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27.09.2023 | 04:45

Der Hightech-Goldrausch an der Nasdaq versiegt: BYD, Manuka Resources, Infineon verbleiben auf der Kaufliste

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Bildquelle: pixabay.com

Wer in Green- oder Hightech investiert, sollte die Lieferketten der Rohstoffe nie aus dem Auge verlieren. Denn in Zeiten geopolitischer Verwerfungen erscheint für die Industrie nichts wichtiger, als ihre ausländischen Bezugsquellen für kritische Ressourcen zu sichern. Die EU und USA haben bereits reagiert und eine Reihe von Metallen auf die Liste strategischer Elemente gesetzt. Auch für die Kapitalmärkte ist der Kampf gegen die Klimaerwärmung ein nicht mehr wegzudenkendes Thema geworden. Wir richten den Blick auf erfolgreiche Protagonisten, die jedes Depot anreichern können.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Jetzt auch in Mexiko

    Die Messe IAA Mobility hatte in München schon einen Vorgeschmack gegeben, wo die Reise in der Mobilität hingeht. Die Ausstellungsfläche von BYD mit 5 neuen Modellen stoß auf höchstes Interesse. Wichtig bleibt die Erkenntnis, dass der chinesische Autobauer seine Produkte in fast allen Modellgruppen im Schnitt 20 % günstiger als deutsche Hersteller anbieten kann. Die EU-Kommission wird in diesem Zusammenhang die Subventionspolitik der Regierung in Peking unter die Lupe nehmen.

    BYD ist neben dem starken Heimatmarkt gerade dabei, seine internationale Präsenz aufzubauen. In Europa ist man bereits in Deutschland, Norwegen, den Niederlanden und Spanien aufgeschlagen. Nun geht der nächste Expansionsschritt nach Mexiko, wo BYD erstmals auch im Ausland produzieren möchte. Der texanische Elektro-Pionier Tesla kündigte bereits Anfang 2023 den Bau einer neuen Gigafactory in Santa Catarina im Bundesstaat Nuevo León im Norden des Landes an. BYD wird nun nachziehen.

    Mexiko ist aufgrund des zollfreien Zugangs zum US-Markt bereits ein wichtiger Standort der US-Autoindustrie. Von Seiten der mexikanischen Politiker ist das Interesse an einem Werk für E-Autos groß, denn es schafft Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region. Der chinesische Automobilkonzern nimmt neben Mexiko aber auch Thailand und Brasilien in die Planung. Gute Nachrichten für die BYD-Aktie. Nach einer ausgiebigen Korrektur Anfang 2023 strebt der Wert im September wieder in Richtung der 30-EUR-Marke. Bei einem Wachstum von knapp 15 % p. a. ist ein aktuelles KGV 2024e von 18,5 nicht zu teuer.

    Manuka Resources – Top positioniert für die Klimawende

    Die Bestrebung der Politik auch für nachfolgende Generationen verantwortungsvoll zu handeln, beflügelt die Phantasie im Bereich erneuerbare Energien und Zukunftsmobilität. Gerade für den rohstoffarmen Standort Europa müssen wichtige Metalle weite Wege zurücklegen, um von der hiesigen Industrie wertschöpfend verarbeitet werden zu können. Anders stellt sich die Lage für den Kontinent Australien dar. Hier gibt es fast jeden Rohstoff in ausreichender Menge und wegen der geographischen Lage ist man Hauptlieferant der wichtigsten Industriezonen Asiens.

    Manuka Resources Limited mit Sitz im Cobar Basin, New South Wales, besitzt nicht nur zwei sehr aussichtsreiche Projekte in Gold und Silber mit historischer Produktion, sondern positioniert sich mit der in 2022 abgeschlossenen Akquisition des South Taranaki Bight Projekts (STB) auch im Bereich kritischer Metalle. Interessant erscheint das riesige Vorkommen an Vanadium, dass als neues Metall für die Batterieherstellung immer mehr in den Fokus rückt.

    Manuka hatte zuletzt berichtet, dass die Goldproduktion in der ehemaligen Goldmine Mt Boppy wieder aufgenommen wurde. Seit August haben neue Probenentnahmen auch zu einer signifikanten Steigerung der Ressource geführt. Nach der letzten Schätzung beträgt die Mineralressource nun über 160.000 Unzen und kann mit Gehalten von etwa 2 g/t Gestein gefördert werden. Wahrscheinlich lässt sich durch Tiefenerweiterungen der Liegenschaft noch mehr Erz finden.

    Wichtig für Manuka ist, dass man mit den laufenden Goldverkäufen nun die Möglichkeit hat, sowohl das Wonawinta Silber- und Basismetallprojekt als auch das neue STB Offshore Vanadium Projekt weiterzuentwickeln. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten auch auf die Liegenschaften McKinnons Mine und Pipeline Ridge ausgedehnt werden. Mit dem STB-Projekt besitzt Manuka eine Perle im Portfolio, der die Bewertung des Unternehmens in Zukunft vervielfachen kann. Die MKR-Aktie notiert in Australien aktuell bei niedrigen 0,046 AUD. Die Marktkapitalisierung von 16,4 Mio. EUR ist für die Gesamtbewertung der Einzelprojekte viel zu tief angesetzt. Spekulative Investoren setzen daher auf eine Neubewertung oder eine Übernahme durch einen internationalen Rohstoff-Konzern.

    Der CEO Dennis Karp wird auf dem 8. International Investment Forum am 10. Oktober 2023 um 10:30 Uhr live über die aktuellen Projekte berichten. Hier geht´s zur Anmeldung

    Infineon – Eine große europäische Verantwortung

    Unter den Chipwerten ist der Münchener Vertreter Infineon immer auf dem Plan, wenn es um Energie-Effizienz und intelligente Automotive-Lösungen geht. Wie man jetzt veröffentlicht hat, ist Infineon auf EU-Ebene aktuell mit der Leitung und Koordination des breit angelegten europäischen Forschungsprojekts EECONE (European ECOsystem for greeN Electronics) betraut worden. Ziel der Initiative ist die Erhöhung der Nachhaltigkeit in technischen Produkten. Dazu sollen Technologien entlang der Wertschöpfungskette vom Design über die Herstellung und Nutzung bis zum Recycling erforscht werden. EECONE gehört zu den Forschungsprojekten der digitalen Schlüsseltechnologien, welche die EU als Gemeinschaftsunternehmung unterstützt und derzeit mit 35 Mio. EUR fördert.

    EECONE orientiert sich am 6R-Konzept (Reduce, Reliability, Repair, Reuse, Refurbish, Recycle), die verbaute Elektronik in Form von Halbleitern und Leiterplatten soll mit weniger Materialeinsatz auskommen und länger zuverlässig arbeiten. Darüber hinaus soll Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden, um die Lebensdauer von Elektronik zu verlängern. Die Infineon-Aktie wird damit natürlich nicht automatisch zu einem gefragten KI-Titel. Jüngst gab es aber von einigen Brokern Aufstufungen, speziell der Bereich Siliziumkarbid-Halbleiter wird weiter gut laufen, wie Berenberg mit dem Votum „Buy“ und Kursziel 44 EUR bestätigt. Der Gewinn je Aktie soll im laufenden Geschäftsjahr von 1,91 auf 2,61 EUR steigen, ein Plus von 37 %. Die 27 Experten auf der Plattform Refinitiv Eikon sehen ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 47,15 EUR. Es gibt derzeit kein negatives Votum.

    Im Chartvergleich seit Jahresbeginn haben die Chipwerte die Nase klar vorne. Manuka Resources und BYD besitzen aber das Potenzial, die Bewertungslücke demnächst zu schließen. Quelle: Refinitiv Eikon vom 26.09.2023

    GreenTech-Werte sind besonders in 2022 sehr gut gelaufen und konsolidieren im laufenden Jahr etwas. Aktuell können daher Standardwerte wie BYD und Infineon günstig erworben werden. Auch der gesamte Explorerbereich leidet an den weltweit niedrigen Bewertungen. Manuka Resources ist ein interessanter Vertreter aus Australien und verfolgt einige aussichtsreiche Projekte.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 01.06.2026 | 04:15

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    Steigende Öl- und Gaspreise prägten das Börsen-Szenario der letzten Monate. Doch nun deutet sich in Nahost eine Entspannung an. Die Rohstoffmärkte preisen den Druckablass schon ein, obwohl noch gar keine politischen Lösungen vorliegen. Heißt für die Gewinner der letzten Stunde eine Verschnaufpause und für Titel, die noch nicht gelaufen sind, eine Chance auf frisches Anlegergeld. Nachhaltige Energie-Erzeugung ist ein geflügeltes Wort, denn z. B. ist in der Windenergie höchst strittig, ob die weite Zerstörung und Verdichtung von Freiflächen und Wald insgesamt positive Beiträge liefert, insbesondere wenn mittlerweile ein kostenintensiver Stromüberschuss anfällt, den der Steuerzahler aufgrund langfristiger Förderzusagen an die Investoren ausschütten muss. Die Erzeugung von grünem Wasserstoff ist bei hohen Energiepreisen sogar tragbar, langfristig muss die Technologie aber noch mindestens 50 % günstiger werden. Im Sturm dieser Entwicklungen steht RE Royalties mit einem innovativen Finanzierungsansatz, der Energieprojekte fördert. Es lohnt sich, die Analyse zu vertiefen.

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