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25.02.2025 | 05:10

Rheinmetall, XXIX Metal, Newmont – Der Merz-Trade läuft

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Bildquelle: pixabay.com

Die Ampelregierung ist Geschichte, Bundeskanzler Olaf Scholz erlitt Schiffbruch und erzielte mit der SPD das schlechteste Wahlergebnis der Nachkriegszeit. Der neue starke Mann am Steuerbord, CDU-Frontmann Friedrich Merz, erklärte bereits im Vorfeld, dass Deutschland die Ukraine noch stärker unterstützen würde, wodurch Rüstungsunternehmen langfristig zu den Profiteuren zählen dürften. Stark präsentierte sich im Anschluss auch der Goldpreis, der auf die Marke von 3.000 USD je Unze zusteuert. Auch Kupfer könnte seinen Turnaround weiter fortsetzen, wodurch unterbewertete Produzenten und Explorationsunternehmen profitieren könnten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , XXIX Metal Corp. | CA9013201012

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Profiteur des Merz-Trades

    Der eindeutige Sieg der Union und des zukünftigen Bundeskanzlers Friedrich Merz ist auch ein Sieg für die durch den Angriffskrieg stark gebeutelte Ukraine. So versprach der Spitzenkandidat der CDU „konsequente Hilfe“ in Bezug auf die Verteidigung. Die Hauptprofiteure der „zweiten Zeitenwende“ sind aufgrund dessen mit der deutschen Rüstungsindustrie klar auszumachen. So explodierte der Haus- und Hoflieferant der Deutschen Bundeswehr, Rheinmetall, um über 3,5 % auf 925 EUR und steuert nach einer kurzen Verschnaufpause auf das Allzeithoch bei 968 EUR zu.

    Für die Analysten der UBS ist die Aktie trotz des steilen Anstiegs der vergangenen Jahre noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. So erhöhte Analyst Sven Weier das Kursziel für den integrierten Technologiekonzern von 924 EUR auf aktuell 1.208 EUR, das Anlagevotum wurde von „Neutral“ auf „Kaufen“ angehoben.

    Grund für die Erhöhung ist nach Meinung des Experten die neue Bundesregierung, die trotz einiger Hürden in der zukünftigen Koalition die Möglichkeiten ins Auge fassen, die Verteidigungsausgaben weiter aufzustocken. Überdies werden positive Aussagen über die Steigerungen der Wehretats beim im Juni stattfinden Nato-Gipfel erwartet.

    Aus ähnlichem Grund hat auch Deutsche Bank Research das Kursziel für Rheinmetall von 780 EUR auf 1040 EUR angehoben, die Einstufung wurde mit „Buy" bestätigt.

    XXIX Metal – Erstklassig aufgestellt

    Während die Edelmetalle, allen voran der Goldpreis, von einem Rekord zum nächsten eilen, ist es um das Kupfer noch ruhig. Doch es könnte die Ruhe vor dem Sturm sein, denn der Preis des Industriemetalls konnte seit Jahresbeginn eine Performance von rund 13 % aufs Parkett legen und den seit Mai 2024 etablierten Abwärtstrend nachhaltig durchbrechen. Langfristig, so prognostizieren Experten, dürfte das rote Metall aufgrund einer weiter steigenden Nachfrage in Verbindung mit der globalen Energiewende und Elektromobilität einem signifikanten Angebotsdefizit gegenüberstehen, was ebenfalls neue Höchststände zur Folge hätte. Die Hauptprofiteure von dieser Entwicklung sind dann selbstredend Kupferproduzenten sowie Explorationsunternehmen wie XXIX Metal, die das knappe Gut zu deutlich höheren Preisen veräußern könnten.

    Dabei sind die beiden Projekte von XXIX Metal, Opemiska und Thierry, erstklassig. So gilt Opemiska, das sich über 13.000 Hektar in der Region Chapais-Chibougamau in Quebec erstreckt, als hochwertigste Kupferressource Kanadas. In einer Ressourcenaktualisierung vom Januar 2024 wurde ein Anstieg des enthaltenen Kupferäquivalents um 16 % und eine Steigerung des Gehalts um 10 % veröffentlicht, darunter 87,3 Mio. t mit 0,93 % Kupferäquivalent in den Kategorien gemessen und angezeigt und zusätzliche Ressourcen außerhalb der Grube.

    Auf dem Thierry-Projekt, das mit einer erstklassigen Infrastruktur ausgestattet ist, befinden sich zwei produzierende Erzkörper, von denen einer sechs Jahre lang unter Tage abgebaut wurde und zwischen 1976 und 1982 5,8 Mio. t mit 1,13 % Kupfer und 0,14 % Nickel durch UMEX Inc. produzierte. Hier wurde jüngst ein umfassender Datenvalidierungs- und Neuinterprätationsprozess finalisiert. Dieser führte zu einem modernen, konsolidierten geologischen Modell für die Lagerstätte K1, die geschätzt 53.614.000 t mit einem Gehalt von 0,38 % Kupfer, 0,10 Prozent %, 0,03 g/t Gold, 0,05 g/t Platin, 0,14 g/t Palladium und 1,8 g/t Silber enthält.

    Die Lagerstätte K2 verfügt schätzungsweise über 23,74 Mio. t mit 1,64 % Kupfer, 0,16 % Nickel, 0,5 g/t Gold, 0,04 g/t Platin, 0,13 g/t Palladium und 5,5 g/t Silber. Es durchläuft derzeit denselben Validierungs- und Neuinterprätationsprozess wie K1. XXIX Metal untersucht zudem die potenzielle Verbindung zwischen K1 und K2. Vorläufige geophysikalische Beweise deuten auf einen mineralisierten Korridor zwischen diesen Lagerstätten hin, was eine neue Explorationsmöglichkeit darstellen könnte.

    Newmont – Abverkauf trotz starker Zahlen

    Der Goldpreis läuft weiter von Hoch zu Hoch, doch die Goldproduzenten kommen nicht vom Fleck und werden sogar nach überraschend guten Zahlen abverkauft. Hintergrund dieser Underperformance könnte die Tatsache sein, dass Anleger Zweifel daran haben, dass die positive Entwicklung des größten Goldproduzenten aufgrund steigender Förderkosten, bedingt durch die Inflation im Rohstoffsektor, die kräftig auf die Margen drücken dürfte, nachhaltig ist. So knickte die Newmont-Aktie nach anfänglichen Gewinnen deutlich ein und schloss mit einem Minus von knapp 6 % auf 45,33 USD.

    Im vierten Quartal 2024 erreichte Newmont einen Gewinn je Aktie von 1,40 USD, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den -3,22 USD im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 44 % auf 5,63 Mrd. USD und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten, die einen Umsatz von 5,14 Mrd. USD prognostiziert hatten.

    Über das gesamte Jahr gesehen, zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Turnaround. Nach einem Nettoverlust von 3,00 USD je Aktie in 2023 erzielte Newmont einen Gewinn von 3,47 USD je Anteilsschein. Der Gesamtumsatz des Jahres belief sich auf 18,68 Mrd. USD nach 11,78 Mrd. USD im Vorjahr.

    Zu den positiven Ergebnissen haben dabei mehrere Faktoren beigetragen. Neben einer höheren Fördermenge, insbesondere in Nordamerika und Australien, konnte Newmont seine Position durch Effizienzsteigerungen und strategische Akquisitionen, wie die Übernahme von Newcrest Mining, verbessern. Dies ermöglichte eine Optimierung der Produktion und eine Kostensenkung, erweiterte das Portfolio und führte zur Realisierung von Synergien.


    Trotz der Goldhausse hinkt die Performance von Produzenten hinterher. Newmont wurde trotz guter Quartalszahlen weiter abverkauft. Rheinmetall geht als Sieger der Bundestagswahl hervor. XXIX Metal besitzt 2 herausragende Kupferprojekte und könnte vom steigenden Kupferpreis überproportional profitieren.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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