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28.07.2026 | 04:45

Automobilbranche unter massivem Druck! Warum dynaCERT zum fehlenden Puzzlestück für Volkswagen und Daimler Truck werden könnte!

  • Brückentechnologie
  • Wasserstoff
  • Automobilindustrie
  • Nachrüstsystem
  • Kraftstoffeinsparung
  • Emissionszertifikate
Bildquelle: pixabay.com

Die Diskussion über die Zukunft der Mobilität wird derzeit von Elektrofahrzeugen und Wasserstoff bestimmt, welche beide das Zielbild eines emissionsfreien Verkehrs erfüllen. Doch der Weg dahin ist lang, weitere Technologiefortschritte und insbesondere der Ausbau der Infrastruktur stellen Herausforderungen dar. Ein weiterer entscheidender Faktor wird häufig übersehen. Gerade im Schwerlastverkehr bildet der Diesel das Rückgrat der globalen Logistik und wird dies über Jahrzehnte hinweg nicht ändern. Genau hier setzt dynaCERT mit einer innovativen Brückentechnologie an. Die Nachrüstlösung der Kanadier erzeugt an Bord bedarfsgerecht Wasserstoff und Sauerstoff. Dies wird dem Ansaugsystem von Dieselmotoren zugeführt, wodurch Kraftstoffverbrauch und Emissionen sinken. Winkt ein Milliardenmarkt?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT – Analysten sind für die Brückentechnologie extrem bullish

    Mittels der Lösung HydraGEN™ werden über ein kompaktes Elektrolysesystem während des Fahrzeugbetriebs geringe Mengen Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Dieses Gasgemisch wird direkt dem Ansaugsystem des Dieselmotors zugeführt. Ziel ist eine effizientere Verbrennung mit geringerem Kraftstoffverbrauch und reduzierten Emissionen.
    Das Unternehmen positioniert diese Technologie ausdrücklich als Nachrüstlösung für bestehende Dieselflotten, insbesondere im Schwerlastverkehr, Bergbau, in der Öl- und Gasindustrie sowie bei stationären Aggregaten. Nach Schätzungen internationaler Branchenorganisationen sind weltweit mehrere zehn Millionen schwere dieselbetriebene Nutzfahrzeuge im Einsatz, woraus sich ein riesiges Marktvolumen ableiten lässt.
    Seit dem jüngsten Wechsel an der Führungsspitze, wonach der bisherige COO Kevin Unrath die Position des CEO von Jim Payne übernahm, besitzt die Kommerzialisierung oberste Priorität. Zuletzt wurden entscheidende Entwicklungen in Vietnam, dem zentralen Baustein der Südostasienstrategie, bekannt gegeben. Das Land verfügt über Millionen von Diesel-LKWs und Baumaschinen und leidet unter hohen Kraftstoffkosten.
    dynaCERT ist mit einem führenden vietnamesischen Öl- und Gasunternehmen eine strategische Partnerschaft eingegangen. Zudem wurden erste Pilotanlagen in den Logistikzentren in Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi und Hải Phòng erfolgreich an den Start gebracht. Auf wissenschaftlicher Ebene ist die Zusammenarbeit mit der Ho Chi Minh City Vietnam University of Technology hervorzuheben.
    Lediglich die Betrachtung der Kostenseite der Brückentechnologie von dynaCERT greift indes zu kurz. Der Faktor CO₂ gewinnt mit strengeren Rahmenbedingungen und Emissionszielen an Bedeutung. Auch hier geben die Kanadier eine passende Antwort für einen perspektivisch stark wachsenden Markt. Anhand der Plattform HydraLytica™ können Kraftstoffverbrauch und Emissionsdaten in Echtzeit gemessen werden. In Zukunft könnte durch die Monetarisierung des eingesparten CO₂ durch die Emission von Zertifikaten ein zusätzliches, margenstarkes Standbein etabliert werden.
    Die Anteilsscheine notieren aktuell bei 0,11 CAD. Damit bringen die Kanadier 56 Mio. CAD auf die Börsenwaage. Die Analysten von GBC bescheinigen dem Titel mit einem Kursziel von 0,75 CAD enormes Aufwärtspotenzial. Um die Wachstumsstrategie forciert weiter zu verfolgen, erlösten die Kanadier zuletzt 5 Mio. CAD im Rahmen einer Kapitalerhöhung.

    Volkswagen – Starker Gewinneinbruch im zweiten Quartal

    Die Gewinne des Autobauers brachen im zweiten Quartal um rund ein Drittel ein. Unter dem Strich verdiente der Konzern bei einem Umsatz von 82,4 Mrd. EUR lediglich magere 1,54 Mrd. EUR. Die Auslieferungen gingen weltweit um fast 9 % zurück. Der chinesische Markt, der mit einem Anteil von gut 20 % ein großes Gewicht besitzt, brach um mehr als ein Drittel ein. Der Konzern senkte zudem die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr.
    Schnelle Erfolge sind angesichts vieler verschlafener Entwicklungen in der Vergangenheit nicht zu erwarten. Bis zu 50.000 zusätzliche Stellen und vier Werke stehen auf dem Prüfstand. 50.000 Stellen werden ohnehin bis 2030 abgebaut. Die Modellpalette soll um die Hälfte reduziert werden. Nach Aussage von CEO Blume ist das Ziel, bis Ende des Jahres die notwendigen Beschlüsse im Aufsichtsrat zu treffen und so das Sparpaket auf die Schiene zu bringen.
    Die Anteilsscheine haben seit Jahresbeginn rund 30 % auf aktuell 71 EUR nachgegeben, ein Niveau, auf dem sie zuletzt 2010 notierten. Das US-Analysehaus Bernstein bestätigte sein Kursziel von 100 EUR, was einem Upside von gut 40 % entspricht. Positiv werteten die Experten den bestätigten Zielkorridor für die operative Umsatzrendite 2026.

    Daimler Truck – Deutsche Bank ist bullish

    Daimler Truck ist einer der weltweit größten Hersteller von Nutzfahrzeugen. Durch die Abspaltung von Mercedes-Benz hervorgegangen, konzentriert sich das Unternehmen heute ausschließlich auf Lkw, Busse und damit verbundene Dienstleistungen. Der Konzern fährt bei Antriebssystemen mehrgleisig.
    In diesem Jahr gab Daimler Truck bekannt, sein batterieelektrisches Portfolio weiter auszubauen sowie die nächste Generation wasserstoffbetriebener Brennstoffzellen-Lkws an den Markt zu bringen. Parallel dazu entwickeln die Deutschen ihre konventionellen Dieselantriebe weiter.
    Die Anteilsscheine haben seit Jahresbeginn um rund 20 % zugelegt und notierten derzeit bei 46 EUR. Die Experten der Deutsche Bank erhöhten zuletzt das Kursziel von 50 EUR auf 54 EUR und bestätigten das Votum „Kaufen“. Die Analysten führen als Gründe für die Kurszieländerung niedrigere Zollkosten sowie einen stärkeren Lkw-Markt in den USA an. Am 31. August präsentiert Daimler Truck die Zahlen für das zweite Quartal.

    Fazit

    Selbst einer der innovativsten Lkw-Hersteller der Welt geht derzeit nicht davon aus, dass der Dieselmotor kurzfristig vollständig verschwindet, Daimler Truck fährt mehrgleisig. Die innovative Brückentechnologie von dynaCERT bringt viele Vorteile mit sich. Die Kommerzialisierung schreitet forciert voran. Die Analysten von GBC trauen der Aktie 0,75 CAD zu. Momentan liegt der Preis lediglich bei 0,11 CAD. Volkswagen hat schwere Einschnitte vor sich. Noch ist unklar, ob und wann der Autobauer wieder auf die Erfolgsspur zurückfindet.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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