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18.11.2025 | 04:00

Nvidia-Zahlen voraus, KI-Korrektur? Verdoppler-Alternativen sind Planethic Group, Bayer, Eli Lilly und Novo Nordisk

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Bildquelle: pixabay.com

Es muss nicht immer Nvidia sein! Wem das Risiko an der NASDAQ aktuell etwas hoch erscheint, sollte sich mal mit europäischen Perlen beschäftigen. Hier kommt zwar weniger KI zum Einsatz, dafür arbeiten hier noch Menschen für Menschen. Durchaus interessant, denn Elon Musk möchte selbst die Kernzone des Miteinanders mit humanen Robotern ausstatten wie z. B. das gemeinsame Kochen in der Küche oder das familiäre Zusammenleben, welches bereits ab 2027 digitalen Nachwuchs bekommen soll. Weil der Planet wegen der dauerhaften Überhitzung bald ein Nahrungs- und Wasserproblem bekommt, befassen wir uns hier eingehend mit völlig analogen Themen, wie alternativer Ernährung oder der Vermeidung von Fettleibigkeit. Für die Jünger der digitalen Apokalypse sicherlich zu langweilig, für den nicht-digitalen Anleger aber mit viel Charme ausgestattet.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PLANETHIC GROUP AG | DE000A3E5ED2 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , ELI LILLY | US5324571083

Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – Das klingt doch schon ganz versöhnlich

    Nach einem dreijährigen Abwärtstrend blickten Anleger sehr gespannt auf die Q3-Zahlen von Bayer. Die Leverkusener konnten liefern, denn mit einem bereinigten Umsatzanstieg von 1 % und ein um 21 % höheres EBITDA vor Sondereinflüssen wurden die Erwartungen sogar leicht getoppt. Das Management bestätigte seine Jahresprognose, erhöhte jedoch die erwarteten Sonderaufwendungen in Bezug auf die schwebenden Glyphosat-Prozesse für EBITDA und EBIT um insgesamt 750 Mio. EUR. Besonders positiv fiel die Entwicklung im Bereich Crop Science aus, dessen EBITDA-Marge um 3,6 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau lag. Diese Verbesserung beruht sowohl auf Effizienzsteigerungen als auch auf temporären Effekten durch Lagerabbau. Im Pharmageschäft blieb der Umsatz stabil, da starke Zuwächse bei Nubeqa und Kerendia die Rückgänge bei Xarelto und Eylea ausglichen. Trotz der versöhnlichen Zahlen gibt es auf der Plattform LSEG derzeit nur 7 von 22 Analysten, die Bayer derzeit ins Portfolio nehmen würden. Der gemischte 12-Monats-Zielkurs ist bei 29,20 EUR angesiedelt. Nach einem kurzen Touchieren der 30 EUR-Marke ging es zu Wochenanfang wieder auf 27,90 EUR zurück. Dennoch scheint die schwierige Bodenbildungsphase zwischen 18 und 24 EUR nun abgeschlossen zu sein. Immerhin locken die Leverkusener nach laufender Restrukturierung mit einem KGV 2027e von 5,4. Einsammeln!

    Planethic Group – FoodTech wird zum Wachstumsmotor

    Hier sollten Anleger genauer hinschauen! Denn die Entwicklung von Veganz hin zur heutigen Planethic Group zeigt beispielhaft, wie sich ein Pionier der pflanzenbasierten Ernährung in ein technologiegetriebenes FoodTech-Unternehmen transformieren kann. Die ursprünglichen Gründer Jan Bredack und Juliane Kindler hatten 2011 noch rein vegane Produktideen verfolgt und später eigene Produktionsstätten für Käsealternativen, Algenlachs und Cashew-Camembert aufgebaut. Als das Retail-Geschäft ab 2017 unprofitabel wurde, verlagerte das Unternehmen seinen Schwerpunkt jedoch zunehmend auf eigene Marken, Patente und Industrialisierung.

    Mit Mililk®, einer 2D-gedruckten Milchalternative, entstand schließlich ein strategisches Kernprodukt, das heute als wesentlicher Wachstumstreiber gilt. Diese Technologie ermöglicht es, haltbare, leichte und ohne Kühlung lagerbare Platten herzustellen, die sich in Sekunden zu Getränken wie Hafermilch oder zu Suppen auflösen lassen. Die Vorteile dieser Innovation liegen insbesondere im Foodservice, wo Portionierung und Abfallreduktion wirtschaftlich entscheidend sind. Planethic positioniert sich inzwischen klar als digitale FoodTech-Holding, welche Technologien, Markenrechte und E-Commerce strategisch bündelt.

    Analysten bewerten die Perspektiven positiv, zumal Kapitalmaßnahmen, wie der Mittelzufluss über 7,1 Mio. EUR und der Erlös aus dem OrbiFarm-Verkauf, die operative Basis stärken. Auch First Berlin sieht angesichts der Markttrends und Expansionspläne weiteres Potenzial, was im Kursziel von 26 EUR zum Ausdruck kommt. Die neue Struktur der Planethic Group mit Beteiligungen wie IP Innovation Partners und Suplabs unterstreicht zudem die Ausrichtung auf skalierbare Technologien. Einen wichtigen Meilenstein markiert die globale Lizenzpartnerschaft mit Vitiprints, dem führenden Anbieter von essbarer 2D-Drucktechnologie. Gemeinsam wollen beide Unternehmen die weltweite Produktion und Distribution von Mililk® und anderen gedruckten Getränken ausbauen. Die Kombination aus Planethics Produktionsstärke und Vitiprints’ patentierten Systemen schafft eine Infrastruktur, welche Verpackungsmüll stark reduziert und Lieferketten drastisch effizienter macht.

    Das Geschäftsmodell der Planethic Group zeigt mit skalierbaren Ideen, dass technologiebasierte Ernährungsmodelle funktionieren und schreibt damit das nächste Kapitel in der pflanzlichen Lebensmittelproduktion. Die ersten finanziellen Highlights über 30 Mio. EUR sind mit dem zeitlich gestaffelten Verkauf der Obifarm-Beteiligung in trockenen Tüchern. Dennoch prüft das Unternehmen weitere strategische Optionen, auch über ein NASDAQ-Listing wird für 2026 nachgedacht. Die 2,12 Mio. Aktien haben zurzeit eine Marktkapitalisierung von knapp 14 Mio. EUR. Zu wenig für institutionelle Anleger, aber sicherlich ein wachstumsstarkes ESG-Schnäppchen für den Privatinvestor.

    Novo Nordisk – Der Preiskamp mit Eli Lilly kostet Kraft

    Vegane Ernährung und Adipositas gelten wahrscheinlich als diametrale Begriffe im Bereich der Ernährung. Nach einer Phase enormer Kursverluste befindet sich auch Novo Nordisk in einem strategischen Umbruch, da schwächere Umsatzzahlen und zunehmender Wettbewerbsdruck das Unternehmen massiv unter Druck setzten. Der dänische Pharmakonzern hat nun den Preiskampf im US-Markt deutlich verschärft und die Kalkulationen für Wegovy und Ozempic vorzeitig gesenkt, um verlorene Marktanteile zurückzuerobern. Die neue Preisstrategie zielt insbesondere auf Selbstzahler, von denen viele zuletzt auf günstigere Nachahmerpräparate ausgewichen waren. Mit Einstiegspreisen von 199 USD und einem regulären Tarif von 349 USD positioniert sich Novo sehr aggressiv gegenüber Eli Lillys Zepbound. Dieser Schritt stärkt kurzfristig die Wettbewerbsfähigkeit, erhöht jedoch den Margendruck in einem Markt, der perspektivisch bis zu 100 Mrd. USD groß werden könnte. Parallel treibt Novo Nordisk den Zugang über neue Vertriebskanäle wie GoodRx, WeightWatchers und Costco voran und unterstützt Telehealth-Angebote, um die Reichweite weiter auszubauen.

    Ein fundamentaler Wandel zeigt sich auch im Management. Der neue CEO Mike Doustdar hat sofort nach Amtsantritt umfangreiche Restrukturierungen inklusive 9.000 Stellenstreichungen eingeleitet. Zudem bereitet sich das Unternehmen darauf vor, künftig auch orale Adipositaspräparate anzubieten, deren Einstiegspreise gemäß Regierungsabkommen bei 149 USD liegen sollen. Ob das alles dem Kurs aus dem Keller hilft ist fraglich. Immerhin empfehlen 16 von 28 Experten auf der Plattform LSEG die Aktie zum Kauf mit einem durchschnittlichen Kursziel von 422 DKK. Da erscheint ein Kurs von 312 DKK ziemlich einladend, zumal das KGV 2026e auf 12,9 gefallen ist und knapp 4 % Dividende im Raum stehen.

    Im Chartvergleich der letzten 6 Monate zeigt sich eine mit über 20 % erholte Bayer-Aktie, vor den stark konsolidierenden Titeln Novo Nordisk und Planethic Group. Offenbar haben Investoren die Umstrukturierung und Namensänderung der ehemaligen Veganz Group noch nicht ganz verstanden. Quelle: LSEG vom 18.11.2025

    Die Börse verläuft nun wieder sehr selektiv. Während Blockbuster-Aktien wie Nvidia und Palantir ihre strategischen Positionierungen im Bereich Künstliche Intelligenz stark ausspielen können, wird der Food- und Drug-Sektor zurzeit eher stiefmütterlich behandelt. Nach fast 70 % Kursabschlag scheint eine Jahresend-Rally bei der Planethic Group aber vorprogrammiert.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 29.06.2026 | 04:30

    KI- und Übernahme-Wirbel im LifeScience-Sektor! Bayer, Vidac Pharma, Novo Nordisk, Evotec und Eli Lilly

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    Kommentar von Matthias Schomber vom 25.06.2026 | 05:10

    Börsen-Thriller 2026: Novo Nordisk „schwitzt“, die Deutsche Telekom an der 26-EUR-Schwelle und das Antimon Juwel Antimony Resources greift an!

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Die Börsenwelt momentan ist voller Extreme. Während beispielsweise Novo Nordisk, ein ehemaliger Highflyer und einst wertvollster Konzern Europas, mit scharfen Korrekturen und massivem Wettbewerbsdruck kämpft, baut z. B. der etablierte Telekommunikationsgigant Deutsche Telekom still und leise an der digitalen Zukunft in Deutschland und Europa. Die Aktie kämpft aber zur Zeit den wohl wichtigsten Kampf dieses Jahres mit einer entscheidenden Chartmarke, die über den weiteren Kursverlauf bestimmt. Doch die wirklich spannenden Geschichten schreiben oft nicht die riesigen Mega-Caps, sondern noch kleinere Unternehmen mit großem Potenzial. In diesem Bericht werfen wir einen genauen Blick auf drei Aktien: Wir starten mit dem Pharma-Giganten Novo Nordisk, danach beleuchten wir die KI-Ambitionen der Deutschen Telekom und die wichtige Chartmarke. Zum krönenden Abschluss widmen wir uns ausführlich einem interessanten Rohstoff-Explorer aus Kanada, der gerade in den Startlöchern für einen gewaltigen Sprung stehen könnte, denn es geht um Antimon. Lehnen Sie sich zurück und entdecken Sie mit uns die verborgenen Chancen des aktuellen Marktes.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 03.06.2026 | 05:30

    Rendite-Chance Krebsmarkt: Mit BioNTech, Vidac Pharma und Pfizer den nächsten Mrd.-Trigger erwischen

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    Die Alterung der Gesellschaft lässt die Gesundheitsausgaben rasant steigen. Im Krebssegment zeichnet sich ein Billionenmarkt ab, denn bis 2040 werden jährlich über 30 Mio. Neuerkrankungen erwartet. Wenn die klassischen Chemotherapien an Grenzen stoßen, braucht es neue Technologien und neue Ideen. Wer heute die Weichen stellt, kann von der Transformation profitieren, auch wenn sich nicht jeder Ansatz durchsetzen wird. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Unternehmen besitzen die Schlüsseltechnologien, um von diesem Boom zu profitieren? Drei Akteure rücken besonders in den Fokus: BioNTech mit seiner mRNA-Plattform, Vidac Pharma mit einem patentierten Stoffwechsel-Ansatz und Pfizer mit seinen milliardenschweren Übernahmen.

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