02.03.2026 | 05:10
Antimony Resources - Profiteur im Engpassmarkt
Antimon ist einer der am stärksten unterschätzten Engpassrohstoffe der Welt. Über 70 % der Förderung entfallen auf China, Exportbeschränkungen haben die Preise zeitweise auf rund 60.000 USD/t getrieben. Westliche Staaten suchen händeringend nach eigenen Quellen für Militär, Elektronik und Flammschutz. Antimony Resources liefert hochgradige Bohrergebnisse, treibt eine erste Ressourcenschätzung voran und ist vollständig finanziert. In einem Markt extremer Knappheit könnte genau hier ein strategischer Profiteur entstehen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Antimon - Kritischer Engpassrohstoff mit geopolitischer Brisanz
Antimon zählt zu den strategisch sensibelsten Metallen unserer Zeit, steht dennoch kaum im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Dabei wird das Halbmetall von offiziellen Stellen längst als „kritischer Rohstoff“ eingestuft. Sowohl die US-Regierung führt Antimon auf ihrer Liste strategischer Mineralien, ebenso die Europäische Union im Rahmen des Critical Raw Materials Act. Hintergrund ist die enorme Abhängigkeit von wenigen Förderländern.
Nach Angaben des U.S. Geological Survey (USGS) lag der Anteil Chinas an der globalen Minenproduktion zuletzt bei deutlich über 70 %. Auch bei der Weiterverarbeitung dominiert das Land die Wertschöpfungskette. Russland zählt ebenfalls zu den relevanten Produzenten, steht jedoch unter westlichen Sanktionen. In Nordamerika existiert derzeit keine nennenswerte kommerzielle Primärproduktion. Europa verfügt, außerhalb Russlands, über kaum eigene Förderung.
Die geopolitische Dimension verschärfte sich zusätzlich, als China Ende 2024 Exportbeschränkungen für Antimon verhängte. In einem ohnehin engen Markt führte dies zu deutlichen Preissprüngen. Notierungen von zeitweise rund 60.000 USD/t verdeutlichen die Angebotsknappheit.
Dabei ist Antimon essenziell für zahlreiche Branchen. Es wird in Munition, militärischer Spezialelektronik und Nachtsichtgeräten eingesetzt, dient als Legierungsbestandteil zur Härtung von Blei und ist unverzichtbar als Flammschutzmittel in Textilien, Möbeln und Autokomponenten. Auch in der Halbleiter- und Batterietechnologie spielt es eine Rolle.
Für westliche Industrienationen ist die Sicherung eigener Lieferketten daher keine Option, sondern strategische Notwendigkeit.

Bald Hill - Hochgradige Entdeckungen mit Ressourcendynamik
Antimony Resources sicherte sich Anfang 2025 eine 100 %-Option auf das Bald-Hill-Projekt in New Brunswick, Kanada, und erweiterte die Liegenschaft seither durch angrenzende Flächen. Ziel ist der Aufbau einer bedeutenden nordamerikanischen Antimonquelle.
Das Explorationsprogramm 2025 umfasste bislang über 5.000 Bohrmeter. Die Ergebnisse erweiterten die bekannte Mineralisierung erheblich und lieferten die Datengrundlage für einen technischen Bericht gemäß NI 43-101. Das darin skizzierte Potenzial beläuft sich auf rund 2,7 Mio. t mit außergewöhnlich hohen Gehalten zwischen 3 % und 4 % Antimon.
Die Bohrungen unterstrichen bislang den hochgradigen Charakter der Lagerstätte. Abschnitte von 9,6 m mit 2,38 % Antimon oder 2,3 m Metern mit 6,79 % Antimon sind überdurchschnittlich. In 75 bis 80 % der insgesamt 31 Bohrungen aus dem Jahr 2025 wurden hochgradige Mineralisierung angetroffen.
Die Hauptzone erstreckt sich inzwischen über eine Streichenlänge von rund 700 m und wurde bis mindestens 400 m Tiefe verfolgt. Zusätzlich identifizierte das Unternehmen neue parallele Zonen, darunter die Marcus-West-Zone. Schürfgräben legten hier auf 25 m Länge mineralisierte Strukturen im anstehenden Gestein frei. Die Nähe zu bestehenden Bohransatzpunkten erlaubt kosteneffiziente Tests durch flache Bohrungen mit 30 bis 50 m Tiefe.
Derzeit läuft ein 10.000 m Definitionsbohrprogramm mit drei Geräten, das die notwendige Bohrdichte für eine erste offizielle Ressourcenschätzung schaffen soll. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Jahres erwartet.
Finanzierung gesichert – strategische Chance für Nordamerika
Antimony Resources hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde rund 9,5 Mio. CAD eingeworben. Nach Unternehmensangaben befinden sich mehr als 7 Mio. CAD in der Kasse. Damit ist das geplante Explorationsprogramm vollständig finanziert. Die Mittel reichen für die Ressourcenschätzung, technische Studien, Umweltprüfungen sowie vorbereitende Schritte für das Genehmigungsverfahren.
Die strategische Ausgangslage könnte aktuell kaum günstiger sein. Die US-Regierung unterstützt potenzielle Antimonprojekte mit Zuschüssen und Kreditgarantien, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Kanada und europäische Staaten forcieren ebenfalls Initiativen zum Aufbau eigener Lieferketten für kritische Metalle.
Fazit
Sollte Bald Hill die bisherigen Schätzungen bestätigen oder durch zusätzliche Zonen sogar übertreffen, hätte das Projekt das Potenzial, zu einer der bedeutendsten Antimonquellen außerhalb Chinas und Russlands zu avancieren. In einem Marktumfeld, das durch Angebotsknappheit, politische Unterstützung und steigende strategische Nachfrage geprägt ist, entsteht für Explorationsunternehmen mit hochgradigen Funden ein attraktives Chancen-Risiko-Profil.
Antimony Resources vereint dabei mehrere entscheidende Faktoren: ein kritisches Metall mit geopolitischer Relevanz, eine hochgradige Lagerstätte, ein laufendes Definitionsprogramm und eine gesicherte Finanzierung.
Für Anleger, die frühzeitig auf strategische Rohstoffe und den Aufbau westlicher Lieferketten setzen wollen, könnte das mit knapp 93 Mio. CAD bewertete Unternehmen damit zu den spannendsten Kandidaten im Explorationssektor zählen.
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