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28.05.2024 | 05:10

RWE, Desert Gold Ventures, GameStop – Nachzügler im Bullenmarkt

  • Meme
  • Gold
  • erneuerbare Energien
Bildquelle: pixabay.com

Trotz der Tatsache, dass die US-Börsen gestern wegen des Memorial Day geschlossen hatten, bewegte sich der deutsche Leitindex DAX im grünen Bereich. Überhaupt befinden sich neben den großen Aktienindizes weitere Assetklassen wie Gold oder Bitcoin im übergeordneten Aufwärtstrend, was für weiter steigende Notierungen spricht. Obwohl die Basiswerte nahe ihrer Höchststände notieren, befinden sich Unternehmen aus den entsprechenden Sektoren davon noch weit entfernt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , GAMESTOP CORP. A | US36467W1099 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084

Inhaltsverzeichnis:


    RWE – Weiterer Ausbau im Plan

    Das Allzeithoch des Energieversorgungskonzerns wurde bereits im Jahr 2008 markiert. Damals notierte die Aktie des größten Stromerzeugers der Republik bei 102,20 EUR. Doch dann folgte der Abschwung und die RWE-Aktie sackte bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts um über 90 % auf 9,13 EUR in die Tiefe. Seitdem bildete sich jedoch ein Aufwärtstrend und der Wert konnte sich zwischenzeitlich bis auf ein Niveau von 44,16 EUR vervielfachen. Diese Marke wurde in den vergangenen Jahren mehrfach erfolglos getestet, so dass die RWE-Aktie auf aktuell 34,86 EUR zurückfiel. Die nächste Chance auf einen nachhaltigen Ausbruch über den markanten Widerstand ist jedoch erneut gegeben. So läuteten sowohl MACD als auch RSI den nächsten Aufwärtsimpuls mit Kaufsignalen ein.

    Rückenwind könnte die Aktie der Essener durch einen weiter positiven Newsflow erhalten. Die gestrige Meldung, den Ausbau von erneuerbaren Energien weiter zu beschleunigen, hievte die Aktie bereits über 2 % in den grünen Bereich. So wurde die Errichtung von Windparks in der Nordsee mit einer Kapazität von insgesamt 1,6 GW beschlossen. Die geplanten Windparks, die etwa 50 km vor der Insel Juist entstehen, sollen vorrangig industrielle Kunden, wie z. B. Rechenzentren, mit Strom beliefern. Das Projekt wird in zwei Phasen durchgeführt. Der erste Abschnitt mit 660 MW beginnt im nächsten Jahr mit dem Bau und soll Anfang 2027 in Betrieb gehen. Der Bau des zweiten Abschnitts ist für 2027 geplant, mit einer erwarteten Inbetriebnahme Anfang 2029.

    RWE plant, bis 2030 insgesamt 55 Mrd. EUR in erneuerbare Energien zu investieren, wobei zwei Drittel dieser Investitionen in den ersten drei Monaten in Offshore-Windenergie fließen werden. Das Ziel des Unternehmens ist es, seine Offshore-Windkapazitäten bis zum Ende des Jahrzehnts auf 10 GW zu verdreifachen.

    Desert Gold Ventures – Größerer Spielraum

    Nach neuen Allzeithöchstständen bei 2.450,10 USD je Unze pausiert das Edelmetall und baut seine Überkauftheit in den letzten Tagen weiter ab, der nächste Impuls nach oben könnte aufgrund der Gemengelage in der Geopolitik jedoch starten und den übergeordneten Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Davon profitieren dürften bei einer weiterhin positiven Stimmung auch Explorationsunternehmen wie Desert Gold Ventures, die bei einem anhaltenden Bullenmarkt historisch erst als Nachzügler fungieren, danach jedoch mit Hebel den Basispreis outperformen könnten.

    Desert Gold Ventures sammelte in den vergangenen Wochen deutliche Argumente für steigende Notierungen. Die Kanadier, die mit über 440 km² eines der größten Landpakete aller Nichtproduzenten im Westen Malis ihr Eigen nennen, gaben die zweite Phase ihres umfassenden Explorationsprogramms im SMSZ-Projektgebiet in Mali bekannt. Dieses Programm plant eine Gesamtbohrung von 3.750 m mit dem Ziel, die bestehenden Goldlagerstätten auszubauen und neue Explorationsgebiete zu erschließen. CEO Jared Scharf erklärte, das Unternehmen strebe an, durch diese sorgfältig konzipierte und strategisch ausgerichtete Initiative, seine Ressourcenbasis deutlich zu erweitern.

    Mit dem Abschluss einer Privatplatzierung über 941.920 CAD kann Desert Gold sein Bohrprogramm noch deutlich erweitern. Der Erlös der Finanzierung wird in erster Linie für die Durchführung zusätzlicher RC- und Luftkernbohrungen auf der Lagerstätte Mogoyafara South und der südöstlichen Erweiterung der Lagerstätte Barani East verwendet.

    Das SMSZ-Projekt ist aufgrund seiner Lage, in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die produzierenden Minen von Allied Gold, Endeavour Mining und B2Gold, aussichtsreich. Bei weiteren Bohrerfolgen dürfte sich Desert Gold, aktuell mit 13,68 Mio. CAD bewertet, weiter als Übernahmekandidat in Szene setzen können.

    GameStop – Revival der Meme-Aktien

    Wir erinnern uns noch genau an die Coronazeit. Aufgrund der Lockdowns und wohl aus Langeweile entstand über das Subreddit „WallStreetBets“ der Hype bei den sogenannten Meme-Aktien. Danach wurde es eher ruhig um GameStop oder AMC Entertainment. Doch seit einigen Woche feiern Meme Stocks ein Revival und glänzen durch exorbitante Kursgewinne und hohe Volatilitäten.

    Der Einzelhändler für Videospiele und Merchandising-Produkt, GameStop, nutzte die Gunst der Stunde, die Aktie stieg in den vergangenen vier Wochen zwischenzeitlich um rund 550 %, und sammelte auf deutlich höherem Niveau frisches Kapital. Das Unternehmen gab am Freitagabend bekannt, dass es in der vergangenen Woche 45 Mio. neue Aktien ausgegeben hat, wodurch ein Erlös von 933,4 Mio. USD erzielt wurde.

    Im Durchschnitt erhielt GameStop für jede neu ausgegebene Aktie 20,74 USD in bar. Dadurch wurde der Bestand an liquiden Mitteln von zuvor 1,2 Mrd. USD auf nunmehr 2,1 Mrd. USD aufgestockt.
    Nachdem jedoch die Platzierung der Kapitalerhöhung verkündet wurde, stieg die GameStop-Aktie in den USA nachbörslich um über 13 %. Durch den gestrigen Feiertag legte der Kurs bei Lang & Schwarz um über 40 % zu.


    Mit der abgeschlossenen Kapitalerhöhung ist es Desert Gold Ventures möglich, sein aktuelles Bohrprogramm zu erweitern. RWE finanziert kräftig in erneuerbare Energien. Den Hochlauf der Meme-Aktien nutzte GameStop erfolgreich, um rund 1 Mrd. USD an Liquidität einzusammeln.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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