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07.10.2024 | 04:45

DAX im Höhenrausch, jetzt 100 % mit Turnaround-Aktien! TUI, Lufthansa, 123fahrschule, BYD und VW im Fokus!

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Bildquelle: pixabay.com

Geopolitische Unsicherheiten, wenig Konjunkturwachstum und eine immer noch hohe Teuerung. Die aktuellen Rahmenbedingungen für die Börsen sind nicht die Besten, dennoch es darf nicht vergessen werden: Die Märkte blicken 6 bis 9 Monate voraus. Und hier wird erwartet, dass die Inflation sich signifikant abschwächt und das aktuelle Zinsniveau noch deutlich sinken wird. Die Notenbanken stehen wegen der mau laufenden Konjunktur immer mehr unter Druck. In den Fokus rücken nach einer monatelangen Tech-Rally nun die zurückgebliebenen Werte. Im Fahrzeugsektor blicken wir auf VW und BYD, auch der Tourismussektor läuft gerade wieder nach oben. Hochinteressant erscheint der Digitalisierungs-Profi unter den deutschen Fahrschulen, die 123fahrschule SE. Jeder der genannten Werte kann in 24 Monaten mehr als 100 % zulegen. Hier unsere Analyse.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: 123FAHRSCHULE SE | DE000A2P4HL9 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Weit vor Volkswagen und bald Teil der EU

    Keine guten Meldungen aus der deutschen Automobilindustrie. Während VW ganze drei Standorte schließen möchte und bis zu 30.000 Arbeitsplätze in Frage stellt, brechen zeitglich bei Mercedes und BMW die Margen ein. Der Grund: Der hochmargige Absatz von Premium-Karossen in Asien geht in zweistelligen Prozentsätzen nach unten. Das liegt vor allem an der aggressiven Expansionspolitik der chinesischen E-Fahrzeughersteller, die mit subventionierten Angeboten nun auch die europäischen Märkte fluten. Folgerichtig hatte die EU-Kommission sich gegen das Votum Deutschlands am Freitag auf Importzölle zwischen 17 und 34 % geeinigt. Recht viel ändern dürfte dies an den aktuellen Marktverhältnissen nicht, denn die deutschen E-Modelle sind weder technisch noch preislich konkurrenzfähig.

    BYD bietet Modelle wie den BYD Dolphin ab etwa 33.000 EUR an, während der VW ID.3, ein ähnliches Kompaktmodell, bei etwa 40.000 EUR liegt, also rund 21 % höher. BYD wird in 2026 ein eigenes Werk in Ungarn eröffnen und produziert dann erstmalig in der EU, dann sind Importzölle obsolet. Der Klassenunterschied zeigt sich auch bei den beiden Aktien. Während BYD mit einer Marktkapitalisierung von 96 Mrd. EUR und einem KGV 2025e von 14,4 aufwartet, lauten die gleichen Zahlen bei VW: 48 Mrd. EUR und ein KGV von 3,4. Die 12-Monatskursentwicklung liefert für BYD ein Plus von 24 %, hingegen verlieren die Vorzüge von VW rund 12 %. Wie es in einem Jahr aussieht, weiß wohl nur die Glaskugel.

    123fahrschule – Kapitalerhöhung überzeichnet und positive Analysten

    Wer mobil sein will, braucht in der Regel erst einmal eine Fahrerlaubnis. Dass dieses Thema auch eine Wachstumsstory für die Börse sein kann, beweist der Manager Boris Polenske mit seiner börsennotierten 123fahrschule SE. Mit innovativen Ansätzen wie z. B. einer Lern-App, einem Fahr-Simulator, geblockten Theorie-Schulungen und gezielter Prüfungsvorbereitung sticht das Angebot von 123 aus dem Markt heraus. Ein Führerschein der Klasse B soll auch heute noch für 2.000 bis 2.500 EUR erwerbbar sein. Mit einem umfangreichen Digitalisierungsansatz möchte man auch in Zukunft zu den Low-Cost-Anbietern gehören. Der deutsche Fahrschulmarkt ist stark fragmentiert und produziert einen Jahresumsatz von ca. 3 Mrd. EUR, der erwartete Jahresumsatz bei 123fahrschule liegt bei gut 24 Mio. EUR. Damit gibt es noch viel Raum für eine Marktkonsolidierung in Deutschland. Mögliche Expansionen ins Ausland sind wegen der Heterogenität der internationalen Ausbildungssysteme noch nicht auf dem Plan.

    Im ersten Halbjahr konnte 123fahrschule den Umsatz um 6 % auf 11,1 Mio. EUR steigern. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Analysten einen Umsatz von 24,6 Mio. EUR und wegen hoher Investitionen einen verbleibenden Verlust von 0,49 EUR je Aktie. In 2025 sollen die Erlöse um etwa 3 Mio. EUR wachsen und der Verlust auf ca. 0,25 EUR je Aktie schrumpfen. In der letzten Woche hat 123fahrschule eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Nachfrage war so hoch, dass 487.556 statt eigentlich geplanter 430.000 Aktien neu ausgegeben wurden. Der Bezugspreis lag bei 2,30 EUR, damit erlösen die Kölner rund 1,12 Mio. EUR. Perspektivisch soll mit dem Geld in 2025 die weitere Expansion in Köln, Hamburg und Berlin mit rund 20 neuen Filialen finanziert werden. Der eigenentwickelte Fahrsimulator wird zudem sukzessive weiter ausgerollt.

    Die guten Meldungen der letzten Wochen bleiben auch bei den Analysten nicht unbeachtet. mwb research bestätigt seine Kaufempfehlung mit Kursziel 6,20 EUR, kurz vorher hatten die Experten von Nuways eine Empfehlung mit Kursziel von 7,20 EUR ausgesprochen. Die Aktien der 123fahrschule konnten in der letzten Woche von rund 2,60 auf über 3,00 EUR zulegen. Angesichts der guten Perspektiven in der Digitalisierung des Fahrschulgeschäfts dürfte dies erst der Anfang einer längeren Rally nach oben sein.

    CEO Boris Polenske wird nächste Woche am 15. Oktober um 14:00 UHR CET auf dem International Investment Forum einige Einblicke in das laufende Geschäft geben und seine Expansionspläne für 2025 erläutern. Hier geht´s zur kostenlosen Anmeldung.

    TUI und Lufthansa – Ist das nun der Ausbruch?

    Die TUI-Aktie profitiert aktuell von einer starken Nachfrage nach Urlaubsreisen, für die kommenden Herbstferien sind besonders die Türkei, USA und Thailand auf dem Plan. Das Management verfolgt derzeit eine strategische Neuausrichtung mit verstärktem Fokus auf Urlaubserlebnisse. Ein bedeutendes Element dieser Strategie ist der Ausbau internationaler Hotelmarken wie TUI Blue, RIU, Robinson und TUI Magic Life. Im Rahmen eines 50:50-Joint-Ventures betreibt TUI mit der Hotelkette RIU rund 100 Hotels und -Resorts in 19 Ländern. Durch die FTI-Pleite hat sich für TUI eine Unterdeckung aufgetan, die Hannoveraner können dadurch nun zusätzliche Kapazitäten verkaufen. Das führte zu einem Buchungs-Rekord im letzten Quartal. Die alten Probleme indes bleiben: Hohe Kosten und eine immer noch schlagende Verschuldung. Immerhin hat die Aktie nun kurzfristig wieder die 6-EUR-Marke überschritten und stieg sogar auf knapp 7 EUR. Nach einer turbulenten Woche schloss der Kurs am Freitag bei 6,56 EUR. Das Sentiment für die TUI-Aktie hat nun klar gedreht, neu investierte Anleger setzen ihren Stop von 5,75 EUR nach oben auf 6,25 EUR und lassen die Gewinne einfach laufen.

    Totales Chaos am Münchener Flughafen. Das gab es in der Historie der Flughafenbetreiber noch nie: Eine Schlange von 2 km vor dem Security-Check mit Wartezeiten von bis zu 6 Stunden. Wahnsinn! Laut Spiegel ist für den Lufthansa-Chef Carsten Spohr der Münchner Flughafen der schlechteste in ganz Europa noch nach Frankfurt, welcher auch große Probleme hat. Erhebliche Verspätungen und fehlendes Personal seien dort an der Tagesordnung. München wurde in diesem Jahr wohl von ausländischen Gästen zum Oktoberfest überrollt, zahlreiche Baustellen und Zugausfälle im Nahverkehr hatten das Passagieraufkommen am Terminal 2 punktuell vervierfacht. Wegen der herben Kritik der Airlines wurde das Thema bereits bis zum Ministerpräsidenten Markus Söder hochgespielt. Ob hier oder quer durch Deutschland überhaupt eine schnelle Verbesserung möglich ist, liegt wohl auch an der Bereitschaft der Berliner links-grünen Regierung, die das private Fliegen am liebsten abschaffen möchte. Auch auf die vielfältigen Aktionen der Klima-Aktivisten mit Millionenschäden hat die Ampel keine schlüssige Antwort. Damit bleibt Fliegen in Deutschland ein Abenteuer mit zahlreichen Unwägbarkeiten. An der Börse zeigt sich für die Lufthansa-Aktie allmählich ein leichtes Frühlings-Lüftchen, der Wert konnte die 6 EUR-Marke nun endlich überwinden. Charttechnisch lauert an der 6,80 EUR aber bereits der nächste Widerstand nach oben. Beide Werte sind sehr günstig!

    Im 6-Monats-Vergleich performt unsere Vergleichsgruppe sehr unterschiedlich. Während 123fahrschule ordentlich Gas gibt, hinken Lufthansa und TUI noch hinterher. Auffällig ist die starke Differenz zwischen BYD und Volkswagen. Quelle: Refinitiv Eikon vom 06.10.2024

    Aktien profitieren weltweit vom kürzlich eingeleiteten Zinssenkungs-Zyklus der EZB und der FED. Das macht Wachstums-Finanzierungen wieder günstiger und Bewertungsmodelle weisen höhere Firmenwerte aus. Damit dürfte die Sommer-Rally nahtlos in einen Herbst-Kaufrausch münden. Fahrzeug- und Tourismuswerte leiden unter den eingeschränkten Budgets privater Haushalte, dafür liefert die 123fahrschule mit ihrer Digitalisierungs-Strategie die richtigen Antworten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Und dann plötzlich aufwärts! Ausverkaufspreise bei Oracle, Aspermont und Alibaba nutzen

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    Verrückte Zeiten! Momentan sind die täglichen Nachrichten zu 70 % von Geopolitik geprägt. Wer verliert da nicht schon manchmal die Aktien aus dem Blick? Nachvollziehbar ist das schon, denn mit dem großen humanen Leid verschwindet ab und zu die Lust zur Gewinnmaximierung im Depot. Dennoch sollten Anleger die vielen Chancen dieser enormen Volatilität nicht aus den Augen verlieren. Der australische News-, Datenbank- und KI-Spezialist für den Rohstoffsektor, Aspermont, hat derzeit die größte Schlagzahl im Sektor Ressourcen zu bewältigen, das Geschäft brummt. Über den Tellerrand hinausblickend stehen auch die Cloudriesen Oracle und Alibaba im Rampenlicht. Die Charts zeigen langjährige Tiefststände auf. Kaufen, wenn die Kanonen donnern! Vielleicht ein guter Rat in diesen Tagen.

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