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24.11.2025 | 05:00

KI als Wachstumstreiber? Dieses Smallcap hat seine Nische gefunden! UMT United Mobility Technology, Amazon, SAP

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Bildquelle: KI

Inzwischen dürften auch viele der Skeptiker überzeugt sein: KI ist ein mächtiges Werkzeug, das Effizienz und Produktivität deutlich steigern kann. Das Schöne an KI: Während klassische Datenverarbeitung exakt arbeitet, kommt KI auch mit weniger exakten Anweisungen zurecht. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass KI-Agenten immer mehr Aufgaben übernehmen, die noch vor Jahren Menschen gemacht haben - um die Ecke „denken" inklusive. Drei Beispiele aus unterschiedlichen Sektoren zeigen diese Entwicklung: UMT United Mobility als Nischenanbieter mit ambitionierten Plänen, der Platzhirsch und Handelsgigant Amazon und SAP, der Spezialist für Unternehmenssoftware. Wir beleuchten die Geschäftsmodelle, aktuelle Zahlen und Entwicklungen aus Investorenperspektive.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: UMT UNITED MOBILITY TECHNOLOGY AG | DE000A40ZVU2 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    Amazon investiert massiv in KI - und setzt Mitarbeiter vor die Tür

    Amazon ist nicht nur ein Handels-Gigant, auch die eigene Cloud-Sparte AMS ist riesig und generiert inzwischen rund 60 % der Gewinne - und das, obwohl nur rund 15 % der Umsätze von AMS stammen. Auch in KI investiert Amazon kräftig und pumpt Milliarden in eigene Trainium2-Chips, Trainingscluster für Large Language Modelle sowie Stromkapazitäten, um die Hochleistungsserver auch versorgen zu können. Auch im Retail-Geschäft versucht Amazon KI einzusetzen und damit Prozesse zu automatisieren. So soll der KI-Assistent Alexa+ tief in Fire-TV und sonstige Angebote von Amazon integriert werden. Auch die Logistik profitiert: Prime-Mitgliedern verspricht Amazon im Jahresverlauf eine Rekord-Liefergeschwindigkeit und Same-Day-Lieferungen im Bereich Lebensmittel werden in vielen Gemeinden der USA ausgerollt. Auch Amazons Anzeigengeschäft wächst unter anderem dank KI zweistellig.

    Doch die KI hat auch Schattenseiten - zumindest für Angestellte von Amazon. Kürzlich kündigte das Unternehmen an, rund 14.000 Stellen im Konzern abzubauen. Amazon gab dazu laut Reuters selbst an, dass KI-Tools Routineaufgaben ersetzen und für mehr Effizienz sorgen werden. Nach außen wirkt Amazon angesichts der aktuellen KI-Skepsis am Aktienmarkt wie ein Schwergewicht, das mit der Brechstange alles auf KI setzt und dafür möglicherweise auch über das Ziel hinausschießt. Konkret festigt das Unternehmen dank dieser Investitionen seine Marktstellung. Zweifel sind aber auch angebracht - ob der Hype um immer neue Sprachmodelle gerechtfertigt ist, muss sich zeigen.

    UMT United Mobility Technology spart Logistikern dank KI Zeit und Geld

    Die Effizienz seiner Kunden steigern will auch das Münchener Unternehmen UMT United Mobility Technology. Aktuell richtet UMT sein Geschäft konsequent auf KI-basierte Lösungen aus: Mit UMS Vision AI entwickelt das Unternehmen eine B2B-SaaS-Plattform zur automatischen Prozessautomation in den Bereichen Logistik und Supply Chain. UMS Vision AI extrahiert per KI automatisch Daten aus Transportaufträgen und E-Mails unterschiedlicher Formate und ordnet sie digitalisiert zu. Als erster Kunde setzt der Logistikdienstleister Loth Vision AI ein, um täglich eingehende Frachtaufträge ohne manuelles Training sofort zu verarbeiten. Das reduziert Fehlerquellen, spart Zeit und Kosten. An dieser Stelle wird auch deutlich, welch eine Revolution moderne Sprachmodelle mit sich bringen. Dachte man vor fünf und mehr Jahren bei den Schlagworten KI und maschinelles Lernen noch an digitale Werkzeuge, die mit realistischen Datensätzen von Entwicklern trainiert werden mussten, kann heute jeder mit KI arbeiten. Einfach per Chat Feedback geben und die KI lernt dazu - das geht manchmal leichter, als einen neuen Kollegen einzulernen.

    UMT verfolgt ein Abo-Modell, bei dem sich Kunden flexibel einbuchen. CEO Erik Nagel betont, dass KI dank Vision AI zum Alltag in der Logistikbranche geworden ist und dass UMT mit seinem flexiblen SaaS-Modell Unternehmen den KI-Einstieg ohne hohe Anfangsinvestitionen ermöglicht. Mit diesen Eckdaten erntet das Unternehmen erste Erfolge: Im Juni 2025 gewann UMT mit dem britischen Zollberater BGM Logistics einen Großkunden, der Vision AI nun bei komplexen Zollprozessen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU einsetzt. Gerade nach dem Brexit sei der britische Markt „ein wichtiger und relevanter Kernmarkt für UMT", so Nagel in einer Unternehmensmeldung im Juni. Die Automatisierung vormals manueller Zollaufgaben durch Vision AI verkürzt die Dauer von Prüfungen und senkt die Komplexität administrativer Prozesse erheblich. Mit dieser Erfahrung könnte das agile Unternehmen aus München bald auch weitere Felder erfolgreich besetzen.

    SAP will bis Ende 2025 400 KI-Funktionen anbieten

    Wie groß das Potenzial rund um KI im Geschäftsleben ist, zeigt auch der Werdegang von SAP in den vergangenen Quartalen. Der Spezialist für Business-Software ist perfekt positioniert, um immer neue KI-Lösungen für seine Kunden auszurollen. Der Grund: Kunden pflegen Daten teils seit Jahrzehnten mit SAP. KI muss diese Daten nur noch aufgreifen, interpretieren und daraus Schlüsse ziehen. „Wir gewinnen Marktanteile, da Kunden Lösungen über die gesamte Business-Suite hinweg - einschließlich Business Data Cloud und KI - im beschleunigten Tempo einführen", erklärte SAP-CEO Christian Klein im Rahmen der Präsentation der Zahlen zum dritten Quartal 2025. SAPs Fokus liegt auf End-to-End-Lösungen, die intelligente Businessprozesse ermöglichen. Das schließt KI-Funktionen wie den integrierten Assistenten SAP Joule ein, um Datenanalyse und Routineaufgaben zu automatisieren. SAP hat das Ziel, bis Ende 2025 über 400 KI-gestützte Funktionen anzubieten. Im vergangenen Quartal erhielt SAP eine ISO-42001-Zertifizierung für KI-Governance. Das gilt als Hinweis, dass SAP ethische und regulatorische Vorgaben rund um den künftigen EU-KI-Act adressieren will.

    UMT hat den größten Hebel - und das größere Risiko

    Während Amazon und SAP Milliarden-Unternehmen sind, haben Anleger bei der Aktie von UMT United Mobility Technology aufgrund einer Marktkapitalisierung im niedrigen einstelligen Millionenbereich größere Chancen, dynamisch von KI zu profitieren. Die enormen Mittel, die Amazon und SAP dafür in die Hand nehmen, sind aber auch eine Warnung - im Spiel der Großen müssen kleine Unternehmen agil sein und Nischen besetzen. Im Bereich der Logistik scheint UMT einen guten Einstieg gefunden zu haben. Interessierte Anleger sollten den Werdegang von UMT unbedingt weiter verfolgen - hier kann jede Neuigkeit alles verändern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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