Menü schließen




25.03.2025 | 06:00

Evotec, NetraMark, Novo Nordisk – vom Labor zur goldenen digitalen Zukunft mit Künstlicher Intelligenz

  • Evotec
  • NetraMark
  • Novo Nordisk
  • Pharma
  • Biotech
  • Künstliche Intelligenz
  • Medikament
  • Wirkstoffforschung
  • klinische Studie
  • Patientengruppen
  • Adipositas
  • Diabetes
Bildquelle: pixabay.com

Die Pharmabranche erlebt eine Revolution, die alles verändert! Künstliche Intelligenz jagt durch die Labore und schneidet alte Zöpfe ab. Algorithmen durchforsten Milliarden chemischer Strukturen in Rekordzeit und spüren versteckte Wirkstoff-Schätze auf. Während früher Jahre vergingen, bis ein Medikament in die Testphase kam, drücken KI-Modelle heute aufs Tempo. Schwergewichte wie AstraZeneca liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Start-ups. Wer knackt als Erster unheilbare Krankheiten? Das Ziel: Therapien maßschneidern, klinische Studien revolutionieren, Leben retten. Nur wer KI nutzt, bleibt wettbewerbsfähig und kann Patienten schneller innovative Medikamente bieten. Die Ära der datengetriebenen Medizin hat begonnen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333

Inhaltsverzeichnis:


    Evotec - KI treibt Innovation in der Wirkstoffforschung voran

    Evotec setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI), um seine Position in der Arzneimittelentwicklung auszubauen. Ein Baustein ist die Partnerschaft mit dem französischen KI-Spezialisten Owkin, die seit Anfang 2024 läuft. Gemeinsam identifizieren sie Ziele für Therapien in der Onkologie und Immunologie – unterstützt durch Evotecs Plattform zur Validierung und Wirkstoffoptimierung. Zudem integriert das Unternehmen KI in die antimikrobielle Forschung, kombiniert mit Hochdurchsatz-Screening. Langfristig zielt Evotec auf eine Führungsrolle in der Präzisionsmedizin, wobei KI-basierte Algorithmen von der Zielsuche bis zur Wirkstoffoptimierung zum Einsatz kommen.

    Am 4. März 2025 meldete Evotec einen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb. Eine Forschungszahlung von 20 Mio. USD floss für ein präklinisches Neurodegenerationsprogramm. Die seit 2016 bestehende Partnerschaft zielt auf Therapien, die Krankheitsverläufe verlangsamen – ein Markt mit hohem ungedecktem Bedarf. Trotz des Fortschritts reagierte der Aktienmarkt negativ und sackte ab und durchbrach dabei die 200-Tage-Linie. Analysten vermuten, dass Unsicherheiten über die anstehende Veröffentlichung des Jahresberichts am 17. April sowie der bevorstehende CFO-Wechsel die Stimmung drücken.

    Denn Evotecs Management bleibt im Umbruch. Nach dem überraschenden Rücktritt von CFO Laetitia Rouxel Ende Februar übernimmt Paul Hitchin, Ex-Finanzchef von Mediq, die Rolle. Hitchin soll die Kostensenkungsstrategie vorantreiben, nachdem das Unternehmen im jüngsten Quartal einen Umsatzrückgang von 5,8 % verzeichnete. Auch für das vergangene Jahr geht man davon aus, dass bei den Jahreszahlen ein Verlust ausgewiesen wird. Investoren setzen nun Hoffnung in die geplanten Effizienzmaßnahmen und die langfristige Ausrichtung auf profitables Wachstum – ein Balanceakt zwischen kurzfristigen Risiken und langfristigem Potenzial. Die Aktie ist momentan für 6,55 EUR zu haben.

    NetraMark - Wie KI klinische Studien neu definiert

    Im Fokus von NetraMark steht NetraAI – eine generative KI-Plattform, die speziell für die Analyse klinischer Studien entwickelt wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Machine-Learning-Modellen, die oft an kleinen Datensätzen scheitern, identifiziert NetraAI „erklärbare“ Patientensubgruppen. Diese Technologie filtert Störfaktoren heraus und isoliert so Variablen, die es ermöglichen Hypothesen abzuleiten um eine passende Patientengruppe für die Phase-3 Studien zusammenzustellen. Jüngste Ergebnisse, die das Unternehmen auf der ISCTM-Konferenz präsentierte, zeigen, dass die Plattform die Vorhersagegenauigkeit bei Depressionen um 28 % und reduzierte Fehlklassifizierungen in Schizophrenie-Studien signifikant verbesserte.

    NetraMark kooperiert mit dem Ontario Brain Institute (OBI), um mittels KI die Analyse von Gehirndaten bei Depressionen zu optimieren. Ziel ist die Entwicklung einer Pipeline, die MRT-, fMRT- und MEG-Daten mit klinischen Informationen fusioniert. Durch die Graphentheorie sollen neuartige Biomarker identifiziert werden, die die Dynamik von Gehirnnetzwerken modellieren. Die offen zugängliche Plattform soll Studien effizienter machen und personalisierte Behandlungsansätze ermöglichen. Die Partnerschaft unterstreicht NetraMarks strategische Positionierung im Wachstumsfeld neuropsychiatrischer Erkrankungen. Gelingt der Nachweis, dass die KI-basierten Tools Phase-3-Studien kosteneffizienter machen, könnte dies den Einsatz in weiteren Indikationen beschleunigen.

    Durch die Ausübung von Warrants und Optionen hat NetraMark seit Dezember 2024 über 3 Mio. CAD eingenommen, um seine KI-Lösung NetraAI auszubauen. Das Management ist für die weiteren Schritte gut aufgestellt. CEO George Akelios, der früher bei IBM tätig war, treibt die Kommerzialisierung voran, während CTO Dr. Joseph Geraci, ein Pionier mathematischer KI-Modelle, die wissenschaftliche Roadmap gestaltet. Diese Dualität aus Marktpragmatismus und Forschungstiefe positioniert NetraMark als Brückenbauer zwischen innovativer Technologie und regulatorischen Anforderungen – ein entscheidender Vorteil im komplexen Umfeld klinischer Studien. Die Aktie konnte seit Jahresanfang in der Spitze um 76 % zulegen und notiert aktuell bei 1,44 CAD.

    Novo Nordisk - KI als Innovationstreiber

    Für Novo Nordisk ist KI eine Schlüsseltechnologie für seine Forschungs- und Produktionsprozesse. Durch strategische Allianzen mit Partnern wie Microsoft, Valo Health und dem MIT erweitert das Unternehmen seine KI-Kapazitäten gezielt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wirkstoffentdeckung. Mithilfe von Valos Opal-Plattform identifiziert Novo Nordisk Kandidaten für Therapien gegen Diabetes, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Parallel optimiert die KI Produktionsabläufe – von Deep Learning in der Qualitätskontrolle bis zur Automatisierung regulatorischer Dokumente. Zusammen mit Microsoft entwickelte Algorithmen verbessern zudem die Risikovorhersage bei Herzpatienten um 8 %. Langfristig setzt der Konzern auf Quantencomputing und generative KI, um die Arzneimittelentwicklung weiter zu beschleunigen.

    Das Jahr 2024 schloss Novo Nordisk mit einem Umsatzplus von 26 % auf 290,4 Mrd. DKK ab, getrieben von Diabetes- und Adipositaspräparaten. Die Obesity-Care-Sparte legte um 57 % zu, während die Übernahme von Catalent-Produktionsstätten die Lieferketten stabilisieren soll. Trotz dieser Erfolge stehen Herausforderungen an. Die Phase-III-Studie von CagriSema zeigte zwar eine Gewichtsreduktion von 15,7 %, verfehlte jedoch die Erwartungen. Dies nährt Zweifel, ob Novo Nordisk die Marktführerschaft gegen Eli Lillys Mounjaro halten kann. Zudem deuten Analystenprognosen auf ein verlangsamtes Wachstum bis 2027 hin. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von bis zu 24 % – vorausgesetzt, neue Therapien wie das hämophilie-wirksame Mim8 erhalten zeitnah Zulassungen.

    Novo Nordisks Aktie verlor seit Juni 2024 in der Spitze über 50 %, durch die enttäuschenden Studiendaten und Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit. Doch die aktuelle Bewertung birgt Chancen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 18,9 erstmals seit langer Zeit wieder unter 20 und das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis liegt bei unter 1 und signalisiert eine Unterbewertung. Zwar lasten Unsicherheiten durch Verzögerungen bei CagriSema und Lieferengpässe auf der Stimmung, doch strukturelle Vorteile wie skalierte Produktion und hohe Kundenbindung sprechen für Resilienz. Die Aktie ist derzeit für 69,38 EUR zu haben.


    Die Pharmabranche wird durch KI neu definiert. Evotec treibt mit Partnerschaften wie Owkin und Bristol Myers Squibb die Wirkstoffforschung voran, kämpft jedoch mit Aktienkursrückgängen und Managementumbrüchen. NetraMark revolutioniert mit NetraAI die klinische Studienanalyse, belegt durch Erfolge bei psychiatrischen Erkrankungen. Novo Nordisk nutzt KI-Allianzen für Diabetes- und Adipositas-Therapien, trotz enttäuschender Studiendaten und Kursverlusten bleibt das Wachstum robust. KI kann den Weg zur Präzisionsmedizin ebnen und so den Unternehmen eine Führungsrolle im milliardenschweren Gesundheitsmarkt bescheren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 10.04.2026 | 04:45

    Aufgepasst! Riesiges Marktpotenzial im größten Teilbereich der Pharmabranche nutzen: mit Innovator Vidac Pharma, Platzhirsch Bayer oder Turnaround-Kandidat Evotec?

    • Onkologie
    • Krebsforschung
    • Krebstherapie
    • Biotechnologie
    • Pharma
    • Innovation

    Die Onkologie ist der strategisch wichtigste Wachstumsmarkt der Pharmaindustrie und gleichzeitig einer der entscheidenden Hebel zur Verbesserung der globalen Gesundheit. Aktuell erkranken weltweit rund 20 Mio. Menschen pro Jahr an Krebs, die Zahl soll bis 2040 auf über 30 Mio. jährlich ansteigen. Der Markt für Krebsmedikamente ist bereits heute über 200 Mrd. USD groß und wächst rasant. Bayer will 2030 zu den größten Onkologie-Playern der Welt gehören und bestätigte zuletzt die Mittelfristziele. Durch den Beteiligungsverkauf an einem Krebsspezialisten können sich die gebeutelten Aktionäre von Evotec schon bald über einen willkommenen Mittelzufluss freuen. Vidac Pharma geht dagegen ganz neue Wege bei der Bekämpfung von Hautkrebs. Hier schlummert ein enormes Potenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.03.2026 | 04:15

    Ölpreise verunsichern Börsen – LifeScience rückt in den Fokus! Bayer, Vidac Pharma, Valneva, Novo Nordisk und Pfizer mit heißen News

    • Pharma
    • Biotechnologie
    • Medikamentenforschung
    • Krebsforschung
    • Adipositas

    Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten gehen weiter. Mit den ersten Gesprächen zwischen USA und dem Iran vollzogen die Börsen eine Blitz-Anpassung nach oben. So konnte der deutsche Leit-Index DAX 40 Anfang der Woche innerhalb von nur 10 Minuten ganze 1.600 Punkte zulegen. Das Niveau halten konnte er allerdings nicht, gestern ging es wieder auf 22.600 Punkte zurück. Nun stellt sich die Frage, ob die Konfliktparteien tatsächlich eine tragfähige Lösung erzielen können. Ganz unbeeindruckt von der Großwetterlage machen sich im LifeScience-Sektor einige Nachrichten breit, die für die eine oder andere Kursdynamik verantwortlich sind. Gut, wenn es gelingt, den Fokus am Tagesgeschehen vorbei auf andere ertragreiche Sektoren zu richten. Hier einige Ideen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.03.2026 | 05:30

    Düngemittelkrise durch Iran Krieg: Warum Bayer, MustGrow Biologics und K+S Ihnen die perfekte Mischung für Ihr Depot bieten

    • Bayer
    • MustGrow Biologics
    • K+S
    • Crop Science
    • Pharma
    • Glyphosat
    • Senfpflanze
    • Nachhaltigkeit
    • Biodünger
    • Kohlhernie
    • Kali
    • Salz
    • Schwefel
    • Düngemittel

    Wenn am Persischen Golf die Bomben fallen, bebt die globale Agrarwirtschaft. Die jüngsten Militärschläge gegen den Iran haben die Düngemittelmärkte ins Chaos gestürzt. Die Preise für Stickstoff und Ammoniak explodieren, Aktien nordamerikanischer Konzerne schießen zweistellig nach oben. Unabhängig von der akuten geopolitischen Verwerfung steckt die Branche in einem fundamentalen Umbruch. Während die eine Hälfte des Sektors noch die kurzfristigen Gewinne der Krise kassiert, treibt die andere längst die Zukunftsvision einer nachhaltigen Landwirtschaft voran, angetrieben von regulatorischem Druck. Drei Unternehmen zeigen, wo die Reise hingeht: der Agrarriese Bayer, das Agrarbiotechnologieunternehmen MustGrow Biologics und der Düngemittelspezialist K+S.

    Zum Kommentar