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12.01.2026 | 05:00

Der 200-Milliarden-Poker: Warum eine Fusion von Glencore und Rio Tinto den Weg für Pasinex Resources freimacht

  • Zink
  • Türkei
Bildquelle: KI

Das Börsenjahr 2026 begann mit einem Gerücht, das die Fundamente der globalen Rohstoffindustrie erschüttern könnte. In den Handelsräumen von London bis Toronto verdichteten sich die Hinweise, dass die Branchenriesen Rio Tinto und Glencore erneut über einen Zusammenschluss nachdenken. Es wäre eine Elefantenhochzeit historischen Ausmaßes, die einen Hegemon mit einem geschätzten Wert von 200 Mrd. USD schaffen würde. Inzwischen sind erste Sondierungsgespräche zwischen beiden Unternehmen bestätigt. Doch während Analysten noch über die kartellrechtlichen Hürden diskutieren, richtet sich der Blick des „Smart Money“ bereits auf die zweite Reihe. Denn eine solche Mega-Fusion hätte vor allem ein Ziel: Die absolute Kontrolle über die kritischen Metalle der Energiewende, allen voran Kupfer und Zink. In diesem Schatten der Giganten avancieren flexible, hochgradige Player wie Pasinex Resources zu den eigentlichen Gewinnern, da sie genau jene Agilität und Produktionsqualität liefern, die den schwerfälligen Großkonzernen fehlt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64 , RIO TINTO LTD | AU000000RIO1 , PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082

Inhaltsverzeichnis:


    Die Logik der Giganten: Synergien in einer Welt der Knappheit

    Für Glencore und Rio Tinto folgt der Gedanke einer Fusion einer zwingenden industriellen Logik. Die Rohstoffmärkte sind durch strukturelle Defizite geprägt, die durch den unaufhaltsamen Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung der Mobilität getrieben werden. Durch einen Zusammenschluss könnten die beiden Konzerne massive Synergien heben, ihre Logistikketten optimieren und ihre Marktmacht bei der Preisgestaltung für Basismetalle drastisch erhöhen. Doch Größe ist in der modernen Bergbau-Welt nicht nur ein Vorteil. Die Erschließung neuer, gigantischer Lagerstätten dauert oft Jahrzehnte und verschlingt Milliarden.

    Genau hier entsteht das strategische Dilemma: Die Giganten benötigen sofortigen Zugang zu hochwertigen Ressourcen, um die Lücke zwischen sinkendem Angebot und explodierender Nachfrage zu schließen. Sie sind auf „Satelliten-Projekte“ angewiesen, die schnell skalierbar sind und Cashflow liefern, ohne die bürokratische Komplexität eines Mega-Projekts. Dies gilt insbesondere für den Zinkmarkt, wo die Versorgungslage laut Branchenbeobachtern herausfordernd bleiben könnte.

    Türkei als neuer Hotspot: Pasinex nutzt den Standortvorteil

    In diesem Umfeld rückt die Türkei als strategischer Hub in den Fokus, und mit ihr Pasinex Resources. Das Land hat erkannt, dass es im globalen Wettlauf um Rohstoffe eine Schlüsselrolle spielen kann. Wie die Rechtsexperten der Esin Attorney Partnership in ihrer Analyse hervorheben, hat die türkische Regierung mit der „Super Permit Regulation“ signifikante Änderungen an der Bergbaugesetzgebung vorgenommen, um Genehmigungsverfahren drastisch zu beschleunigen und Investitionen zu erleichtern. Diese regulatorische Offensive verwandelt die Türkei in einen der attraktivsten Bergbaustandorte der Welt.

    Pasinex Resources ist hier bereits bestens positioniert. Das Unternehmen betreibt im Joint Venture die Pinargozu-Mine, die für ihre extrem hochgradigen Zink-Vorkommen bekannt ist. Analysen von Minespider bestätigen, dass die Türkei und Zentralasien zu einem globalen Mining-Hub aufsteigen, wobei Pasinex durch seine etablierte Infrastruktur und die geologische Qualität seiner CRD-Lagerstätten (sogenannte Carbonate Replacement Deposits) einen klaren „First-Mover-Vorteil“ genießt. Während Rio Tinto und Glencore Jahre brauchen, um neue Projekte durch die Gremien zu bringen, kann Pasinex in diesem investorenfreundlichen Klima flexibel agieren und die Produktion an die Marktpreise anpassen.

    Wird aus dem stillen Gewinner des Jahres 2025 der Überflieger 2026?

    Bewertungslücke und Investment-Case

    Für Anleger ergibt sich aus dieser Konstellation eine klassische Arbitrage-Chance. Während die Bewertungen der Mega-Caps bereits viele Vorschusslorbeeren enthalten, werden Junior-Produzenten oft übersehen. Daten von Alpha Spread zeigen, dass Unternehmen im Zinksektor im Vergleich zu ihrem historischen EV/EBITDA-Verhältnis derzeit attraktiv bewertet sind, was insbesondere für profitable Nischenplayer gilt. Pasinex Resources sticht hier heraus, da das Unternehmen nicht nur exploriert, sondern bereits bewiesen hat, dass es Zink profitabel fördern und dank der hohen Gehalte seiner Projekte flexibel auf unterschiedliche Marktbedingungen reagieren kann.

    Der Bericht von Discovery Alert zum Thema „Junior Mining Stocks Undervaluation“ unterstreicht, dass Investoren im Jahr 2026 die Chance haben, in operative Substanz zu investieren, bevor die mögliche große Übernahmewelle die Bewertungen in die Höhe treibt. Sollten Glencore und Rio Tinto tatsächlich fusionieren – oder auch nur einzeln auf Einkaufstour gehen – werden Projekte mit der Qualität und dem Standort von Pasinex automatisch zu begehrten Übernahmezielen. Die Aktie von Pasinex ist damit weit mehr als eine Wette auf den Zinkpreis. Sie ist eine strategische Option auf die Neuordnung der globalen Rohstoffversorgung, bei der agile, hochgradige Projekte die wertvollste Währung sind. Im vergangenen Jahr generierte die Aktie von Pasinex mit diesen Eckdaten bereits attraktive Renditen für Aktionäre. Noch immer muss der kleine Produzent aber als vergleichsweise unbekannt gelten. Ein solches Filetstück im Zink-Sektor, das zudem in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt hat, selbst bei schwankenden Zink-Preisen erfolgreich agieren zu können, dürfte perspektivisch noch stärker als heute gefragt sein.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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