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03.08.2023 | 05:55

CleanTech-Aktien vor Rally? Standard Lithium, FREYR Battery, RegenX Tech Corp.

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Bildquelle: pixabay.com

Bei FREYR Battery könnte kommende Woche der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend erfolgen. Am 10. August berichtet das Unternehmen über die Entwicklung im zweiten Quartal. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial. Auch bei RegenX deutet viel auf ein spannendes zweites Halbjahr hin. So wird derzeit die erste Recyclinganlage zur Gewinnung von Platin und Palladium hochgefahren. Außerdem will man künftig an Emissionszertifikaten verdienen. Auch bei Standard Lithium steigt die Spannung. Wann kommt die Machbarkeitsstudie für das Arkansas-Projekt und wird dann die deutsche Lanxess zuschlagen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Freyr Battery | LU2360697374 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , REGENX TECH CORP | CA75903N1096

Inhaltsverzeichnis:


    RegenX: Umweltfreundlich Platin und Palladium gewinnen

    Recyceln statt neue Rohstoffe aus der Erde zu holen. Dies ist wohl die unbestritten beste Rohstoffquelle. Im Bereich von Platin und Palladium arbeitet RegenX Tech an einer umweltfreundlichen Methode. Denn bisher werden erst 30 % des Materials aus PKW-Katalysatoren wiedergewonnen, aber die dafür genutzten Schmelzöfen sind alles andere als sauber. Und Dieselkatalysatoren werden häufig gar nicht angenommen. Dies will die in Kanada und Deutschland gelistete RegenX ändern. So wurde eine chemische und verfahrenstechnische CleanTech-Lösung entwickelt, um 90 % des in Katalysatoren befindlichen Platins und Palladiums zu recyceln. Dabei ist RegenX inzwischen über die Forschungsarbeit weit hinaus.

    Im April wurde das erste Modul der ersten Anlage im industriellen Maßstab in Betrieb genommen. Die Recyclinganlage im US-Bundesstaat Tennessee wird derzeit hochgefahren und müsste schon im laufenden dritten Quartal die Vollauslastung von 2,5 t pro Tag erreichen. Dabei will man sich zunächst auf Dieselkatalysatoren fokussieren. RegenX-CEO Greg Pendura: "Wir haben eine Technologie entwickelt, die den modernen städtischen Bergbau einbezieht und gleichzeitig die Nachhaltigkeit in einer Kreislaufwirtschaft fördert. Wir freuen uns über den Abschluss unserer Inbetriebnahmephase und die Erweiterung auf eine Anlage mit vier Modulen."

    Das Potenzial ist riesig. Jährlich gehen durch die Verschrottung von Dieselkatalysatoren Metalle im Wert von 21,2 Mrd. USD verloren. Und der Markt wächst trotz Energiewende und Elektromobilität: Der gesamte Katalysatoren-Markt soll 2025 voraussichtlich ein Volumen rund 73 Mrd. USD erreichen. Mit 39,8 Mrd. USD soll mehr als die Hälfte auf Dieselkatalysatoren entfallen. Neben dem Verkauf der recycelten Rohstoffe will RegenX auch am Handel mit Emissionszertifikaten verdienen – dies hat schon bei Tesla hervorragend funktioniert.

    Zwar hat das Unternehmen bisher noch keine nennenswerten Umsätze erzielt. Doch mit dem Hochfahren der industriellen Recyclinganlage sollte sich dies in den kommenden Monaten ändern. Gelingt dies, erscheint mit Blick auf das Marktpotenzial dann die Marktkapitalisierung von rund 22,5 Mio. EUR alles andere als hoch zu sein.

    Standard Lithium: Starke Bohrergebnisse, starkes Kursziel

    Dass der Abbau von Rohstoffen lukrativ sein kann, zeigen Lithium-Unternehmen. Nach der Fusion von Alkem und Livent erwacht die Übernahmefantasie in der Branche. Ein Kandidat ist Standard Lithium. Derzeit notiert die Aktie seitwärts bei rund 4,50 USD. Dies könnte die Ruhe vor dem Sturm sein, wenn die Machbarkeitsstudie des Arkansas-Projekts veröffentlicht wird.

    Das kanadische Unternehmen verfügt über zwei spannende Projekte in den US-Bundesstaaten Texas und Arkansas. Bei letzterem läuft derzeit die Machbarkeitsstudie. Die letzten Bohrergebnisse waren vielversprechend. So berichtete das Unternehmen von einer Probe mit 581 mg/L Lithium. Dies sei nach eigener Kenntnis der "höchste bestätigte Gehalt", der jemals in Arkansas gefunden wurde. Die vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) für das Arkansas-Projekt ergab einen Nettogegenwartswert nach Steuern von 1,97 Mrd. USD (bei einem Abzinsungssatz von 8 %). Partner bei dem Projekt ist Lanxess. Wenn die endgültige Machbarkeitsstudie vorliegt, kann der deutsche Chemiekonzern eine Beteiligung von 49 % an der Projektgesellschaft erwerben. Die letzte Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2021 ergab rund 1,2 Mio. t Lithiumkarbonat-Äquivalent. Bei einem Abbau von durchschnittlich 30.000 t Lithiumhydroxid-Monohydrat in Batteriequalität pro Jahr würde die Minenlebensdauer bei 20 Jahren liegen.

    FREYR Battery: Platzt am 10. August der Knoten?

    Ebenfalls seitwärts – bei starken Ausschlägen – geht es im laufenden Jahr bei FREYR Battery. Spätestens kommende Woche wird es beim Batteriespezialisten aus Norwegen wieder spannend. Am 10. August wird das Unternehmen über die Entwicklung im zweiten Quartal berichten. Anleger erwarten Neuigkeiten zu den beiden geplanten Batteriefabriken „Giga Arctic“ und „Giga America“. Interessierte aus Deutschland können sich über die +49 32 221098334 (Log-in 424929) in den Conference Call (12 Uhr, CET) einwählen.

    Zuletzt hatte FREYR Battery über den Erhalt von 100 Mio. EUR durch die EU-Kommission berichtet. Die Summe stammt aus dem EU-Clean-Tech-Topf mit einem Volumen von 3,6 Mrd. EUR zur Förderung von Projekten mit e-Mobility-Bezug. Bei FREYR wird die Errichtung einer Batteriezellen-Fabrik in Norwegen bezuschusst.

    Die Analysten von Morgan Stanley empfehlen die Aktie von FREYR Battery mit einem Kursziel von 13 USD und stufen sie mit „Overweight“ ein. Derzeit notiert das Wertpapier bei knapp über 8 USD.


    Alle drei besprochenen Aktien stehen vor wichtigen Wochen. Bereits kommende Woche wird es bei FREYR Battery spannend. Allerdings ist das Unternehmen auch schon mit 1,1 Mrd. USD bewertet. Zu Verzögerungen beim Bau der geplanten Fabriken sollte es also besser nicht kommen. RegenX ist da schon weiter – wenn auch in kleinerem Maßstab. Die erste Anlage wird bereits hochgefahren und die Marktkapitalisierung liegt bei überschaubaren 22,5 Mio. USD. Standard Lithium verfügt über zwei sehr spannende Lithium-Projekte. Werden diese erfolgreich entwickelt, dürften bald die ersten Konzerne anklopfen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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