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14.11.2025 | 06:00

BYD, Power Metallic Mines und Nordex: So profitieren Sie von Branchenführern der Energiewende

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Bildquelle: pixabay.com

Eine neue Industrie-Ära bricht an. Getrieben von der globalen Energiewende entsteht ein beispielloser Bedarf an sauberer Technologie, leistungsstarken Batterien und den Metallen, die sie antreiben. Doch dieses milliardenschwere Wettrüsten offenbart eine kritische Schwachstelle, die Verknappung strategischer Rohstoffe und fragile Lieferketten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht mehr nur in der Innovation, sondern in der Beherrschung der gesamten Wertschöpfungskette, von der Mine bis zur fertigen Anlage. Wir sehen uns mit BYD, Power Metallic Mines und Nordex drei Unternehmen an, die die Energiewende vorantreiben.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    BYD - im Preiskampf: Gewinne unter Druck

    BYD muss sich im heimischen China einem gnadenlosen Preiskampf stellen. Selbst mit 441.706 verkauften Einheiten, der höchsten Zahl im gesamten Jahr, rutschte der Absatz des Konzerns im Oktober 2025 im Vorjahresvergleich um 12 % ab. Schuld daran war vor allem der massive Einbruch bei den Plug-in-Hybriden, deren Verkäufe um satte 31 % einbrachen. Dagegen legten die rein batterieelektrischen Fahrzeuge um rund 17 % zu. Die finanzielle Belastung ist immens. Im 3. Quartal brach der Nettogewinn um 33 % ein. Dieser Margendruck ist das direkte Ergebnis aggressiver Rabattaktionen mit denen BYD und Wettbewerber wie Tesla und XPeng um jeden Kunden ringen.

    Um das nachlassende Heimwachstum zu kompensieren, treibt BYD die Internationalisierung vehement voran. Das Exportgeschäft mit Personenkraftwagen bleibt mit 83.524 Einheiten im Oktober ein bedeutender Stützpfeiler. Für das Gesamtjahr 2025 wird erwartet, dass BYD die Marke von 1. Mio. exportierter Fahrzeuge überschreitet. Um diese Expansion zu stützen, investiert das Unternehmen massiv in den Aufbau internationaler Produktionsstätten, etwa in Ungarn, Thailand und Brasilien. Diese globale Offensive ist notwendig, um in neuen Märkten Marktanteile zu gewinnen; sie stellt jedoch das Unternehmen aufgrund der hohen Investitionskosten gleichzeitig vor weitere finanzielle Herausforderungen.

    Die Phase ungebremsten Wachstums ist vorerst gestoppt. BYD verfolgt deshalb eine Doppelstrategie: Im heimischen Markt, wo der Wettbewerb immer härter wird, setzt das Unternehmen auf strikte Kostendisziplin. Parallel treibt es die Internationalisierung voran, die sich skalieren lassen muss. Alles hängt nun an der Bruttomarge, die im 3. Quartal bereits auf nur noch 17,6 % gesackt ist. Sie wird zum entscheidenden Gradmesser für den Erfolg. Langfristig bleibt BYD ein gewichtiger Player und technologischer Taktgeber. Für Investoren entscheidet sich die Attraktivität der Aktie in den kommenden Quartalen daran, ob es gelingt, die Margen zu stabilisieren und das internationale Expansionstempo profitabel zu gestalten. Derzeit ist die Aktie für 11,31 EUR zu haben.

    Power Metallic Mines - Dynamik im Nisk-Projekt

    Die jüngsten Bohrungen von Power Metallic Mines im Nisk-Projekt liefern substanzielle Fortschritte. Das Sommerprogramm bestätigte nicht nur die Ausdehnung der Lion-Zone, sondern brachte auch technische Lernerfolge. Während die PML-25-017 Bohrung die Zone nach Westen erweitern und dabei 7 m mit 1,41 % Kupferäquivalent nachweisen konnte werden künftig leistungsstärkere Bohrgeräte den Effizienzgewinn in der Tiefenerkundung bringen. Das Herbstprogramm des Unternehmens soll diese mineralisierte Struktur weiter untersuchen. Diese methodische Anpassung unterstreicht den systematischen Ansatz des Unternehmens und schafft Klarheit für die weitere Exploration.

    Noch wertvoller sind die Ergebnisse aus den Infill-Bohrungen, die für die erste Ressourcenschätzung fundamental sind. Hier überzeugen besonders hochgradige Intersektionen wie 6,85 m mit 13,15 % Kupferäquivalent. Diese exzellenten Analysedaten bestätigen die konsistente Mächtigkeit und Gehalte der Lagerstätte und bilden eine solide Grundlage für die kommende wirtschaftliche Bewertung des Vorkommens. Die wiederholt hohen Metallgehalte in verschiedenen Bereichen der Zone deuten auf ein robustes Mineralisierungssystem hin. CEO Terry Lynch zeigte sich sehr zufrieden: „… wir haben hervorragende Erkenntnisse gewonnen, die unser Bohrprogramm im Herbst und Winter leiten werden. Darüber hinaus haben wir unsere Bohrziele mit der höchsten Priorität aufgrund ihrer Nähe zu den Landzusammenführungsaktivitäten, an denen wir gearbeitet haben, nicht gebohrt.“. Das Projekt hat mittlerweile eine Größe von 313 qkm.

    Vor allem die neuen Claim-Rechte am Hydro-Grundstück sind sehr wertvoll, da es die Erweiterung des Lion-Mineralisierungssystems umfasst. Was das Nisk-Projekt besonders macht, ist seine polymetallische Natur in einer etablierten Bergbauregion. Die Kombination aus Kupfer, Nickel und bedeutenden Edelmetallanteilen wie Palladium und Platin bietet eine natürliche Absicherung gegen Preisschwankungen einzelner Metalle. Zusätzlich schafft die strategische Lage in Québec politische Stabilität und sehr gute Infrastruktur. Diese einzigartige Konstellation aus geologischem Potenzial und geringem politischen Risiko macht Nisk zu einem bemerkenswerten Projekt im Rohstoffsektor. Die Aktie notiert aktuell bei 1,02 CAD.

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    Nordex - starke Quartalszahlen und neuer Rückenwind

    Die Zahlen des Windkraftanlagenherstellers Nordex lesen sich erfreulich. Der Umsatz im 3. Quartal lag mit rund 1,7 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau, die Profitabilität legte deutlich zu. Das EBITDA lag bei 136 Mio. EUR und hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Eine Marge von 8 % unterstreicht, dass die Effizienzbemühungen greifen. Zudem generierte Nordex einen robusten freien Cashflow von 149 Mio. EUR, was die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Unternehmens untermauert und für Spielraum bei künftigen Investitionen sorgt.

    Diese positive Entwicklung gibt dem Management genug Vertrauen, die Jahresprognose nach oben zu korrigieren. Statt der bisher erwarteten EBITDA-Marge von 5-7 % peilt Nordex nun 7,5-8,5 % an. Parallel wächst die Projektpipeline kräftig. Auch beim Auftragseingang ging es um rund 25 % nach oben auf über 2.170 Megawatt (MW). Die neuesten Großaufträge aus November zeigen, wie beispielsweise ein 68-MW-Projekt für EnBW in Niedersachsen und ein 42-MW-Auftrag für SSE in Spanien, dass der Trend intakt ist. Diese Bestellungen festigen die Auslastung und bieten gute Sichtbarkeit für die kommenden Geschäftsquartale.

    Die Kombination aus steigender Profitabilität und einem wachsenden Auftragsbestand zeichnet ein kohärentes Bild. Nordex profitiert sichtbar von der Dynamik im europäischen Windmarkt und scheint seine internen Prozesse effektiver zu managen. Für Investoren ist bemerkenswert, dass dieser Fortschritt nicht auf Kosten der finanziellen Stabilität geht, wie die gestärkte Liquidität zeigt. Das Unternehmen positioniert sich damit nicht nur als Mitnahmeeffekt der Energiewende, sondern als handfester Akteur mit verbesserter Ertragskraft. Die Weichen für nachhaltiges Wachstum scheinen gestellt. Momentan kostet eine Aktie 28,00 EUR.


    Die Energiewende zeigt unterschiedliche Wege in der Transformation. BYD stemmt sich mit globaler Expansion und Preiskampf im Heimatmarkt gegen einbrechende Margen. Power Metallic Mines liefert mit hochgradigen Bohrungen im Nisk-Projekt die dringend benötigten, polymetallischen Rohstoffe für die Elektromobilität. Nordex wiederum demonstriert mit steigender Profitabilität und einem wachsenden Auftragsbestand, wie sich die Windkraft konsolidiert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Power Metallic Mines, Infineon und Deutsche Telekom stammen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. An der Börse verbindet sie dennoch zur Zeit dieselbe Frage. Sind das nach den Rücksetzern Kaufkurse? Power Metallic arbeitet nach seiner Ressourcenschätzung an einer ersten Wirtschaftlichkeitsstudie. Analysten bescheinigen dem Titel großes Aufwärtspotenzial. Beim Chiphersteller Infineon steigen die Erwartungen an das KI-Geschäft. Anleger schielen auf die nächsten Zahlen. Beim Telekomkonzern wachsen die Sorgen vor neuer Konkurrenz durch SpaceX. Wo liegen die größten Chancen?

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