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30.12.2021 | 05:08

Nevada Copper, Nordex, E.on – Wie geht 2022 weiter?

  • Elektromobilität
  • Energiewende
  • Kupfer
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Um die Energiewende und die Elektromobilität zu einem nachhaltigen Erfolg zu machen, braucht es mehrere Zutaten. Zu allererst sind das Rohstoffe wie Kupfer oder Lithium. Dann braucht es Energiequellen wie Solar oder Wind und schlussendlich eine geeignete Infrastruktur. Innerhalb des Megatrends bieten sich also verschiedene Ansatzpunkte, um mit entsprechenden Aktien zu profitieren. Wir haben drei aussichtsreiche Titel im Gepäck. Wer macht 2022 das Rennen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999

Inhaltsverzeichnis:


    Nevada Copper – Produktionserweiterung in greifbarer Nähe

    Vor wenigen Tagen gab Nevada Copper einen positiven Ausblick zur weiteren Entwicklung des Pumpkin Hollow Kupferprojekts. Aber nicht nur auf operativer Ebene stehen die Zeichen auf Wachstum, ebenso bleiben die Rahmenbedingungen für den Kupferproduzenten angesichts einer stark steigenden Rohstoff-Nachfrage positiv.

    „Das Unternehmen baut weiterhin auf die in den letzten beiden Quartalen erzielten betrieblichen Verbesserungen und beschleunigt damit den Entwicklungs- und Produktionshochlauf", sagte Randy Buffington, President und Chief Executive Officer." Der Einsatz zusätzlicher Ausrüstung, mehr Arbeitskräfte und effizientere betriebliche Abläufe führten zu den höchsten Erschließungsraten, die nach Unternehmensangaben in diesem Jahr erreicht wurden. „Wir sind auf dem besten Weg, in diesem Monat 1.100 Fuß an seitlichen Erschließungen abzuschließen, was das Unternehmen in die Lage versetzt, die erste Schicht des hochgradigen Sugar Cube wie geplant nächsten Monat abzubauen", so der Unternehmenslenker.

    Das Pumpkin Hollow Kupferprojekt im US-Bundesstaat Nevada weist beträchtliche Reserven und Ressourcen an Kupfer, Gold und Silber auf. Neben der laufenden hochgradigen Produktion in der Untertagemine ist ein Tagebauprojekt im Entwicklungsstadium und auf dem Weg Richtung Machbarkeitsstudie. In den zurückliegenden Monaten kam es zu mehreren ungeplanten Stillständen der Untertageproduktion, was den Kurs unter Druck brachte. Die Kanadier konnten sich dennoch zuletzt beachtliche 114 Mio. CAD durch eine Kapitalerhöhung und weitere Finanzierungszusagen sichern. sichern. Das Unternehmen ist aktuell mit rund 300 Mio. CAD bewertet. Analysten stufen den Titel mehrheitlich als Verdoppler ein. Bohrdaten aus der hochgradigen Zone sollten den Aktienkurs 2022 deutlich anziehen lassen.

    Nordex – Auch 2022 wird ein schwieriges Jahr

    Es war kein gutes Jahr für Nordex-Aktionäre. Die Anteilsscheine nähern sich wieder den Verlauf-Tiefs des Jahres. Der norddeutsche Hersteller von innovativen Onshore-Windenergieanlagen leidet nach wie vor unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das sind Probleme bei Lieferketten, Logistik und stark gestiegene Rohstoffpreise.

    Aus diesen Gründen senkte der Konzern auch die operative Gewinnerwartung für das Gesamtjahr. Als EBITDA-Ziel-Marge nannte Nordex jüngst einen deutlich von 4,0 bis 5,5% auf 1,0%. zusammengeschmolzenen Wert. Im Klartext: Unter dem Strich wird der Konzern 2021 einen Verlust einfahren. In einer Unternehmensmeldung heißt es: „Zu beachten ist, dass die weitere Entwicklung der Pandemiefolgen die Geschäftsentwicklung weiterhin auf unvorhersehbare Weise beeinflussen wird, und dass die dieser Prognose zugrunde liegenden Annahmen daher einer größeren Unsicherheit unterliegen als unter normalen Umständen.“

    Störfeuer gibt es auch auf der Nachfrageseite. Das billionenschwere Sozial- und Klimapaket von Joe Biden wackelt. Der demokratische Senator Joe Manchin verkündete jüngst, dass er diesem nicht zustimmen könne und zog damit enorme Kritik seiner eigenen Partei auf sich. Das Repräsentantenhaus hatte das Paket bereits im November mit einer knappen Mehrheit der Demokraten verabschiedet. Die Zustimmung der anderen Kongresskammer, des Senats, steht noch aus und hier kommt es auf jede Stimme an. Es bleibt abzuwarten, ob Manchin umgestimmt werden kann. Das Klimapaket sieht vor, mehr als 500 Mrd. USD für den Kampf gegen die Klimakrise einzusetzen, dazu gehören u.a. Investitionen in erneuerbare Energien und Steueranreize für den Kauf von Elektroautos.

    E.on – Klar den Dax hinter sich gelassen

    Mit einem Kurszuwachs von mehr als 30% in 2021 hat der Dax-Titel den deutschen Leitindex klar hinter sich gelassen. Analysten halten den Titel in Summe nun aber mit einem 2022er KGV von 14 für ausgereizt. Aktuelle Entwicklungen wie die planmäßige Abschaltung von jeweils drei Atomkraftwerken in Deutschland Ende 2021 und Ende 2022 sind dagegen schon längst eingepreist.

    Ende 2021 werden die Meiler Gundremmingen C (Bayern), Grohnde (Niedersachsen) und Brokdorf (Schleswig-Holstein) mit einer Gesamtkapazität von mehr als 4000 Megawatt abgeschaltet. Die Atomkraftwerke Grohnde und Brokdorf gehören E.on. Laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen entfielen 2021 knapp 12% des in Deutschland erzeugten Stroms auf Kernkraft.


    Das große Bild mit Energiewende und Elektromobilität eröffnet zahlreiche Investmentmöglichkeiten. Jedoch steckt der Teufel im Detail. Nordex wird im nächsten Jahr weiter unter den schwierigen Rahmenbedingungen leiden. Nach einer sehr guten Performance 2021, sollte sich die Eon-Aktie 2022 eher im Gleichklang mit dem Gesamtmarkt entwickeln. Am chancenreichsten stufen wir Nevada Copper ein. Der steigende Kupferpreis und die Ausweitung der Produktion sollten den Aktienkurs beflügeln.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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