Menü schließen




08.12.2021 | 06:12

Valneva, Novavax, Manganese: Die neuen Pandemie-Bekämpfer?

  • Rohstoffe
  • Covid-19
  • Corona
  • BioNTech
  • Manganese X Energy
  • Valneva
  • Novavax
Bildquelle: pixabay.com

Im Kampf gegen die vierte Coronawelle wird jetzt auch die deutsche Wirtschaft aktiv. Zur Unterstützung der Impfkampagne verändern zahlreiche bekannte Konzerne ihre Werbeslogans. Seit dem 7. November werben mehr als 150 Unternehmen – u.a. BMW, McDonald’s, Edeka sowie Sparkassen und Volksbanken – gemeinsam für die Coronaimpfung. Entwickelt wurde die Kampagne von der Berliner Werbeagentur Antoni. Zur direkten Pandemiebekämpfung wollen künftig Valneva, Novavax und Manganese X Energy beitragen. Dabei liefern sich Valneva, Novavax ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Totimpfstoff als Alternative zu den Platzhirschen BioNTech und Moderna. Newcomer Manganese will durch ein neues Luftdesinfektionsmittel nicht nur Corona bekämpfen, sondern hat auch noch andere Pfeile im Köcher.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: MANGANESE X ENERGY | CA5626783008 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851 , NOVAVAX INC. DL-_01 | US6700024010 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Manganese X Energy: Newcomer mit interessantem Mix

    Die Aktie der Manganese X Energy Corp. notiert seit relativ kurzer Zeit an der Börse Frankfurt und dürfte erst wenigen Anlegern bekannt sein. Dabei bietet das diversifizierte Geschäftsmodell viel Phantasie zu einer interessanten Bewertung. So liegt die Marktkapitalisierung des kanadischen Unternehmens derzeit bei überschaubaren 36 Mio. CAD. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie will Manganese mit einer neuartigen Luftreinigung beitragen. Dazu will die Disruptive Battery Corp., eine 100%ige Tochter von Manganese X, ein Patent für die Zirkulation von Luftdesinfektionsmitteln kaufen und auf dieser Basis Produkte entwickeln. Die Erfindung stellt ein Verfahren zur Reduzierung der mikrobiellen Belastung mittels HVAC-Reinigungssysteme im Inneren eines Gebäudes dar. Das Anwendungsfeld ist riesig und sollte auch für erhebliche Absatzchancen sorgen, wenn der Kampf gegen COVID-19 gewonnen ist.

    Daneben ist Manganese X in weiteren spannenden Branchen aktiv. Unter anderem ist es das derzeit einzige börsennotierte Unternehmen in Nordamerika, das die Kommerzialisierung einer aussichtsreichen Manganlagerstätte anstrebt. Das 1.228 Hektar große Metall-Projekt Battery Hill, befindet sich in New Brunswick und damit strategisch günstig nur 12 km von der US-Grenze – einem wichtigen Absatzmarkt – entfernt. Der technische Report NI 43-101 liegt bereits vor, er weist eine geschätzte 2,5% Mangan-FE-Ressource von ca. 60 Mio. Tonnen aus. Außerdem besitzt Manganese X eine 2.568 Hektar große Kupfer-Nickel-Kobalt Liegenschaft in Quebec. Beide Projekte sind vielversprechend.

    Valneva: Kritik aus Großbritannien

    Valneva will mit einem sogenannten Totimpstoff den von BioNTech und Moderna beherrschten Impfstoffmarkt aufmischen. Nachdem zunächst positive Studienergebnisse und der Beginn der Zulassungsprüfung für Euphorie unter Anlegern gesorgt hatten, ist die Stimmung in den vergangenen Tagen gekippt. So hat eine Studie auf Großbritannien vergangene Woche für Verunsicherung gesorgt. In dieser wurde die Booster-Wirkung verschiedener Impfstoffe getestet. Auf dieser Basis haben die Briten ihre Impfstoffvorräte aufgestockt und von BioNTech 54 Mio. Dosen und von Moderna 60 Mio. Dosen bestellt. Geliefert werden soll in 2022 und 2023. Valneva hatte in der Booster-Studie weniger gut abgeschnitten. Dazu äußerte sich das Unternehmen in einer ausführlichen Stellungnahme:

    „Das Setting der Studie führt uns zu der Überzeugung, dass COV-Boost keine Rückschlüsse auf die Verwendung von VLA2001 als Booster in einer realen Umgebung zulässt. Der Schwellenwert für schützende Antikörper wurde noch nicht festgelegt, so dass ein relativer Anstieg der Antikörperspiegel nicht als Indikator für die Wirksamkeit angesehen werden sollte”, sagt Juan Carlos Jaramillo, Chief Medical Officer von Valneva. „Ich schließe mich den Ausführungen von Professor Faust an, dass die Daten die Immunreaktion nach 28 Tagen beschreiben, nicht die Wirksamkeit des Impfstoffs, und dass die Beziehung zwischen dieser Reaktion und dem Langzeitschutz noch kaum verstanden ist, zumal mehrere Studien gezeigt haben, dass längere Zeiträume zwischen den Impfdosen die Immunreaktion verbessern.” Anleger ließen sich davon jedoch noch nicht beruhigen. Vielleicht tut dies eine neue Analyse der Redaktion von researchanalyst.com, die sich den Titel näher angeschaut hat.

    Gewinnt Novavax das Rennen gegenüber Valneva?

    Bisher hat noch kein anderer Impfstoff die endgültige Zulassung erhalten, doch es scheint so, als würde Novavax das Rennen gegen Valneva gewinnen. Das Unternehmen hatte Mitte November die Zulassung für den eigenen Impfstoff beantragt und rechnet mit der Zulassung in wenigen Wochen. Novavax berichtete über eine Wirksamkeit von 90% und hat bereits Lieferverträge über 100 Mio. Dosen mit der Europäischen Union für das Jahr 2022 geschlossen. Darüber hinaus besteht eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen im Jahr 2023. Solche Impfstoffe könnten auch neue Dynamik in die Impfkampagnen in den USA und Europa bringen. Dank ihnen sollen Impfgegner von einer Impfung überzeugt werden. Denn viele Impfgegner begründen ihre Haltung damit, dass die Impfstoffe von BioNTech und Moderna auf der noch relativ neuen mRNA-Technologie basieren und diese noch nicht ausreichend erforscht sei.


    Die Bestellungen der EU und aus Großbritannien zeigen, dass uns der Kampf gegen COVID-19 bis mindestens 2023 beschäftigen wird. Entsprechend interessant bleiben Aktien aus diesem Bereich. Novavax, Valneva und Manganese X kommen voraussichtlich nicht zu spät, um rund um die Corona-Pandemie signifikante Umsätze zu erzielen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 06.01.2026 | 06:00

    Großer Rückenwind für Rüstungsaktien - Neue Kaufsignale für Antimony Resources, Hensoldt und Steyr?

    • Antimon
    • Kritische Rohstoffe
    • Rohstoffe
    • Verteidigung
    • Verteidigungsindustrie
    • Geopolitik

    Rüstungsaktien stehen zu Beginn des Jahres im Fokus des Anlegerinteresses. Die Chancen stehen gut, dass Verteidigungsaktien nun schnell die Kursdelle, die durch Gewinnmitnahmen im zurückliegenden Quartal entstand, ausbügeln und in Richtung der historischen Hochs preschen. Positiv ist zudem das Umfeld für (angehende) Produzenten von kritischen und die Branche dringend benötigter Rohstoffe wie Antimony Resources. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela goss zuletzt weiteres Öl ins Feuer. Trump droht nun auch Kolumbien. Außerdem stellt sich Ernüchterung bezüglich der erhofften Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine ein. Wie können Anleger diese Konstellation ausnutzen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 30.12.2025 | 06:16

    Strom als Nadelöhr für KI? Unterschiedliche Energiequellen, unterschiedliche Ansätze: American Atomics, Nordex, Siemens Energy – wer hat die Nase vorn?

    • Atomenergie
    • Uran
    • Energie
    • KI
    • Elektromobilität
    • Rohstoffe
    • Windenergie
    • Solarenergie

    Der Stromhunger der rasant wachsenden KI-Rechenzentren ist enorm. Die ununterbrochene Verfügbarkeit von Energie samt Infrastruktur und das Preisgefüge sind entscheidende Leitplanken für die Zukunft. Grüne Energie aus Solar und Wind wird oft in der öffentlichen Diskussion als das Mittel der Wahl präsentiert, ist aber mit nicht unerheblichen Nachteilen verbunden. Dass radikal andere Wege gegangen werden können, zeigte der US-Konzernriese Microsoft bereits im vergangenen Jahr. Um den Stromhunger seiner KI-Rechenzentren zu stillen, schloss Microsoft einen 20-Jahres-Vertrag mit einem inländischen Energieversorger über die Lieferung von Atomstrom. Dieser Deal setzte ein bemerkenswertes Zeichen und steht symptomatisch für einen neuen Trend: Atomenergie. Als spannendes Investment sticht hier der Börsenneuling American Atomics hervor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 16.12.2025 | 06:20

    Comebacks mit Verdopplungspotenzial - Power Metallic Mines, Puma, Teamviewer!

    • Kritische Rohstoffe
    • polymetallische Lagerstätte
    • Rohstoffe
    • Investments
    • Sportartikel
    • Technologie
    • Rendite

    Dips und Korrekturen – das sind oft spannende Einstiegszeitpunkte zum Auf- oder Ausbau von Positionen. Für Value-orientierte Anleger wird es interessant, wenn sich der an der Börse bezahlte Preis deutlich vom wahren bzw. inneren Wert des Unternehmens unterscheidet. Zudem können charttechnische Marken Signale geben. Auch wenn die nachfolgenden Aktien sehr unterschiedlich sind – sie haben allesamt eine Gemeinsamkeit: Hohes Kurspotenzial und die Chance für den Top-Performern des nächsten Jahres zu gehören.

    Zum Kommentar