Menü schließen




14.01.2026 | 05:30

Die resilienten Gewinner: So setzen Sie mit Almonty Industries, Rheinmetall und Hensoldt auf Sicherheit

  • Almonty Industries
  • Rheinmetall
  • Hensoldt
  • Wolfram
  • Kernfusion
  • Sangdong
  • kritische Rohstoffe
  • Molybdän
  • Rüstung
  • Rüstungsindustrie
  • Geopolitik
Bildquelle: pixabay.com

Während die Börsen feiern formiert sich ein neues wirtschaftliches Zeitalter. Getrieben von geopolitischen Machtkonflikten, einem erbarmungslosen Kampf um Rohstoffe und einer Rückkehr des strategischen Staates entstehen unerwartete Gewinner. Diese drei Trends definieren die Investment-Chancen von morgen und katapultieren spezifische Unternehmen in eine Schlüsselrolle. Wie Sie von dieser historischen Verschiebung profitieren können, zeigen der Aufstieg von Almonty Industries, Rheinmetall und Hensoldt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Wolfram, vom Werkstoff zum strategischen Gut

    Die Kernfusion rückt näher, und mit ihr ein oft übersehenes Metall: Wolfram. Aufgrund seines extrem hohen Schmelzpunkts wird es als Schlüsselmaterial für die Innenwände künftiger Fusionsreaktoren gehandelt. Erfolge in Testanlagen wie WEST in Frankreich oder KSTAR in Korea untermauern diese These. Sollte die Technologie kommerziell durchstarten, würde die Nachfrage nach dem Hochleistungsmetall Wolfram explodieren. In dieser Lage gewinnt ein Unternehmen wie Almonty Industries an Bedeutung. Der kanadische Produzent besitzt nicht nur operative Minen, sondern entwickelt mit Sangdong in Südkorea gerade die größte Wolframmine außerhalb Chinas.

    Die strategische Bedeutung von Wolfram wird durch aktuelle Handelspolitiken verschärft. China, das über 80 % der globalen Versorgung kontrolliert, hat zu Jahresbeginn seine Exportkontrollen für kritische Materialien, darunter Wolfram, weiter verschärft. Staatlich genehmigte Firmen erhalten nun nur noch für 2 Jahre eine Exportlizenz. Dies ist ein kalkulierter Schritt im Wettstreit um technologische Vorherrschaft. Für die westliche Industrie unterstreicht es die Dringlichkeit, Lieferketten zu diversifizieren. Hier positioniert sich Almonty gezielt als zuverlässiger, nicht-chinesischer Anbieter für Verteidigungs- und Hochtechnologie-Sektoren.

    Bei Almonty wird die Strategie nun mit Leben gefüllt. Mitte Dezember rollte der erste Erztransport in Sangdong an, der offizielle Start des aktiven Bergbaus. Die Mine befindet sich in der finalen Inbetriebnahmephase, der kommerzielle Produktionsbeginn steht unmittelbar bevor. Parallel dazu treibt das Unternehmen die Erweiterung seiner etablierten Panasqueira-Mine in Portugal voran. Mit dem kürzlich erworbenen Projekt Genting Brown's Lake Tungsten in Montana baut es zudem eine strategische Präsenz in den USA auf. Diese operativen Fortschritte werden durch erfahrene Neuzugänge im Management, wie die Bestellung des Chief Development Officers Guillaume Wiesenbach de Lamaziere am 6. Januar, flankiert. Die Aktie notiert aktuell bei 9,09 USD an der NASDAQ.

    Rheinmetall - vom Rüstungslieferanten zum Sicherheits-Ökosystem

    Die Zeiten, in denen Rheinmetall als klassischer, etwas träger Rüstungskonzern galt, sind definitiv vorbei. Was Anleger im Januar 2026 beobachten, ist ein agierender Systemanbieter, der in einer unsicheren Welt plötzlich im Zentrum steht. Getrieben von einer dauerhaft angespannten geopolitischen Lage wandelt sich das Geschäftsmodell fundamental. Die jüngsten Nachrichten, von der Lieferung moderner Lynx-Schützenpanzer an die Ukraine bis zum milliardenschweren Weltraumaufklärungsauftrag, unterstreichen diese neue Rolle. Rheinmetall liefert nicht mehr nur Hardware, sondern integrierte Sicherheitslösungen.

    Diese Transformation wird operativ mit Hochdruck umgesetzt. Das neue Hybridwerk in Ungarn symbolisiert die Strategie. Unter einem Dach entstehen Komponenten für E-Mobilität und militärische Elektronik. Parallel treibt der Konzern Zukunftstechnologien voran, etwa mit der Entwicklung einer effizienteren Elektrode für grünen Wasserstoff oder der geplanten Gründung eines Joint Ventures für maritime Laserwaffen. Diese breite Aufstellung jenseits des Kerngeschäfts soll zyklische Schwankungen abfedern und neue Margenpotenziale erschließen.

    Trotz des Rückenwinds bleiben Herausforderungen. Die massiven Aufträge, allein der Rahmenvertrag für Puma-Munition beläuft sich auf rund 1 Mrd. EUR, stellen die Produktionskapazitäten und Lieferketten auf eine harte Probe. Die Bewertung des Unternehmens reflektiert bereits viel Optimismus. Für Investoren geht es nun darum, ob die operative Exzellenz mit dem rasanten Wachstum mithalten kann. Die Ausgangslage ist besser denn je, doch künftige Erfolge müssen durch reibungslose Umsetzung erarbeitet werden. Derzeit ist die Aktie für 1.888,50 EUR zu haben.

    Hensoldt - Wachstum mit Geduld

    Der deutsche Sensorspezialist Hensoldt steht vor einer Phase signifikanter Expansion, die jedoch kurzfristig Investitionskraft erfordert. Nach dem jüngsten Kapitalmarkttag wurden die Prognosen für 2025 zwar nach oben angepasst, der Umsatz soll nun bei rund 2,5 Mrd. EUR liegen, die EBITDA-Marge bei mindestens 18 %, die Reaktion der Anleger blieb aber dennoch verhalten. Das starke Wachstum auf dem Weg zum 6 Mrd. EUR Umsatzziel für 2030 kommt später, während die Ausgaben für neue Produktionskapazitäten und Software-Entwicklung früher als erwartet die Cashflows belasten.

    Die fundamentale Perspektive ist weiterhin robust. Die europäischen Verteidigungsetats steigen strukturell, angetrieben durch geopolitische Spannungen. Besonders der Bereich Verteidigungselektronik, Hensoldts Kernkompetenz, wächst dabei überproportional. Das Unternehmen treibt seine Transformation vom Hardware-Hersteller zum Anbieter vernetzter Softwarelösungen voran, etwa mit der "MDOcore"-Plattform. Diese strategische Ausrichtung soll langfristig wiederkehrende Umsätze und höhere Margen erschließen. Allerdings werden diese Investitionen erst in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts so richtig durchschlagen.

    Genau diese Zwiespältigkeit zeigt sich auch in den aktuellen Stimmen aus dem Markt: Die Beobachter sind sich uneins und zeichnen ein entsprechend gespaltenes Bild. Während das langfristige Wachstumsnarrativ anerkannt wird, sehen einige die aktuelle Bewertung als hoch. Die Analysten vom mwb research haben ein Kursziel von 65 EUR ausgegeben und argumentieren, dass die Bewertung nach dem jüngsten Aufschwung an den Fundamentaldaten vorbeigelaufen ist. Die Zahlen lägen deutlich über dem historischen Niveau. Konkurrenz durch andere Rüstungskonzerne in sensorbasierten Systemen wird als zunehmendes Risiko genannt. Die Geschichte braucht Zeit, und der aktuelle Preis bietet wenig Spielraum für Rückschläge. Momentan kostet eine Aktie 91,90 EUR.


    Die geopolitische Zeitenwende macht Sicherheit zum zentralen Investmentthema. Almonty Industries etabliert sich mit der Sangdong-Mine als systemkritischer, nicht-chinesischer Wolframlieferant für Hochtechnologie und Verteidigung. Rheinmetall hat sich vom Rüstungshersteller zum unverzichtbaren Sicherheits-Ökosystem gewandelt, getrieben von Rekordaufträgen und hybriden Fertigungskonzepten. Hensoldt investiert als Sensorspezialist für langfristiges Wachstum in Software und Kapazitäten, benötigt aber Geduld.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 08.01.2026 | 05:00

    Rüstung im Würgegriff: Warum Lockheed und Boeing ohne Antimon am Boden bleiben und Antimony Resources die strategische Lösung hat

    • Antimon
    • Rüstungsindustrie
    • Flammschutz

    Es ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 51, das an den Weltbörsen lange Zeit ein Schattendasein fristete, doch dessen strategische Bedeutung die Sicherheitspolitiker im Pentagon derzeit um den Schlaf bringt: Antimon. Was wie eine Fußnote im Periodensystem klingt, ist in Wahrheit der unsichtbare Klebstoff, der die moderne Rüstungs- und Luftfahrtindustrie zusammenhält. Doch dieser Klebstoff wird knapp. China, das den globalen Markt mit einem Anteil von über 50 % bei der Förderung und fast 80 % bei der Verarbeitung dominiert, hat begonnen, die Exportzügel straff anzuziehen. Handelshemmnisse und nebulöse Ausfuhrbeschränkungen schüren die reale Angst vor einem Versorgungsstopp. In diesem geopolitischen Hochrisiko-Szenario geraten Giganten wie Lockheed Martin und Boeing in die Bredouille, während kleine, westliche Explorer wie Antimony Resources plötzlich zu Besitzern von Assets werden, die sich als unverzichtbar für die nationale Sicherheit der NATO-Staaten erweisen könnten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 08.01.2026 | 04:00

    ACHTUNG - Hier lauert die nächste 100 % Chance: Almonty, Renk, TKMS und Infineon

    • Kritische Rohstoffe
    • HighTech
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie
    • Künstliche Intelligenz

    Aktien rund um das Thema Künstliche Intelligenz stehen weiterhin stark im Fokus der Börse, auch wenn die anfängliche Euphorie zuletzt etwas nachgelassen hat. Zunehmend melden sich kritische Stimmen zu Wort, die vor Rückschlägen oder gar einem deutlichen Einbruch warnen. Zu diesen Skeptikern zählt auch der bekannte Investor Michael Burry, der unter anderem auf fallende Kurse bei Nvidia und anderen Branchenvertretern gesetzt haben soll. Seit dem Jahreswechsel wieder stark im Fokus sind wiederum Titel aus dem Bereich kritischer Metalle und ihre industriellen Abnehmer. Denn die Tech-Spezialisten und KI-Infrastrukturproduzenten sind in der Pflicht, die hohen Anforderungen an Energiebereitstellung, Rechenkapazität, Schnelligkeit und Verlässlichkeit umzusetzen. Für einige Titel stehen also weitere Chancen im Raum. Wir zeigen ein paar Opportunitäten auf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 06.01.2026 | 06:00

    Großer Rückenwind für Rüstungsaktien - Neue Kaufsignale für Antimony Resources, Hensoldt und Steyr?

    • Antimon
    • Kritische Rohstoffe
    • Rohstoffe
    • Verteidigung
    • Verteidigungsindustrie
    • Geopolitik

    Rüstungsaktien stehen zu Beginn des Jahres im Fokus des Anlegerinteresses. Die Chancen stehen gut, dass Verteidigungsaktien nun schnell die Kursdelle, die durch Gewinnmitnahmen im zurückliegenden Quartal entstand, ausbügeln und in Richtung der historischen Hochs preschen. Positiv ist zudem das Umfeld für (angehende) Produzenten von kritischen und die Branche dringend benötigter Rohstoffe wie Antimony Resources. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela goss zuletzt weiteres Öl ins Feuer. Trump droht nun auch Kolumbien. Außerdem stellt sich Ernüchterung bezüglich der erhofften Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine ein. Wie können Anleger diese Konstellation ausnutzen?

    Zum Kommentar