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22.05.2026 | 04:30

Ausgepowert? Chaos um strategische Metalle treibt Preise - Power Metallic in der Gunst von BYD und Volkswagen

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Bildquelle: Pixabay

Mit 14.090 USD erreichte der Kupferpreis im Mai einen neuen Allzeit-Höchststand. Das noch zu Jahresanfang vermutete Nachfrageloch hat sich wohl in Luft aufgelöst. Dafür überschlagen sich die internationalen Rohstoff-Institute in den Prognosen für eine vermutete Unterdeckung in den nächsten 5 Jahren. Die diskutierte Kupferknappheit entsteht vor allem durch die strukturell steigende Nachfrage aus Elektrifizierung, Netzausbau und Rechenzentren, während neue Minenprojekte nur verzögert und mit sinkenden Erzgehalten „nachwachsen“. Institute wie die International Energy Agency (IEA), S&P Global und CRU Group rechnen in ihren Szenarien durchgängig mit wachsenden Angebotsdefiziten im kommenden Jahrzehnt. Besonders die IEA sieht in ihren „Critical Minerals“-Analysen potenzielle Deckungslücken von mehreren Millionen Tonnen bis 2035, abhängig vom Geschwindigkeitspfad der Energiewende. Die Krux liegt darin, dass selbst bei hohen Preisen die Minenentwicklung 10 bis 15 Jahre Vorlauf benötigt und gleichzeitig bestehende Lagerstätten qualitativ abnehmen. Für den Markt und Investoren eine Herausforderung!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines – Die Aufholjagd beginnt

    Die Herausforderungen sind groß, Angst hat CEO Terry Lynch davor jedoch nicht. Denn mit seiner NISK-Liegenschaft hat er Potenzial für Jahrzehnte im Boden, je schneller er sie ans Licht fördert, desto werttreibender ist das für die Aktionäre. Der Explorer Power Metallic Mines hat nun schon mehrere 10.000 Meter gebohrt, neben vielfältigen Polymetallgehalten stellte sich Kupfer als interessantester Fund heraus. Allein das aktuelle und angekündigte Erkundungsprogramm umfasst bis Ende 2026 rund 100.000 Meter an geplanten Neu-Bohrungen, womit das Projekt in eine deutlich industrielle Explorationsphase übergeht. Diese Größenordnung zeigt, dass Power Metallic sich nicht mehr in einer frühen „Proof-of-Concept“-Phase befindet, sondern bereits systematisch auf Ressourcendefinition und mögliche Tagebau-Szenarien hinarbeitet. Nach NI-43-101-Standards umfasst das Projekt bereits eine angezeigte Ressource von über 5,4 Mio. Tonnen Erz sowie eine abgeleitete Ressource von rund 1,8 Mio. Tonnen mit attraktiven Nickeläquivalentgehalten. Damit entsteht ein Rohstoffcluster, der nicht nur Kupfer, sondern auch strategisch kritische Nebenmetalle für die Energiewende liefert.

    Die Lion-Zone liefert aktuell weiterhin hochgradige Bohrergebnisse mit 22 Metern bei 11,46 % Kupferäquivalent sowie 17,45 Metern bei 9,47 % CuEq und bestätigt damit die außergewöhnliche Metallintensität des Systems. Zusätzliche Abschnitte wie 39 Meter mit 5,66 % CuEq unterstreichen die Kontinuität der Mineralisierung und die potenzielle Skalierbarkeit des Vorkommens. Mit einem Landpaket von rund 330 Quadratkilometern und etwa 50 Kilometern aussichtsreicher geologischer Strukturen bleibt das Explorationspotenzial beträchtlich. Die geplante Ressourcenschätzung im dritten Quartal 2026 dürfte daher für Power Metallic und seine Aktionäre ein zentraler Katalysator werden.

    Weiterhin überrascht das Unternehmen mit einer Interessenverlagerung nach Saudi-Arabien. Dort schloss man ein vielversprechendes Joint Venture mit Amaar Mining, das eine 50/50-Struktur für zukünftige Lizenzauktionen in Saudi-Arabien vorsieht und Power Metallic als technischen Lead sowie potenziellen Operator positioniert, während Amaar die lokale regulatorische und strategische Einbindung übernimmt. Diese Partnerschaft eröffnet dem Unternehmen einen skalierbaren Zugang zu einem der wachstumsstärksten Bergbauregionen weltweit und diversifiziert die Projektpipeline über Kanada hinaus signifikant. Mit einem raschen Anstieg von 1,00 auf 1,50 CAD in nur 6 Wochen zeigt die Aktie erneut Muskeln. Wir hatten einen Positionsaufbau bereits angeraten, zum derzeitigen Konsens-Mittel aus 4 Expertenschätzungen auf der Plattform LSEG Refinitiv beträgt der Abschlag immer noch fast 80 %. Eine super Langfrist-Story!

    BYD – Chinas E-Auto-Star unter Zugzwang

    Die Diskussion über knappe Rohstoffe und fragile Lieferketten wird im Hause BYD noch gar nicht geführt, weil der Standort China in dieser Hinsicht alle Vorteile bietet. Dem Aktienkurs hilft dieser Vorteil nicht, denn die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung bei der beliebten BYD-Aktie ist schon wieder weitgehend verpufft. Nach der deutlichen Korrektur des Vorjahres hatte die Aktie zunächst eine Bodenbildung bei etwa 10 EUR ausgebildet und zeitweise sogar von geopolitischen Spannungen profitiert, weil höhere Benzin- und Dieselpreise die Nachfrage nach E-Fahrzeugen stützen könnten. Doch diese Zwischenerholung auf knapp 12 EUR ist inzwischen komplett wieder abgegeben, und der Titel ist erneut in die Defensive gerutscht.

    Hauptgrund dafür sind die altbekannten Belastungsfaktoren: Überkapazitäten im chinesischen Markt, wachsender Preisdruck und die Sorge vor weiter schrumpfenden Margen. Derweil funktioniert der Rollout in Europa planmäßig. Erkauft mit hohen Rabatten und einer Produktion in Ungarn, versucht der Konzern in Europa Fuß zu fassen, bei den Neuanmeldungen konnte die 2 %-Marke jüngst schon knapp erreicht werden. Immerhin! Mit einem KGV 2026e von 18,7 ist BYD zwar aktuell deutlich günstiger bewertet als im historischen Schnitt, für einen Autohersteller ist das aber weiterhin kein Schnäppchen. Für Anleger überwiegen damit derzeit die Risiken, während eine echte Trendwende noch nicht erkennbar ist.

    Volkswagen – Mit dem neuen E-GTI auf Nostalgie-Kundenfang

    Fern ab von Diskussionen über einen kaputten Börsenkurs setzt Volkswagen mit dem neuen ID. Polo GTI direkt den nächsten emotionalen Farbtupfer und verpasst dem Stromer erstmals eine richtig sportliche Note. Mit 226 PS, von 0 auf 100 in 6,8 Sekunden und 175 km/h Höchstgeschwindigkeit soll das Modell zeigen, dass Elektromobilität nicht nur vernünftig, sondern auch reizvoll sein kann. Dazu kommt ein eigenes GTI-Fahrprofil, das Leistung und Drehmoment dauerhaft bereitstellt. Mit einem Cockpit in Racing-Design werden Fans der 80-iger Jahre mobilisiert, die damals die Rakete Polo G40 durch die Kurven jagten. Preislich startet der elektrische Heißsporn bei 39.000 EUR und zielt damit auf Käufer, die den etwas verstaubten Polo mit etwas mehr Temperament aufladen wollen. Für den Konzern ist das strategisch klug, weil Emotionen im E-Auto-Markt oft genauso wichtig sind, wie Reichweite und Technik. An der Börse verpuffte der Auftritt jedoch weitgehend, weil die große VW-Frage nicht das nächste Sondermodell ist, sondern die schwache Kursdynamik und die Skepsis gegenüber den Kernmärkten USA und China. Solange Inflation, Konsumzurückhaltung und Absatzsorgen im Hinterkopf bleiben, dürfte auch ein elektrischer GTI allein kaum reichen, um die Aktie aus dem Kurskeller zu holen. Mit einer Dividende von knapp 7 % und KGV 2026e von 4,8 kann aber nicht mehr viel schiefgehen.

    In den letzten 12 Monaten zeigte sich der Chart von Power Metallic mit einer soliden Seitwärts-Aufwärts-Tendenz und zweistelligen Renditen. Ganz anders die Automobil-Peergroup mit Abschlägen zwischen 10 und 30 %. Quelle: LSEG Refinitiv vom 21.05.2026

    Wer im Markt für kritische Metalle dabei sein will, muss Projekte mit selektiver Stärke suchen. Power Metallic Mines verfügt über eine Liegenschaft für Jahrzehnte. Dynamische Anleger sollten hier auch einen Übernahme-Deal einkalkulieren. Bei den Automobil-Aktien geht es zuletzt mit jeder Meldung rauf oder runter. Ein wahrlicher Aufwärtstrend hat sich in diesem Sektor seit 3 Jahren nicht gezeigt. Ein Engagement erfordert daher Nervenstärke und eine schlüssige Langfristvision.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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