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22.09.2025 | 04:15

E-Mobilität vor dem nächsten Schub! Jetzt auf Mercedes-Benz, Geely, BASF und Graphano Energy setzen!

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Bildquelle: pixabay.com

Der Markt für E-Fahrzeuge wird von der aktuellen Batterietechnologie maßgeblich beeinflusst. Fortschritte bei Hochleistungsmaterialien und Festkörperbatterien erhöhen Reichweite, Leistung und Sicherheit deutlich. Schnellere Ladezeiten und längere Haltbarkeit sorgen für höhere Akzeptanz bei Verbrauchern. Die Entwicklung von Siliziumanoden und neuen Kathodenmaterialien ermöglicht effizientere und kostengünstigere Batterien. Wichtig erscheinen auch nachhaltige Recyclingmethoden, denn sie stärken die Kreislaufwirtschaft und reduzieren Umweltbelastungen. Mit wachsendem Ladeinfrastruktur-Ausbau wird die Reichweitenangst abgebaut und die Nutzung komfortabler. Das stark innovative Umfeld eröffnet Chancen für Hersteller und Investoren gleichermaßen. Wer die wichtigsten Akteure kennt, kann ordentlich Rendite machen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053 , GEELY AUTO. HLDGS HD-_02 | KYG3777B1032 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

Inhaltsverzeichnis:


    BASF – Batterieinnovation mit neuen Hochleistungsmaterialien

    Im aktuellen Umfeld der E-Mobilität steht die Batterie, dessen Ladedauer und Haltbarkeit im Zentrum der Diskussionen. Auch Verbraucher schielen mit Argusaugen auf die aktuellen Entwicklungen, um eine tragfähige Entscheidung für die nächste Automobil-Anschaffung fällen zu können. BASF setzt derzeit neue Maßstäbe bei Batteriematerialien und liefert nun erstmals seriengefertigte Hoch-Nickel-NCM-Kathodenmaterialien für halbfeste Festkörperbatterien an WELION in China. Die Kooperation wurde in Rekordzeit von nur 12 Monaten auf die Beine gestellt. Die spezielle Komposit-Beschichtung verbessert Kapazität, Sicherheit und Lebensdauer der Batterien, womit BASF als Technologieführer den Markt derzeit prägt.

    Parallel dazu sichern strategische Allianzen wie mit CATL, den Ludwigshafenern eine Schlüsselrolle in der Entwicklung zukunftsweisender High-Nickel-, LFP- und manganreicher Batteriematerialien. Diese Partnerschaften und das breite Portfolio ermöglichen die gezielte Belieferung globaler OEMs und Zellhersteller, sowohl in Asien als auch in Europa und Amerika, mit maßgeschneiderten Lösungen. Das Engagement im Recycling, etwa durch neue Schwarzmasse-Kapazitäten in Deutschland, rundet die Wertschöpfungskette ab und stellt Nachhaltigkeit in den Fokus. BASF baut so nicht nur seine Marktposition konsequent international aus, sondern markiert als Komplettanbieter und Innovator der Branche einen bedeutenden Meilenstein für Anleger. Die nächste Generation der Elektromobilität wurde als bereits eingeleitet, steigende Zulassungszahlen verdeutlichen die Akzeptanz der Käufer.

    Für die BASF-Aktie ist es in den letzten 3 Jahren nicht besonders gut gelaufen. Trotz neuer DAX-Höchstniveaus pendelte der Kurs nur unspektakulär zwischen 38 und 52 EUR. Aktuell noch Verlierer der deutschen Energie-Misere könnte sich dies mittelfristig ändern, denn Berlin möchte Abhilfe schaffen und den Standort Deutschland wieder nach vorne bringen. Aktuell bezahlen Neueinsteiger bei BASF ein KGV 2027e von 10,7 und ein Kurs-Umsatzverhältnis von 0,6. Eine Ausschüttung von 5,3 % gibt es obendrein.

    Graphano Energy – Der nächste Graphit-Lieferant aus Kanada

    Im gleichen Segment stark positioniert ist Graphano Energy. Das Unternehmen entwickelt im kanadischen Québec mit starkem Tempo eine umfassende Graphit-Projektpipeline und positioniert sich als neuer Schlüssellieferant für die strategisch wichtige Batterieindustrie. Im Fokus steht das Flaggschiffprojekt Lac Aux Bouleaux (“LAB”), das in direkter Nachbarschaft zur Lac des Îles Mine von Northern Graphite liegt und von einer Kooperationsvereinbarung über die gemeinsame Nutzung der Verarbeitungsanlage profitiert. Diese Partnerschaft könnte Graphano beim Übergang in die Produktion erhebliche Kostenvorteile sichern und es erlaubt, Synergien in der Entwicklung und Verarbeitung zu heben. Obendrauf gibt es steuerliche Anreize durch die Regierung in Québec.

    Neben LAB besitzt Graphano mit dem Standard Mine Projekt ein zweites, hochgradiges Vorkommen, welches mit positiven Ressourcenzahlen und erfolgreichen metallurgischen Tests für die Anforderungen der Batteriebranche punktet. Noch in diesem Jahr plant das Unternehmen, eine Ressourcenschätzung vorzulegen und die Bohraktivitäten fortzusetzen, gefolgt von einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2026. In einem von US-Zöllen auf chinesischen Graphit geprägten Regulierungsumfeld eröffnet Québecs heimische Förderung einen strategischen Standortvorteil. Denn die in den USA erhobenen Zölle von 163 % auf China-Importe verstärken das Interesse an lokalen Anbietern. Donald Trump muss in der Beziehung zu Kanada noch einiges aufarbeiten, die Chancen für eine Technologie- und Ressourcenpartnerschaft ist aber hoch. Parallel dazu meldete Graphano auf der jüngsten Entdeckung Black Pearl, vielversprechende Bohrergebnisse mit außergewöhnlich hohen Graphitgehalten. Die erste Bohrkampagne zielt darauf ab, die Ausdehnung der Mineralisierung zu definieren und das Ressourcenspektrum signifikant zu verbreitern. Das Projekt ist verkehrsgünstig angebunden und profitiert vom Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und sauberer Wasserkraft. Die geologische Umgebung ähnelt den großen Vorkommen der Region, was weiteres Ressourcenpotenzial verspricht.

    Graphit bleibt als Schlüsselrohstoff etwa für Lithium-Ionen-Batterien ein Eckpfeiler der Energiewende. Mit der geplanten Hochlaufphase von neuen Batterieproduktionen in Europa trifft Graphanos Entwicklungszeitplan exakt den Punkt der industriellen Umsetzung. Das Unternehmen präsentiert sich als Technologiemetall-Entwickler mit klarer Wachstumsstrategie, unterstützt durch lokale Infrastruktur und Expertise. Die Graphano-Aktie (GEL) hat schon mal einen Sprung gemacht, die aktuelle Kapitalisierung von 3,6 Mio. CAD ist aber noch sehr überschaubar. Einsammeln!

    Mercedes versus Geely – Im Wettlauf um die Megawatt-Zukunft

    Die Jagd nach dem besten Ladesystem ist voll im Gang. Mercedes-Benz hat mit dem Konzeptfahrzeug AMG GT XX zuletzt einen Meilenstein erreicht. Erstmals wurde an einer Prototypen-Ladesäule von Mercedes und Alpitronic die Marke von 1 MW Ladeleistung überschritten. Konkret lag die Spitze bei 1.041 kW, wobei über ein flüssiggekühltes CCS-Kabel bis zu 1.176 Ampere flossen. Innerhalb einer Minute konnte das System 17,3 kWh übertragen, was rund 125 Kilometern WLTP-Reichweite entspricht. Möglich wird dies durch eine neu entwickelte Hochleistungsbatterie mit über 300 Wh/kg Energiedichte, basierend auf zylindrischen NCMA-Zellen und direkter Ölkühlung. Der erste Test zeigt klar: Mercedes will beim Schnellladen an die Spitze. Ab 2026 sollen die Erkenntnisse in eigene Ladeparks in Europa und Nordamerika einfließen und Premiumkunden ein exklusives Ladeerlebnis bieten.

    Während Mercedes noch an der Praxiseinführung arbeitet, ist die chinesische Konkurrenz längst aktiv. Geely hat über seine Marke Zeekr schon für 2025 den Start einer 1,2-MW-DC-Schnellladestation angekündigt und baut parallel ein Netzwerk mit über 12.000 Ladepunkten auf. Hinzu kommt die sogenannte „Golden Battery“ mit bis zu 5,5C-Laderate, welche eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 10 Minuten ermöglicht, ein Wert, den Mercedes aktuell nur im Testumfeld erreicht. Gleichzeitig setzt Geely auf Skalierung. Denn neben High-End-Modellen wie bei Zeekr bedient der Konzern mit Fahrzeugen wie dem EX5 auch preissensible Märkte und sichert sich so früh breite Kundenbasis und Volumen.

    Mercedes geht den Weg des Premium-Technologieführers mit hohem Entwicklungsaufwand, klarer Differenzierung und langfristigem Renditepotenzial. Auf der Plattform LSEG gibt es 10 von 27 Analysten mit Daumen nach oben, das durchschnittliche Kursziel errechnet sich zu 58,30 EUR – immerhin 13 % Aufschlag zum aktuellen Kurs von 51,60 EUR. Geely setzt auf Geschwindigkeit, Stückzahlen und Diversifikation, was schnelle Marktanteilsgewinne verspricht. Die Geely-Aktie konnte in den letzten 12 Monaten über 90 % zulegen, während die Mercedes-Benz-Aktie mit 10 % im Minus liegt. Immerhin gibt es auf diesem Niveau fast 8 % Dividendenrendite. Geely trumpft mit einem 2026e KGV von 9,5, die Stuttgarter kommen nur auf Faktor 7,4. Beide Titel haben ihren mittelfristigen Charme, falls die E-Mobilität endgültig durchstartet.

    In den letzten 3 Monaten konnte die Aktie von Graphano Energy die Rohstoff-Rally vollends mitnehmen. Gegenüber der Peergroup im Automobilsektor sticht die Performance stark in den Vordergrund, dennoch scheint sich der Sektor langsam zu stabilisieren. Quelle: LSEG vom 21.09.2025

    Der Automotive-Sektor ist einer der schwächsten Branchen in der aktuellen Superhausse. Starke Auflagen im Zollstreit, immer neue Umweltgesetze und die Zurückhaltung der Konsumenten drücken auf die Marge und sorgen für gefüllte Händlerparkplätze. Anders die Situation bei Graphano Energy: Der Innovationsdruck in der Batterie-Entwicklung ist so hoch, dass Graphit in der Beschaffungsliste der Industrie ganz oben rangiert.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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