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16.07.2026 | 05:00

Jeder muss zahlen - verdienen Sie mit! Das Maut-Geheimnis von InterDigital und Abbvie – Globex Mining mit 272 Rohstoff-Projekten im Bestand

  • Lizenzen
  • Patente
  • Rohstoffe
  • Liegenschaften
Bildquelle: KI

Die Weltwirtschaft ist ein Dschungel, an jedem Pfad warten Mautstellen - wer passieren will, muss zahlen. Das zeigt auch der Namenswechsel von Siemens Energy zu Omterra – selbst eine Ausgliederung aus dem Siemens-Konzern muss für den Namen der Mutter bezahlen. Dieses Maut-Prinzip gibt es in vielen Branchen. Wer hat, was alle brauchen, kann damit gutes Geld verdienen. Wir beleuchten drei spannende Geschäftsmodelle und zeigen Investoren spannende Chancen auf, die sich vor allem in einer Zeit des Wandels bezahlt machen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: INTERDIGITAL (PA.) DL-_01 | US45867G1013 , ABBVIE INC. DL-_01 | US00287Y1091 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF

Inhaltsverzeichnis:


    InterDigital: Patent-Schlachten und der große Reibach mit Standard-Lizenzen

    Wer heute mobil telefoniert oder Videos streamt, nutzt unweigerlich das intellektuelle Eigentum von InterDigital. Das US-Unternehmen verzichtet radikal auf eigene Fabriken. Stattdessen flossen seit der Jahrtausendwende über 1,3 Mrd. USD in die Entwicklung von weit mehr als 30.000 Patenten und Patentanmeldungen, von denen 90 % im eigenen Haus entstanden sind. Diese gigantische Bibliothek an Schutzrechten wird zur Mautstelle, sobald internationale Gremien die Technologien in verbindliche Mobilfunk- oder Videostandards überführen. Da es für Hardware-Konzerne technisch keine Alternativen gibt, sprudeln die Erlöse in Form einer Mischung aus Festpreisabkommen und stückzahlbasierten Lizenzgebühren fast von allein.

    Doch ein Selbstläufer ist das Geschäftsmodell von InterDigital nicht: Diese Mautstellen zu verteidigen verlangt eine permanente juristische Kampfbereitschaft und hat die zugehörigen Kosten. Der jahrzehntelange Rechtsstreit mit Lenovo zeigt, dass Verhandlungen oft zäh verlaufen: Erst nach unzähligen Instanzen einigten sich die Parteien im Oktober 2024 auf ein bindendes Schiedsverfahren. Auch in Europa ist InterDigital von Prozessen abhängig: Die bahnbrechende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Februar 2025 im Fall BSH Hausgeräte gegen Electrolux erlaubt es Inhabern von Patenten, unter gewissen Voraussetzungen Nicht-EU-Schutzrechte vor europäischen Gerichten durchzusetzen. Für InterDigital bietet das zusätzliche Optionen. Mit einer Lizenzierung im wachsenden Markt für Elektrofahrzeug-Ladestationen expandiert das Unternehmen erfolgreich in neue Bereiche. Wer juristische Auseinandersetzungen nicht lähmend findet, kann sich das Geschäftsmodell von InterDigital genauer ansehen.

    AbbVie als Biotechnologie-Festung

    Wenn es um innovative Medikamente und Wirkstoffe geht, beherrscht AbbVie das Spiel mit Schutzrechten und Lizenzen wie kaum ein zweiter Akteur. Um das Risiko auslaufender Wirkstoffpatente bei dem einstigen Milliarden-Umsatzbringer Humira abzufedern, errichtete der US-Konzern ein davor nie gesehenes Patent-Dickicht aus fast 250 Schutzanmeldungen. Dieser Schutzwall deckte von der schmerzreduzierten Formulierung bis zum ausgeklügelten Autoinjektor-Pen jede denkbare Modifikation ab und blockierte Biosimilar-Wettbewerber bis Anfang 2023 erfolgreich im US-Markt. Dank des so gewonnenen Zeitfensters gelang es, die Nachfolgepräparate Skyrizi und Rinvoq einzuführen. Der Erfolg dieses Schritts lässt sich mit nackten Zahlen belegen: Das kombinierte Umsatzvolumen der beiden neuen Hoffnungsträger erreichte im Jahr 2025 die Marke von 25,87 Mrd. USD.

    Globex Mining hält 272 Rohstoff-Projekte und besetzt das Nadelöhr der Zukunft

    Während Technologie- und Pharmariesen ihre Mautstellen mittels Patenten absichern, setzt Globex Mining auf den Rohstoffsektor. Unter der Führung des erfahrenen Geologen Jack Stoch hat sich das Unternehmen über Jahrzehnte als diversifizierter Projekt- und Lizenzgenerator positioniert. Anstatt Hunderte von Millionen in den kapitalintensiven Bau einer Mine zu stecken, sichert sich Globex antizyklisch vielversprechende Rohstoff-Liegenschaften. Durch minimale eigene Investitionen in historische Daten und Oberflächenprobungen entwickelt der Konzern die Projekte weiter, um sie anschließend gegen Barzahlungen, Aktienpakete und Royalties an finanzstarke Partner zu übertragen.

    Rohstoff-Liegenschaften als Basisinvestment: Globex Mining.

    Dass dieses Modell trägt, beweisen die jüngsten Transaktionen des innovativen Rohstoff-Konglomerats: Im Juni 2025 floss die finale Tranche von 3,0 Mio. CAD von Agnico Eagle Mines aus dem Francoeur-Verkauf, während Electro Metals für die Magusi-Fab-Lagerstätte über vier Jahre weitere 3,5 Mio. CAD zahlt. Mit einer prall gefüllten Kasse von über 40 Mio. CAD, Schuldenfreiheit und einem Portfolio aus insgesamt 272 Rohstoff-Assets ist der Lizenz-Spezialist im aktuellen Marktumfeld perfekt positioniert. Gleich mehrere fortgeschrittene Lizenzprojekte drängen bis 2028 in Produktion, darunter das Bell-Mountain-Goldprojekt in Nevada und das Mont-Sorcier-Eisenerzprojekt in Quebec, das laut vorläufiger Wirtschaftlichkeitsstudie eine jährliche GMR-Abgabe von 7 bis 10 Mio. CAD an Globex generieren könnte.

    Gute Perspektive für Globex - geopolitische Zuspitzung und Rüstungs-Renaissance

    Dass Globex eine gute Position innehat, belegen Zahlen unabhängiger Experten: Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einer beispiellosen Angebotslücke bei kritischen Metallen: Um die Net-Zero-Ziele bis 2040 zu erreichen, muss sich der weltweite Bedarf an kritischen Mineralien vervierfachen. Während Elektrofahrzeuge gigantische Mengen Kupfer und Lithium verschlingen, verharren die Explorationsausgaben weltweit inflationsbereinigt bei einem mageren Plus von 2 %. Analysten beziffern allein das kurzfristig notwendige Kapital zur Erschließung neuer Minenprojekte bis 2030 auf astronomische 250 bis 350 Mrd. USD, da andernfalls drastische Versorgungsengpässe drohen. Globex hat zu nahezu allen relevanten Rohstoffen Projekte aus Nordamerika im Portfolio. Dieser Fokus ist einzigartig. Dank der konstanten Einnahmen aus Optionsvereinbarungen hat Globex seit 1987 keine einzige Aktienzusammenlegung durchführen müssen und hält die Verwässerung von Aktionären konsequent in Grenzen. Damit bringt das Unternehmen vieles mit, was sich langfristig denkende Investoren wünschen.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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