum Anlass, ein Jubelkonzert an der US-amerikanischen Börse zu veranstalten. Ganze 10 % Plus konnten die großen Indizes verzeichnen und auch der US-Dollar festigte sich markant. Trump steht für fossile Energie, Kernkraft und Rüstung. Er hält nichts vom Klimawandel und den Pariser Beschlüssen, er wird keine weiteren Gelder in die energetische Transformation investieren. Für die europäische Wirtschaft ein Alarmzeichen, denn hiesige Regierungen verfolgen ein „NetZero“-Ziel für 2045 und stehen mit diesen Bemühungen weltweit auf verlorenem Posten. Hohe Kosten drücken die Margen hiesiger Konzerne, wohingegen US-Firmen und asiatische Konzerne brillieren. Für Anleger bieten sich viele Chancen und auch Timing ist wichtiger denn je. Wir haben nachgerechnet.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , 123FAHRSCHULE SE | DE000A2P4HL9 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Gekommen um zu bleiben

    Das chinesische Technologie-Unternehmen „Build your Dreams (BYD)“ macht von sich reden. Der erste ATTO 3 wurde von der Firma Reisacher in Bayern im Februar 2023 ausgeliefert. Ein Besuch einer Verkaufsstelle in München zeigt 4 brandneue Modelle, wovon eines davon bereits ausverkauft ist. Angeblich wird derzeit ein Auto pro Tag verkauft, wären also knapp 250 Stück im Jahr. Das Autohaus betreibt 7 Standorte. Wie man an dieser einfachen Rechnung erkennt: BYD wird bald keine Seltenheit mehr auf Deutschlands Straßen sein.

    Als Sponsor der Fußball-Europameisterschaft 2024 trat der chinesische Technikkonzern und Autobauer BYD in den Fokus der Weltöffentlichkeit und erreichte ein Millionen-Publikum. Vor 30 Jahren als Batteriehersteller gestartet, hat sich BYD zu einem bedeutenden Akteur in Forschung und Entwicklung gemausert. Der Konzern, der erst seit 2022 in Europa aktiv ist, bringt Fahrzeuge in beeindruckendem Tempo auf den Markt. Mit über 100.000 Ingenieuren und 11 Forschungsinstituten verfügt BYD über das nach eigenen Angaben größte Entwicklungsteam der Welt; zudem sind über 900.000 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Schon heute entfallen 23 % des globalen Marktes für Elektrofahrzeuge auf BYD. Anders ausgedrückt: Fast jedes vierte neu zugelassene Elektroauto weltweit stammt von diesem Unternehmen. Aktuell stehen die Chinesen kurz davor, das zehnmillionste Elektrofahrzeug zu produzieren.

    "Von Null auf eine Million Fahrzeuge hat es 13 Jahre gedauert, aber der Sprung von sieben auf neun Millionen gelang uns in nur sechs Monaten", erklärte Stella Li, Executive Vice President von BYD, kürzlich. Während Wettbewerber eher auf Direktvertrieb oder Abos setzen, nutzt BYD den klassischen Autohandel. Bereits mit rund 50 Händlern arbeitet man Deutschland zusammen, bis Ende 2025 soll diese Zahl auf etwa 125 steigen, in Europa sind 500 Vertriebspunkte geplant. Mit dem Produktionsstart in Ungarn ab Ende 2025 wären die EU-Importzölle dann auch Makulatur. Die Aktie liegt auf 12 Monate gesehen rund 8 % im Plus, die Marktkapitalisierung wuchs zwischen 2019 und 2024 um sagenhafte 600 %. Mit einem KGV 2024e von 18,5 ist Aktie fair bewertet, aber nicht mehr günstig.

    123fahrschule – Die Digitalisierung des Führerscheinerwerbs

    Am Anfang jeglicher individuellen Mobilität steht erst einmal eine Fahrerlaubnis. Die 123fahrschule wurde im Jahr 2016 gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Digitalisierung und Modernisierung der Fahrschulbranche spezialisiert und kombiniert innovative Technologien wie Online-Anmeldung, App-gestützte Terminverwaltung sowie Fahrsimulatoren mit traditionellen Fahrschulservices. Es zählt mittlerweile zu den größten Fahrschulketten Deutschlands und setzt auf weiteres Wachstum durch Neueröffnungen und Übernahmen. Mit Ansätzen wie z. B. einer Lern-App, einem Fahr-Simulator, geblockten Theorie-Schulungen und gezielter Prüfungsvorbereitung sticht das Angebot von 123 aus dem Markt heraus. Ziel ist es, eine Fahrerlaubnis Klasse B auch heute noch für 2.000 bis 2.500 EUR erwerbbar zu machen.

    Der deutsche Fahrschulmarkt ist stark fragmentiert und produziert einen Jahresumsatz von ca. 3 Mrd. EUR, der erwartete Jahresumsatz bei 123fahrschule liegt bei gut 24 Mio. EUR. Damit gibt es noch viel Raum für eine Marktkonsolidierung in Deutschland. CEO Polenske zeigt sich für das eigene Wachstum optimistisch: „Aus meiner Sicht werden in den nächsten Jahren Simulatoren eine wesentlich größere Rolle in der Führerscheinausbildung spielen. Mit dem digitalen und virtuellen Fahrlehrer in der Simulator-Software kann der Schüler wesentlich stressfreier und flexibler ausgebildet werden, spart Geld und wir haben einen wirksamen Hebel gegen den Fahrlehrermangel. Mit der Übernahme der Foerst GmbH im Mai 2024 und den für 2025 geplanten weiteren Investitionen in die Simulator-Software schaffen wir ein einzigartiges Produkt im Markt“, so der innovative Gründer.

    Herr Polenkse votiert an der Börse auch mit den Füßen, denn der CEO taucht immer wieder in den Insider-Filings mit Käufen auf, zuletzt auch am Freitag. Nach einer gelungenen Kapitalerhöhung zu 2,30 EUR kamen 1,12 Mio. EUR in die Kasse des Unternehmens. Nun sind 5,558 Mio. Aktien emittiert, der Marktwert liegt bei rund 13,9 Mio. EUR, das entspricht weniger als 50 % der geplanten Umsätze für das laufende Jahr. In Q3 gab es einen Sprung auf 5,7 Mio. EUR. mwb research bestätigt seine Kaufempfehlung mit Kursziel 6,20 EUR. Die Analysten sehen 123 als gut positioniert, um von den anstehenden regulatorischen Änderungen bis 2026 zu profitieren. Das Unternehmen macht Fortschritte bei der Umsetzung seiner kürzlich vorgestellten Strategie 2027 und der digitalen Transformation auf dem deutschen Fahrschulmarkt. Der kleine Rücksetzer von 3,70 auf 2,50 EUR bietet charttechnisch eine gute Einstiegszone.

    VW und Mercedes – Gibt es noch Hoffnung?

    Über die operative Misere und die große Restrukturierung bei VW hatten wir zuletzt mehrfach berichtet. Drei Werke und mehr als 30.000 Mitarbeiter stehen auf der Kippe. Aber gibt es nach 24 % Kursabschlag noch Hoffnung? Für John Goetz, Chefstratege des US-Vermögensverwalters Pzena, sind niedrige Kurse von ehemaligen Marktführern eine dicke Chance. Er verwaltet 72 Mrd. USD an investierbaren Mitteln. In einem Gespräch mit dem Handelsblatt sagt er: „Wir lieben schlechte Nachrichten, wir suchen sie geradezu und sehen das als Chance. An VW halten wir bereits eine kleine Position, aber wir überlegen, noch mehr VW-Aktien zu kaufen“, sagt er jüngst. Die Idee ist nicht von der Hand zu weisen. Mit rund 84 EUR hat VW von der Spitze im Jahr 2021 nun rund 70 % eingebüßt, doch mit einem KGV 2025e von 3,2 und einer erwarteten Dividendenrendite von mindestens 5 % ist das Papier allmählich spottbillig. Die Analysten auf der Plattform Refinitiv Eikon erwarten ein 12-Monats-Durchschnittskursziel von 116 EUR, immerhin 38 % über dem Freitagsschlusskurs.

    Auch Mercedes-Benz in Stuttgart hat schon bessere Zeiten gesehen. Mit einem Kurs von 53 EUR ist das Papier zwar nur 30 % vom Höchstkurs entfernt, die operative Performance leidet aber stark unter den sinkenden Margen. Der Autohersteller sieht aber derzeit keine Notwendigkeit, seine Produktionskapazitäten wegen der stagnierenden Verkaufszahlen anzupassen. Denn das Werk in Hambach wurde bereits verkauft, die Produktion in Brasilien und Russland ebenso eingestellt, während das ungarische Werk in Kecskemét erweitert wurde. Die Produktionsstandorte des Unternehmens erstrecken sich neben Deutschland und Ungarn auch auf Länder wie China, die USA, Mexiko und Südafrika. Mercedes sieht sich damit für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Die Umstellung auf Elektromobilität, der Fokus auf Nachhaltigkeit sowie die zunehmende Digitalisierung prägen die Herausforderungen in der Produktion. Der aktuelle Kurs ist mit einem KGV 2024e 5,5 so attraktiv wie seit Jahren nicht. Eine satte Ausschüttung von knapp 8 % gibt es obendrein, sie könnte jedoch noch nach unten angepasst werden.

    Im 12-Monats-Vergleich schafft 123fahrschule eine positive Performance von knapp 37 % gefolgt von BYD mit 24 %. Weit abgeschlagen die beiden Automobilhersteller VW und Mercedes-Benz. Hier dürfte die Konsolidierung noch ein paar Monate anhalten. Quelle: Refinitiv Eikon vom 17.11.2024

    Der Automobil-Sektor war in 2024 einer der spannendsten Bereiche der Börse. Während BYD und Tesla die weltweite Bestenliste anführen, haben europäische Hersteller das Nachsehen. Der technologische Fortschritt wird in Europa wohl regulatorisch ausgebremst, das ferne China lächelt über uns. Während wir fleißig Karbonausstöße sanktionieren, wird der hiesige Markt von fernöstlichen Produkten überrollt. Wer sich wie Brüssel nicht selbst im Weg stehen will, kann zumindest als Investor reagieren. Interessant auch der Dienstleister 123fahrschule, der mit steigender Digitalisierung die Branche vor sich hertreibt.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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