11.03.2026 | 04:00
Iran, Israel, USA – Investoren suchen Gold! Kaufchance für Desert Gold, Barrick Mining, TUI und Lufthansa
Die täglichen Nachrichten sind kein Zuckerschlecken. Kriege, Konflikte, Schicksale – wer denkt da noch an Reisen? Oder ist es gerade jetzt an der Zeit abzuschalten? Investoren müssen nun schon seit Jahren mit geopolitischer Unsicherheit leben. Den Aktien hat das Alles bis jetzt wenig geschadet, denn es gibt immer Sektoren, die in einem solchen Umfeld besondere Beachtung finden. Gold und Silber konnten die Inflationsschübe seit der Corona-Pandemie perfekt wegstecken, der Tourismus-Sektor befand sich eher in einer Achterbahn mit einigen Loopings. Was in den letzten Jahren aber funktioniert hat, steht auch jetzt wieder auf dem Plan: Kaufen, wenn die Kanonen donnern! Klingt nach wenig Empathie, vermehrt aber das Vermögen derjenigen, die die Welt so nehmen wie sie ist. Wir blicken erneut auf Gold und den Reise-Sektor und lösen ein weiteres Ticket für eine turbulente Fahrt.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Barrick Mining – Die Ampeln stehen auf Grün
Im Goldsektor bewegt sich aktuell sehr viel. So eröffnet die jüngste Einigung zwischen Barrick Mining und der Militärregierung in Mali für das Unternehmen wieder klare Wachstumsperspektiven in Westafrika. Mit der um 10 Jahre verlängerten Lizenz für den Loulo-Gounkoto-Komplex hat Barrick nun wieder langfristige Planungssicherheit für eine der bedeutendsten Goldminen des Kontinents mit jährlichen Förderkapazitäten von bis zu 750.000 Unzen Gold. Die Rückkehr zur vollen operativen Kontrolle setzt die Cashflows des Konzerns wieder in Gang und markiert einen neuen Startpunkt für die regionale Goldproduktion. Gleichzeitig signalisiert die Einigung eine gewisse politische Berechenbarkeit in einem fragilen Land, nachdem der neue Bergbaukodex zunächst für Unsicherheit gesorgt hatte.
Ein weiterer Punkt lässt die Herzen der Investoren bei Barrick Mining höherschlagen. Denn im September 2025 übergab CEO Mark Bristow den Staffelstab an den Interims-Manager Mark Hill. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Diskussion über eine mögliche Aufspaltung des Konzerns wieder an Aufmerksamkeit. Anleger spekulieren darauf, dass eine strukturelle Trennung der nordamerikanischen Aktivitäten vom internationalen Portfolio den Wert einzelner Geschäftsbereiche transparenter machen könnte. Entscheidend wird sein, ob strategische Vorteile und operative Effizienzgewinne eine komplexe Umstrukturierung rechtfertigen. Insgesamt sorgt die Kombination aus politischer Entspannung in Mali und strukturellen Fantasien im Konzern für eine deutlich positivere Wahrnehmung der Aktie am Markt. Investoren sollten bedenken, dass bei 4 Mio. Unzen Produktion und Goldpreisen über 5.000 USD nun ein zusätzliches EBIT von 8 bis 10 Mrd. USD erzielt werden kann. 133 % Kurszuwachs in nur einem Jahr gab es bei dem Bergbauriesen selten. Vielleicht ist es aber erst der Anfang einer kompletten Neubewertung. Für 2027e steht nur ein KGV von 11,2 zu Buche – das ist historisch günstig!
Desert Gold – Jetzt ist die Zeit gekommen
Auch kleinere Unternehmen betätigen sich in Westafrika. Die kanadische Explorationsgesellschaft Desert Gold Ventures treibt die Entwicklung ihres Barani-East-Projekts im Westen von Mali mit einem klar strukturierten, kapitaldisziplinierten Ansatz voran. Strategisch positioniert sich Desert Gold unweit großer Produzenten wie Barrick oder B2Gold entlang der Senegal-Mali-Scherzone, was sowohl geologisch als auch infrastrukturell Vorteile bringt. Der aktuelle Fokus liegt auf der Vorbereitung der Infrastruktur, während parallel eine modulare Aufbereitungsanlage produziert wird. Sie soll zunächst eine Verarbeitungskapazität von rund 10 Tonnen Erz pro Stunde ermöglichen und perspektivisch auf etwa 50 Tonnen pro Stunde erweitert werden. Grundlage der Projektentwicklung ist eine überarbeitete Wirtschaftlichkeitsstudie für das SMSZ-Projekt, die bei einem Goldpreis von 2.850 USD je Unze einen Nachsteuer-Barwert von rund 61 Mio. USD sowie eine interne Rendite von etwa 57 % ausweist. Unter höheren Marktpreisen kann der Projektwert laut Analyse auf rund 124 Mio. USD oder höher steigen, wobei die prognostizierten Gesamtkosten bei etwa 1.137 USD pro Unze liegen. Für die geplante Minenlaufzeit von rund 10 Jahren wird eine Produktion von 113.100 Unzen Gold erwartet, während die anfänglichen Investitionskosten mit rund 20 Mio. USD vergleichsweise überschaubar sind.
CEO Jared Scharf erläuterte die nächsten Schritte in Westafrika auf dem 18. International Investment Forum. Hier geht´s zur Präsentation.
Aus analytischer Sicht zielt Desert Gold darauf ab, möglichst schnell einen operativen Cashflow zu generieren und die Produktion anschließend schrittweise auszubauen. Der modulare Aufbau reduziert die finanziellen Risiken in der Frühphase und erlaubt eine flexible Anpassung der Kapazitäten an Explorationserfolge und Finanzierungsmöglichkeiten. Zusätzlich bietet das Projekt erhebliches Upside-Potenzial, da die Wirtschaftlichkeitsrechnung bislang nur einen kleinen Teil der gesamten Konzessionsfläche berücksichtigt. Ergänzend stärkt das Unternehmen seine regionale Präsenz durch das Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste, das aufgrund eines investorenfreundlichen Umfelds zusätzlich schnelle Explorationserfolge ermöglichen könnte. Zuletzt unterstrich das Unternehmen seine Entwicklungspläne durch eine überzeichnete Kapitalerhöhung über rund 7,18 Mio. CAD, mit der die nächsten Projektphasen finanziert und der Weg in Richtung Produktionsstart weiter abgesichert werden soll. Die Aktie verweilte lange Zeit bei 0,08 CAD und springt jetzt endlich an. Der aktuelle Preis von 0,13 CAD ist u. E. eine klare Zwischenstation zu einer Neubewertung, die bei entsprechenden Fortschritten auch schnell 1,00 CAD erreichen kann. Noch ist es Zeit aufzuspringen!

TUI und Lufthansa – Die Urlaubsregion Golfstaaten macht mal Pause
Die eh schon niedrig bewerteten Tourismus-Titel TUI und Lufthansa erleiden mit der Irankrise weitere Einschläge auf den Aktienkurs. Die Rationalität des Ganzen liegt wohl in einer Vermutung von Investoren, dass die Anpassungsschritte für das Sommerangebot erst einmal einiges an Kosten aufwerfen werden. Denn Krisen führen kurzfristig zu Buchungs-Rückgängen und getätigte Reservierungen müssen in letzter Minute umgebucht werden. Zusätzlich strapazieren die Bilder von tausenden gestrandeten Urlaubern in der Golfregion die Nerven der Buchungswilligen. Mit der nötigen Distanz betrachtet, werden jetzt zwar einige tausend Dubai-, Abu Dhabi- oder Oman-Reisen storniert, gleichzeitig dürfte das Aufkommen in anderen Regionen aber deutlich zunehmen. Denn gereist wird immer, gerade in Zeiten, wo ein Verweilen vor den heimischen Bildschirmen eher Depressionen fördert, als Glückgefühle zu bescheren. So bleibt nur der nüchterne Blick auf die Fundamentaldaten der großen Touristik-Konzerne TUI und Lufthansa. Auf KGV-Basis 2026e zeigen sich Werte von 4,9 bzw. 6,2. Versüßt wird das Ganze durch Dividenden-Renditen von 3,5 bis 4,5 %. Selbst wenn nun ein Quartal höherer Kosten aufgrund von Rückführungen und Stornierungen eintreten sollte, so ergeben sich gerade im Flugverkehr mittelfristig auch messbare Vorteile gegenüber den aggressiven Fluglinien der Golfstaaten, die weniger flexibel reagieren können. Kurse von 6,95 EUR bei TUI oder 7,75 EUR bei Lufthansa sind jetzt schon günstig. Wer sich noch nicht traut, setzt einfach tiefe Kauflimite und wird zugeteilt, wenn die Nacht am finstersten ist. In den nächsten Wochen sollten sich der aktuelle Sektor-Abschlag schnell wieder normalisieren. Jetzt ist Kaufzeit!
Volatilität scheint das Unwort des Jahres 2026 zu werden. Zu Wochenanfang schickten schlechte Nachrichten aus der Golfregion den Ölpreis um 30 USD auf 118 USD in der Spitze nach oben. Die Aktien-Indizes taumelten bis US-Präsident Donald Trump neue Drohungen an das iranische Regime aussprach. Schon waren wieder alle Sorgen vergessen und die Öl-Notierung verlor ganze 40 USD in nur 4 Stunden. Anleger sollten in dieser Zeit nervenstark und ausgewogen investieren. Aktuell beweist Gold sich wieder als Sicherheitsanker, gute Chancen offeriert der gebeutelte Tourismus-Sektor.
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