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25.11.2021 | 05:08

wallstreet:online, flatexDEGIRO, Commerzbank – Hier sind die Gewinner für 2022!

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Bildquelle: pixabay.com

Niedrige Zinsen und eine hohe Inflation sorgen für eine starke Nachfrage bei Aktien. Auch wenn hier und da Unsicherheiten zu anstehenden Zinssteigerungen und der vierten Corona-Welle herrschen, stehen die Börsenampeln weiterhin auf grün. Mögliche Kursrücksetzer stellen gute Einstiegsmöglichkeiten dar. Die nachfolgenden drei Aktien bieten gute Chancen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: WALLSTREET:ONLINE INH ON | DE000A2GS609 , FLATEX AG NA O.N. | DE000FTG1111 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001

Inhaltsverzeichnis:


    wallstreet:online – deutliche Unterbewertung

    Mit einem Kurs um die 20 EUR bietet die Aktie des größten unabhängigen Betreibers von reichweitenstarken Börsenportalen im deutschsprachigen Raum für mittelfristig orientierte Anleger ein chancenreiches Einstiegsniveau. Mitte Juni mussten im Rahmen einer Kapitalerhöhung, die dem Unternehmen für die weitere Expansion brutto 19,1 Mio. EUR in die Kasse spülte, noch 26,60 EUR berappt werden. In den zurückliegenden Monaten kauften mehrere Insider zu, das ist ein starker Vertrauensbeweis. Die Analysten von GBC bescheinigen dem Titel, den sie als „Kauf“ einstufen, ein Kursziel von 37,70 EUR. Das ist ein Upside von über 80%!

    Woher stammt die Phantasie? Die Antwort: Transaktionsgeschäft. Mit dem „Neobroker“ Smartbroker, der Ende 2019 an den Markt ging, machten die Berliner einen cleveren Schachzug. Zentrale Aufgabe ist nun, die Finanzangebote des Smartbrokers in die Börsenportale besser zu integrieren und somit Synergien zu heben und das Wachstum zu beschleunigen. Der Smartbroker differenziert sich in Bezug auf das breite Feld der Neobroker, welche Anlegern u.a. einen kostenlosen Aktienhandel anbieten, indem er niedrige Konditionen und zusätzlich ein breites Produktspektrum anbietet.

    Smartbroker ist gerade dabei, das Handels-Frontend komplett neu zu überarbeiten. Zudem wird im nächsten Jahr die Smartbroker-App an den Start gehen. Die damit verbundenen Investitionskosten werden sich unserer Meinung nach schnell amortisieren. Zum Halbjahr verfügte die Gruppe über mehr als 187.000 Depots, davon über 142.000 Kunden beim Smartbroker, mit einem verwalteten Vermögen von 6,8 Mrd. EUR. Im Sommer wurde ein Antrag auf Erweiterung der bestehenden KWG-Lizenz gestellt. D.h. es werden bald neue Einnahmetöpfe entstehen.

    Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte der Vorstand einen Umsatzanstieg auf rund 45 bis 50 Mio. EUR sowie einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITDA) auf 4 bis 6 Mio. EUR. Am 7. Dezember präsentieren sich die Berliner auf der Münchner Investmentkonferenz „MKK“ von GBC. Vielleicht kann das Management dann schon etwas mehr auf die Wachstumspläne im nächsten Jahr eingehen. Dies könnte die Aktie wieder aus ihrer Lethargie reißen. Mit rund 300 Mio. EUR ist der Titel ohnehin moderat bewertet.

    flatexDEGIRO – Management erwartet starkes Wachstum

    Europas größter paneuropäischer Retail-Online-Broker hat zuletzt die Einführung des provisionsfreien Handels ab dem 22. November 2021 bekannt gegeben. DEGIRO-Kunden könnten nun in ganz Europa über 5.000 US-Aktien direkt an den führenden US-Börsen NASDAQ und NYSE ohne jegliche Provision handeln. Zudem gilt das Angebot für die Märkte Frankreich, Spanien, Portugal und Italien.

    Das Management rechnet hierdurch mit einem beschleunigten Kunden- und Unternehmenswachstum. Die Anteilsscheine pendeln in den letzten zwei Monaten grob in der Spanne zwischen 18 und 20 EUR. CEO und CFO der Gesellschaft kaufen zuletzt wieder vermehrt eigene Aktien. Laut Analystenkonsens handelt der Titel momentan mit einem 2022er KGV von 15. Die Experten raten mehrheitlich zum „Kauf“ bei einem Kursziel von 33,60 EUR – ein Aufwärtspotenzial von über 70%.

    Commerzbank – kurzzeitig neues Jahreshoch markiert

    Während die Geschäfte bei wallstreet:online und flatexDEGIRO brummen, gibt sich die Commerzbank größte Mühe wieder auf die Erfolgsspur zurück zu finden. Zentral sind die mit der „Strategie 2024" verbundenen massiven Kosteneinsparungen. Zuletzt meldete der MDAX-Konzern einen bedeutenden Schritt. Die Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat zum Abbau tausender Stellen seien erfolgreich abgeschlossen worden, gaben die Frankfurter bekannt. „Jetzt können wir die Transformation weiter zügig und mit voller Kraft vorantreiben", kommentierte Konzernchef Manfred Knof.

    Bis Ende 2024 werden weltweit unter dem Strich 10.000 der zuletzt 39.500 Vollzeitstellen gestrichen, aber auch 2.500 Stellen aufgebaut. Die Bank versucht diesen Abbau sozialverträglich zu vollziehen. Das Filialnetz in Deutschland soll bis Ende 2022 von 790 auf 450 sinken. Die Aktie reagiert zwischenzeitlich auf die News mit einem neuen Jahreshoch von knapp über 7 EUR. Die Marke konnte jedoch nur kurz gehalten werden. Analysten stufen die Commerbank-Aktie mehrheitlich als Halteposition mit einem Kursziel von rund 7 EUR ein.

    Der Aufwärtstrend an den Börsen hält an. Auch die Handelsaktivität der Anleger bleibt hoch. Somit sollten die Aktien von wallstreet:online und flatexDEGIRO davon profitieren. Die Analysten von GBC trauen wallstreet:online ein Aufwärtspotenzial von über 80% zu. Die Commerzbank ist ebenfalls ein interessanter Turnaround-Wert für 2022.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

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