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20.04.2026 | 05:15

Vergessen Sie KI-Aktien: Rheinmetall, First Hydrogen und Volkswagen setzen auf unbemannte Systeme, um die Rendite zu steigern

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Bildquelle: pixabay.com

Autonome Systeme erobern nicht länger nur das Militär – sie werden zum Treiber einer ganzen Wirtschaftswende. Von selbstfliegenden Drohnen bis zu intelligenten Bodenrobotern: Künstliche Intelligenz, sinkende Sensorkosten und neue Antriebe katapultieren unbemannte Technologien aus der Nische in den Massenmarkt. Investoren stehen vor einem strukturellen Wachstumstrend, vergleichbar mit der Elektromobilität oder dem Internet. Wer jetzt die richtigen Player identifiziert, könnte von der nächsten Innovationswelle überproportional profitieren. Drei Unternehmen aus unterschiedlichen Sektoren adressieren dieses Feld bereits mit konkreten Produkten: Rheinmetall, First Hydrogen und Volkswagen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 | TSXV: FHYD , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall - zwischen Raketen-Deals und Space-Offensive

    Rheinmetall treibt die unbemannte Zukunft der Gefechtsfelder systematisch voran. Die LUNA NG-Drohnenfamilie liefert mit über 12 h Flugdauer Aufklärung aus umkämpften Zonen, ergänzt durch die FV-014 „Raider“ für präzise Schläge. Am Boden verwandelt das PATH-Modul konventionelle Fahrzeuge in autonome Konvois, während die Mission Master-Roboter Logistik und gefährliche Einsätze übernehmen. Drei neue Kompetenzzentren in Deutschland bündeln die Entwicklung von Schwarmintelligenz und Abwehrtechnologien. Der Konzern will bei der nächsten Stufe der Kriegstechnologie ganz vorne mitmischen, nicht nur in der Luft.

    Die vergangenen zwei Wochen brachten entscheidende Weichenstellungen. Gemeinsam mit Destinus gründet Rheinmetall ein Joint Venture für Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie. Der Sitz ist in Unterlüß mit einer bestehenden Produktionsbasis von über 2.000 Systemen pro Jahr. Zeitgleich erhielt die US-Tochter die begehrte CMMC-Level-2-Cyberzertifizierung für alle sechs Werke, eine Art Eintrittskarte für künftige Pentagon-Aufträge. Hinzu kommt der vorgezogene Bau des dritten Flottendienstbootes der Klasse 424 auf der Peene-Werft, ein klares Signal für beschleunigte Marineaufrüstung.

    Parallel dazu erschließt Rheinmetall neue Dimensionen. In Norwegens Andøy entsteht ein Satelliten-Testzentrum, das die lokale Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie stärken soll. Die Kooperation mit Boeing Australia zur Kampfdrohne MQ-28 Ghost Bat zielt auf einen Bundeswehr-Auftrag bis 2029, mit dreistelligem Millionenpotenzial für Rheinmetall als Systemmanager. Zwar warnt Citi mit einem neutralen Rating von 1.480 EUR vor normalisierender Munitionsnachfrage, doch der langfristige Trend zu höheren Verteidigungsausgaben in Europa bleibt intakt. Derzeit ist die Aktie für 1.520,60 EUR zu haben.

    First Hydrogen - vom Nischenanbieter zum Technologieportfolio

    Wer im Frühjahr 2026 auf First Hydrogen schaut, bekommt ein völlig neues Bild präsentiert. Das Unternehmen, das ursprünglich Wasserstofffahrzeuge entwickelte, hat sich innerhalb weniger Wochen radikal erweitert. Die exklusiven weltweiten Rechte an einer patentierten, KI-gesteuerten Roboterplattform für den Bodenbetrieb markieren den ersten Schritt. Das Gefährt kombiniert Solarzellen, Akku und Brennstoffzelle und bewegt sich dank acht Gelenkbeinen über Stock und Stein genauso flüssig wie auf Asphalt. Die Plattform ist kein Prototyp für die Schublade. Sie soll in zwei Jahren serienreif sein, und First Hydrogen behält alle Rechte an den Weiterentwicklungen. Die Kunden mieten das System im Abonnement, ähnlich wie bei Software.

    Das passt perfekt zum bestehenden Wasserstoff-Service-Modell. Der Markt für Drohnendienste (DaaS) wächst rasant, und gerade im militärischen Bereich sowie bei Sicherheitsanwendungen, Landwirtschaft oder Bauwesen tut sich ein riesiges Feld auf. Das Management hat hier clever kombiniert. Parallel dazu treibt First Hydrogen die eigene Energieversorgung voran. Die im Januar gegründete Tochter First Nuclear Corp setzt auf kleine modulare Reaktoren, um grünen Wasserstoff rund um die Uhr und wetterunabhängig zu produzieren. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Solar- oder Windkraft.

    Die Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge des Unternehmens sind in Großbritannien bereits zugelassen und schaffen über 630 km Reichweite. Mit eigener Produktion wird man unabhängig von externen Lieferanten. Finanziell bleibt das Unternehmen diszipliniert. Eine Platzierung über bis zu 3 Mio. CAD stärkt das Betriebskapital, sodass die nächsten Expansionsschritte gesichert sind. Bei einer Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 31,4 Mio. CAD wirkt das Gesamtpaket aus Wasserstoffmobilität, KI-Robotik und Kernenergie keineswegs überteuert. Wer frühzeitig auf vernetzte Zukunftstechnologien setzen möchte, bekommt hier ein gebündeltes Angebot. Aktuell notiert die Aktie bei 0,40 CAD.

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    Volkswagen – auf Sparkurs

    Die Entwicklung hin zum selbstfahrenden Auto stellt die gesamte Branche vor gewaltige technische Herausforderungen. Jedes Fahrzeug mit Lidar-Sensoren und Hochleistungschips braucht eine perfekt abgestimmte Softwareplattform. Volkswagen hinkt hier jedoch hinterher. Die interne Software blieb lange eine Schwachstelle. Doch genau das könnte sich jetzt drehen. Neue Chip-Deals mit Horizon Robotics und Xpeng in China sowie die erfolgreiche Wintererprobung der Rivian-Software bringen Schwung in die autonome Entwicklung. Der Konzern schließt technologische Lücken – ein erstes Signal für einen möglichen Turnaround. Die Weichen für selbstfahrende Modelle stehen besser als je zuvor.

    Die aktuellen Meldungen lesen sich wie ein Sanierungsfahrplan. 50.000 Stellen fallen in Deutschland weg, dazu drücken US-Zölle und der schwächelnde China-Markt auf die Marge. Das operative Ziel für 2026 liegt bei nur vier bis 5,5 % Rendite. Doch VW reagiert mit ungewohnter Flexibilität. Die Elli-Tochter baut Großspeicher für Energiehandel auf, eine neue Cash-Quelle. Die Rivian-Partnerschaft für Elektronik-Architekturen läuft auf Hochtouren – das verschafft Luft im harten Wettbewerb mit BYD und Tesla. Der Stellenabbau ist schmerzhaft, aber alternativlos.

    Trotz des Sparkurses bleibt die Modellstrategie offensiv. Über 20 neue elektrifizierte Fahrzeuge kommen noch dieses Jahr, darunter lokal entwickelte China-EVs. Die Auftragsbestände in Europa ziehen an, und die Batteriesparte PowerCo soll bis 2027 die Gewinnschwelle erreichen. Analysten sehen Kurspotenzial von über 20 %, warnen aber vor Handelskonflikten und hohen Energiekosten. Ob die Welle gelingt, zeigt sich im zweiten Halbjahr. Wer jetzt einsteigt, braucht Geduld – und einen starken Magen. Die nächsten Monate werden richtungsweisend. Momentan kostet die Aktie 92,28 EUR.


    Vergessen Sie KI-Aktien – unbemannte Systeme aus Luft, Boden und ziviler Nutzung werden zum entscheidenden Renditetreiber der nächsten Jahre. Rheinmetall treibt mit LUNA-Drohnen, PATH-Bodenmodulen und einem Raketen-Joint-Venture die Automatisierung des Gefechtsfelds voran. First Hydrogen wiederum kombiniert eine patentierte KI-gesteuerte Roboterplattform mit Wasserstoffmobilität und kleinen Kernreaktoren zu einem breiten Technologieportfolio. Volkswagen wiederum stemmt sich trotz Sparkurs und Stellenabbau mit Chip-Deals sowie Rivian-Software in die autonome Spitzengruppe – mit über 20 neuen E-Modellen. Der strukturelle Trend ist dabei vergleichbar mit der Elektromobilität. Frühinvestoren könnten davon überproportional stark profitieren.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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