06.10.2026 | 04:15
Ein Boot, zwei große Gewinner! Rheinmetall, Renk, Globex Mining und Hensoldt im Rampenlicht der Defense-Hausse
Die geopolitische Zeitenwende rückt zwei Sektoren in den Vordergrund: Rüstung und kritische Metalle. Der eine kann ohne den anderen nicht! Mithin hat diese Schicksalsehe an den Finanzmärkten einen beispiellosen Superzyklus ausgelöst, der weit über die klassischen HighTech- und Defense-Konzerne hinausreicht. So sonnen sich europäische Verteidigungsschwergewichte wie Rheinmetall, Renk und der Sensorik-Spezialist Hensoldt in historischen Auftragsbeständen und profitieren von milliardenschweren staatlichen Aufrüstungsprogrammen. Das rückt die fundamentale Basis dieses Booms nun radikal in den Fokus der Investoren. Denn Verteidigungssysteme aller Art sind in der Produktion vollständig auf eine gesicherte Versorgung mit strategischen und kritischen Metallen angewiesen. Die massive Nachfrage nach militärischer Hardware trifft jedoch auf globale Lieferketten, die durch Rohstoff-Knappheiten und den beschleunigten Subventionswettlauf im Westen extrem angespannt sind. Hier schlägt die Stunde von Explorations- und Lizenzgesellschaften wie Globex Mining, die über ein diversifiziertes Portfolio an strategischen Liegenschaften in politisch sicheren Regionen verfügen und die Grundlagen der industriellen Unabhängigkeit sichern. Da kein modernes Flugabwehrsystem und kein militärisches Mikrochip-Netzwerk ohne Kupfer, Silber, Nickel oder Seltene Erden existieren kann, sitzen Bergbau und Wehrtechnik an der Börse untrennbar im selben Boot. Für vorausschauende Anleger bedeutet diese Symbiose eine seltene Hebelwirkung.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Rheinmetall und Renk – Hohe Erwartungen erst mal ausgebremst
Die Kursrallye europäischer Rüstungstitel hat nach einer beispiellosen Jagd von Rekord zu Rekord einen ersten, spürbaren Dämpfer erhalten. Denn trotz anhaltend hoher geopolitischer Spannungen und gefüllter Auftragsbücher fordern Investoren am Kapitalmarkt nun zunehmend fundamentale Belege für eine nachhaltige Margen- und Cashflow-Entwicklung. Und hier kann nicht zu 100 % geliefert werden. Der Grund: Stornierungen, Nachverhandlungen und Lieferverzögerungen von wichtigen Komponenten. Beispielhaft ist der Düsseldorfer Rüstungsgigant Rheinmetall an der Börse mit einem empfindlichen Realitätstest konfrontiert, nachdem die Geschwindigkeit der industriellen Skalierung weit unter den Marktanforderungen liegt. Trotz eines Order-Backlogs von über 80 Mrd. EUR kämpft die Aktie aktuell an kritischen charttechnischen Unterstützungslinien bei 915 und 937 EUR, weit entfernt von früheren Höchstständen von über 2.000 EUR. Zwar setzen Großaktionäre und das Management durch millionenschwere Insiderkäufe ein deutliches Zeichen des Vertrauens, doch die kurzfristige Marktstimmung bleibt fragil. Nun versucht der Konzern, durch strategische Partnerschaften in zukunftsträchtige High-Tech-Bereiche wie die militärische Satellitenaufklärung vorzustoßen, um die Abhängigkeit vom klassischen Hardware-Geschäft zu verringern. Immerhin 23 von 26 Analysten auf der Plattform LSEG halten den Daumen nach oben und erwarten im Schnitt Kurse von 1.672 EUR. Na dann!
Die Renk Group durchlebt eine ebenso herausfordernde Börsenphase und markierte nach einer empfindlichen Analysten-Herabstufung durch die Bank of America Anfang Oktober ein neues Jahrestief bei rund 36 EUR. Der Spezialist für Panzergetriebe lässt ebenfalls Kapazitätszweifel aufkommen, zudem bleiben bislang steigende Margen und solide Cashflows noch hinter den Erwartungen zurück. Der massive Kurseinbruch um über 60 % vom Hoch innerhalb eines Jahres zeigt deutlich, wie gnadenlos überzogene Bewertungsexperimente derzeit an den Märkten korrigiert werden. Erschwerend kommt ein hoher Investitionsbedarf für den Kapazitätsausbau hinzu, was das finanzielle Fundament temporär belastet. Während das hochprofitable Aftermarket- und Servicegeschäft weiterhin als stabiler Anker dient, bleibt die Aktie im Sog des sektoralen Abwärtstrends gefangen. Tradingorientierte Anleger sollten auf ein Wiederaufleben des Momentums warten. Der jüngste Gegenwind zeigt deutlich, dass selbst die größten Profiteure der Defense-Hausse vorübergehend an die Grenzen ihrer industriellen Skalierung stoßen.
Hensoldt – Im Sturm bislang gut behauptet
Dass es auch anders laufen kann, beweist der Defense-Elektronik-Spezialist Hensoldt. Die Aktie konnte in den letzten Wochen eine bemerkenswerte relative Stärke im Bereich um 80 EUR aufbauen, damit ist der Titel nur rund 20 % von seinen Höchstständen entfernt. Das Unternehmen profitiert fundamental von einer veränderten Dynamik moderner Konflikte, in denen drohnenbasierte Kriegsführung, Sensorik und hochpräzise Luftabwehrsysteme eine Schlüsselrolle einnehmen. Diese technologische Sonderstellung spiegelte sich in einem operativen Rekordergebnis wider und auch der Auftragseingang konnte im ersten Halbjahr spektakulär verdoppelt werden. Damit durchbrach der Auftragsbestand erstmals in der Konzerngeschichte die historische Marke von 10 Mrd. EUR. Die Aktie konsolidiert derzeit auf hohem Niveau, während das Unternehmen weiter positive Analystenkommentare einheimst, wie z. B. von der Bank of America oder Kepler Chevreux. Einzig das vergleichsweise hohe KGV 2027e von 32,7 mahnt zur Vorsicht. Die Analysten verzeihen den temporären Aufschlag für einen technologischen Taktgeber jedoch und einigen sich auf einen 12-Monats-Zielkurs von 91,27 EUR, gut 13 % über dem letzten Kurs.
Globex Mining – Der strategische Joker in der Rüstungshausse
In Quebec ticken die Uhren anders! Der metallische Hilferuf aus Europa wurde sehr wohl erhört, doch noch schlummern viele Rohstoffe im Boden und müssen erst industriell identifiziert und letztlich geschürft werden. Den Weg geebnet hat CEO Jack Stoch für ein solches Unterfangen schon in den siebziger Jahren, heute verfügt er über mehr als 270 Liegenschaften und kann liefern. Seine gegründete Gesellschaft Globex Mining entwickelt sich in den letzten Jahren zu einer Art Rohstoff-Holding ohne den klassischen Kapitalbedarf eines Explorers: Das Unternehmen besitzt und kontrolliert eine außergewöhnlich breite Palette an Mineralprojekten, während Partner die Exploration vorantreiben und mit ihrem Kapital das geologische Risiko übernehmen. Dieses Modell liefert derzeit eine bemerkenswerte Nachrichtenfolge, denn innerhalb von nur zwei Tagen meldete Globex Fortschritte bei drei unterschiedlichen Assets von hochgradigem Gold in Québec über eine neue Ressourcenschätzung in New Brunswick bis zu einem großen polymetallischen System mit Zink, Gold und Silber.
COO David Christie wird auf dem morgigen 20. International Investment Forum Rede und Antwort stehen. Hier geht´s zur Anmeldung.

Unverändert interessant bleibt dabei die Duquesne-West-Beteiligung, an der Globex weiterhin 50 % hält. Partner Emperor Metals hat inzwischen insgesamt 142.758 Meter auf dem Projekt gebohrt, aus dem laufenden Programm liegen bereits Ergebnisse für 44 von 66 Bohrungen vor. Der jüngste Volltreffer liefert 5,9 g/t Gold über 32 Meter in nur 335 Metern vertikaler Tiefe – ein Ergebnis, das die Dimension des mineralisierten Systems erneut unterstreicht. Noch stärker für die Bewertung könnte sich die Entwicklung des Vail Road/Devils Pike Goldprojekts erweisen. Albright Metals hat die Ressource nach zusätzlichen Bohrungen und einer verbesserten geologischen Modellierung auf 188.000 Tonnen mit durchschnittlich 9,0 g/t Gold aktualisiert, entsprechend 54.200 enthaltenen Unzen. Besonders auffällig sind die 33.500 Tonnen der Kategorie „Indicated“, die mit 20,9 g/t Gold immerhin 22.500 Unzen enthalten; auf Basis dieser Ressource soll nun eine Scoping Study vorbereitet werden. Noch eine andere Facette des Geschäftsmodells liefert das Berrigan-Projekt im Chibougamau Mining Camp. Dort besitzt Globex eine 2 %-Gross-Metal-Royalty, während TomaGold mit weiteren Bohrungen die Dimension der polymetallischen Berrigan-Deep-Zone ausbaut. Das jüngste Bohrloch durchteufte auf 69,4 Metern durchschnittlich 3,46 % Zinkäquivalent, darunter 40,1 Meter mit 5,38 % Zinkäquivalent. Die Mineralisierung erstreckt sich mittlerweile über rund 250 Meter entlang des Streichens und etwa 400 Meter vertikal bis in eine Tiefe von fast 900 Metern.
Damit entsteht ein interessanter Gegenpol zu den zahlreichen anderen Rohstoffprojekten: Globex besitzt nicht nur Hebel auf den Goldpreis, sondern zunehmend auch auf Zink und weitere Industriemetalle. Gerade bei einer Royalty-Struktur ist diese Entwicklung bemerkenswert, weil eine spätere wirtschaftliche Nutzung des Projekts theoretisch Einnahmen generieren kann, ohne dass Globex selbst Mine, Infrastruktur und laufenden Betrieb finanzieren muss. Die jüngsten Meldungen liefern deshalb weniger eine einzelne Sensationsnachricht als vielmehr einen Beleg für die Funktionsfähigkeit des gesamten Globex-Modells. Für Investoren ist das entscheidend: Mit jedem erfolgreichen Partnerprogramm kann ein weiteres Asset aus dem Portfolio einen höheren Reifegrad erreichen, während Globex gleichzeitig seine herausragende Diversifikation beibehält. Mit über 25 Mio. CAD Liquidität on top ist Globex Mining für Investoren weiterhin höchst spannend aufgestellt!

Die Kapitalmärkte arbeiten sehr selektiv. Während die NASDAQ mit ihren HighTech-Blockbustern schon fast täglich neue Höchststände erreichen kann, gehen anderen Sektoren wie z.B. Chemie, Bau und Automotive beständig nach Süden. Hier drückt das hohe Zinsniveau spürbar. Bei den Defense-Aktien läuft es auch überwiegend holprig. Der Metall-Spezialist und Asset Manager Globex Mining kann dank seines ausgewogenen Geschäftsmodells in diesem Umfeld hingegen weitere Fortschritte erzielen. Eine gute Streuung über Länder und Sektoren bleibt aus Risikosicht unabdingbar.
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