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04.12.2025 | 05:30

Profitieren Sie von der Panik: Warum Rheinmetall, Almonty Industries und DroneShield jetzt kaufen?

  • Rheinmetall
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Bildquelle: pixabay.com

Ein steiler Kurseinbruch erschüttert die Rüstungsbranche. Ausgelöst durch kurzfristige Friedenshoffnungen ignorieren die Märkte jedoch die unverändert robusten Fundamentaldaten: pralle Auftragsbücher und steigende globale Verteidigungsbudgets. Diese Diskrepanz eröffnet strategische Einstiegsgelegenheiten. Drei Schlüsselunternehmen, der Artillerie- und Fahrzeughersteller Rheinmetall, der kritische Rohstofflieferant Almonty Industries und der Drohnenabwehrspezialist DroneShield, stehen im Fokus, um von der anhaltenden Nachfrage zu profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall - mehr als nur ein kurzfristiger Rüstungsboom

    Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich nachhaltig verändert. Auch wenn kurzfristige Friedenshoffnungen die Kurse drücken können ist der strukturelle Trend klar. Die europäischen Staaten und die NATO müssen jahrzehntelange Unterinvestitionen in Verteidigung aufholen. Budgetziele wie 2 % des BIP sind oft nur der Ausgangspunkt, viele Länder planen langfristig noch höhere Ausgaben. Diese Nachholjagd schafft einen planbaren, mehrjährigen Wachstumspfad für führende Ausrüster. Die Nachfrage ist dabei breit aufgestellt, von klassischer Artilleriemunition bis zu modernster Drohnenabwehr.

    Rheinmetall nutzt diesen Konjunkturwind für eine tiefgreifende Transformation. Das Unternehmen schärft sein Profil zum reinen Rüstungskonzern und organisiert sich ab 2026 in fünf schlanken Divisionen, darunter neue Wachstumsfelder wie Luftverteidigung, Digital und Marine. Diese Diversifikation ist kein Selbstzweck. Sie treibt die Profitabilität. Während das Kerngeschäft mit Fahrzeugen von Volumeneffekten profitiert, sollen Hochmargensegmente wie Munition und Elektronik den Konzernmargen langfristig auf rund 20 % heben. Die geplante Verfünffachung des Umsatzes bis 2030 wird also nicht nur über mehr Volumen, sondern auch über eine bessere Mischung der Geschäftsbereiche erzielt.

    Die Strategie ist keine Zukunftsmusik, sondern spiegelt sich bereits heute in der Geschäftstätigkeit wider. Jüngste Großaufträge, von Logistik-LKW für Dänemark bis hin zu hunderten von Loitering-Munitions-Systemen für einen NATO-Partner, zeigen, dass die Nachfrage konkret und die Lieferketten funktionieren. Gleichzeitig stopft Rheinmetall durch Joint Ventures, etwa in der Satellitenaufklärung oder mit Mixed-Reality-Spezialisten, systematisch technologische Lücken. Für Investoren signalisiert diese Mischung aus akutem Auftragsvolumen und strategischer Weitsicht, dass das Wachstum fundiert ist und über den aktuellen Konflikt hinausreichen kann. Die Aktie ist derzeit für 1.506,50 EUR zu haben.

    Almonty Industries - unsichtbares Metall mit strategischem Gewicht

    Während sich die Blicke oft auf Lithium oder Seltene Erden richten, vollzieht sich im Markt für Wolfram eine stille Revolution. Der Preis für das Hochleistungsmetall hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Das unterstreicht eine fundamentale Verschiebung. Die jahrzehntelange Abhängigkeit von einer einzigen Quelle wird zum Risiko, gleichzeitig eröffnet sie Chancen für neue Unternehmen. Über 80 % der weltweiten Versorgung stammen noch immer aus China, dessen Politik mit Exportbeschränkungen und der Sicherung eigener Bestände den Markt neu ordnet. Für die westliche Hochtechnologie und Verteidigungsindustrie wird die Suche nach verlässlichen Alternativen daher immer dringlicher.

    Genau hier setzt Almonty Industries an. Der Schlüssel zur Versorgungssicherheit liegt in einer diversifizierten Produktionsbasis außerhalb Chinas. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das Gentung Browns Lake Projekt in Montana, USA. Das Unternehmen bereitet die Eröffnung dieser Mine schon in 2026 vor, dem ersten solchen Vorhaben in den Staaten seit einem Jahrzehnt. Durch den Kauf bereits weit fortgeschrittener Projekte mit existierenden Genehmigungen verkürzt Almonty den Weg zur Produktion erheblich. Ziel ist nicht, den Weltmarktpreis zu unterbieten, sondern eine stabile, politisch sichere Quelle für nordamerikanische Abnehmer zu schaffen.

    Die Perspektive für Wolfram bleibt robust, angetrieben von seiner Unverzichtbarkeit in Halbleitern, Elektromobilität und Verteidigungstechnik. Almontys Ansatz ist jedoch global. Während Montana die strategische Präsenz in Nordamerika stärkt, bildet die bald in Betrieb gehende Sangdong-Mine in Südkorea das neue Herzstück der Produktion. Zusammen mit der etablierten Panasqueira-Mine in Portugal entsteht so ein diversifiziertes Dreieck aus Lieferoptionen, das die Versorgungsketten des Westens unabhängiger und resilienter macht. Es geht um mehr als Bergbau, es geht um die Neujustierung kritischer Infrastruktur. Die Aktie notiert aktuell bei 6,81 USD und damit deutlich unter den Kurszielen der Analysten von bis zu 12 USD.

    DroneShield - warum KI die Drohnenabwehr revolutioniert

    Der wahre Wert von DroneShield liegt in seiner technologischen Architektur. Anders als viele Wettbewerber, die auf einfache Störsender setzen, hat sich das Unternehmen für einen cleveren, mehrschichtigen Ansatz entschieden. Hier kommt KI ins Spiel. Eine spezielle Software analysiert live die Daten von Radaren, Funkscannern und Kameras und kann so Drohnen präzise identifizieren. Die Technologie ist skalierbar und lässt sich darüber hinaus problemlos in vorhandene Systeme integrieren. Außerdem verfügt man über eine „Soft-Kill“-Methode, bei der man die Funkverbindung der Drohnen kappt. Im Vergleich zu kinetischer Abwehr, also physischen Gegenmaßnahmen, geht von ihr in zivilen Umgebungen wie Flughäfen oder Stadien ein deutlich geringeres Risiko aus. Die Technologie lernt ständig dazu, was eine hohe Eintrittsbarriere für Mitbewerber schafft.

    Die Fundamentaldaten untermauern das Potenzial. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt einen historisch hohen Quartalsumsatz und hat die operative Profitabilität erreicht. Strategisch diversifiziert sich DroneShield gezielt. Neben Hardware verkauft es zunehmend SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) und cloudbasierte Kontrollsysteme, die wiederkehrende Einnahmen generieren. Damit reduziert es die Abhängigkeit von Einmalverkäufen an das Militär und erschließt den wachsenden zivilen Markt. Geopolitische Spannungen und die Allgegenwart von Drohnen in modernen Konflikten treiben die Nachfrage zusätzlich an.

    Trotz der starken operativen Performance steht das Unternehmen vor Vertrauensfragen. Umfangreiche Insiderverkäufe des Managements und Kommunikationspannen haben zu erheblicher Volatilität geführt. DroneShield reagiert nun mit einer externen Überprüfung seiner Corporate-Governance-Strukturen und betont Transparenz. Für Investoren bleibt es eine Abwägung: Auf der einen Seite steht ein technologischer Marktführer in einem Wachstumsmarkt mit klarer Profitabilitätsperspektive. Auf der anderen Seite gilt es zu beobachten, ob die angekündigten Governance-Verbesserungen das verlorene Vertrauen nachhaltig zurückgewinnen können. Momentan kostet eine Aktie 1,835 AUD.


    Der kurzfristige Kurseinbruch bietet eine strategische Einstiegsgelegenheit, da die robusten Fundamentaldaten der Branche unverändert bleiben. Rheinmetall transformiert sich zum schlanken Systemanbieter und profitiert mit prallen Auftragsbüchern von langfristig steigenden Verteidigungsbudgets. Almonty Industries adressiert mit seinem diversifizierten Bergbauportfolio für Wolfram die kritische Abhängigkeit von China und schafft resiliente Lieferketten. DroneShield überzeugt als technologischer Marktführer in der Drohnenabwehr mit skalierbaren KI-Lösungen und profitablem Wachstum, muss aber Governance-Herausforderungen meistern. Trotz volatiler Stimmung ist der strukturelle Aufwärtstrend intakt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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