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21.12.2021 | 06:30

HelloFresh, Teamviewer, CoinAnalyst: Aktien für 2022?

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Bildquelle: pixabay.com

Tech-Aktien haben am Montag erneut deutlich verloren. Der Tech-DAX lag am späten Nachmittag mit 0,5% im Minus bei 3.788 Punkten. Damit warten Anleger weiterhin vergeblich auf die Jahresendrally. Unsicherheit bestimmt derzeit die Börsen: Über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und das erwartete Konjukturpaket in den USA. Wir werfen einen Blick auf drei Aktien, die einen guten Start in das Jahr 2022 haben könnten. Von den geplanten erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis hin zum Lockdown in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern sollten HelloFresh und Teamviewer profitieren. CoinAnalyst will mit einer neuen App im ersten Quartal 2022 den Handel von Kryptowährungen erleichtern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: CoinAnalyst Corp. | CA19260U1084 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408

Inhaltsverzeichnis:


    CoinAnalyst: Neue App für Krypto-Handel

    Der Bitcoin bietet derzeit keinen sicheren Hafen. Der Preis für das digitale Gold ist alleine in den vergangenen 30 Tagen von rund 59.000 USD auf 46.000 USD abgesackt. Darunter leiden Unternehmen, die in dem Krypto-Universum aktiv sind. Zu ihnen zählen MicroStrategy in den USA oder die deutsche Bitcoin Group. Noch relativ unbekannt und neu auf dem deutschen Kurszettel ist CoinAnalyst. Das Unternehmen wurde via Reverse IPO an der kanadischen CSE gelistet, stammt aber ursprünglich aus Deutschland. CoinAnalyst hat sich auf Big-Data-Analysen von Kryptowährungen spezialisiert. Die künstliche Intelligenz (KI) von CoinAnalyst basiert auf der bewährten Technologie der ebenfalls börsennotierten Cogia AG. Die KI durchforstet 300 Informationsquellen für Coins, Token oder NFTs – und es werden mehr. Die Daten werden Kunden auf personalisierten Dashboards bereitgestellt. Neben den Produkten „Insights“ und „Crypto Market Letter“, der in Zukunft global erscheinen soll, liegt der Fokus vor allem auf dem Segment „Copy Trading“. Bei diesem Produkt folgen Anleger Trading-Experten und einer KI-gestützten Handelsstrategie. Bisher konnte damit eine Rendite von rund 60% p.a. eingefahren werden. Der Bereich soll kräftig ausgebaut werden. Unter anderem durch eine Smartphone App. Der Launch ist im ersten Quartal 2022 geplant. Auch eine Krypto-Academy soll aufgebaut.

    Die Wachstumspläne von CoinAnalyst sind ambitioniert. Nach einem Umsatz von 0,9 Mio. CAD im laufenden Jahr, sollen es in 2023 bereits 17,09 Mio. CAD sein. Sollte dieses rasante Wachstum wie geplant umgesetzt werden können, erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung günstig. Diese liegt bei rund 11 Mio. CAD.

    HelloFresh: Analysten sehen über 50% Kurspotenzial

    Nach Weihnachten wird es in Deutschland voraussichtlich zu Kontaktbeschränkungen kommen. Dies zeigt, dass COVID-19 auch Anfang 2022 das beherrschende Thema sein wird. Davon sollte HelloFresh profitieren. Die Aktie gehörte zu den großen Corona-Gewinnern, wurde aber in den vergangenen Wochen von Anlegern deutlich abgestraft. Grund war der enttäuschende Ausblick für 2022.

    Insbesondere beim bereinigten EBITDA hatten sich Anleger und Analysten mehr erwartet. Sollte es in den kommenden Monaten tatsächlich wieder zu größeren Einschränkungen kommen – und danach sieht alles aus – sollte auf den Versender von Kochboxen eine Sonderkonjunktur zukommen. Mit positiven Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Analysten ihre Kaufempfehlungen erneuert. Berenberg nannte ein Kursziel von 106 EUR. Die Investitionen des Kochboxenlieferanten seien wegweisend für mehr Wachstum und Profitabilität in der Zukunft, so die Analysten. Die Strategie werde sich mittelfristig auszahlen. Noch optimistischer sind die Kollegen von Jefferies. Die Analysten der US-Investmentbank haben das Kursziel für die Hellofresh-Aktie von 109 auf 114 EUR leicht angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Analysten glauben nicht, dass die bereinigte operative Marge (Ebitda) in den entwickelten Märkten von zuletzt rund 20% nachhaltig unter Druck geraten sollte. Zudem werde HelloFresh zunehmend von Automation profitieren.

    Teamviewer: Revival der „Bleib-zu-Hause-Aktien“?

    Auch Teamviewer könnte von Ausgangsbeschränkungen, Home-Office-Pflicht und Lockdowns profieren. Und die Aktie hätte etwas Rückenwind auch dringend nötig. Letzte Hiobsbotschaft war, dass die Teamviewer-Aktie den Stoxx Europe 600 verlassen muss. Gleiches gilt übrigens für das Immobilienunternehmen Grand City Properties sowie den Online-Händler für Haustiefbedarf Zooplus.

    Die Teamviewer-Aktie gehörte in diesem Jahr zu den ganz großen Verlierer an der Börse. So hat sie mehr als 70% an Wert verloren und drohte vor wenigen Tagen unter die Marke von 10 EUR zu rutschen. Inzwischen notiert sie 11,50 EUR. Doch für eine nachhaltige Kurserholung muss das Management zunächst verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Dieses wurde nach dem umstrittenen Sponsoring-Deal mit Manchester United und mehreren Gewinnwarnungen massiv erschüttert. Wie schnell es aber auch nach oben gehen kann, hat der Beginn der COVID-19-Pandemie gezeigt. Damals ging es zwischen März und Juli 2020 von 25 EUR auf bis zu 54 EUR nach oben. Dieses Niveau wird die Aktie sicher so schnell nicht mehr erreichen, aber bei einem Revival der „Bleib-zu-Hause-Aktien“ ist eine Gegenbewegung Richtung 20 EUR nicht ausgeschlossen.


    Die Corona-Pandemie wird in den kommenden Wochen – und wahrscheinlich weit darüber hinaus – das beherrschende Thema an der Börse sein. Davon könnten HelloFresh und Teamviewer profitieren. Bitcoin und Kryptowährungen gewinnen immer mehr Fans. CoinAnalyst will mit einer neuen App das Trading erleichtern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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