Menü schließen




25.08.2025 | 05:00

China-Schub für Gold – jetzt steigen die Versicherer ein: Sranan Gold, China Life, Allianz

  • Gold
  • China
  • Notenbanken
  • V
Bildquelle: pexels.com

China bewegt die Märkte. Der neueste China-Hammer betrifft Gold. Seit diesem Jahr sollen chinesische Unternehmen 1 % ihres Vermögens in physisches Gold investieren. Die Neuerung unterstreicht, dass die chinesischen Behörden in Gold einen wichtigen Stabilitätsanker für das Finanzsystem sehen. Berücksichtigt man die riesigen Kapitalreserven der chinesischen Versicherer, dürften bis zu 27 Mrd. USD in den Goldmarkt fließen. Analysten feiern die zusätzliche institutionelle Nachfrage und Unternehmen wie China Life zeigen sich wie für China üblich kooperativ. Das Beste für Gold-Anleger aber kommt noch.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: SRANAN GOLD CORP | CA85238C1086 , ALLIANZ SE NA O.N. | DE0008404005 , CHINA LIFE INS. H YC 1 | CNE1000002L3

Inhaltsverzeichnis:


    Regeln für Chinas Versicherer bringen bis zu 7% mehr Gold-Nachfrage

    Die Gold-Initiative der chinesischen Regulatoren sieht unter anderem vor, dass der vorgeschriebene Gold-Anteil nach und nach auf bis zu 5 % der Kapitalreserven der chinesischen Versicherer steigen könnte. Auch die Zahl der betroffenen Versicherer wird nach und nach steigen und immer mehr auch kleinere Gesellschaften betreffen. Für Gold bedeutet das eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Zur Verdeutlichung: Die von Seiten der Versicherer wie China Life erwarteten Zuflüsse in den Goldmarkt entsprechen rund 5 – 7 % der weltweiten Jahresförderung. Da diese Nachricht weitere spekulative Investments auslösen dürfte, sollte der gesamte Effekt noch größer sein. Hinzu kommt die schrittweise Ausweitung der Pläne. Analysten wie die Experten von J.P. Morgan sehen für 2026 bereits Kursziele jenseits der Marke von 4.000 USD.

    Unterschiedliche Vorzeichen für China Life und Allianz

    Große Versicherer wie China Life legen ihr Kapital bislang in Immobilien, Anleihen und Aktien an. Aktuell funktioniert das sehr erfolgreich: China Life steigerte den Nettogewinn im ersten Quartal 2025 um 40 % auf 28,8 Mrd. CYN und macht dafür die gute Entwicklung der Märkte verantwortlich. Da China angesichts vergangener Investitionsblasen jedoch ein gebranntes Kind ist, erscheint die Gold-Pflicht für Versicherer naheliegend. Das Edelmetall bietet langfristig stabile und von anderen Märkten unabhängige Renditen. Wie das World Gold Council vorrechnet, kletterte Gold seit 1971 im Mittel jedes Jahr um 8,6 %.

    Diese für Versicherungsgesellschaften vorteilhaften Eigenschaften von Gold scheinen sich nach Deutschland noch nicht herumgesprochen zu haben. In offiziellen Dokumenten der Allianz spielt Gold als Anlageklasse keine große Rolle. Auch sind die regulatorischen Hürden für Gold-Investments von Versicherern hoch, da das Edelmetall als Rohstoff gilt, für den besonders hohe Eigenkapitalvorschriften gelten. Institutionelle Anleger können Gold bestenfalls indirekt mittels Gold-Aktien abbilden. Steigt die Unsicherheit und Volatilität an den internationalen Märkten jedoch an, ist nicht ausgeschlossen, dass neben China weitere Volkswirtschaften die Anlageklasse Gold für Versicherer öffnen. Insbesondere im asiatischen Raum hat das Edelmetall traditionell eine Funktion als Ersatzwährung und ist kulturell als alternatives Zahlungsmittel verankert. Wie können jetzt also Investoren von der zusätzlichen Perspektive für Gold profitieren?

    Sranan Gold: Laufendes Bohrprogramm und viel Potenzial

    Neben den großen Goldförderern bietet das aktuell dynamische Umfeld insbesondere auch bei kleineren Unternehmen aus der Branche große Chancen. Das kanadische Unternehmen Sranan Gold treibt in Suriname das 29.000 ha große Tapanahony-Goldprojekt voran. Das südamerikanische Land liegt an der Atlantikküste und ist für seine Rohstoffvorkommen bekannt. Zu Tapanahony liegen historische Explorationsdaten vor, die Sranan Gold bestätigt und gezielt erweitert. So können Explorationsprojekte nach und nach in ein neues Stadium überführt werden. Das Ziel: Aus Liegenschaften Minen machen. Neben historischen Bohrdaten profitiert Sranan auch von den Aktivitäten lokaler Goldschürfer, die teils illegal Schächte errichtet haben. Die Position dieser Schächte bietet neue Informationen und ermöglich weitere Exploration. Ende Juli meldete Sranan aus derartigen illegalen Schächten hohe Gehalte von bis zu 76,6 g/t Gold.

    Gute Argumente für Sranan Gold - Management hat „Skin in the game“

    Aktuell bohrt Sranan Gold weitere 10.000 Meter und legt einen Schwerpunkt auf dem Gebiet Randy’s Pit. Hier erwartet man weitere gute Ergebnisse, die die bisherigen Daten erweitern. Das Besondere an Unternehmen wie Sranan Gold ist das große Potenzial. Aktuell ist das Unternehmen lediglich mit rund 20 Mio. EUR bewertet. Bestätigen gute Bohrergebnisse die vielversprechende Perspektive einer Liegenschaft, bewertet der Markt derartige Unternehmen schlagartig neu. Wie die Analysten von Discovery Alert schreiben, konnten Aktien kleiner Explorationsgesellschaften während vergangener Bullenmärkte fünf bis zehn Mal stärker steigen als der Preis des zugrundeliegenden Rohstoffs selbst.

    Für Investoren bietet das vielfältige Chancen: Risikobewusste Anleger können spekulative Wetten eingehen. Ist der Risiko-Appetit geringer, sollten Investoren ihre Positionsgrößen verkleinern und noch breiter diversifizieren. Sranan Gold vereint ein vielversprechendes Goldprojekt in einem sicheren Rechtsraum, der von der niederländischen Rechtstradition geprägt ist mit einem erfahrenen Team, das 2002 die heutige Merian Mine von Newmont in Suriname entdeckt hat und das selbst umfassend ins eigene Unternehmen investiert.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 26.02.2026 | 05:15

    Neue Ressourcenschätzung in den kommenden Wochen und auf dem Weg in die Produktion: Jetzt bei Lahontan Gold einsteigen?

    • Lahontan Gold
    • Gold
    • historische Vorkommen
    • Nevada
    • Santa Fe
    • Goldproduktion
    • Bohrprogramm
    • Bohrergebnisse
    • Goldpreis

    Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Haus, das längst steht, und entdecken im Garten ein unbebautes Grundstück, das plötzlich an Wert gewinnt. Genau so lässt sich die Geschichte von Lahontan Gold beschreiben. Das an der TSX notierte Unternehmen will die stillgelegte Santa Fe-Mine in Nevada wieder in Betrieb nehmen – ein Projekt mit Vergangenheit, aber vor allem mit Zukunft. Während der Fokus auf der Wiederbelebung liegt, wächst 13 km entfernt ein zweites Areal heran, dessen jüngste Bohrergebnisse für Aufsehen sorgen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 25.02.2026 | 04:45

    KI treibt die Nachfrage: Drei Kupferaktien für den Boom: Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Aurubis!

    • Kupfer
    • FreeportMcMoran
    • Power Metallic Mines
    • Aurubis
    • KI
    • Bergbau
    • Mining
    • Nickel
    • Aktien
    • Kanada
    • MDAX
    • Lieferketten
    • Geopolitik
    • China
    • Solartechnologie
    • Energiewende

    Vor einigen Jahren war Kupfer eines der langweiligsten Metalle. Die Nachfrage wuchs stetig, aber nicht gewaltig. Das rote Metall wurde zwar überall eingesetzt, vom Bau bis zu Stromleitungen, doch Sex-Appeal war nicht da. Und der Preis dümpelte auf solch niedrigem Niveau vor sich hin, dass es in der vergangenen Dekade kaum Investments in die Entwicklung neuer Vorkommen gab. Mit der KI-Revolution und der globalen Elektrifizierung hat sich dies massiv geändert. Kupfer ist der effizienteste elektrische Leiter nach Silber und spielt nun eine große Rolle. So benötigt ein Elektroauto drei- bis viermal mehr Kupfer als ein Verbrenner. Hinzu kommen Windräder, Solarparks und der massive Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Analysten schätzen, dass die Welt bis 2040 mehr Kupfer fördern muss, als die Menschheit bisher in ihrer gesamten Geschichte verbraucht hat. Nach den Elektroautos hat die Künstliche Intelligenz aufgrund des enormen Strombedarfs der Datacenter die nächste Nachfragewelle ausgelöst. Für die riesigen Serverfarmen von NVIDIA, Google, Amazon und Co. werden kilometerweise Kupferkabel und massive Kupferschienen zur Stromverteilung benötigt. Dementsprechend gibt es nun wieder verstärkt Investitionen in neue Kupfervorkommen. Anleger sollten sich breit aufstellen, um langfristig von dieser Entwicklung zu profitieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 18.02.2026 | 05:00

    Das Zeitalter der Transaktion: Warum Desert Gold Ventures in der neuen Weltordnung der klare Gewinner in Westafrika ist - B2Gold lauert, Robex Resources als Vorbild

    • Gold
    • Mali
    • Transaktion
    • Tagebau
    • Gold-Produzenten

    Die Scheinwerfer der Mining Indaba 2026 in Kapstadt beleuchteten Anfang Februar eine neue Realität, die weit über Förderquoten und Bohrergebnisse hinausgeht. In den Paneldiskussionen kristallisierte sich ein Begriff heraus, der die künftige Rohstoffpolitik definiert: „Transaktional“. Die Ära der rein ideologischen Allianzen weicht einem pragmatischen Zeitalter, in dem Versorgungssicherheit und Zugang zu Ressourcen die Währung der Geopolitik sind. In diesem neuen globalen Gefüge, in dem der Westen, China und der globale Süden um Einfluss ringen, positioniert sich Afrika nicht mehr als Bittsteller, sondern als strategischer Partner auf Augenhöhe. Das Kapital folgt dieser Logik. Doch es fließt nicht wahllos, sondern gezielt in die geologisch produktivsten Regionen. Im Goldsektor bedeutet das: Alle Augen richten sich auf die Senegal-Mali Shear Zone (SMSZ). In diesem Weltklasse-Distrikt kontrolliert ein kleiner Explorer den Schlüssel zur Langlebigkeit der dortigen Giganten: Desert Gold Ventures. Während B2Gold und Robex Resources ihre Milliarden-Assets verwalten, sitzt Desert Gold auf der strategischen Reserve, die in einer transaktionalen Welt richtig teuer werden dürfte.

    Zum Kommentar