Menü schließen




01.08.2025 | 04:45

Das wird zum Sprengsatz für die E-Mobilität! Achtung bei BYD, Pasinex Resources, VW und Mercedes

  • E-Mobilität
  • Batterietechnologie
  • Kritische Rohstoffe
  • Strategische Metalle
  • Hightech
Bildquelle: pixabay.com

Die Quartalszahlen der Automobilbranche sorgten für eine weitere Ernüchterung. Hohe Kosten, immer neue Technologieanforderungen und Regularien führen zu sinkenden Margen. Seit zwei Jahren gibt es nun auch wöchentliche Anlieferungen per Schiff von chinesischen Herstellern wie BYD für den kaufkräftigen EU-Markt. Anfangs hoch gelobt und schnell einige tausend Modelle verkauft, scheint nun alles ins Stocken zu geraten, denn plötzlich bauen sich riesige Halden auf. Anleger sollten ihren Blick schärfen. Wer zum Beispiel an moderne Batterien denkt, kommt am kritischen Metall Zink zur schwer vorbei. Hier ein paar Ideen für ihr Portfolio.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Pasinex Recources – Zink im Fokus von Zukunftstechnologien

    E-Mobilität erfordert ein fundiertes Wissen in der Batterie-Technologie. Autoriesen investieren hier Milliarden um mit vorne dabei zu sein. Während viele Investoren auf Lithium und Kupfer blicken, rückt ein oft unterschätzter Rohstoff zunehmend ins Zentrum der Energiewende: Zink. Das Basismetall ist nicht nur entscheidend für Korrosionsschutz in der Bau- und Stahlindustrie, es spielt auch eine Schlüsselrolle in der Elektromobilität. In modernen Batterietechnologien, darunter Zink-Luft- und Zink-Ionen-Batterien, wird das Metall als sichere, kosteneffiziente und nachhaltige Alternative zu Lithium erforscht. Zudem erfordert der verstärkte Einsatz von verzinktem Stahl in leichten Karosseriebauten zukunftstauglicher Fahrzeuge große Zinkmengen, ein Aspekt, der in der Automobilindustrie immer stärker berücksichtigt wird.

    Die Internationale Energieagentur (IEA) zählt Zink deshalb inzwischen zu den kritischen Rohstoffen für eine klimafreundliche Wirtschaft. Gleichzeitig wird das Angebot knapper, denn viele große Zinkminen sind erschöpft, neue Hochgradvorkommen sind rar. Genau hier setzt der kanadische Explorer Pasinex Resources an. Das Unternehmen erschließt extrem hochgradige Zinkvorkommen in der Türkei. Während der globale Durchschnitt bei rund 10 % Zinkgehalt liegt, erreicht das Erz von Pasinex Spitzenwerte zwischen 25 und 50 %. Das ergibt einen Rohstoffwert von über 1.000 USD pro Tonne, vergleichbar mit einigen Goldprojekten. Dank oberflächennaher Lagerstätten und günstiger Infrastruktur liegen die Produktionskosten teils unter 300 USD pro Tonne, bei potenziell 50 % operativer Marge.

    Aktuell treibt Pasinex zwei Projekte mit Hochdruck voran. In der Pinargozu-Mine wird der Zugang zu neuen Abbaubereichen vorbereitet, während das nahegelegene Serakaya-Projekt kurzfristig in Produktion gehen soll. Weitere Projekte finden sich in der Türkei und Nevada. Die ersten Einnahmen könnten schon bald fließen. Mit hochgradigen Ressourcen, niedrigem Kapitalbedarf und starkem Hebel auf den Zinkpreis, positioniert sich Pasinex als spannender Nischenplayer im Rohstoffmarkt der Zukunft. Im Juli hat Pasinex eine 2 Mio. CAD Kapitalerhöhung angekündigt. Die Aktie notiert derzeit noch im Cent-Bereich, mit beginnenden Cashflows und wachsender Zinknachfrage dürfte das nicht lange so bleiben. Einsammeln!

    Pasinex-Chairman Dr. Larry Seeley präsentierte sich auf der 15. Investorenkonferenz IIF. Er spricht von hochgradigen Vorkommen und erheblichen Margen im Zinkbergbau. Hier ansehen!

    VW und Mercedes – Wieder ein Verlustquartal

    Die jüngsten Quartale von VW und der Mercedes-Benz Group standen spürbar unter dem Druck volatiler Absatzmärkte, geopolitischen Spannungen und die milliardenverschlingende Transformation zur Elektromobilität. Volkswagen konnte im ersten Halbjahr 2025 seine Fahrzeugauslieferungen auf rund 4,36 Mio. Einheiten leicht steigern, hielt den Umsatz stabil bei 158,4 Mrd. EUR, musste aber einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses um 33 % auf 6,7 Mrd. EUR hinnehmen. Insbesondere hohe US-Importzölle von insgesamt 1,3 Mrd. EUR und Rückstellungen drückten auf das Ergebnis. Die Marge blieb mit knapp 7 % in Q2 nur durch Sondereffekte stabil, für das Gesamtjahr senkte VW die Zielspanne aber auf 4 bis 5 % und erwartet nun einen Umsatz im Bereich des Vorjahrs. Der Vorstand betont die Fortschritte bei Design, Technik und Software, dennoch dominieren Kostendisziplin und Cashflow-Sicherung die Agenda. Mercedes-Benz musste im selben Zeitraum deutlich stärkere Rückgänge verdauen. In Q2 stürzten EBIT und Jahresüberschuss aufgrund schwacher China-Verkäufe, erhöhter Zölle und Preisdruck sogar um 68 % bzw. rund 10 % zurück, während der Umsatz auf 33,2 Mrd. EUR sank. Die Margen in den Kerngeschäften wurden massiv zusammengestaucht.

    Strategisch setzen beide Hersteller auf die E-Mobilität, doch die Unterschiede sind markant: VW hält die Marktführerschaft in Europa mit etwa 28 % Elektroanteil und peilt bis 2025 weltweit 2 bis 3 Mio. BEV-Verkäufe und 30 neue E-Modelle an. Trotz wachsendem Elektroportfolio leidet die Marge unter dem Wechsel auf Stromer, da die höheren Produktionskosten und schwächere Mix-Effekte auf das operative Ergebnis drücken. VW stellt jedoch „gut gefüllte Auftragsbücher“ in den Raum und verweist seine starke Position in Europa, trotzdem sackte die Aktie bis gestern auf knapp 92 EUR ab. Mercedes-Benz fährt einen noch ambitionierteren Kurs: Bis 2030 will der Konzern komplett elektrisch werden, dafür investiert man rund 40 Mrd. EUR in neue Batterietechnologien. Drei reine Elektro-Architekturen sind angekündigt, ab 2025 will man für jedes Modell eine vollelektrische Alternative anbieten. Die mittelfristigen Margenziele liegen nach diesem Szenario bei 8 bis 14 %, in der Realität aber aktuell weit darunter. Verstärkt setzt Mercedes auf margenstarke Luxus- und Top-End-Modelle, um Profitabilität und Cashflow zu stabilisieren, bei schwächelndem E-Absatz aber kein Selbstläufer mehr. Mercedes kämpft massiv mit Margendruck in Schlüsselmärkten, die kommenden Quartale dürften darüber entscheiden, wer den Spagat aus nachhaltiger Rendite und elektrifizierter Zukunft besser meistert. Auch die Mercedes-Aktie ist ein Verlierer in den letzten 12 Monaten mit minus 17 %. Beide Aktien gehören für einen möglichen Wendepunkt auf die Watchliste.

    BYD – 340.000 Fahrzeuge warten auf einen Käufer

    Trotz schwungvollem Markteintritt in Europa kämpft der chinesische Elektroautohersteller BYD nun mit erheblichen Absatzschwierigkeiten. Rund 340.000 Fahrzeuge stehen vor allem in Europa unverkauft auf Lager. Eine ehrgeizige Expansion und aggressive Produktion haben zu massiven Überkapazitäten geführt, die Folge sind drastische Preisnachlässe und ein ruinöser Verdrängungswettbewerb. Händler locken mit Rekordrabatten auf „Null-Kilometer“-Fahrzeuge, neue Filialen werden teils wieder geschlossen, die Produktion gedrosselt. Jüngste Verkaufszahlen bestätigen die Problematik: BYDs Exporte nach Europa gingen im vergangenen Quartal erstmals seit Einführung der neuen Modelle zurück. Analysten berichten zudem, dass in wichtigen Märkten wie Australien und Südamerika deutlich weniger Bestellungen eingehen als erwartet, da die Preisoffensive chinesischer Marken in vielen Ländern bereits auf Widerstand stößt.

    Experten warnen nun, dass sich die Lage bedrohlich zuspitzen kann und Parallelen zur Immobilienkrise um Evergrande sichtbar werden. Während BYD offiziell keine Verluste ausweist, belasten versteckte Verbindlichkeiten gegenüber Zulieferern die Bilanz. Die Auslastung vieler Werke liegt in China inzwischen unter 50 %, was einen Marktkollaps im E-Auto-Sektor in den kommenden Monaten begünstigen könnte. Die BYD-Aktie hat seit ihrem 2025er-Höchststand bereits 28 % verloren und die Marktkapitalisierung ist deutlich unter 100 Mrd. EUR abgerutscht. Zwar wäre das Bewertungsniveau bei einem erfolgreichen Turnaround attraktiv, doch die Risiken bleiben groß. Die kommenden Quartale entscheiden, ob BYD das Comeback schafft oder zum nächsten großen Beispiel für eine gescheiterte China-Expansion wird. Gestern fiel der Titel unter 13 EUR, aber es steht noch ein Split an.

    Die Automobilbranche hat zu kämpfen. Schlechte Q2-Berichte drücken die Kurse aktuell wieder nach unten. Ford ist noch am besten gelaufen, VW und Mercedes halten sich an der Null-Linie. Im Abwärtsmodus befindet sich hingegen BYD. Quelle: LSEG vom 31.07.2025

    Die Perspektiven für die Automobilbranche sind vernebelt. Durch das neue Zoll-Regime ergeben sich ganz neue Margen-Relationen und Kalkulationen für die Zukunft. Anleger können hier nur schwer Geld verdienen, selbst die lang favorisierte BYD tendiert südlich. Einen Aufschwung könnte der Zink-Explorer Pasinex Resources verbuchen, denn strategische Metalle sind dauerhaft gefragt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 26.05.2026 | 05:10

    Strategy, Almonty Industry, Take-Two Interactive - Gaming, Bitcoin und Rohstoffe vor der nächsten Welle

    • Gaming
    • Krypto
    • Kritische Rohstoffe

    Gaming, Rohstoffe und Kryptowährungen entwickeln sich derzeit zu drei der spannendsten Wachstumsfelder an den Finanzmärkten. Während die Gaming-Industrie auf den nächsten milliardenschweren Blockbuster zusteuert, sorgen geopolitische Spannungen und KI-Infrastruktur für einen Nachfrageboom bei strategischen Metallen. Gleichzeitig verschärfen institutionelle Großkäufe die Angebotsknappheit am Kryptomarkt massiv. Die Kombination aus digitaler Unterhaltung, Rohstoffsicherheit und Bitcoin-Offensive könnte Anlegern in den kommenden Jahren außergewöhnliche Chancen eröffnen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.05.2026 | 04:45

    NATO-Drohnen 3.0 - USA und Europa geben Vollgas! Volatus Aerospace ist jetzt am Drücker

    • Drohnentechnologie
    • Hightech
    • KI
    • Unbemannte Fluggeräte
    • Software
    • SaaS

    Das Säbelrasseln geht weiter – das bringt den Defense Sektor an den Rand der Möglichkeiten. Der Grund: Die globale Sicherheitsarchitektur verändert sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit, denn moderne Konflikte zeigen täglich, wie entscheidend autonome Systeme inzwischen geworden sind. Im Bereich der unbemannten Flugsysteme steigt die Schlagzahl seit einigen Monaten spürbar an. Besonders brisant wirkt die jüngste Einladung des US-Verteidigungsministeriums zur Phase-II-Qualifikation des milliardenschweren „Drone Dominance Program“, bei dem nur ausgewählte Anbieter unter realen Einsatzbedingungen antreten dürfen. Das Programm gilt in Branchenkreisen als möglicher Startschuss für den nächsten großen Investitionszyklus im westlichen Drohnen- und Verteidigungsmarkt. Volatus Aerospace rückt schon jetzt in den Fokus von zukunftsorientierten Investoren. Sollte sich das Unternehmen auch in den USA erfolgreich positionieren, könnte das strategisch in eine völlig neue Größenordnung hineinwachsen. Auch Übernahmen sind denkbar!

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 22.05.2026 | 04:30

    Ausgepowert? Chaos um strategische Metalle treibt Preise - Power Metallic in der Gunst von BYD und Volkswagen

    • Kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Kupfer
    • E-Mobilität
    • Automobilindustrie

    Mit 14.090 USD erreichte der Kupferpreis im Mai einen neuen Allzeit-Höchststand. Das noch zu Jahresanfang vermutete Nachfrageloch hat sich wohl in Luft aufgelöst. Dafür überschlagen sich die internationalen Rohstoff-Institute in den Prognosen für eine vermutete Unterdeckung in den nächsten 5 Jahren. Die diskutierte Kupferknappheit entsteht vor allem durch die strukturell steigende Nachfrage aus Elektrifizierung, Netzausbau und Rechenzentren, während neue Minenprojekte nur verzögert und mit sinkenden Erzgehalten „nachwachsen“. Institute wie die International Energy Agency (IEA), S&P Global und CRU Group rechnen in ihren Szenarien durchgängig mit wachsenden Angebotsdefiziten im kommenden Jahrzehnt. Besonders die IEA sieht in ihren „Critical Minerals“-Analysen potenzielle Deckungslücken von mehreren Millionen Tonnen bis 2035, abhängig vom Geschwindigkeitspfad der Energiewende. Die Krux liegt darin, dass selbst bei hohen Preisen die Minenentwicklung 10 bis 15 Jahre Vorlauf benötigt und gleichzeitig bestehende Lagerstätten qualitativ abnehmen. Für den Markt und Investoren eine Herausforderung!

    Zum Kommentar