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28.12.2023 | 06:00

Barrick Gold, Desert Gold, Bitcoin Group – Währungsrevolution: Mehr als Dollar

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Bildquelle: pixabay.com

In einer Welt, die von finanzieller Unsicherheit und rasch wechselnden Marktbedingungen geprägt ist, suchen Anleger zunehmend nach sicheren Anlageoptionen, die nicht nur ihr Vermögen schützen, sondern auch das Potenzial für Wachstum bieten. Gold und Kryptowährungen sind in den vergangenen Jahren als zwei attraktive Anlageklassen in den Vordergrund gerückt, die als Gegengewicht zu traditionellen Finanzinstrumenten dienen können. Es gibt drei zentrale Gründe, die für eine Beimischung von Gold und Kryptowährungen sprechen: Inflationsschutz, Diversifikation und die Möglichkeit auf beträchtliche Wertsteigerungen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BITCOIN GROUP SE O.N. | DE000A1TNV91

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold – Wachstum voraus

    Ein Allzeithoch bei Gold, das Anfang Dezember markiert wurde, hilft einem der größten Goldproduzenten, Barrick Gold, besonders. Schon die starken Ergebnisse aus dem 3. Quartal zeigten eine Goldproduktion von über 1 Mio. Unzen und das bei rückläufigen Gesamtkosten. Man kann also von einem guten Ergebnis im 4. Quartal ausgehen, da der Goldpreis deutlich gestiegen ist. Doch auch die Goldäquivalentproduktion soll bis 2030 noch einmal um 30 % wachsen. Erst im Dezember gab der Konzern bekannt, dass die Porgera Goldmine in Papua-Neuguinea Anfang 2024 seine Produktion wiederaufnehmen wird und Ressourcen für 10 Jahre aufweist. Pro Jahr sollen mindestens 500.000 Unzen Gold hergestellt werden.

    Am 11. Dezember erhielt Nevada Gold Mines, ein Joint-Venture mit Newmont, die Genehmigung für die Goldrush Mine. Die Mine wird voraussichtlich 2024 mit einer Produktion von 130.000 Unzen beginnen und bis 2028 auf etwa 400.000 Unzen pro Jahr anwachsen. Neben Gold besitzt das Unternehmen vor allem Kupfervorkommen. Die Kupferproduktion soll in den kommenden 6 Jahren bis auf rund 1 Mrd. Pfund Kupfer verdoppelt werden. Dazu sollen das Reko Diq-Projekt in Pakistan und die Erweiterung des Lumwana Super Pit beitragen. Das Unternehmen scheint gut für die kommenden Jahre aufgestellt zu sein.

    Der CEO Mark Bristow hat die Schulden abgebaut und das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht. Die Dividenden und Aktienrückkaufprogramme helfen dem Aktienkurs und doch sind die Bewertungskennzahlen im Vergleich zur Konkurrenz als günstig anzusehen. Da ist unter anderem das Preis-Buchwert-Verhältnis von nahe 1,0 zu nennen oder auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Auch die Analysten sind überzeugt. In den letzten 90 Tagen haben 24 Analysten ihre Einschätzungen abgegeben. 17 raten zum Kauf, 6 zum Halten und nur einer sieht die Aktie, die derzeit bei 18,14 USD notiert, als Verkauf an.

    Desert Gold – will mit der Goldproduktion starten

    Vom gestiegenen Goldpreis profitieren nicht nur die etablierten Goldproduzenten, sondern auch die Explorer aus der 2. Reihe. Hierzu zählt auch Desert Gold, die über eins der größten nicht produzierenden Projekte in Westafrika verfügen. Das Projekt trägt den Namen SMSZ, was für Sengegal-Mali-Shear-Zone steht. Die Liegenschaft erstreckt sich über eine Fläche von 440 km² und liegt in der Umgebung von 4 großen Tier-1 Goldminen, die Produzenten wie B2 Gold, Barrick Gold oder Allied Gold gehören. Das Gebiet ist deshalb so interessant, weil die Goldvorkommen in der Nähe der Oberflächen zu finden sind und somit die Abbaukosten gering sind.

    Auf dem SMSZ-Grundstück wurden bislang 24 Goldzonen gefunden. Lediglich 5 dieser identifizierten Zonen sind für die derzeitige Mineralressource von rund 1,1 Mio. Unzen Gold verantwortlich. Die Planungen für die nächsten Schritte laufen. Es wird ein strategischer Investor gesucht, mit dem eine erste Goldproduktion in der Barani East Zone mittels Haufenlaugungsverfahren in Gang gebracht werden kann. Die Machbarkeitsstudie soll im 1. Halbjahr 2024 abgeschlossen sein. Gelingt das, sollte ein Produktionsstart im 2. Halbjahr 2025 möglich sein. Parallel soll im kommenden Jahr ein 30.000 m Bohrprogramm gestartet werden, um so die Mineralressource auf gut 2 Mio. Unzen Gold zu erhöhen.

    Mit Doug Engdahl hat das Unternehmen Mitte des Jahres einen Experten im Bereich der Mineralexploration ins Board of Directors berufen. Er wird das Unternehmen mit seinem Wissen bei der Weiterentwicklung des SMSZ-Projekts unterstützen und kann mit seinem umfangreichen Netzwerk sicherlich einige Türen öffnen. Weiterführende Informationen zum Unternehmen finden Sie auch in der neuesten Studie von researchanalyst.com. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,04 CAD kommt das Unternehmen gerade einmal auf eine Marktkapitalisierung vollverwässert von 10,3 Mio. CAD. Diese niedrige Bewertung könnte die großen Goldproduzenten dazu bewegen einen Übernahmeversuch zu starten.

    Bitcoin Group – profitiert vom neuen Krypto-Boom

    Die Welt der Finanzen hat durch das Aufkommen von Kryptowährungen eine Revolution erfahren, die vielfach mit dem traditionellen Wertträger Gold verglichen werden. Daher werden die Kryptos oft auch als digitales Gold bezeichnet. Der Vergleich zwischen Kryptowährungen und Gold ist besonders faszinierend, da beide bestimmte Eigenschaften teilen, die sie als potenzielle Wertspeicher gegenüber dem Fiat-Geld auszeichnen. Letztlich sind die Renditechancen, aber auch die Risiken, bei Kryptowährungen höher. Seit Anfang Oktober hat der Bitcoin Preis in der Spitze ein Plus von 66 % gemacht. Das wirkt sich dann auch positiv auf die Geschäfte der Bitcoin Group aus.

    Das Unternehmen ist in den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain unterwegs. Der wohl bekannteste Geschäftsbereich ist der Handelsplatz für digitale Währungen bitcoin.de. Nachdem der Kurs der Krpytowährungen 2022 gecrasht ist, war 2023 lange Zeit eine zähe Angelegenheit. Das sieht man auch an den Halbjahreszahlen, bei denen die Umsatzerlöse nahezu unverändert bei 5,62 Mio. EUR verharrten. Das EBITDA lag bei -0,56 Mio. EUR und war damit deutlich schwächer als 2022 mit 2,74 Mio. EUR. Allerdings wäre die Kennzahl positiv wenn nicht die Sonderkosten für die Integration der „von der Hydt Bank“ mit 2,62 Mio. zu Buche geschlagen hätten.

    Das 2. Halbjahr dürfte aufgrund der hohen Volatilität der Kryptomärkte deutlich besser ausfallen. Auch die Kryptobestände des Unternehmens dürften mittlerweile deutlich höher notieren als am 30. Juni. Da lag der Wert bei 121,86 Mio. EUR. Geht man konservativ von einem Plus von 50 % aus sollten die Bestände derzeit bei rund 180 Mio. EUR liegen. Lange Zeit notierte die Aktie unter dem Wert ihrer Kryptobestände. Seit dem 19. Dezember legte die Aktie innerhalb von 4 Tagen um 56 % zu. Vom Hoch hat die Aktie zuletzt etwas verloren und steht derzeit bei 36,60 EUR. Die Analysten von GBC sehen ein Kursziel von 55 EUR.


    In Zeiten geopolitischer Spannungen, wild druckenden Notenbanken, hoher Inflation und anderen Unsicherheiten suchen die Menschen sichere Häfen. Da bietet sich in erster Linie Gold an. Barrick Gold ist ein Blue Chip unter den Goldaktien, zahlt Dividende und kann in Zukunft vom steigenden Kupferpreis profitieren. Die Alternative wäre Desert Gold, die mit ihrem SMSZ-Projekt viel Potenzial haben. Der Aktienkurs könnte sich schnell verdoppeln wenn eine Übernahme ansteht. Für risikofreudige Anleger sind Kryptowährungen eine Alternative. Will man nicht auf einzelne Werte setzen kommt die Bitcoin Group in Betracht, die mit ihrem Kryptohandelsplatz mit jeder Transaktion mitverdient.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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