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04.01.2022 | 05:08

Barrick Gold, Barsele Minerals, Yamana Gold – Vor dem Rebound!

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Bildquelle: pixabay.com

Eigentlich sprachen die Rahmenbedingungen im letzten Jahr für einen steigenden Goldpreis. Eigentlich. Denn zwischen Theorie und Praxis klafft oft eine Lücke, statt höherer Kurse ging der Edelmetallpreis um rund 5% zurück. Die meisten Edelmetallaktien büßten mehr ein. Experten bescheinigen Gold dennoch 2022 Aufwärtspotenzial. Eine stark steigende Inflation und negative reale Renditen könnten mit Störungen der geo-politischen Lage oder einer Konjunkturabschwächung Edelmetalle schnell wieder en vogue werden lassen. Mit welchen Aktien können sich Anleger vor diesem Hintergrund erfolgreich positionieren?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , BARSELE MINERALS | CA0688921083 , YAMANA GOLD INC. | CA98462Y1007

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold – Operativ top, trotzdem läuft die Aktie nicht

    Im vergangenen Jahr verloren die Anteilsscheine des zweitgrößten Goldproduzenten der Welt rund 20%, währen der Preis des Edelmetalls sich lediglich um 5% ermäßigte. Die Kanadier besitzen Anteile an 14 Goldminen, darunter sechs Tier-One-Goldanlagen, d.h. Minen, die mindestens 500.000 Unzen Gold p.a. über einen Zeitraum von zehn Jahren und mehr produzieren. Geografisch bedeutendster Standort sind die USA. Insgesamt sind die Assets von hoher Qualität und langer Betriebsdauer. Rund 10% erlöst Barrick zudem mit der Produktion des Industriemetalls Kupfer.

    Die Branche ist seit vielen Jahren von mehreren entscheidenden Trends geprägt. Weltweit gehen die Goldgrade der Projekte zurück, es mangelt an hochwertigen Entwicklungsprojekten und generell nehmen die Reserven, d.h. die noch nicht abgebauten Goldvorkommen, ab. Das hat sich auch bei Barrick niedergeschlagen, die Produktion lag vor 5 oder 10 Jahren noch wesentlich höher. Dennoch führten die hohen Gold- und Kupferpreise in den letzten beiden Jahren zu einem deutlichen Gewinnanstieg, hohen Dividendenausschüttungen, einer guten Free-Cash-Flow-Generierung und einer massiven Entschuldung.

    Mit der Weiterentwicklung der eigenen Projekte, Explorationstätigkeiten, Akquisitionen, hohen Rohstoffpreisen und einer Produktion auf hohem Niveau, prognostizieren Analysten der Gesellschaft eine rosige Zukunft. Die Experten bescheinigen der Aktie des mit rund 43 Mrd. CAD bewerteten Rohstoffunternehmens ein Aufwärtspotenzial von durchschnittlich gut 40%.

    Barsele Minerals – Kommt 2022 der Durchbruch?

    Betrachtet man den Aktienkurs der Kanadier von heute und von vor einem Jahr, so hat sich praktisch bei Kursen über knapp 0,50 CAD nichts verändert. Dennoch war die Schwankungsbreite im letzten Jahr von 0,35 CAD bis 0,82 CAD beachtlich. Das Kurstief wurde Ende 2021 markiert, seitdem haben die Anteilsscheine deutlich zugelegt. Der Börsenwert des chancenreichen Goldexplorers liegt aktuell bei 69 Mio. CAD.

    Das Barsele-Goldprojekt befindet sich in Nordschweden und umfasst eine Größe von 34.500 ha. Eine Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2019 indizierte ein Vorkommen von 2,41 Mio. Unzen Gold. Kurzfristiges Ziel ist die Ausweitung der Ressource auf 3,5 Mio. Unzen. Mittelfristig hält das erfahrene Management sogar über 5 Mio. Unzen für machbar. Die Meinung, dass es sich um ein werthaltiges Projekt handelt, teilen viele Experten. Bereits 2016 führte die Royal Bank of Canada (RBC) eine Bewertung des Barsele Goldprojekts durch. Bei einem damaligen Goldpreis von unter 1.350 USD berechneten die RBC-Analysten einen Projektwert in Höhe von 375 Mio. USD.

    Diamantbohrungen im Juni und Juli 2021 umfassten eine Länge von knapp 3.100 m sowie 18 abgeschlossene bzw. erweiterte Kernlöcher. Seit Ende 2015 wurden insgesamt 422 Bohrlöcher gefertigt und beachtliche 158.439 m durchteuft. Das Projekt wird vom Joint Venture Agnico Eagle betrieben. Der Major besitzt 55%, Barsele hält 45%. Barsele selbst muss bis zum Abschluss einer Vormachbarkeitsstudie keine Barmittel aufwenden. Mit dem Abschluss der Pre-Feasibility Study kann der Major weitere 15% am Projekt erwerben und somit auf 70% aufstocken.

    In den letzten Monaten hatten die Joint-Venture-Partner jedoch eine exklusive Absichtserklärung getroffen, wonach Barsele Minerals das Projekt auch komplett übernehmen könnte. Diese lief zwar Ende Oktober aus, wir können uns aber nicht vorstellen, dass es das schon war. Sollte der Deal mit einem Transaktionsvolumen von 45 Mio. USD in diesem Jahr zu Stande kommen, sollte die Aktie mit einem Kurssprung reagieren.

    Yamana – Laut Analysten fast 50% Kurspotenzial

    Der kanadische Edelmetallproduzent hat in den letzten Quartalen operativ gute Zahlen vorgelegt. Der Aktienkurs spricht mit einem Rückgang von rund einem Drittel eine andere Sprache. Aktuell ist die Gesellschaft mit 5,1 Mrd. CAD bewertet und weist ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,7 auf, was eine Unterbewertung indiziert.

    Angesichts hoher Edelmetallpreise und einer hohen Produktionsleistung stiegen bei Yamana, wie in der ganzen Branche zu beobachten war, Gewinne und Cash Flows deutlich an, was zu einer deutlichen Entschuldung führte. Aktionäre profitieren zudem in Form von steigenden Dividendenzahlungen und von einer gestärkten Bilanz, was auch zukünftig eine höhere M&A-Aktivität erwarten lässt. Analysten sind in Bezug auf die Yamana-Aktie bullish und billigen dem Titel ein Aufwärtspotenzial von knapp 50% zu.


    Selbst bei einem Goldpreis auf dem aktuellen Niveau können Produzenten hohe Gewinne einfahren, auch wenn in diesem Jahr mit steigenden Kosten zu rechnen ist. Einiges spricht für einen steigenden Goldpreis. Somit sollten Produzenten wie Barrick oder Yamana zu den Gewinnern zählen. Falls der Deal zwischen Barsele Minerals und Agnico in diesem Jahr über die Bühne geht, sollte die Aktie deutlich an Fahrt gewinnen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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