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14.04.2023 | 05:45

Kampf um knappe Rohstoffe - Nordex, Orestone Mining, Glencore

  • Rohstoffe
  • Gold
  • Energiewende
Bildquelle: pixabay.com

In den letzten Jahren hat sich der Kampf um Rohstoffe aufgrund der Energiewende zunehmend verschärft. Die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien, um die globale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen, hat zu einer erhöhten Knappheit geführt. Metalle wie Kupfer, Lithium, Kobalt und Seltene Erden sind entscheidend für die Produktion von Batterien, Solarzellen und anderen erneuerbaren Energietechnologien. Der Wettbewerb um den Zugang zu diesen Rohstoffen hat politische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen weltweit.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ORESTONE MINING CORP. | CA6861543032 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64

Inhaltsverzeichnis:


    Glencore – Erneut abgeblitzt

    Glencore ist die weltweit größte im Rohstoffhandel und Bergwerksbetrieb tätige Unternehmensgruppe. Ihr operativer Hauptsitz befindet sich in Baar in der Schweiz. Dabei produziert und vermarktet das mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 69,53 Mrd. EUR ausgestattete Unternehmen ein breites Spektrum an Metallen und Mineralien – darunter Kupfer, Kobalt, Zink, Nickel und Ferrolegierungen.

    Um sein Portfolio vor allem im Kupfersektor aufzustocken, ist der Schweizer Rohstoffgigant aktuell auf Brautschau und hat mit Teck Resources bereits die Passende gefunden. Mit einem ersten Übernahmeangebot in Höhe von 22,5 Mrd. USD blitzte man jedoch schon einmal ab. Durch den Zusammenschluss würde das drittgrößte Kupferunternehmen der Welt neben einem großen börsennotierten Kohleunternehmen entstehen. Allerdings wurde diese Offerte von Seiten Teck Resources als „wertvernichtend“ deklariert. So würde Glencore nach der Fusion 76% des Unternehmens besitzen, Teck Resources die restlichen 24%. Auch die Hinzunahme einer Cash-Komponente über 8,2 Mrd. USD wurde im zweiten Schritt vom Management abgelehnt.

    Laut einer Mitteilung hat der Verwaltungsrat von Teck die Offerte einstimmig zur Ablehnung empfohlen. „Glencore hat zwei opportunistische und unrealistische Vorschläge unterbreitet, die Glencore auf Kosten der Teck-Aktionäre einen erheblichen Wertzuwachs bringen würde", lässt sich Verwaltungsratspräsidentin Sheila Murray in der Mitteilung zitieren.

    Orestone Mining – Aktie mit Hebel

    Ein aussichtsreiches Gold-Kupfer-Projekt besitzt auch das kanadische Unternehmen Orestone Mining, das einen Börsenwert in Höhe von lediglich 1,98 Mio. CAD aufweist und seit kurzem neben Toronto auch in Frankfurt gehandelt wird. Die Aussichten, dass sich der Börsenwert deutlich erweitern könnte, sind dabei ausgezeichnet. Das Projekt Captain hat eine Größe von rund 105 qkm und besitzt ein großes, Gold dominierendes Porphyr-System. Die von einer erstklassigen Infrastruktur umgebene Liegenschaft befindet sich lediglich 41 km nördlich von Fort St. James und 30 km südlich der Kupfer-Gold-Mine Mt. Milligan in North Central British Columbia.

    Zur Vorbereitung auf das nächste Bohrprogramm werden strukturelle und geologische Daten zusammengestellt sowie magnetbasierten Widerstandsmessung aus der Luft vorgenommen, um das Modell für den Gold-Kupfer-Porphyr-Trend weiter zu präzisieren. Bereits im vergangenen Jahr wurden Anomalien im Boden mit Goldgehalten von 0,2 g/t bis 0,84 g/t ab einer Tiefe von 500m identifiziert, welche sich nach unten von anfänglich 300m Breite in einer Tiefe von 1.300m in Form einer Pyramide bis auf 1.500m Breite ausdehnen.

    Für das laufende Jahr ist dann ein Programm von 2 Bohrlöchern mit einer Tiefe von 1.000m geplant, um die dortige Gesteinsstruktur analysieren zu können. So dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, dass ich in den darunter liegenden Schichten die Goldfunde weiter ausdehnen könnten.

    "Wir arbeiten weiter an der genaueren Definition und Risikominderung des großen Porphyrziels T1, bei dem Gold dominiert. Unser Modell lässt auf ein Gebiet schließen, das rund einen Kubikkilometer groß ist und in dem es genug Raum für einen beachtlichen Tonnengehalt gibt. Das nächste Bohrprogramm ist für den Sommer 2023 geplant", sagte David Hottman, CEO von Orestone Mining.

    Nordex – Auftragsbestand sinkt

    Einen herben Dämpfer mussten die Anleger bei den Zahlen zum ersten Quartal des Windanlagenbauers hinnehmen. So blieb die Nordex Aufträgen 177 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1,021 GW hinter dem Vorjahresquartal zurück. Im ersten Quartal 2021 lagen die Orders noch bei einer Gesamtleistung von 1,165 GW. Eine vorrangige Nachfrage der Kunden gab es für leistungsstärkere Turbine mit einer Leistung von 1,21 MW. Positiv entwickelte sich dagegen der Verkaufspreis pro MW Leistung. Dieser lag bei 0,90 Mio. pro MW gegenüber 0,78 Mio. pro MW im Vorjahreszeitraum.

    José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Nordex Group, kommentierte das Ergebnis wie folgt: „Im ersten Quartal des Jahres haben wir einen soliden Auftragseingang in unserem Kernmarkt Europa erhalten und stießen dabei vor allem im Baltikum auf eine gute Nachfrage. Das freut mich sehr, denn es zeigt, dass unsere Turbinen in verschiedenen geographischen Gebieten einen Beitrag zur sauberen Energieerzeugung liefern können.“

    Ende März wurde zudem ein weiterer Auftrag von RWE für die Lieferung und Errichtung von elf Turbinen der Delta4000-Serie für zwei Projekte in Niedersachsen mit insgesamt 61,8 MW verbucht. Für den Windpark Lesse mit 44,7 MW liefert Nordex sieben Turbinen des Typs N149/5.X sowie eine Anlage des Typs N133/4800, während der Windpark Barbecke mit 17,1 MW drei Anlagen des Typs N149/5.X erhält.

    Nach der Veröffentlichung der Zahlen korrigierte die Nordex-Aktie um über 2% auf 11,50 EUR. Bei 11,36 EUR verläuft die 200-Tagelinie, die der Aktie noch als Unterstützung dient.


    Die Auftragseingänge von Nordex gingen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr zurück. Glencore blitzte mit einem Übernahmeangebot an Teck Resources bereits zum zweiten Mal ab. Bei Orestone Mining besteht bei einem erfolgreichen Bohrprogramm eine Chance auf überproportionale Kursgewinne.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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