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04.08.2025 | 06:00

Bankgewinne, Gold-Sicherheit & Bitcoin-Renditen: Commerzbank, AJN Resources, Coinbase - wo lohnt sich ein Investment?

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In stürmischen Märkten suchen Investoren 2025 nach stabilen Säulen und Renditechancen zugleich. Traditionelle Finanzhäuser beweisen erneut Robustheit – gestärkt durch regulatorische Reformen und solide Eigenkapitaldecken. Parallel festigt physisches Gold seine Rolle als Sicherheitsanker, während digitale Assets mit disruptivem Potenzial und spektakulären Gewinnmöglichkeiten locken. Diese Dreifach-Strategie aus Stabilität, Sachwerten und Innovation definiert die kluge Portfolio-Diversifikation unserer Zeit. Vor diesem Spannungsfeld analysieren wir mit der Commerzbank, AJN Resources und Coinbase aus jedem Bereich einen Vertreter.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: AJN RESOURCES INC. O.N. | CA00149L1058 , Coinbase | US19260Q1076 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001

Inhaltsverzeichnis:


    Commerzbank – vor den Zahlen und strategischem Schachspiel

    Die Commerzbank liefert aktuell eine beeindruckende Börsenperformance ab. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt, zuletzt erreichte er Niveaus, die seit über 15 Jahren nicht mehr gesehen wurden. Diese Dynamik speist sich aus einer Mischung solider operativer Ergebnisse und strategischer Spekulationen. Entscheidend für die weitere Richtung werden die Quartalszahlen am 6. August sein. Analysten erwarten einen Nettogewinn von 355-700 Mio. EUR für 2. Quartal. Das ist ein Wert, der trotz einmaliger Restrukturierungskosten die Robustheit des Geschäftsmodells unterstreichen muss. Die Bank hat bereits mit einer verbesserten Resilienz im jüngsten EBA-Stresstest überzeugt.

    Im Hintergrund drängt Großaktionär UniCredit aus Italien zielstrebig weiter. Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch der italienischen Banco BPM konzentrieren sich die Mailänder nun voll auf die Commerzbank. Sie halten bereits 20,17 % der direkten Stimmrechte und kontrollieren via Derivate weitere 9,16 %. Damit nähern sie sich der kritischen 30 %-Schwelle, die ein Pflichtangebot auslösen würde. CEO Andrea Orcel betont zwar, dass dies derzeit nicht vorgesehen sei, signalisiert aber gleichzeitig erhebliche Gewinnerwartungen aus der Beteiligung. Die Commerzbank und deutsche Politik stemmen sich gegen eine Übernahme, doch der Einfluss der Italiener wächst Zug um Zug.

    Die fundamentale Stärke der Commerzbank bleibt beachtlich. Die Eigenkapitalrendite liegt stabil im zweistelligen Bereich, die CET1-Quote über 14 % zeigt solide Puffer. Das Kerngeschäft mit den mittelständischen Unternehmen läuft weiter zuverlässig. Dennoch steht das Institut vor Herausforderungen. Die deutsche Wirtschaft schrumpft leicht, was die Kreditnachfrage und Risikovorsorge belastet. Zudem ist die Aktie nach dem starken Lauf nicht mehr günstig. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob die operative Kraft die hohen Erwartungen noch rechtfertigt. Am Freitag ging die Aktie mit 31,80 EUR aus dem Xetrahandel.

    AJN Resources - grünes Licht für Bohrprogramm in Äthiopien

    Gold bleibt der sichere Hafen in turbulenten Märkten, und Explorer mit vielversprechenden Projekten stehen im Fokus. AJN Resources hat jetzt einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Das Unternehmen erhielt am 29. Juli die offizielle Genehmigung, mit der Due Diligence am hochgradigen Okote-Projekt in Äthiopien zu beginnen. Für CEO Klaus Eckhof, dessen Expertise auf etliche afrikanischen Rohstofflagerstätten zurückgeht, ist dies der Startschuss für zielgerichtete Aktivitäten. Das Timing ist optimal bei stabil hohen Goldpreisen rücken unerschlossene Projekte in attraktiven Regionen ins Rampenlicht. Die Lithium Projekte in der Demokratischen Republik Kongo sind erst einmal auf Eis gelegt. Der Fokus liegt wieder vermehrt auf Gold.

    Konkret geht es jetzt voran auf der Okote Liegenschaft. AJN beginnt umgehend mit der detaillierten Kartierung und Beprobung neu entdeckter handwerklicher Abbaugebiete. Diese Flächen sind bis zu 3.000 m lang und 500 m breit und liegen nordöstlich der historischen Bohrzonen und wurden noch nie systematisch erkundet. Besonders spannend ist daher der Start eines 1.500 m Bohrprogramms in den kommenden 4–6 Wochen. Es dient nicht nur zur Bestätigung historischer Ergebnisse von 1,6–8,7 g/t Gold, sondern testet erstmals das hochpotente neue Areal. Parallel werden vorhandene Bohrkerne und Gräben des Vorbesitzers analysiert, eine effiziente Doppelstrategie.

    Mit dem Einverständnis der regionalen Regierung und des Lizenzpartners Godu bewegt AJN sich im bemerkenswerten Tempo. CEO und Präsident Klaus Eckhof kommentierte: „Wir freuen uns auch darauf, unsere eigene Mineralressourcenschätzung durchzuführen, da frühere Berater darauf hingewiesen haben, dass das Okote-Projekt ein Potenzial von mehreren Millionen Unzen hat. Wir freuen uns darauf, unser erstes Due-Diligence-Bohrprogramm in den kommenden Monaten zügig voranzutreiben, um das wahre Potenzial des Projekts zu verstehen und zu erschließen." Die aktuelle Marktbewertung von unter 6 Mio. CAD erscheint angesichts dieses operativen Fortschritts attraktiv. Sollten die anstehenden Bohrungen und Probenahmen – wie von Eckhof erwartet – das große ungetestete Potenzial bestätigen, könnte dies eine Neubewertung auslösen. Die Aktie notiert aktuell bei 0,09 CAD.

    Coinbase - Dienstleistungen wachsen, Handel schwächelt

    Coinbase stemmt sich gegen den rückläufigen Krypto Markt. Im 2. Quartal erzielte die Plattform einen Gesamtumsatz von 1,5 Mrd. USD. Dabei zeigte sich eine klare Zweiteilung. Das klassische Transaktionsgeschäft mit Gebühren aus Käufen/Verkäufen brachte 764 Mio. USD ein und damit spürbar weniger als in starken Phasen. Deutlich robuster entwickelte sich das Geschäft mit Abonnements und Dienstleistungen mit 656 Mio. USD. Das EBITDA von 512 Mio. USD blieb beachtlich, auch wenn der bereinigte Nettogewinn von 33 Mio. USD deutlich unter dem ausgewiesenen hohen Nettogewinn von 1,4 Mrd. USD liegt, der stark von Sondereffekten wie Bewertungsgewinnen getrieben wurde.

    Die Zahlen spiegeln den Rückgang der Handelsaktivitäten wider. Dennoch baut Coinbase seine Position aus, insbesondere im lukrativen Verwahrgeschäft, bei dem Kunden im Schnitt 7 % des gesamten Krypto-Marktwerts parken. Auch das Geschäft mit dem Stablecoin USDC gewinnt an Bedeutung. Die durchschnittlichen Bestände in Coinbase-Produkten stiegen auf 13,8 Mrd. USD und stärken wiederkehrende Erträge. Kostenseitig drückten vor allem Einmalausgaben aufgrund eines Datendiebstahls. Operative Kosten stiegen insgesamt um 15 %, auch weil die Belegschaft um 8 % wuchs, um internationale Expansion und neue Produkte voranzutreiben.

    Regulatorisch gab es Fortschritte. Neue US-Gesetze schaffen erstmals klare Rahmenbedingungen für Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte, was eine strategische Chance für Coinbase im Heimatmarkt darstellt. Für das kommende Quartal erwartet das Unternehmen leicht steigende Abo- und Service-Erlöse von 665 - 745 Mio. USD, unterstützt von steigenden Krypto-Preisen und Rekord-USDC-Beständen. Die Kosten werden weiter ansteigen, getrieben von Personal, Produktentwicklung und Internationalisierung. Die Entwicklung des Transaktionsgeschäfts bleibt aufgrund möglicher Marktvolatilität vorsichtig zu beobachten. Die Investoren verkaufen nach den Quartalszahlen die Aktie, die zuletzt für 314,69 USD gehandelt wurde.


    In stürmischen Märkten überzeugt die Dreifach-Strategie aus Stabilität, Sachwerten und Innovation. Die Commerzbank punktet mit einer robusten Eigenkapitaldecke und der Übernahmefantasie, muss aber mit den kommenden Quartalszahlen ihre hohe Bewertung rechtfertigen. AJN Resources erhält mit dem Start des Bohrprogramms am Goldprojekt Okote in Äthiopien die Chance, bei erfolgreicher Exploration sein erhebliches Aufwertungspotenzial zu entfalten. Coinbase hingegen stemmt sich mit wachsenden Dienstleistungserlösen, insbesondere im Verwahrgeschäft, gegen das schwächelnde Transaktionsvolumen und profitiert von klarer werdenden Regulierungsrahmen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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