06.02.2026 | 05:20
Antimony Resources: Größtes nordamerikanisches Projekt mit kritischen Rohstoffen weckt Begehrlichkeiten – wann klopft Trump an?
Geopolitik wird zum entscheidenden Faktor bei der Bewertung von Rohstoffprojekten und Rohstoffgesellschaften. Zu diesen Ergebnissen kommen renommierte Beratungshäuser. Versorgungssicherheit bestimmt die strategische Logik. Staaten und Regierungen werden sich in Zukunft zu dem wichtigsten Investorenkreis der Branche entwickeln, so das Fazit vieler Experten. Als Profiteur wird zunehmend auch die Aktie von Antimony Resources gehandelt. Die Kanadier besitzen das größte Antimon-Vorkommen in Nordamerika. Der Markt wird derzeit massiv von China, Russland und Tadschikistan dominiert. Antimon ist insbesondere in militärischen und sicherheitsrelevanten Bereichen unersetzlich. Die Aktie ist schon deutlich angesprungen, aber korrigiert momentan auf hohem Niveau. Anleger sollten das Papier unbedingt auf dem Radar haben.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Die Neue Realität: Geopolitik und Staaten bestimmen den Preis
Die neueste Ankündigung des US-Präsidenten steht exemplarisch für die neue Realität der Branche. Staaten und Regierungen werden sich zu den wichtigsten Investoren bei Rohstoffen entwickeln, insbesondere wenn diese als kritisch und somit volkswirtschaftlich und sicherheitspolitisch bedeutsam eingestuft werden. Das gilt auch für Antimon.
Trump kündigte an, dass die Vereinigten Staaten eine strategische Reserve an kritischen Rohstoffen und Seltenen Erden aufbauen wollen. Zu Beginn werden 23 Mrd. USD in das „Project Vault“ investiert. Damit sollen US-Industrieunternehmen vor kurzfristigen Lieferschocks geschützt werden. Denn die Dominanz Chinas und anderer politisch schwieriger Regionen bei dieser
Rohstoffgruppe ist erdrückend.
Antimon spielt eine besondere Rolle in zentralen Industrien von Volkswirtschaften und gewinnt durch die geopolitisch angespannte Situation an strategischer Bedeutung. Die Preise haben in der Vergangenheit bereits deutlich angezogen. Zentral ist der Einsatz von Antimon in militärischen und sicherheitsrelevanten Bereichen, wobei das Halbmetall als praktisch unverzichtbar eingestuft wird. Speziallegierungen, Munition, optische Systeme, Infrarot-Technologie und elektronische Bauteile sind nur einige Anwendungsbereiche.
Antimony Resources – Größtes nordamerikanisches Antimon-Vorkommen als Trumpf
Die Kanadier treiben das 1.100 Hektar große Bald-Hill-Projekt in der kanadischen Provinz New Brunswick gezielt voran. Denn in ihm schlummert ein riesiges Potenzial. Spätestens seit dem letzten Quartal des vergangenen Jahres hat der Markt ein genaueres Bild über die potenzielle Werthaltigkeit des Antimon-Projekts.
Ein technischer Bericht kalkulierte, dass das Bald-Hill-Projekt rund 2,7 Mio. t Gestein mit Gehalten von 3 bis 4 % Antimon umfasst. Daraus lässt sich ein „Vorkommen“ von 81.000 bis 108.000 t reinen Metalls ableiten. Im Klartext: Es handelt sich um das größte Vorkommen Nordamerikas und hat ebenso Weltformat.
Für spätestens Frühjahr 2027 hat die Gesellschaft eine nach dem kanadischen Standard NI 43-101 konforme Ressourcenbestimmung in Aussicht gestellt. Für Investoren ist dies ein wichtiger Meilenstein, um Größe, Werthaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Projekts zu beurteilen, was häufig zur Neubewertung einer Gesellschaft führt.
Bohrhistorie und aktuelle Daten
Historisch wurden auf der Liegenschaft bereits mehr als 13.800 Bohrmeter niedergebracht, davon über 8.000 Meter im vergangenen Jahr. Alle Daten, inklusive der jüngsten Ergebnisse, weisen auf ein hochgradiges und ausgedehntes System mit hohen Antimon-Mineralisierungen hin. Die Main Zone konnte im letzten Jahr deutlich ausgeweitet werden und erstreckt sich nun auf eine Länge von über 700 Metern und eine Tiefe von über 400 Metern.
In der jüngsten Vergangenheit meldete Antimony Resources weitere massive Antimon-haltige Stibnit-Vorkommen („Sb“) mit 5,10 % Sb über 4,0 Meter, 2,15 % Sb über 6,85 Meter und 2,38 % Sb über 9,60 Meter. Diese Ergebnisse untermauern die vorherigen Daten, dass 75 % bis 80 % aller Bohrungen hochgradige, antimonhaltige Stibnit-Mineralisierung enthalten.
Aktuell informieren die Kanadier über die Erweiterung und Abgrenzung weiterer massiver Stibnit-Mineralisierungen in der Marcus-Zone. Die Mineralisierung wurde im Grundgestein über eine Länge von 25 Metern freigelegt. Die Gesellschaft vermutet, dass es sich bei dieser neuen Zone, westlich der Main Zone, um eine separate Zone handelt. Für die Explorationssaison 2026 sind hier zusätzliche Schürfgräben und Probeentnahmen geplant. Die Kanadier räumen der Marcus-Zone großes Potenzial ein.
Mit der zuletzt durchgeführten Kapitalerhöhung von 9 Mio. CAD kann die umfangeiche 2026er Bohrkampagne mühelos gestemmt werden. Nach Unternehmensangaben wurde nun die Abgrenzung der Mineralisierung der Hauptzone bei Bald Hill mit zwei Bohranlagen begonnen. Eine dritte Bohranlage werde Anfang Februar hinzukommen.
Hauptziel sind Erweiterungsbohrungen in der Hauptzone von Bald Hill über eine Länge von 600 Metern bis zu einer Tiefe von mindestens 300 Metern. Eine hohe Bohrdichte ist hier wichtig, um das Ziel einer ersten Ressourcenschätzung für Bald Hill, die wie bereits erwähnt für Anfang 2027 in Aussicht gestellt wurde, zu erreichen.
Die Bohrdichte beschreibt, wie eng bzw. wie häufig Bohrungen in einem Gebiet verteilt sind, also den Abstand der Bohrungen zueinander in Raum und Tiefe. Eine hohe bzw. ausreichende Bohrdichte ist eine zwingende Voraussetzung für eine Ressourcenschätzung. Anhand der Bohrdaten können Erzvorkommen und Mineralisierungsgrade geschätzt werden, was letztlich eine gute Einschätzung des Werts und der Wirtschaftlichkeit eines Projekts ermöglicht.

Fazit
Staaten und Regierungen werden den Rohstoffmarkt massiv aufmischen. Das gilt insbesondere für kritische Rohstoffe. Antimon ist ein bislang noch zu unterschätzter Vertreter dieser Kategorie. Aber das Bild ändert sich bereits, denn die militärische Wichtigkeit und die mangelnde Ersetzbarkeit von Antimon sind offensichtlich. Versorgungssicherheit ist das Gebot der Stunde. Davon werden die Kanadier mit dem größten Antimonvorkommen Nordamerikas par excellence profitieren. Die Aktie hat in den letzten Monaten bereits deutlich zugelegt, korrigiert jedoch momentan etwas - eine gute Einstiegschance. Mit einer Markkapitalisierung von rund 50 Mio. CAD ist die Gesellschaft börsentechnisch immer noch ein Leichtgewicht. Andererseits besitzt das strategisch bedeutsame Bald Hill Asset großes geopolitisches Gewicht. An einer massiven Neubewertung der Aktie geht kein Weg vorbei.
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