Menü schließen




05.08.2025 | 05:10

Xiaomi, Almonty Industries und BioNTech mit strategischen Meilensteinen

  • Rohstoffe
  • Märkte
  • Biotechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Der Handelskrieg zwischen China und den USA geht in die nächste Runde und erreicht einen neuen Höhepunkt. So schränkt das Reich der Mitte die Lieferung wichtiger Mineralien an westliche Rüstungsunternehmen ein, die für Munition bis hin zu Düsenjägern gebraucht werden. Das veranlasst Hersteller, global nach Alternativen solcher kritischen Rohstoffe zu suchen, um die weitere Produktion sicherstellen zu können. Besonders ein Produzent ist in den vergangenen Wochen in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt, der die Knappheit beim elementaren Metall Wolfram für die westliche Welt lösen kann.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , XIAOMI CORP. UNSP.ADR/ 5 | US98421U1088 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Zweite Chance

    Die Börse ist manchmal irrational, dies wird beim Kursverfall der Almonty-Aktie in den vergangenen beiden Wochen ersichtlich. Zum einen spitzt sich die Lage im Handelskonflikt zwischen den westlichen Staaten auf der einen, sowie China und Russland auf der anderen Seite, deutlich zu. Zum anderen vermeldete das kanadische Unternehmen Almonty Industries zwei strategische Meilensteine. Doch just nach der Verkündung rauschte der Anteilsschein von 8,66 CAD um knapp 40 % auf 5,18 CAD in die Tiefe. Teilweise fiel das Papier sogar unter die 5 CAD-Marke, konnte jedoch den markanten Unterstützungsbereich bei 4,60 CAD verteidigen.

    Mit dem Nasdaq-Listing sowie einer abgeschlossenen, überzeichneten Emission von 20.000.000 Stammaktien zu einem Ausgabepreis von 4,50 USD pro Stück, was den Kanadiern einen Bruttoerlös von insgesamt 90 Mio. USD in die Kassen spült, ist die Mannschaft um ihren erfahrenen CEO Lewis Black bestens aufgestellt, dem Quasi-Monopol Chinas zu entgehen. Durch das Cash-Polster erweitert Almonty nicht nur die eigene Wolframoxid-Produktion, sondern schafft durch den Bau eines eigenen Schmelzbetriebes mit der einzigen vollintegrierten westlichen Wolframquelle einen USP, wodurch die Unabhängigkeit zum chinesischen Raffinierungsmarkt besiegelt wird.

    In Bezug auf das Potenzial der Almonty-Aktie zeigen sich diverse Analystenhäuser euphorisch. Die Analysten der GBC AG setzen in ihrer aktuellen Studie das Kursziel auf Sicht zum 31.12.2026 auf 5,28 EUR, umgerechnet 8,50 CAD. Während B.Riley sein bisheriges Kursziel von 5,19 EUR bestätigt, vergeben die Alliance Global Partners ein Target von 5,84 EUR.

    Quelle: LSEG vom 04.08.2025

    BioNTech – Starke Kooperation

    Anfang der 2020er Jahre herrschte Partystimmung an der Goldgrube 12. Während Corona wütete, spielte BioNTech eine zentrale Rolle, indem das Unternehmen gemeinsam mit US-Partner Pfizer den ersten zugelassene mRNA-Impfstoff weltweit entwickelte und innerhalb von Wochen seine Zulassung erhielt, wodurch Milliarden in die Kassen gespült wurden.

    Die Pandemie ist vorbei, und die Mainzer sahen sich gezwungen, den Schwerpunkt insbesondere mittels ihrer mRNA‑Plattform, auf die Entwicklung innovativer Krebstherapien zu legen.

    Nach mehreren Quartalen mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen konnte BioNTech im zweiten Quartal 2025 die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln. BioNTech meldete einen Umsatz von 260,8 Mio. EUR im zweiten Quartal, gegenüber 128,7 Mio. EUR im Vorjahr. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen 443,6 Mio. EUR, ein Anstieg von 127,3 Mio. EUR im Vergleich zu 316,3 Mio. EUR 2024. Haupttreiber bleibe dabei die COVID-19-Impfstoffpartnerschaft.

    Der Nettoverlust fiel mit 386,6 Mio. EUR deutlich geringer aus als im Vorjahr, als dieser noch 807,8 Mio. EUR betrug. Im ersten Halbjahr lag der Verlust bei 802,4 Mio. EUR, über 300 Mio. EUR weniger als 2024.

    Besondere Bedeutung haben die Partnerschaften mit Bristol Myers Squibb zur Entwicklung von BNT327 und die geplante CureVac-Übernahme. Diese sollen die Onkologie-Position stärken.
    Die BMS-Partnerschaft soll ab dem dritten Quartal einen finanziellen Einfluss haben. Eine Vorabzahlung von 1,5 Mrd. USD wird über die gesamte Entwicklungsphase verbucht. Bis 2028 erwartet BioNTech Zahlungen von 2 Mrd. USD und Meilensteinzahlungen bis zu 7,6 Mrd. USD, die zwischen BioNTech und BMS geteilt werden.

    Xiaomi – Einstieg in Megamarkt

    Dass das Management von Xiaomi flexibel ist, zeigte sich bereits, als der ursprünglich als Smartphone-Hersteller gestartete Innovator seinen Einstieg ins Elektroauto-Geschäft ankündigte. Inzwischen liefert das chinesische Unternehmen 30.000 Einheiten aus. Besonders gefragt ist das YU7-Crossover, für das die Wartelisten bereits bis in die zweite Hälfte des Jahres 2026 reichen. Gründer Lei Jun hob hervor, dass umfangreiche Investitionen in autonome Fahrtechnologien getätigt werden, um das ambitionierte Ziel von 350.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025 zu erreichen.

    Am gestrigen Montag schockte Xiaomi mit der Vorstellung eines neuen Open-Source-Sprachmodells, dass seine Technologien für Autos und Smart-Home-Geräte verbessern soll, erneut die Konkurrenz.
    Das "MiDashengLM-7B" soll nicht nur Sprachbefehle verstehen, sondern auch nahtlos in Xiaomis wachsendes Ökosystem aus Fahrzeugen und vernetzten Haushaltsgeräten integriert werden.

    Ziel ist es, die Nutzererfahrung in seinen Produkten grundlegend zu verbessern. Auch führende chinesische Tech-Unternehmen wie Alibaba und Tencent haben ähnliche Modelle entwickelt, die neben Sprache auch Bilder, Videos und Ton verarbeiten.


    Der Handelsstreit eskaliert und der Wolframproduzent Almonty Industries dürfte einer der wichtigsten Partner der westlichen Welt werden. Xiaomi stellte sein neues Sprachmodell vor, BioNTech konnte mit den Zahlen zum ersten Halbjahr den Negativtrend stoppen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 13.04.2026 | 04:15

    Doppelt profitieren: 100 % Rebound bei Rüstungsaktien und kritischen Metallen – Rheinmetall, Antimony Resources, CSG und Mutares im Fokus!

    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie
    • Beteiligungsgesellschaft

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Die Börse gibt und nimmt. Während Investoren sich in der letzten Woche über eine riesige 5 %-Aufwertung freuen konnten, dreht es in dieser Woche schon wieder in die andere Richtung. Der Grund: Die erhofften Friedengespräche in Pakistan zwischen USA, Israel und dem Iran sind gescheitert. Da dies für die Konjunktur und die eh schon angespannten Energie- und Metallmärkte keine positiven Impulse liefert, dürfte es in einigen Sektoren noch einmal sehr volatil werden. Wir beschäftigen uns mit Chancen im Bereich kritischer Metalle und beleuchten einige Titel, die nach jüngsten Korrekturen wieder attraktive Parameter zeigen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 10.04.2026 | 04:45

    Aufgepasst! Riesiges Marktpotenzial im größten Teilbereich der Pharmabranche nutzen: mit Innovator Vidac Pharma, Platzhirsch Bayer oder Turnaround-Kandidat Evotec?

    • Onkologie
    • Krebsforschung
    • Krebstherapie
    • Biotechnologie
    • Pharma
    • Innovation

    Die Onkologie ist der strategisch wichtigste Wachstumsmarkt der Pharmaindustrie und gleichzeitig einer der entscheidenden Hebel zur Verbesserung der globalen Gesundheit. Aktuell erkranken weltweit rund 20 Mio. Menschen pro Jahr an Krebs, die Zahl soll bis 2040 auf über 30 Mio. jährlich ansteigen. Der Markt für Krebsmedikamente ist bereits heute über 200 Mrd. USD groß und wächst rasant. Bayer will 2030 zu den größten Onkologie-Playern der Welt gehören und bestätigte zuletzt die Mittelfristziele. Durch den Beteiligungsverkauf an einem Krebsspezialisten können sich die gebeutelten Aktionäre von Evotec schon bald über einen willkommenen Mittelzufluss freuen. Vidac Pharma geht dagegen ganz neue Wege bei der Bekämpfung von Hautkrebs. Hier schlummert ein enormes Potenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 08.04.2026 | 05:10

    Power Metallic Mines: Weltklasse-Asset zum Schnäppchenpreis, die Neubewertung läuft an!

    • Rohstoffe
    • Kritische Rohstoffe
    • Kupfer
    • Platingruppenmetalle
    • Energiewende
    • Geopolitik
    • Lieferketten

    Der Iran-Konflikt beherrscht momentan die Börsen. Wie geht es weiter und wie hart trifft der Energieschock die Weltwirtschaft? Was bleibt, ist die Gewissheit wie fragil Rohstoffversorgung und Lieferketten sind. Westliche Regierungen forcieren das Ziel kritische Lieferketten zu regionalisieren und somit die Abhängigkeit gegenüber politisch unsicheren Regionen zu senken. Kupfer und Platingruppenmetalle stehen in der industriepolitischen Agenda weit oben, da sie eine bedeutende Rolle für Elektrifizierung, Wasserstoffwirtschaft, Digitalisierung und Hightech spielen. Genau hier kommt Power Metallic Mines ins Spiel. Die Kanadier verfügen über ein großes, qualitativ erstklassiges polymetallisches Projekt in Kanada mit dem Potenzial zu einer wichtigen und langfristigen Versorgungsquelle westlicher Industrien zu werden. Analysten trauen der Aktie in den nächsten 12 Monaten nahezu 200 % zu!

    Zum Kommentar