Menü schließen




15.02.2022 | 05:08

BYD, Yorkton Ventures, Standard Lithium – Gewinner der Mobilitätswende!

  • Elektromobilität
  • Lithium
  • Rohstoffe
  • Energiewende
Bildquelle: pixabay.com

Der Umstieg von fossilen Energieträgern hin zu mit Batterie betriebenen Fahrzeugen ist am Laufen. Die Politik macht mit den Vorgaben, die Emissionen von PKW bis 2030 um mindestens 55%, die von Lastkraftwagen um 30% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren, weiter Druck. Die Nachfrage nach New Energy Vehicles (NEV) wächst enorm. Neben Tesla konnten auch chinesische Hersteller wie BYD, XPeng oder Nio im vergangenen Geschäftsjahr zweistellige Wachstumsraten aufweisen. Voraussetzung für diesen Trend ist die Beschaffung des existenziellen Rohstoffes Lithium. Doch dieser wird immer knapper.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Yorkton Ventures Inc. | CA9872111096 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Wachsender Riese aus China

    Warren Buffett ahnte schon vor Jahren, dass sich BYD zum kommenden Star am chinesischen Elektromobilitäts-Himmel entwickeln könnte. Für die Investoren-Legende hat sich die BYD-Beteiligung bislang jedenfalls mehr als gelohnt: Ende letzten Jahres war der Anteil bereits 5,9 Mrd. USD wert, wie aus dem letzten Jahresbericht von Berkshire hervorgeht. Auch wenn der Aktienkurs in den vergangenen Wochen, bedingt durch den schwachen Gesamtmarkt, an Wert verlor. Auf lange Sicht dürfte das Build your dream-Unternehmen seinen Marktanteil besonders in China weiter ausbauen.

    Mit einem Wachstum von 362% gegenüber Januar des Vorjahres bei „New Energy Vehicles“ konnte der Automobilhersteller erneut glänzen. Die Analysten von Credit Suisse sehen in BYD weiterhin einen Outperformer und wiederholten ihr Kursziel von 380 HKD, umgerechnet 42,67 EUR. Neben dem reinen Automobilabsatz zeigt sich das chinesische Unternehmen auch bei anderen Innovationen führend. Metaverse zieht immer mehr Aufmerksamkeit auf sich, vor allem durch die kürzliche Namensänderung des Tech-Giganten Facebook in Meta Platforms Inc. um seinen Fokus auf Metaverse zu betonen. Nun wurde bekannt, dass BYD bereits am 27.12. des vergangenen Jahres Dokumente für die Eintragung einer Metaverse-Marke unter den Namen „BYD Metaverse“ bei Behörden eingereicht hat.

    Yorkton Ventures – Lithium-Portfolio mit Phantasie

    Die Voraussetzungen für Elektroautobauer, ihre Wachstumszahlen weiter exponenziell in die Höhe zu schrauben, ist das Vorhandensein des für die Batterien wichtigen Rohstoffs Lithium. Der erhöhten Nachfrage, Experten gehen zwischen dem Faktor 20 bis 40 bis zum Jahr 2030 nach Lithium-Ionen-Zellen aus, steht ein zu knappes Angebot gegenüber. Die Preise von Lithium haben sich am Terminmarkt seit vergangenem Jahr verdreifacht. Ein mehr als interessantes Geschäftsmodell und für die aktuelle Lage passend unterhält die Beteiligungsgesellschaft Yorkton Ventures.

    Die Kanadier bauen aktuell ein Lithium-Portfolio auf, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Ende des vergangenen Jahres konnte eine Gruppe von drei nicht zusammenhängenden Lithiumgrundstücken, Key Lithium, Amisk West Lithium und Amisk East Lithium, die zusammen als Projekt Cyr-Kapiwak bekannt sind, im Gebiet James Bay in Quebec gesichert werden. Nun wurde die Übernahmevereinbarung, die von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde, abgeschlossen.

    Das Lithiumprojekt besteht aus 42 Mineral-Claims mit einer Gesamtfläche von 22,20 qkm. Das Gebiet befindet sich in der Nähe des Lithiumkonzessionsgebiets James Bay von Allkem und rund 3 km von der geplanten Mine James Bay entfernt. Die Lithiumkonzessionsgebiete Amisk West und Amisk East befinden sich mehrere Kilometer südlich des Lithiumkonzessionsgebiets Key und grenzen beide an das Lithiumkonzessionsgebiet Cyr South von Medaro Mining Corp. Die Amisk-Konzessionsgebiete umfassen große Teile pegmatithaltiger Granite, die noch weitgehend unerforscht sind.

    Neben den aufstrebenden Lithium-Projekten unterhält das in Vancouver niedergelassene Unternehmen noch zwei Goldprojekte in Neufundland und das Bellechasse-Immens Gold-Projekt in Quebec, das historisch 171.000 Unzen Gold als Mineralressource bei einem Durchschnittsgehalt von 1,83 g/t Gold aufweist.

    Der Newcomer Yorkton Ventures ist neben Toronto (TSX-V) auch in Frankfurt gelistet und besitzt aktuell einen Börsenwert von 10,7 Mio. CAD. Das Unternehmen wird von einem erfahrenen Management geleitet und könnte in Zukunft für die ein oder andere Überraschung gut sein.

    Keine Ruhe bei Standard Lithium

    Es war fast zu erwarten, dass beim kanadischen Lithium-Produzenten Standard Lithium noch keine Ruhe eintritt. Nachdem Hindenburg Research in einem Report behauptet hatte, dass Standard Lithium in seinen Veröffentlichungen widerrechtlich keine Angaben zum Pilotprojekt in Arkansas mache und der Plan von Standard, Lithium für EV-Batterien in Arkansas zu produzieren, auf einer Technologie basiert, die nicht funktioniere, fiel der Aktienkurs um mehr als 20%.

    Nach einer umfangreichen Gegendarstellung auf Seiten Standard Lithiums und der Erklärung, dass die Gesellschaft seit mehr als 20 Monaten eine Pilotanlage in Arkansas betreibt, um seine Technologie zu testen und die Öffentlichkeit regelmäßig darüber informiert wird, kam der Kurs nur für kurze Zeit zur Ruhe. Der Grund liegt an Sammelklagen in den USA in Zusammenhang mit dem jüngst veröffentlichten Short-Report. So schreiben mehrere Anwaltskanzleien wie Bragar Eagel & Squire PC, Robbins LLP oder Jakubowitz Law aus New York, dass diese Anleger vertreten wollen, die die Standard Lithium-Aktie zwischen dem 19. Mai 2020 und 17. November 2021 gekauft hatten.


    Lithium ist einer die wichtigsten Rohstoffe für die Mobilitätswende. Yorkton Ventures ist auf dem besten Weg, ein erstklassiges Lithium-Portfolio aufzubauen. Bei Standard Lithium dürfte weiter Unruhe herrschen. Sollte BYD nicht von Engpässen in Bezug auf Lithium gebremst werden, dürften die Wachstumszahlen weiter steigen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 02.10.2026 | 04:00

    Ab in den Süden oder doch Aufwärts? TUI und Lufthansa im Kerosinloch, RE Royalties und Hello Fresh auf dem Prüfstand

    • Energiewende
    • Finanzierung
    • ESG-Kriterien
    • Lebensmittel
    • Tourismus

    Extrem hohe Volatilität und das fast jeden Tag. Der Iran droht, damit fliegt Öl nach oben - Donald Trump träumt wieder öffentlich von schnellem Frieden, dann muss der Ölpreis wieder runter. Gestern war er aber bei knapp 107 USD in der Sorte Brent. Mit diesem Hin und Her werden Milliarden von USD in nicht öffentlichen Handelsabteilungen verdient, geprüft werden fragliche Börsenumsätze natürlich nur bei Otto-Normalverbraucher. Die Börse ist zu einem Spiegel dessen geworden, wie stark sich die Welt verändert hat. Alleinherrscher bestimmen die Blickrichtung und dominieren das Zusammenleben aller. Früher wurden Kriege wegen Glaubensdifferenzen und territorialen Ansprüchen geführt, heute dominieren klar die wirtschaftlichen Interessen, alles andere ist vorgeschoben. An einem hohen Ölpreis haben eben nur solche Nationen Interesse, welche nah an der Ölquelle sitzen. Komischerweise ist die USA in den letzten vier Jahren zur Nr. 1 der weltweiten Ölproduzenten vor Russland, Saudi-Arabien und Kanada aufgestiegen. Es gibt einige Aktien, die hier heiße Eisen im Feuer haben, wie z. B. der Luftfahrt- und Reisesektor. Wie immer geht es um ständig steigende Kosten. Für spekulative Anleger lohnt sich ein genauerer Blick auf einige Protagonisten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 30.09.2026 | 05:10

    Smartbroker Holding, Aspermont, Goldgroup – Daten sind das neue Gold

    • Brokerage
    • Rohstoffe

    An den Kapitalmärkten wird Information immer wertvoller. Anleger müssen aus einer Flut von Kursen, Unternehmensmeldungen und geopolitischen Entwicklungen die entscheidenden Signale herausfiltern. Gleichzeitig verändert künstliche Intelligenz die Art, wie Informationen verarbeitet und monetarisiert werden. Besonders deutlich wird dies im Rohstoffsektor. Milliarden fließen in Gold, kritische Metalle und neue Minenprojekte. Wer Investoren erreicht, exklusive Daten besitzt oder Kapital für attraktive Projekte mobilisieren kann, sitzt an einer entscheidenden Schnittstelle dieses Booms.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 30.09.2026 | 05:10

    Cummins, dynaCERT, Volvo – Der Kampf um die sauberste Flotte

    • Emissionen
    • Wasserstoff
    • Elektromobilität

    Der Schwerlastverkehr steht vor einem milliardenschweren Umbau. Speditionen, Häfen und Industriekonzerne müssen Emissionen senken, gleichzeitig entscheidet jeder Cent beim Kraftstoff über die Profitabilität. Doch Millionen Dieselmotoren lassen sich nicht über Nacht ersetzen. Deshalb läuft der Kampf um die sauberste Flotte längst auf mehreren Ebenen. Elektro-Lkw drängen auf geeignete Strecken, Motorenhersteller holen mehr Effizienz aus dem Verbrenner und Nachrüsttechnologien sollen bestehende Flotten sauberer machen. Entscheidend wird, welche Lösung Emissionen nicht nur auf dem Papier reduziert, sondern für Flottenbetreiber auch wirtschaftlich funktioniert.

    Zum Kommentar