Menü schließen




03.02.2022 | 06:20

Barrick Gold, Standard Lithium, Alerio Gold: Rohstoffaktien nach dem Crash

  • Rohstoffe
  • Gold
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Lithium- und Gold-Aktien haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Der Lithium-Sektor hat in den vergangenen Wochen eine heftige Korrektur vollzogen. Albemarle hat beispielsweise rund 30% an Wert verloren. Beim Anlegerliebling des Jahres 2021 -Standard Lithium - waren es sogar fast 50%. Was bei Lithium nur wenige Wochen gedauert hat, hat sich bei Gold-Aktien über Monate hingezogen. Auch hier notieren Branchenschwergewichte wie Barrick Gold und junge Produzenten wie Alerio Gold deutlich unter ihren Höchstkursen. Damit kommen wir zur Gemeinsamkeit. Sowohl Lithium- als auch Gold-Aktien scheinen reif für eine Erholung zu sein. Der Lithium-Preis notiert nahe dem Allzeit-Hoch und Gold notiert wieder über 1.800 USD. Außerdem hat Barrick Top-Zahlen veröffentlicht. Auch bei Alerio Gold und Standard Lithium lohnt sich ein genauerer Blick.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Alerio Gold Corp. | CA01450V1040 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold mit Überraschung

    Barrick Gold hat einen starken Jahresendspurt hingelegt und damit noch die Jahresprognose erfüllen können. Dabei sollen die Kosten im Schlussquartal sogar unter denen des dritten Quartals liegen. Von Inflationsdruck – beispielsweise bei Personalkosten – fehlt bei Barrick also bisher jede Spur. Darüber hinaus läuft es bei den Goldminen North Mara und Bulyanhulu in Tansania überraschend gut. Beide haben 2021 die Produktions-Marke von 500.000 Unzen geknackt und gehören damit zu den Tier 1 Assets des Gold-Riesen. Dabei gehörten die beiden Minen aufgrund der Streitigkeiten mit der Regierung Tansanias zu den Sorgenkindern des Konzerns. Die geplante Ausgliederung ist damit wohl vom Tisch. Neben dem operativen Rückenwind spielt derzeit auch der Goldpreis mit. Dieser ist wieder über die wichtige Marke von 1.800 USD geklettert. Die Barrick-Aktie würde charttechnisch bei dem Sprung über die 21 USD wieder besser aussehen.

    Alerio Gold: 14 Mio. Marketcap und 34 Mio. bereits investiert

    Charttechnisch sieht es bei der Aktie von Alerio Gold alles andere als gut aus. Derzeit notiert sie bei rund 0,20 CAD. Dabei dürfen Anleger von dem jungen kanadischen Gold-Prozenten im laufenden Jahr operativ einiges erwarten. Die Kanadier sind auf Guyana in Südamerika aktiv. Dort besitzt das Unternehmen zwei Projekte. Das Management Team hat über 12 Jahre Bergbau Erfahrung in Südamerika und sich einiges vorgenommen. Dabei hat Alerio in das 1.381 Hektar große Tassawini Projekt bereits 34 Mio. CAD investiert. Im Rahmen der Projektentwicklung wurden 1.279 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 47.509m fertiggestellt. Auch die Infrastruktur mit einem Camp sowie Zugängen über Luft- und Wasserwege ist inzwischen vorhanden. Und besonders wichtig: Erste Goldvorkommen in Höhe von 437.000 Unzen wurden bereits identifiziert. Abgeleitet kommen noch einmal 33.000 Unzen hinzu. Mit weiterem positiven Newsflow ist im laufenden Jahr zu rechnen. Unter anderem sollen aufgrund des laufenden Explorationsprogramms neue Ressourcen hinzukommen. Außerdem soll eine Umweltverträglichkeitsbescheinigung erteilt werden und es wird an einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsanalyse (PEA Studie) gearbeitet.

    Dabei ist Tassawini nicht das einzige Projekt von Alerio Gold. Auch das Harpy Projekt ist spannend. Es befindet sich in der Guyana Shield genannten Region und soll über 110 Mio. Unzen Gold enthalten. In der Region wird bereits erfolgreich Gold abgebaut. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Guyana Goldfields, die 2019 über 124.000 Unzen Gold produziert hat.

    Den bisher investierten 34 Mio. CAD und dem erwarteten positiven Newsflow steht eine Marktkapitalisierung von 14 Mio. CAD gegenüber. Würden nur die bisher beschriebenen Ressourcen zu Kosten von 1.000 USD je Unze abgebaut und zum aktuellen Preis von 1.800 USD verkauft werden, würden dies über 340 Mio. USD Gewinn in die Kasse von Alerio spülen. Sollte der Goldpreis weiter anziehen, entsprechend mehr.

    Standard Lithium: Nach dem Crash jetzt die Erholung?

    Standard Lithium gehörte im Jahr 2021 zu den absoluten Anlegerlieblingen. Getrieben von dem Vormarsch der Elektromobilität hatte sich das Wertpapier im vergangenen Jahr zwischenzeitlich auf über 14 CAD vervierfacht. Die im November 2021 einsetzende Korrektur beschleunigte sich in den vergangenen Wochen zu einem handfesten Crash. So notierte die Aktie von Standard Lithium zwischenzeitlich unter 8,00 CAD. Inzwichen hat sich die Aktie auf über 9,50 CAD erholt. Die Chancen, dass es weiter Richtung Allzeit-Hoch geht, stehen gut. Im laufenden Jahr werden Tesla, Volkswagen & Co. den Absatz von Elektrofahrzeugen weiter erhöhen und neue Modelle vorstellen. Die Nachfrage nach Lithium dürfte also weiter zulegen. Und Standard Lithium wird im laufenden Jahr die Erschließung des South-West Arkansas Projekt weiter vorantreiben. Ende 2011 hatte der Einstieg von Koch Investments Group – deren Gründer gehören zu den reichsten US-Amerikanern – mit 100 Mio. USD für Aufsehen gesorgt und die Kasse von Standard Lithium gefüllt.


    Goldminen- und Lithium-Aktien notieren deutlich unter ihren Höchstkursen und scheinen reif für eine Erholung zu sein. Bei Standard Lithium läuft diese bereits. Barrick und Alerio sind alles andere als teuer und die Aktien sollten bei einem weiter steigenden Preis anspringen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 09.01.2026 | 06:00

    Gewinner und Verlierer im Silberschock: Die aktuellen Situationen von BYD, Silver North Resources und Intel im Check

    • BYD
    • Silver North Resources
    • Intel
    • Elektromobilität
    • Lithium
    • Silber
    • Silberpreis
    • Silbernachfrage
    • Halbleiter
    • Elektronik
    • Nvidia
    • Versorgungslücke

    Ein neues Ringen um einen scheinbar altbekannten Rohstoff bestimmt die Zukunft der Megatrends. Silber, unverzichtbar für grüne Energie, Elektromobilität und die Elektronik- bzw. Halbleiterbranche, steht im Zentrum einer explosiven Angebotslücke. Der extreme Preisanstieg sorgt die Industrien, da deren Margen unter dem hohen Silberpreis leiden, und schafft wie jede Krise Gewinner und Verlierer. Wir sehen uns daher die aktuelle Situation von BYD, Silver North Resources und Intel genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 08.01.2026 | 06:30

    Goldhausse als enormer Kurshebel für Explorer wie Desert Gold Ventures! Rein oder raus bei Barrick und First Majestic Silver?

    • Gold
    • Silber
    • Edelmetalle
    • Explorer
    • sicherer Hafen

    In den letzten Wochen haben die Preise von Gold und Silber neue Höchststände erreicht. Insbesondere bei Silber stieg die Volatilität zuletzt auf dem hohen Preisniveau an. US-Investmentbanken bleiben bullish und prognostizieren einen Goldpreis von mindestens 4.900 USD bis Jahresende. Gold bleibt angesichts geopolitischer Spannungen, hoher Staatsverschuldungen und nachlassender Kaufkraft ein sicherer Hafen. Zudem nehmen die strategischen Käufe der Notenbanken zu. Alles zusammen sind dies gute Rahmenbedingungen für Edelmetalle und Produzenten. Im letzten Jahr haben die Anteilsscheine der Minenbetreiber wie Barrick oder First Majestic die Edelmetallpreise ausperformt. Charakteristisch findet in einer späteren Hausse-Phase ein Favoritenwechsel hin zu Explorern wie Desert Gold statt. Wir werfen einen genauen Blick auf drei Branchenvertreter und deren Potenziale.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 08.01.2026 | 05:00

    Goldrausch ohne Gift: Warum Newmont und Equinox unter Zugzwang stehen und RZOLV Technologies zur Schlüssel-Aktie des neuen Superzyklus werden kann

    • Gold
    • Cyanid
    • Goldförderung
    • ESG

    Gold ist zurück auf der ganz großen Bühne. Getrieben von geopolitischen Brandherden, einer strukturellen Schwäche des US-Dollars und dem unstillbaren Hunger der Zentralbanken, eilt das Edelmetall von einem Allzeithoch zum nächsten. Doch während die Kurse steigen, verschlechtert sich die Situation für Minenbetreiber: die Abhängigkeit von hochgiftigem Cyanid wird immer mehr zu einem Problem. Umweltauflagen werden strenger, Genehmigungsverfahren ziehen sich über Jahrzehnte und gesellschaftlicher Widerstand blockiert Milliarden-Projekte. In diesem Spannungsfeld zwischen Rekordpreisen und ökologischer Sackgasse positioniert sich das Technologieunternehmen RZOLV Technologies. Während Branchenriesen wie Newmont und Equinox Gold nach Wegen suchen, ihre Produktion nachhaltig zu sichern, liefert RZOLV die langersehnte technologische Antwort: Eine Goldgewinnung, die völlig ohne toxische Chemikalien auskommt und damit das Potenzial hat, die Karten im globalen Bergbau neu zu mischen.

    Zum Kommentar