Menü schließen




07.07.2021 | 05:10

Infineon, Desert Gold, BASF – Für die Zukunft gerüstet

  • Energie
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die Energiewende und das Erreichen der Klimaneutralität rücken nach dem Abflachen der Corona-Pandemie wieder in den Mittelpunkt der Nachrichten. Die Politik unterstützt das Vorhaben weltweit mit Milliardensubventionen. Die Industrie ist unter Druck. Klimaneutralität erfordert in vielen Branchen die Einführung neuer Produktionstechnologien, in Bereichen wie der Grundstoffindustrie den Umbau ganzer Produktionsstraßen. Dagegen soll die Wettbewerbsfähigkeit bei dieser historischen Transformation nicht leiden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004

Inhaltsverzeichnis:


    BASF – Klimaneutrale Chemie

    Für Großkonzerne wie BASF ist der Klimawandel eine der größten Herausforderungen. Dabei wollen die Ludwigshafener als Vorreiter zu einer klimaneutralen Chemie vorangehen. Voraussetzung ist dabei jedoch, dass ausreichende Mengen Strom aus erneuerbaren Quellen zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sind. Deswegen sichern sich Unternehmen schon jetzt ihren eigenen Zugang zur Wind- und Solarenergie.

    Mit dem Erwerb von 49,5% am Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid will das DAX-Unternehmen den gewonnenen Strom für die Chemieproduktion an Standorten in Europa einsetzen. Verkäufer der Anteile ist der schwedische Energieversorger Vattenfall. Der Kaufpreis belief sich auf 0,3 Mrd. EUR. Zusätzlich fallen durch den weiteren Aufbau des Windparks für BASF Kosten von zusätzlich 1,3 Mrd. EUR an. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird der Windpark mit 140 Windturbinen und einer installierten Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt der größte Offshore-Windpark der Welt sein.

    Im Gegenzug wurde die Veräußerung des Anteils von 49% an der US-Spezialchemiefirma Solenis bekanntgegeben. Kombiniert mit den Anteilen des anderen Eigentümers, Clayton Dubilier & Rice, werde Solenis an die Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity verkauft. Der Wert des Unternehmens wird auf 5,25 Mrd. USD taxiert, darin enthalten sind Nettofinanzschulden von rund 2,5 Mrd. USD.

    Analysten der DZ Bank die Aktie von BASF positiv und hoben das Kursziel mit einem Kaufurteil von 79 EUR auf 83 EUR an.

    Desert Gold – Voll auf Spur

    Neben der Energiewende sind steigende Inflationssorgen das beherrschende Thema in den täglich erscheinenden Gazetten. Die Milliarden-Konjunkturprogramme, die weltweit ausgegeben werden, erhöhen die Defizite der bereits hochverschuldeten Staaten noch einmal enorm. Die Wirtschaft soll wachsen, die hohen Inflationsraten werden aktuell als temporärer Effekt aufgrund der Erholung nach den Lockdowns angesehen und von den Notenbanken mehr oder weniger ignoriert. Somit sollen die Zinsen bis auf weiteres am Nullpunkt verharren und die Gelddruckmaschinen weiterlaufen. Aufgrund der aktuellen Umstände ist langfristig eine Absicherung des Depots mit Gold oder Goldminenaktien unerlässlich.

    Die Aktie von Desert Gold ist als Depotbeimischung interessant. Seit dem Hoch im vergangenen August korrigierte die Aktie um 50%, dabei zeigt die Unternehmensentwicklung der Kanadier, die in Mali nach Gold suchen, deutlich nach oben. Mit dem 410km² großen SMSZ-Projekt, das nach einem 38km langen Abschnitt der Senegal-Mali-Scherzone benannt ist, besitzt Desert Gold das größte zusammenhängende, nicht-produzierende Landpaket in dieser Region. Dabei ist das Projekt mit fünf großen Minen im Norden und Süden in Streichrichtung verbunden, unter anderem mit der Mine Fekola von B2 Gold, mit den Minen Gounkoto und Loulo von Barrick Gold und mit den Minen Sadiola und Yatela von Allied Gold.

    Mitte Juni konnte vermeldet werden, dass bereits 82% des geplanten 20.000m umfassenden Bohrprogramms zurückgelegt wurden. Insgesamt wurden bereits mehr als 230 Bohrlöcher über 16.400m absolviert. Die Ergebnisse für etwa 14.000 Proben bzw. 80 % der absolvierten Bohrungen werden zeitnah erwartet. Das Ziel von Desert Gold ist es, eine Tier-1-Goldlagerstätte in Zusammenhang mit den regionalen, goldführenden Struktursystemen, die durch das SMSZ-Projekt verlaufen, zu entdecken. Langfristig bietet die Aktie einen Hebel auf einen steigenden Goldpreis.

    Infineon – Alles für die Umwelt

    Auch der größte Halbleiterhersteller Deutschland reitet die grüne Welle. Ziel der Münchner ist das Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030. Nun erfolgte der Beitritt zum Umweltprogramm von Apple, das den Umstieg auf grüne Energie voraussetzt. Ein Ziel des Technologieriesen ist auch das Erreichen der CO2-Neutralität bis 2030 inklusive Zuliefererkette. Bei den eigenen Standorten wurde dies bereits erreicht. Bisher stiegen laut Firmenangaben bereits 110 Produktionspartner von Apple auf erneuerbare Energie um.

    Von Analystenseite bekam Infineon eine Kaufempfehlung aus dem Hause Goldman Sachs. Das Kursziel wurde dabei bei 43,60 EUR belassen. Durch die strukturelle Beschleunigung des Digitalisierungstrends rechnet Analyst Alexander Duval mit nachhaltigem Wachstum.


    Die Energiewende ist das zentrale Thema unserer Gesellschaft. Unternehmen rüsten sich für die Zukunft. Der eingeschlagene Weg von BASF erscheint vielversprechend, auch Infineon steigt auf Grün um. Neben der Klimaneutralität bleiben Inflationssorgen ein weiteres Thema. Als Depotabsicherung sollten Anleger Aktien von Goldproduzenten oder Goldexplorern wie Desert Gold genauer unter die Lupe nehmen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 18.09.2026 | 05:10

    Glencore, Kobo Resources, Elmet Group – Goldfund und Milliarden-Deal

    • kritische Metalle
    • Gold

    Der Wettlauf um Rohstoffe wird härter. Die USA investieren direkt in strategische Metalle, westliche Konzerne suchen neue Bezugsquellen und rohstoffreiche Staaten wollen ihre Bodenschätze zunehmend selbst verarbeiten, statt nur Erz zu exportieren. Afrika rückt dabei stärker in den Mittelpunkt. Der Kontinent verfügt über gewaltige Vorkommen, partizipiert bislang aber nur begrenzt an der nachgelagerten Wertschöpfung. Das beginnt sich nun drastisch zu ändern.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 17.09.2026 | 05:30

    Barrick Mining, DRC Gold und B2Gold: Drei Goldhebel, mit denen Anleger jetzt vom nächsten Preisanstieg profitieren könnten

    • Barrick Mining
    • DRC Gold
    • B2Gold
    • Gold
    • Goldpreis
    • Spin-Off
    • Joint-Venture
    • DR Kongo
    • Eckhof
    • Mali
    • Afrika
    • Kosten

    Gold ist längst mehr als ein Krisenschutz. Die Notenbanken kaufen weiter zu, während neue Minen Jahre brauchen, bis sie überhaupt etwas liefern. Dieses Missverhältnis spielt dem Goldpreis in die Karten. Doch wie profitiert man am besten davon? Wer physisches Gold hält, ist direkt am Preis beteiligt. Minenaktien können je nach Entwicklungsstufe deutlich stärker ausschlagen. Ob eine große laufende Produktion, neue Ressourcen oder eine ausbaufähige Förderung der bessere Weg ist, hängt vom einzelnen Unternehmen ab. Wir sehen uns daher an, wie unterschiedlich dieser Hebel bei Barrick Mining, DRC Gold und B2Gold ausfällt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 17.09.2026 | 05:00

    KI-Blase voraus? SAP bangt, SpaceX wettet auf die Zukunft und Lahontan Gold setzt auf handfeste Werte im Boden

    • Gold
    • KI
    • Raumfahrt
    • Staatsschulden

    Im Herdentrieb der Finanzmärkte geht das Wesentliche oft unter. Seit Monaten bestimmen Schlagzeilen über künstliche Intelligenz, Rechenzentren im All und weitere Visionen die Kurse. Doch während Anleger Milliarden in Trendthemen investieren, schrumpft das Aufwärtspotenzial mit jedem erfreulichen Handelstag – zu groß sind die Vorschusslorbeeren bereits. Wer nach Substanz sucht, stößt auf Sachwerte: Unerschlossene Edelmetallvorkommen in stabilen Rechtsräumen können Hebel bieten, die von der breiten Masse bisher kaum wahrgenommen wurden. Wir gehen ins Detail.

    Zum Kommentar