07.07.2026 | 04:50
Das verändert alles! Disruption an der Basis von Big Tech und Elektromobilität – wie HPQ Silicon die Zukunft von Micron und BYD bestimmt!
Ob KI-Infrastruktur oder E-Mobilität, das Wachstum entscheidet sich nicht mehr auf der Softwareebene. Beide Megatrends stoßen an eine physikalische Grenze. Im Batterie-Sektor erweist sich das traditionelle Anoden-Material Graphit zunehmend als Kapazitätsbremse. Die Halbleiterindustrie sucht händeringend nach neuen materialwissenschaftlichen Skalierungseffekten für ultraschnelle Chip-Architekturen. Die Lösung für beide Herausforderungen liegt im gleichen Element: Silizium. Hier hat sich HPQ Silicon positioniert. Die Kanadier besitzen die technologische Schlüsselkompetenz mit disruptivem Potenzial für gleich mehrere Industrien.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , MICRON TECHN. INC. DL-_10 | US5951121038 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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HPQ Silicon – Unterschätztes Disruptionspotenzial
Um die Dimensionen des Marktes zu verstehen, muss an der Basis ansetzen, bei den Materialien. Die Kanadier haben sich in strategischer Allianz mit dem Plasmatechnologie-Spezialisten PyroGenesis und der Mehrheitsbeteiligung Novacium zum Ziel gesetzt, die Produktion von hochreinem Silizium sowie zukunftsweisenden Anoden-Materialien fundamental zu revolutionieren.
Silizium ist anderen Materialien deutlich überlegen, besitzt jedoch auch einen entscheidenden Nachteil. Beim Ladevorgang dehnt sich das Material um ein Vielfaches aus und zerstört die Struktur der Zelle. HPQ ist ein großer Durchbruch gelungen, hat den physikalischen Code durch ein geschütztes, hocheffizientes Produktionsverfahren geknackt, welches das Silizium auf Nano-Ebene stabilisiert.
Nach einer Dekade, die im Zeichen konsequenter Forschungs- und Entwicklungsarbeit stand, markiert das Unternehmen nach und nach entscheidende Meilensteine in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern und kann Kommerzialisierungserfolge vermelden.
Die industriellen Lithium-Ionen-Zellen der Generation 4 (GEN4 21700), einem Standardformat, erreichten in erweiterten Testreihen eine Kapazität von über 7.000 mAh, eine Zahl, die global zu den absoluten Spitzenwerten gehört. Auch die gemeldete Energiedichte von 395 Wh/kg für eine Drohnen-Batteriepack überzeugt. Die Order eines europäischen Drohnenherstellers liegt bereits vor.
Mit einer staatlichen Förderung von 3 Mio. CAD nimmt der Hochlauf der Produktion von Silizium-Anodenmaterial Gestalt an. Anfänglich beträgt die Kapazität 2 t pro Jahr und soll schrittweise bis auf 50 t p. a. ausgebaut werden. In der Endphase könnten dann laut Unternehmensangaben rund 40 Mio. Batteriezellen hergestellt werden.
Zuletzt kam es zu dem Abschluss einer richtungsweisenden Absichtserklärung zwischen HPQ, der Beteiligung Novacium und dem Antriebsspezialisten LN Innov aus Frankreich. Ziel ist es, die Realisierung einer kanadischen Elektro-Antriebsplattform für die Anwendungsbereiche Drohnen, Robotik und Verteidigung zu prüfen. Novacium hat ein maßgeschneidertes Nano-Silizium-Pulver für Anoden entwickelt.
HPQ befindet sich im Bereich Fumed Silica (pyrogenes Siliziumoxid) in der Übergangsphase von der Technologievalidierung zur Kommerzialisierung. Die Pilotanlage hat erfolgreich pyrogenes Siliziumoxid hergestellt, ein erster Kundenauftrag liegt vor. Fumed Silicia ist ein ultrafeines Schleifmittel, was den Wafer makellos glättet, damit die Nanostrukturen überhaupt fehlerfrei gedruckt werden können. Damit liefert HPQ einen unersetzlichen Grundstoff, ohne den nachgelagerte Herstellungsschritte in der Chipproduktion schlichtweg unmöglich wären.
Als drittes Standbein treibt die Gesellschaft die Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung grünen Wasserstoffs gemeinsam mit dem Technologiepartner PyroGenesis voran. Momentan notieren die Anteilsscheine bei einem Kurs von 0,16 CAD, womit der Börsenwert der Gesellschaft 75 Mio. CAD beträgt.
Micron Technology – Trotz Kurvervielfachung ist die Aktie nicht teuer
Micron Technology zählt zu den weltweit führenden Herstellern moderner HBM-Speicher und profitiert massiv vom globalen KI-Infrastrukturboom. Deren hohe Leistungsfähigkeit basiert auf einer vertikal gestapelten Architektur. Die Herstellung der komplexen Bausteine stellt höchste Anforderungen an Materialreinheit und Präzision. Könnte hier HPQ in der Zukunft zum Zug kommen?
Der Aktienkurs hat sich in den letzten 12 Monaten vervielfacht. Die prognostizierten Zuwächse sind gigantisch. Analysten erwarten, dass der Tech-Riese den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr auf 130 Mrd. USD und 2027 auf 234 Mrd. USD steigern wird. Der Gewinn soll sich in diesem Zeitraum von 83 Mrd. USD auf nahezu 159 Mrd. USD verdoppeln. Angesichts dieser Dynamik errechnen sich sehr bescheidene KGVs von 13 bzw. 7 für dieses und nächstes Jahr. Die Experten veranschlagen im Durchschnitt das Upside-Potenzial der Aktie auf gut 50 %.
BYD – Integration ist Trumpf
Die Chinesen haben Tesla als weltgrößten Produzenten von Elektroautos eingeholt. Dieser Erfolg basiert maßgeblich auf der kompromisslosen vertikalen Integration. Durch die Kontrolle von fast 90 % der wertschöpfenden Komponenten verfügt der Konzern über eine exzellente Kostenstruktur. Berühmt ist die eigene „Blade-Batterie“, die in den Fahrzeugen verbaut wird. BYD will nach Presseberichten im kommenden Jahr die erste echte Feststoffbatterie im Markt einführen.
Als Belastungsfaktor erweist sich der anhaltend starke Preiskampf auf dem Heimatmarkt. Durch Innovationen, dem integrierten strategischen Ansatz und einer stärkeren Internationalisierung kann der Konzern gegensteuern. Das erste europäische Werk, dessen Standort sich in Ungarn befindet, soll in Q4 2026 an den Start gehen. Seit Anfang des Jahres haben die Anteilsscheine leicht nachgegeben. Analysten bescheinigen dem Titel nun wieder ein Aufwärtspotenzial von rund 50 %.
Fazit
Auch wenn Speicherchips und Elektroautos auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben, vereint sie ein gemeinsames Problem. Kohlenstoff- und Graphit-Strukturen stoßen an ihre Sättigungsgrenzen. Hier kommt HPQ ins Spiel und positioniert sich mit seinen innovativen Lösungen als Disruptor in den Bereichen Silizium und Batterietechnologie. Nach Kursrückgängen machen Analysten für die Aktien von Micron und BYD wieder deutliches Kurspotenzial aus.
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