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14.09.2022 | 05:05

Analysten bei BYD bullish, bei Varta Aktie weniger und Infinity Stone Ventures mit News

  • Elektromobilität
  • Kritische Rohstoffe
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Bei den Verkaufszahlen hat BYD den Branchen-Star Tesla bereits überholt. Doch die Aktie konnte aufgrund der Teilverkäufe von Großaktionär Berkshire Hathaway davon nicht profitieren. Nach dem Kursrutsch scheint sie sich jetzt wieder zu fangen. Analysten sind bullish und sehen unter anderem bei der Auslandsexpansion große Chancen für den chinesischen E-Autobauer. Chancen sehen Experten bei Varta derzeit kaum und der Chart ist angeschlagen. Zuletzt hat ein Analyst das Kursziel auf 65 EUR reduziert. Der Newsflow macht derzeit wenig Hoffnung. Ganz anders bei Infinity Stone Ventures. Der Spezialist für kritische Rohstoffe in Kanada profitiert vom politischen Umfeld und erweitert seine Lithium-Gebiete. Im Herbst ist mit weiteren Neuigkeiten zu rechnen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Infinity Stone Ventures Corp | CA45675G1037 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    Infinity Stone: Kritische Rohstoffe für einen heißen Herbst

    Kanadische Produzenten kritischer Rohstoffe stehen nicht erst seit der Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck im Fokus von Anlegern, doch hat der Besuch die Bedeutung nochmals verstärkt. Zu den börsennotierten Unternehmen aus diesem Bereich gehört Infinity Stone Ventures. Das Unternehmen verfügt über Flächen im bergbaufreundlichen Ontario und Quebec und ist auf die Exploration von für die Elektromobilität kritischen Rohstoffen spezialisiert: Lithium, Kupfer, Mangan, Graphit, Kobalt, Nickel. Kürzlich wurde der Grundbesitz in einem Lithiumrevier in Quebec auf über 3.850 Hektar erweitert.

    Konkret handelt es sich um zwei neue Grundstücke im Lithiumrevier James Bay. Auf diesen sind in der Vergangenheit bereits 21 Pegmatite identifiziert worden. Die 2.568 Hektar befinden sich in der Nähe den Lithium-Projekts von Patriot Battery Metals. Auch die bestehenden Infinity-Projekte Taiga und Hellcat befinden sich in direkter Nachbarschaft. Es wurde bereits ein Team zur weiteren Analyse des Areals entsendet. Entsprechend sollen schon in näherer Zukunft weitere Details veröffentlicht werden. "Infinity Stone baut seine Präsenz im sich rasch entwickelnden Lithiumrevier James Bay durch das Abstecken zusätzlicher Claims mit strategischem Explorationspotenzial aggressiv aus", sagt Zayn Kalyan, CEO von Infinity Stone. "Mit dem Erwerb von Hellcat und den neu identifizierten Pegmatiten auf Camaro werden die kommenden Monate an der Explorationsfront sehr aktiv sein." Auch für die bestehenden Projekte hat das Unternehmen Neuigkeiten angekündigt. Bei positiven Newsflow könnte der Aktie ein heißer Herbst bevorstehen. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit erst bei knapp über 20 Mio. CAD. Das Unternehmen befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, doch Unternehmen wie Rock Tech Lithium oder Standard Lithium zeigen, was möglich ist.

    Varta: Analysten sehen kaum Perspektiven

    Dagegen warten Anleger bei Varta vergebens auf Neuigkeiten in Sachen Elektromobilität. Nachdem der Batteriehersteller im ersten Halbjahr im Stammgeschäft aufgrund von Lieferkettenproblemen und hohen Rohstoffpreisen enttäuschte, soll es in der zweiten Jahreshälfte besser laufen. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, dürfte dies alleine nicht zu einem steigenden Aktienkurs führen. Dafür braucht es endlich Details zur Expansion im Bereich der Batterien für Elektroautos. So lange bleiben auch Analysten skeptisch, wie die Experten von researchanalyst.com: Auf Basis der aktuellen Planung sei die Varta-Aktie mit einem KUV 2022e von 3 immer noch nicht günstig, das geschätzte KGV wird sich auch noch deutlich erhöhen. Die zuletzt belastete Chartsituation und die große Unsicherheit über den Entwicklungsstand seien ebenso nicht vom Tisch. Weiterhin müsse befürchtet werden, dass auch das zweite Halbjahr ohne wesentliche Verbesserungen laufen wird. Dem Management wäre anzuraten, auf die Erwartungen des Marktes einzugehen und den Status Quo im Bereich E-Mobilität genauer zu erläutern (- Link zum Update). Auch Alsterresearch ist von der aktuellen Entwicklung bei Varta enttäuscht. Dass alte Margen-Niveau sei schwer zu erreichen und der Wettbewerbsdruck bleibe hoch. Die Analysten senkten ihr Kursziel für die Aktie von 83 EUR auf 65 EUR. Derzeit notiert das Wertpapier bei 66 EUR.

    BYD verdaut Buffett-Schock

    Ein Gewinner der Elektromobilität ist BYD. Der chinesische Fahrzeughersteller ist bei der Batterieproduktion, PKWs und Nutzfahrzeugen gleich in drei Zukunftsmärkten aktiv. Bei den E-PKW-Auslieferungen hat BYD zuletzt sogar Branchen-Star Tesla überholt – obwohl man derzeit praktisch nur China Fahrzeuge verkauft. Doch die Auslandsexpansion läuft. Aber trotz der guten operativen Entwicklung sorgte zuletzt der Teilverkauf von Investmentlegende Warren Buffett für einen Kursrutsch. Aber jetzt scheint sich die Aktie wieder zu fangen und Analysten äußern sich positiv. So haben die Citigroup, Credit Suisse und Macquarie ihre Kaufempfehlung für die BYD-Aktie erneuert. Die Kursziele reichen von 357 HKD (Macquarie) bis zu 640 HKD der Citi-Analysten. Barclays ist in einer Erststudie etwas zurückhaltender, aber im Ton keineswegs. Die Analysten empfehlen die BYD-Aktie mit einem Kursziel von 314 HKD und dem Rating "Overweight". "Mit sehr wettbewerbsfähigen Produkten, sowohl in Bezug auf Qualität als auch auf den Preis, haben chinesische Elektroautos eine gute Chance, mit der Zeit einen bedeutenden Anteil an den Überseemärkten zu erobern", zitiert CNBC den Barclays-Analysten Shao. Derzeit notiert das Wertpapier bei rund 228 HKD.


    BYD setzt die positive operative Entwicklung konsequent fort. Der Buffett-Schock scheint verdaut, doch weitere Verkäufer der Investmentlegende sind nicht ausgeschlossen. Varta ist nicht nur charttechnisch angeschlagen, sondern auch operativ. Infinity Stone ist in einem strategisch wichtigen Bereich aktiv. Sollte der Newsflow in den kommenden Wochen positiv sein, sollte die Aktie davon profitieren können.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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