29.06.2026 | 04:22
Ohne Kupfer, keine KI! Wir blicken auf die Aktien von Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Lundin Mining!
Alle Welt blickt auf KI-Aktien wie Nvidia, Broadcom oder Micron Technologies. Im Hintergrund aber wächst auch der Bedarf nach Rohstoffen wie Kupfer massiv. Denn ein KI-Rechenzentrum benötigt pro Megawatt installierter Leistung gigantische Mengen des roten Metalls, und zwar vor allem für die Stromversorgung, die Erdung und die Transformatoren. Der Bedarf an Kupfer wird bei KI-optimierten Rechenzentren auf 30 bis 40 Tonnen pro Megawatt geschätzt. Hinzu kommt Netzwerkinfrastruktur, wo beispielsweise Nvidia bei der internen Verkabelung seiner neuesten NVL72-Serverarchitektur auf ein maßgeschneidertes Kupferkabelsystem setzt. Allein in einem einzigen KI-Server-Rack sind kilometerweise Kupferkabel verbaut, weil Kupfer auf ultrakurzen Distanzen eine geringere Latenz und einen niedrigeren Stromverbrauch aufweist als Alternativen. Und im Hintergrund müssen Stromnetze erneuert und ausgebaut werden. Die CRU Group prognostiziert deshalb, dass der weltweite Kupferbedarf allein durch Rechenzentren und KI von heute rund 500.000 Tonnen auf bis zu 2 Millionen Tonnen jährlich bis zum Jahr 2030 ansteigen wird. BHP geht davon aus, dass die globale Kupfernachfrage bis 2030 um zusätzliche 3,4 Millionen Tonnen steigen wird. Und hier kommt das Problem ins Spiel: So schnell kann das Kupferangebot nicht wachsen und deshalb steigt auch der Kupferpreis stetig. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Lundin Mining.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
FREEPORT-MCMORAN INC. | US35671D8570 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , LUNDIN MINING CORP. | CA5503721063
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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Freeport-McMoran: Das Schwergewicht im Kupfermarkt!
Wer sich am Kupfermarkt positionieren will, kommt an Freeport-McMoRan kaum vorbei. Der US-Konzern mit Hauptsitz in Phoenix ist einer der weltweit größten börsennotierten Kupferproduzenten. Freeport betreibt ein Portfolio aus langlebigen, geografisch diversifizierten und hochgradigen Kupfer-Assets. Im Fokus steht nicht nur medial die Grasberg-Mine in Indonesien. Es ist eine der größten Kupfer- und Goldminen der Welt. Hier kann Freeport auch in den kommenden Jahrzehnten Kupfer fördern und die global wachsende Nachfrage bedienen. Dank des Gold-Beiprodukts sind die Kosten extrem niedrig. Dazu kommen vor allem Minen in Nord- und Südamerika. Zahlentechnisch arbeitet Freeport daran, die Basisdividende kontinuierlich zu zahlen. Gleichzeitig ermöglicht der hohe Kupferpreis den Abbau von Verbindlichkeiten.
Um die mühsame Suche nach neuen Vorkommen zu minimieren, setzt Freeport vor allem auf modernste Technik wie das Leaching des Kupfererzes (Laugung). Zudem gilt das Unternehmen als Branchenführer bei der Weiterentwicklung von entsprechenden Verfahren mithilfe von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz. So wird beispielsweise aus alten Abraumhalden Kupfer gewonnen. Ohne die Technologie galt dies als unrentabel. Ganz ohne neue Minen will man so bis zu 800 Millionen Pfund Kupfer jährlich zusätzlich abbauen. Die Aktie von Freeport befand sich seit vergangenen Sommer in einem steilen Aufwärtstrend. Aktuell konsolidiert der Wert auf hohem Niveau.
Power Metallic Mines: Spannung vor der neuen Ressource!
Power Metallic Mines ist eine der attraktivsten Developer-Aktien im Kupfer-Sektor. Das Unternehmen entwickelt mit NISK ein polymetallisches Projekt mitten in Kanada. Es liegt in der Region James Bay im Norden der Provinz Québec. Neben dem roten Metall vereint NISK auch Nickel, Kobalt, Palladium und Platin auf sich. Aktuell wird die Exploration des Projekts aggressiv vorangetrieben. Für dieses Jahr wurde bereits ein mehr als 100.000-Meter-umfassendes Bohrprogramm aufgelegt. Während man im Frühling auf der hochgradigen Lion-Zone vor allem Infill-Bohrungen durchführte, werden während des Sommers auch andere Teile der Liegenschaft gebohrt. Die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich: So wurde jüngst mit Bohrloch 26-105 ein Abschnitt mit 8,45 % Kupferäquivalent über eine Länge von 5,26 m entdeckt.
CEO Terry Lynch stellte seine Pläne für Power Metallic Mines auf dem IIF vor.
https://www.youtube.com/watch?v=jpf05nGtB3s
Im dritten Quartal wird es dann spannend für die Aktionäre und Investoren. Dann will Power Metallic Mines die neuen Bohrdaten in eine aktualisierte Ressourcenschätzung einfließen lassen. Sobald diese Studie publiziert wurde, soll auch eine erste, vorläufige Wirtschaftlichkeitsanalyse (PEA) veröffentlicht werden. Sie wird Aufschluss darüber geben, wie wirtschaftlich dort Kupfer und die anderen Metalle abgebaut werden können. Die Analysten von GBC Research sehen jedenfalls viel Potenzial: Sie bestätigten das Kursziel von 3 CAD für die Aktie. Derzeit kostet der Titel 1,04 CAD, hat somit laut Analysten das Potenzial für eine grobe Verdreifachung. Das Papier kam zuletzt in einem volatilen Marktumfeld deutlich zurück und bietet somit die Möglichkeit für langfristig orientierte Anleger, Stücke einzusammeln. Als Aktionär wäre man in guter Gesellschaft. So sind mit den milliardenschweren Rohstoff-Unternehmern Gina Reinhart, Robert Friedland und Rob McEwen gleich drei Schwergewichte der Branche mit an Bord. Zudem hält die Familie von CEO Terry Lynch etwa jede siebte Aktie.
Lundin Mining: Der unbekannte Riese!
Die kanadisch-schwedische Familie Lundin ist eine der größten Nummern in der globalen Bergbaubranche. Mehrere Unternehmen haben die Vorfahren und die heute dominierende junge Generation aufgebaut, teils verkauft oder selbst in Produktion gebracht. Das Unternehmen Lundin Mining gilt als der Kupfermacher im Firmenimperium. Dabei kommt es an der Heimatbörse in Toronto auf einen Börsenwert von rund 29 Mrd. CAD.
Lundin Mining verbindet ein signifikantes Produktionswachstum mit Minen in politisch stabilen Regionen. Angetrieben von strategischen Zukäufen und operativen Fortschritten lieferte das Unternehmen auch dieses Jahr bisher spektakuläre Wachstumsraten. So stieg die Kupferproduktion im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 35 %. Der wichtigste Treiber war die chilenische Kupfer-Molybdän-Mine Caserones. Lundin hatte hier im vergangenen Jahr die Mehrheit übernommen und die Mine arbeitet nun auf Volllast. Die weiteren Minen verteilen sich auf die USA, Chile, Schweden und Portugal. Für die kommenden Jahre mit einer wachsenden Nachfrage nach Kupfer ist man gerüstet. Lundin Mining verfügt über eine organische Projekt-Pipeline, die in der Branche Neid auslöst. Es kontrolliert einige der größten unerschlossenen Vorkommen der Welt. So hält man die Fäden bei dem Josemaria-Projekt in Argentinien in der Hand. Es gilt als eines der größten Kupfer-Gold-Projekte. Lundin führt derzeit fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen strategischen Partnern, um das milliardenschwere Bauprojekt ohne Verwässerung der eigenen Aktionäre zu finanzieren. Die Aktie von Lundin Mining erlebte vor allem 2025 einen starken Aufschwung. Aktuell befindet sie sich in einer volatilen Seitwärtsbewegung.
Fazit: Freeport McMoran ist der Platzhirsch. Niedrige Kosten aus riesigen Kupferminen treiben die Gewinne der Amerikaner an. Power Metallic Mines bietet hohe Kupfergrade in einer sicheren Jurisdiktion. Der Rücksetzer der Aktie ist eine Kaufchance. Lundin Mining liefert regelmäßig hohes Produktionswachstum und verfügt über eine goldene Pipeline an neuen Kupferminen.
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