Menü schließen




05.12.2024 | 04:45

Depot-Raketen für 2025! Nel ASA, F3 Uranium, Renk, Rheinmetall und Hensoldt im Fokus

  • Uran
  • Kernenergie
  • Wasserstoff
  • Energiewende
  • Turnaround
Bildquelle: pixabay.com

Die Börse war für viele Investoren in diesem Jahr wie ein warmer Regen. Hightech, KI- und Rüstungstitel konnten neue Höchststände erklimmen und vergoldeten so die Renditen von risikobewussten Portfolios. Doch auch mit ständig neuen Alltime-Highs beim DAX 40-Index hat es in Deutschland nur 34 % Gewinneraktien gegenüber 66 % Verliereraktien gegeben. Die Börse wird also sehr selektiv nur von einigen wenigen Titeln getragen. Umso wichtiger erscheint es, schlummernde Portfoliorisiken zu erkennen, Umschichtungen vorzunehmen und eine Aufstellung zu finden, welche für 2025 erfolgversprechend ist und weiterhin gute Renditen liefert. Wir haben ein paar Vorschläge.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005

Inhaltsverzeichnis:


    F3 Uranium – Ergebnisse aus der Zone JR

    Die weltweite Unterversorgung mit Uran ist wissenschaftlich für die Jahre ab 2027 dargelegt. Denn aktuell können nicht ausreichend viele Uran-Projekte an den Start gehen, um den wachsenden Bedarf für über 100 neue Reaktoren in den nächsten 5 Jahren zu stemmen. Dann sind da noch die politischen Risiken im Umgang mit Russland, Kasachstan und China, die unter der neuen Führung von Donald Trump sicherlich nicht einfacher werden. Der Spot-Preis von ca. 77,50 USD zeigt diese Knappheit noch nicht an, denn Mitte des Jahres hatte er schon über 100 USD gelegen.

    Das kanadische Unternehmen F3 Uranium hat einige Liegenschaften im uranreichen Athabasca-Becken. Gegründet aus einer Abspaltung von Strathmore Uranium war die Gesellschaft lange Jahre Teil der bekannten Fission Uranium. In den letzten Tagen erreichten uns Fortschrittsmeldungen aus der Zone JR. Dort gab es Untersuchungsergebnisse für das vielbeachtete Bohrloch PLN24-176 des fortlaufenden Bohrprogramms 2024 auf dem Grundstück PLN. Die Vererzung zeigt 30,9 % U3O8 auf einer Länge von 7,5 m, einschließlich eines ultrahochgradigen Kerns mit 4,5 m mit 50,1 % U3O8. Das Unternehmen betrachtet Uranmineralisierungen mit Untersuchungsergebnissen von mehr als 1,0 Gewichtsprozent U3O8 als hochgradig und Ergebnisse von mehr als 20,0 Gewichtsprozent U3O8 als ultrahochgradig. Die Geologen sind natürlich begeistert, sie hoffen nun auf weitere Ausdehnungen.

    Sam Hartmann, Vice-President of Exploration, kommentierte: „PLN24-176 ist das beste Bohrloch, das bisher in der Zone JR gebohrt wurde, was die Mächtigkeit des Gehalts betrifft, einschließlich eines Abschnitts mit einer tatsächlichen Mächtigkeit von 4,5 m mit 50,1 % U3O8, der in einer geringen vertikalen Tiefe von nur 190 m unter der Oberfläche beginnt. Diese Ergebnisse von PLN24-176 unterstreichen die Notwendigkeit von Bohrungen in engen Abständen in diesen hochgradigen, im Grundgebirge gelegenen und strukturell kontrollierten Uranlagerstätten, was oft zur Erschließung zusätzlicher Zielgebiete für hochgradige Mineralisierungen führen kann, in diesem Fall in Richtung nach oben.“

    Das PLN-Projekt umfasst die Grundstücke PLN, Minto und Broach. Mit den vorliegenden Ergebnissen liegt der Schluss nahe, dass man es mit einem der nächsten großen Erschließungsgebiete für neue Uranbetriebe in Nord-Saskatchewan zu tun hat. Anleger jubilierten über die guten Nachrichten, der FUU-Aktienkurs schoss von 0,23 auf 0,29 CAD um 26 % nach oben, die mittelfristigen Kursziele der Researchhäuser Red Cloud und SCP liegen bei 0,60 bzw. 0,75 CAD. Offensichtlich wurde jetzt der Turbo gezündet.

    Rheinmetall, Hensoldt und Renk Group – Droht eine große Rochade?

    Was viele Anleger nicht wissen: Auch die Rüstungsbranche hat einen verbleibend hohen Bedarf an Uran. Abgereichertes Uran ist ein Nebenprodukt der Urananreicherung, das hauptsächlich aus Uran-238 besteht. Aufgrund seiner hohen Dichte von etwa Faktor 1,7 zu Blei wird es für panzerbrechende Munition verwendet, da es beim Aufprall durch kinetische Energie extrem zerstörerisch ist. Weiter wird es auch für Panzerungen eingesetzt, die besonders resistent gegen Durchschlag sind. Es findet auch als Strahlenschutzmaterial in Rüstungsanlagen Anwendung, um empfindliche Elektronik oder Personal vor Strahlung zu schützen. In U-Booten und Flugzeugträgern wird Uran-235 als Brennstoff in Kernreaktoren verwendet, die eine nahezu unbegrenzte Reichweite ermöglichen.

    Innerhalb des Rüstungssektors konnten Investoren mit der Rheinmetall-Aktie seit 2022 richtig durchstarten. Ausgehend von einer Notiz bei 95 EUR in Q1/2022 stieg der Wert bis gestern auf ein neues Allzeithoch von 652 EUR. Die Marktkapitalisierung erreichte 27,3 Mrd. EUR. Blickt man auf die Bewertung, so findet man auf Basis 2025e ein KGV von 24 vor, mittlerweile werden 3,5 Umsätze im Marktwert widergespiegelt. Das Management spricht von einer Umsatzverdoppelung bis 2027. Analytisch kann die Aktie damit tatsächlich in die aktuelle Bewertung hineinwachsen, das Risiko einer 25 %-Konsolidierung ist aber jederzeit gegeben. Mit einer Kurshalbierung lockt die Renk Group AG bei etwa 20,80 EUR zum Einstieg, der Wert hatte im April nach dem IPO schon einmal die 39,70 EUR-Marke erklommen. Verunsichert haben zuletzt schlechte Q3-Zahlen und der überraschende Abgang von CEO Susanne Wiegand. Zuletzt Hensoldt: Hier liegt eine neutrale Bewertung vor. Für 2025e erreicht der Wert ein KGV von 20, das KUV ist mit 2 im grünen Bereich. Alle drei Werte sind keine Schnäppchen mehr, aber wo gibt es die heute schon noch?

    Nel ASA – Ein Großauftrag aus Korea

    Wie ausgebombt Wasserstofftitel mittlerweile sind, zeigt die Börsenreaktion auf den nächsten „Auftrags-Strohhalm“ aus Korea für die Nel ASA. Das norwegische Wasserstoff-Unternehmen hat über seine Tochter Nel Hydrogen Electrolyser AS einen Vertrag mit Samsung C&T über die Lieferung von 10 MW alkalischer Elektrolyseur-Technologie abgeschlossen. Die Demonstrationsanlage in Korea dient dazu, ein Modell für sogenannte „Pink Hydrogen”-Projekte zu erproben, bei denen überschüssige Energie aus Atomkraft zur Herstellung von Wasserstoff genutzt wird. Eine gute Idee, die Schule machen könnte. Der Auftragswert liegt bei niedrigen 5 Mio. EUR, hat aber bei rund 25 Mio. EUR Jahresumsatz durchaus Relevanz. Nel ASA errichte erst kürzlich mit 2,75 NOK ein 5-Jahrestief und konnte gestern in der Spitze 10 % zulegen. Immerhin! Ist das der Turnaround? U. E. noch nicht, denn hierzu muss technisch die Zone von 3,15 bis 3,30 NOK überwunden werden. Mehrere Aufträge dieser Art könnten dem Kurs aber im nächsten Jahr schnell Beine machen. Behalten sie den Wert im Auge!

    Rheinmetall führt die Gewinnerliste in den letzten 6 Monaten an. Hensoldt ist nahe der Null-Linie. Mit deutlichem Aufholpotenzial stehen Nel ASA und Renk Group an hinterster Position. F3 Uranium startete zuletzt richtig durch, liegt aber im Betrachtungszeitraum noch im Minus. Quelle: Refinitiv Eikon 04.12.2024

    Mit welchen Aktien will man ins neue Jahr 2025 starten? Die HighTech-Gewinner des Jahres sind in der Bewertung sehr weit fortgeschritten, sie werden aber von weltweit investierenden ETFs gestützt. Interessant könnten abermals Rüstungstitel werden, denn die geopolitischen Brandherde existieren weiter. Nicht fehlen sollte eine Uran-Beimischung wie F3 Uranium, denn weltweit werden mehr als 100 neue Reaktoren bis zum Jahr 2030 ans Netz gehen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 09.10.2026 | 05:00

    dynaCERT, Volkswagen und Plug Power: Zwischen Aufbruch und Kostendruck! Wer startet durch und wer bleibt auf der Strecke?

    • Brückentechnologie
    • Effizienz
    • Kraftstoffeinsparung
    • Emissionen
    • Dekarbonisierung
    • CO2-Zertifikate
    • Wasserstoff
    • Dieselmotoren
    • Dieselflotten
    • Investments

    Volkswagen zeigt, wie Kosten und Wettbewerb ein Urgestein der Branche zum Wackeln bringen können. Kommen die tiefen Einschnitte und Strategieanpassungen zu spät und können vertiefte Partnerschaften helfen? Plug Power konnte zuletzt einen bemerkenswerten Großauftrag an Land ziehen. Die Bruttomarge im letzten Quartal kratzte fast an der Nulllinie. Einen ganz anderen Weg geht dynaCERT. Die Kanadier machen Dieselmotoren durch Nachrüstung sparsamer und umweltfreundlicher. Die innovative Brückentechnologie konnte in zahlreichen Pilotprojekten überzeugen, jetzt kommt die Kommerzialisierung zunehmend auf Touren. Die Analysten vom Researchhaus GBC machen eine immense Unterbewertung der Aktie aus.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 05.10.2026 | 04:48

    Energieknappheit durch KI: Aktien von Kinder Morgan, Standard Uranium und GE Vernova könnten profitieren!

    • Gas
    • Kernkraft
    • Uran
    • Pipeline
    • Standard Uranium
    • Kinder Morgan
    • GE Vernova

    Der KI-Boom ist mit Bezug zum Energiebedarf schon lange auch in Deutschland angekommen. In Frankfurt, wo sich der DE-CIX-Knotenpunkt befindet, geht ein erheblicher Teil der städtischen Spitzenlast inzwischen auf Rechenzentren zurück. Anderswo sind die Zahlen aber noch extremer. Dementsprechend ist der Zugang zu Energie derzeit der Flaschenhals des KI-Rechenzentren-Ausbaus. In den Vereinigten Staaten, dem Epizentrum der KI-Expansion, werden jetzt schon mehr als 4,5 % des gesamten US-Stroms durch KI-Rechenzentren benötigt. Das gesamte Energienetz wird dadurch auf die Probe gestellt. Und dieser Anteil soll bis zum Jahr 2030 auf über 8 % steigen. Und wer weiß, ob diese Schätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) nicht zu niedrig angesetzt wurden. Denn eine einzige KI-Anfrage verbraucht etwa das Zehnfache einer normalen Suchanfrage im Internet. Dementsprechend sollten die Energiepreise wie auch Energieanbieter und deren Supply Chain von dieser Entwicklung profitieren. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von Kinder Morgan, Standard Uranium und GE Vernova.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 05.10.2026 | 04:33

    Gegen den Markttrend: Chancen bei Mercedes, First Hydrogen und Barrick Mining!

    • Contrarian
    • Mercedes-Benz
    • First Hydrogen
    • Barrick Mining
    • Gold
    • Wasserstoff
    • Elektroautos

    Der Nasdaq 100 hat in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch markiert. Getrieben wird der Technologie-Index vor allem von Aktien aus dem KI-Sektor. Dabei kommt es zu erstaunlichen Bewertungen. So liegt derzeit der Wert aller börsennotierten, deutschen Aktien zusammen bei rund 52 % der Marktkapitalisierung von KI-Champion Nvidia, wie ein Analyst ausrechnete. Am Markt gibt es aber auch Sektoren, die derzeit schwächeln. Für Investoren, die gerne konträr zum Markt investieren, bietet dies Chancen, beispielsweise im Auto- und Goldsektor oder bei Wasserstofftiteln. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von Mercedes, First Hydrogen und Barrick Mining.

    Zum Kommentar