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14.04.2023 | 05:00

Deutliches Aufwärtspotenzial - Varta, Manuka Resources, BASF

  • Gold
  • Silber
  • Rohstoffe
  • Erneuerbare Energien
Bildquelle: pixabay.com

Unbeirrt von den geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten kennen die Weltbörsen bislang nur den Weg nach oben. Der deutsche Leitindex DAX verbuchte gar mit 15.832 Punkten ein neues Jahreshoch. Neue Jahreshöchststände erzielten auch das Edelmetall Gold und der Bitcoin. Trotz der laufenden Rallye an den Finanzmärkten gibt es immer noch attraktive Einstiegschancen bei zurückgebliebenen Werten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    Varta – Neue Besen kehren gut

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dies gilt auch für den im vergangenen Jahr in die Bredouille geratenen Batteriekonzern mit Sitz im baden-württembergischen Ellwangen. Mehrere Umsatz- und Gewinnwarnungen ließen den Kurs des einst gefeierten Unternehmens von 165 EUR im August 2021 auf den Tiefststand bei 21,60 EUR um rund 87% in die Tiefe rauschen. Mit einem Kurs von aktuell 24,59 EUR konnte sich der Wert vom Tief etwas entfernen und pirscht sich Stück für Stück an den seit August 2021 ausgebildeten Abwärtstrend bei momentan verlaufenden 25,94 EUR heran. Ein Bruch dieses Trends würde ein erstes Anschlusspotenzial von zumindest 30,30 EUR, dem Hoch aus dem März des laufenden Börsenjahres, eröffnen.

    Nach der Einigung mit den Banken im Hinblick auf das neue Restrukturierungsprogramm liegen die Hoffnungen der Anleger nun auf den neuen Finanzvorstand Marc Hundsdorf. Dieser ist mit langjähriger Restrukturierungserfahrung ausgestattet und wird zum 15. Mai die Nachfolge von Armin Hessenberger als CFO antreten. Neben Hundsdorf besteht das Gremium damit ab diesem Zeitpunkt aus Dr. Markus Hackstein als Sprecher und Rainer Hald als CTO. Hundsdorf blickt auf Vorstands- und Managementerfahrung im Private-Equity- und Kapitalmarktbereich zurück. Zudem hat er langjährige Erfahrung bei Restrukturierungen. Zuletzt war der 54-jährige Diplom-Ingenieur und Diplom-Wirtschaftsingenieur CFO beim Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert AG.

    Manuka Resources – Breit aufgestellt

    Das mit einer Marktkapitalisierung von 41,80 Mio. CAD ausgestattete Unternehmen ist breit diversifiziert und besitzt neben einem hochgradigen Gold- sowie Silberprojekt mit dem vor kurzem akquirierten South-Taranaki-Bight-Projekt ein Ass im Ärmel, dass das Unternehmen zukünftig zu einem der wichtigsten Vanadium-Förderer der westlichen Welt katapultieren könnte. Während bei Elektroautos Lithium bevorzugt wird, wird Vanadium bei Großanwendungen der Industrie angewendet. Batterien auf Vanadium-Basis verlieren im Vergleich zu Lithium- Ionen-Batterien deutlich weniger Energien, wodurch die Vanadium Redox Flow-Batterien bei Solar- oder Windkraftanlagen ihre Anwendung finden. Das Projekt besitzt bereits eine Bergbaulizenz für 5 Mio.t pro Jahr, wobei eine anfängliche Lebensdauer der Mine von 20 Jahren vorgesehen ist. Bei einer ersten Bei einer angenommenen BFS1-Produktionsrate von 5 Mio.t VTM-Konzentrat pro Jahr würde die jährliche Konzentrat-Produktion 25.000t V2O5 enthalten.

    Neben dem Vanadium-Projekt unterhält Manuka Resources im Cobar-Basin-Becken zwei aussichtsreiche Bergbauprojekte mit einer Explorationszone von insgesamt 1.150 qkm. Mit dem Mt. Bobby- Goldprojekt besitzen die Australier eine der historisch reichsten Goldminen des Kontinents, in der in früherer Produktion 500.000 Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von einer halben Unze pro Tonne Erz abgebaut wurde. Ab Juni soll die Produktion auf Mt.Bobby wieder langfristig starten, mit dem Ziel, in den kommenden 3 Jahren etwa 25.000 Unzen Gold pro Jahr zu produzieren.

    Die Großprobenentnahmen zur Bewertung des Goldgehalts in den Abfallhalden wurden gestartet und liefern positive Ergebnisse bei den metallurgischen Tests. Dadurch wird die Zyanidierung ab April in der Wonawinta-Anlage möglich. Um die Lebensdauer der Mine zu verlängern, plant das Unternehmen weitere Explorationen, um neue Tagebaulagerstätten zu erschließen. Der Tagebau Mt. Boppy soll später im Jahr wieder aufgenommen werden und im zweiten Halbjahr werden Bohrungen bei Mt. Boppy Deeps durchgeführt, um zu prüfen, ob eine Untertagemine sinnvoll ist. Zusätzlich ist geplant, 3.000-4.000 Unzen Gold aus gebrochenem Erz am Grubenboden zurückzugewinnen.

    Trotz des steigenden Gold- und Silberpreise konnte der Kurs von Manuka Resources noch wenig profitieren. Bei erfolgreichem Produktionsstart beziehungsweise Erfolgen beim aussichtsreichen Vanadium-Projekt dürfte sich dies jedoch schnell ändern.

    BASF – Besser als erwartet

    Die US-Investmentbank JP Morgan bestätigte nach der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal das Kursziel für den Chemieriesen BASF mit 55 EUR. Das bereinigte Ebit habe die Konsensschätzungen um 21% überboten. Damit dürften die starken Kennziffern zu deutlich steigenden Konsensprognosen für das Gesamtjahr 2023 führen. Nach anfänglichen Kursgewinnen rutschte die Aktie trotz der besser als prognostizierten Ergebnisse mit rund 2% auf 48,61 EUR ins Minus.

    Der Umsatz des Chemieriesen sank im ersten Quartal um 13,4% auf 19,99 Mrd. EUR, was unter dem Konsens der Analysten lag, die mit 21,82 Mrd. EUR gerechnet hatten. Besser als erwartet lief es dagegen beim EBIT vor Sondereinflüssen, das von 2,818 Mrd. EUR auf 1,931 Mrd. EUR sank, einem Minus von 31,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hier gingen Analysten sogar von einem Rückgang auf 1,599 Mrd. EUR aus. Nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen verdiente BASF 1,562 Mrd. EUR. Die Prognose lag bei 1,081 Mrd. EUR.


    Varta könnte mit dem Bruch des Abwärtstrends ein Befreiungsschlag gelingen. Die vorläufigen Zahlen von BASF zum ersten Quartal waren besser als von Analysten prognostiziert. Manuka Resources ist breit aufgestellt und profitiert vom steigenden Edelmetallpreis und der Nachfrage aus dem Sektor der erneuerbaren Energien.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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