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17.07.2025 | 11:05

Almonty Industries CEO Lewis Black im Interview mit Lyndsay Malchuk zu MP Materials Vergleich

  • Investments
Bildquelle: Apaton Finance

Im exklusiven Interview mit Lyndsay Malchuk spricht Lewis Black, CEO von Almonty Industries, über das bedeutende NASDAQ-Listing, die Rolle seines Unternehmens in der geopolitischen Rohstoffstrategie und warum Almonty aus seiner Sicht das klar attraktivere Investment gegenüber MP Materials ist. Das erfolgreich durchgeführte NASDAQ-Listing von Almonty brachte dem Unternehmen nicht nur frisches Kapital in Höhe von 90 Mio. USD ein, sondern verleiht auch der internationalen Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit einen enormen Schub – ein wichtiger Meilenstein in der Wachstumsstrategie.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , MP MATERIALS CORP | US5533681012 , APPLE INC. | US0378331005

Ein Riese wird erwachen

Almonty steht an der Schwelle zu einer neuen Phase: Produktionsstart der weltgrößten Wolfram-Mine außerhalb Chinas, potenzielle Partnerschaften mit strategischen Investoren – und das alles zu einer Marktbewertung, die Analysten als „deutlich unter dem fairen Wert“ einstufen.

Während MP Materials zuletzt von einer US-Beteiligung und einem Apple-Deal profitierte, setzt Almonty auf Substanz, operative Exzellenz – und eine geopolitisch noch kritischere Ressource: Wolfram.

Diese Differenz wird im Interview deutlich, etwa bei der folgenden Frage:

Lyndsay Malchuk: Wechseln wir kurz die Perspektive. MP Materials hat gerade einen massiven Rückenwind von der US-Regierung erhalten, der Aktienkurs ist um 50 % gestiegen, die Bewertung liegt inzwischen über 7 Milliarden USD. Lewis, wenn Sie Almonty mit MP vergleichen – wo sehen Sie Almonty positioniert, insbesondere in Bezug auf strategische Relevanz und Bewertungspotenzial?

Lewis Black: Ich will eigentlich nicht über MP sprechen – die würden das sicher auch nicht gut finden. Was ich aber über Almonty sagen kann: Wir verarbeiten alles direkt vor Ort, arbeiten in sicheren Regionen und betreiben mehrere Minenstandorte. Wolfram ist extrem selten. Das nächste größere Projekt außerhalb von uns liegt im Norden des Yukon, 200 Kilometer von der nächsten Straße entfernt – und selbst laut eigenen Angaben etwa zehn Jahre von der Bauphase entfernt. Wir haben in dieser Hinsicht also ein ziemlich freies Feld.

Wolfram ist extrem schwer zu verarbeiten. Wer aus dem Gold-, Silber- oder Zinnbereich kommt, wird bei Wolfram scheitern, weil es so spröde ist. Wir machen das seit Jahrzehnten – wir gelten als Marktführer. Und der Unterschied zu Seltenen Erden? Bei vielen Anwendungen der Seltenen Erden sieht man das Material nicht mal – es steckt in Magneten, Leitsystemen und so weiter. Aber ohne Wolfram hebt kein Flugzeug ab: keine Triebwerke, keine Bremsen, keine Munition – selbst die Leitsysteme enthalten Wolfram. Sogar die Displays im Cockpit wären ohne Wolfram nicht vorhanden.

Aber bis letztes Jahr – bis Biden Zölle auf diesen Sektor verhängte – wollte keine Regierung überhaupt darüber sprechen. Denn wenn man öffentlich zugibt, dass man zu wenig Wolfram hat, signalisiert man seinen Gegnern, dass man keine Munition herstellen kann. Seltene Erden sind übrigens gar nicht so selten – sie sind nur schwer zu verarbeiten und haben viele giftige Nebenprodukte. Wolfram hingegen ist wirklich selten und schwer zu fördern.

Und das ist, denke ich, der grundlegende Unterschied zwischen uns und anderen Förderern strategischer Metalle.

Vollständiges Interview von Lyndsay Malchuk und Lewis Black hier anschauen.


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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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