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28.09.2021 | 05:10

Nordex, GSP Resource, Nio – Das sind die Wahlgewinner

  • Erneuerbare Energien
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Deutschland hat gewählt. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Bis spätestens Weihnachten soll nun laut den Spitzenkandidaten Scholz und Laschet die Regierung stehen. Ob Ampel oder Jamaika, in der Koalition mit dabei sind mit ziemlicher Sicherheit die Grünen. Somit rückt das Thema Energiewende und Klimaschutz mehr denn je in den Fokus der Politik. Der Ausbau der Infrastrukturthemen wie Energie, Bauen und Verkehr verspricht für die betroffenen Unternehmen wachsende Ertragsquellen und volle Auftragsbücher.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: GSP RESOURCE CORP. | CA36249G1090 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

Inhaltsverzeichnis:


    Nordex – Grüner Rückenwind

    Zu einem Profiteur der Bundestagswahl dürfte einer der weltweit führenden Anbieter von Windenergie-Anlagen, die Nordex AG, zählen. Mit einem Kursplus von über 3% starteten die Hamburger in die Woche und markierten bei 15,98 EUR ein Tageshoch. Für mehr reicht es aktuell noch nicht, steht doch der markante Widerstand im Bereich um 16 EUR im Wege. Bei einem nachhaltigen Überwinden wäre bereits die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 19,36 EUR verläuft, das nächste Ziel.

    Aus fundamentaler Sicht gab es nach den zuletzt vermeldeten Großaufträgen aus Polen weitere positive Nachrichten. So erhielt die Nordex Gruppe das für den Netzanschluss in Spanien erforderliche Einheitenzertifikat (UGE) für die Turbine des Typs N149/4.0-4.5 sowie das Komponentenzertifikat (CAMGE) für den eigenen Windfarm Controller (CWE). Beide Zertifikate sind für den Netzanschluss von Windenergieanlagen in Spanien erforderlich und müssen innerhalb von zwei Jahren erbracht werden. Für den Windpark „Celada Fusión“ in Nordspanien liefert der Anlagenbauer zehn Anlagen des Typs N149. Es ist der erste Windpark in Spanien mit den neuartigen Turbinen.

    GSP Resource – Profiteur der Knappheit

    Egal ob Windräder, Photovoltaik oder Elektroautos, die Energiewende benötigt vor allem eines, viel Metall. Aufgrund seiner Beschaffenheit ist Kupfer das Schlüsselmetall schlechthin. In einem Windrad-Generator werden nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Metalle mehr als 200 km Kupferdraht verbaut. Auch die Solarbranche ist auf das rote Gold angewiesen. In Solarkollektoren hat Kupfer vor allem als robuster Wärmeleiter eine Bedeutung, ebenso in Heizkesseln, Erdwärmepumpen und Elektroleitungen. Doch Kupfer ist ein knappes Gut, bereits 2019 überstieg die Nachfrage das Angebot. Neue Projekte wurden in den vergangenen Jahren aufgrund des niedrigen Basispreises nicht angestoßen. Nun klafft im Hinblick auf die nächsten Jahre eine extreme Angebotsknappheit.

    Mit zwei vielversprechenden Projekten im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia macht GSP Resources aktuell auf sich aufmerksam. Mit einer Option auf den Erwerb von 100% sicherten sich die Kanadier die Rechte an der Alwin-Mine, einer historisch hochgradigen Mine, die schon Anfang des 20.Jahrhunderts betrieben wurde und Kupfererz-Gehalte von 1,5% hervorbrachte. Aussicht auf Erfolg besteht auch deswegen, da die Highland-Valley-Mine des Kupferproduzenten Teck Resources, die trotz eines Gehaltes von nur 0,5% die effektivste Kupfermine Kanadas darstellt, westlich an die Alwin-Mine angrenzt. Anlässlich des Sommerbohrprogrammes wurden fünf Bohrlöcher über insgesamt 1.439m auf der Alwin-Liegenschaft niedergebracht. Ziel war es, die potenzielle Kupfer-Großtonnage innerhalb und in der Umgebung der historischen Mine Alwin zu überprüfen. Dieses Ziel wurde mit den Ergebnissen erfolgreich bestätigt.

    Neben dem Alwin-Projekt verspricht Olivien-Mountain ein ähnlich hohes Potenzial. Auch hier verfolgt das Management von GSP eine ähnliche Strategie. Das 3.020 Hektar große Grundstück befindet sich im Gebiet des Interior Plateau in South-Central British Columbia, 25km nordwestlich von Princeton. Nur 25km entfernt liegt die Kupfermine von Copper Mountain, knapp 50km das Shovelnose Projekt von Westhaven Ventures und das MPD-Projekt von Kodiak Copper.

    Das Potenzial der beiden Projekte ist hoch, doch dürfen Anleger nicht unterschätzen, dass sich das Unternehmen noch in der Explorationsphase befindet. Somit bestehen neben Chancen auf überproportional hohe Kursgewinne auch Risiken. Als Depotbeimischung ist GSP Resource für spekulative Anleger geeignet.

    Nio – Neue Mischung

    Nickel-Kobalt-Zellen waren gestern. Nun mischt der chinesische Elektroautobauer Nio Zellen aus Lithium-Eisenphosphat hinzu. Die Hybrid-Akkus mit Doppel-Zell-Chemie mit der neuen Technologie sind ab sofort bestellbar, ab November sollen diese dann ausgeliefert werden. Das Ziel von Nio mit dem Akkupack ist, die Vorteile der beiden verschiedenen Zellen zu vermischen, um die Batterie effektiver zu machen. Der Vorteil der NCM-Chemie liegt in der höheren Energiedichte, jedoch ist der Preis höher. Dagegen ist die Lithium-Eisenphosphat-Zelle robuster und auch günstiger.

    An der Börse wird die neue Errungenschaft im Moment nicht honoriert. Sollte die Unterstützung bei 34,50 USD nicht halten, droht ein Rücksetzer auf rund 30 EUR.


    Durch die Beteiligung der Grünen an der Koalition dürfte das Thema Klimaschutz noch stärker in den Mittelpunkt der Politik rücken. Nordex dürfte von weiteren Aufträgen profitieren. Die Nachfrage nach Kupfer und ein knappes Angebot bieten hohes Potenzial für Explorationsunternehmen wie GSP Resource. Den E-Autobauer Nio sollte man aktuell nur beobachten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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