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29.01.2026 | 04:30

Der Hexentanz geht weiter! Nochmal 100 % mit TKMS, DroneShield, Pasinex oder der neuen CSG?

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börsen sind extrem in Bewegung. Es ist Zeit einige Protagonisten neu unter die Lupe zu nehmen. Der Fokus vieler Investoren hat sich auf ein andauerndes Kriegs-Szenario festgelegt. Kaum mehr jemand rechnet mit wirklichen Friedens-Ergebnissen wie eine aktuelle Umfrage zeigt: 72 % der befragten Menschen rechnen für 2026 nicht damit, dass einer der bestehenden Krisenherde in den Friedens-Modus wechselt. Damit ist die Skepsis der Bevölkerung höher, als der aktuelle „Super-Gipfel-Gesprächs-Modus“ zwischen den Supermächten rund um den Globus suggerieren sollte. Neben Rüstungswerten bleiben auch Rohstoff-Werte im Dauer-Gefecht. Knappe Metalle scheinen immer noch knapper zu werden, wenn man nach dem Spotpreis geht. Wer auf die prekäre Situation in Europa blickt, sollte sich das Zink-Projekt von Pasinex Resources näher anschauen. Hier ein paar Hinweise, wie 100 % Rendite erzeugt werden kann.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , CSG NV | NL0015073TS8 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield – Schräges Doppeltop und raus?

    Wenn wir gerade von 100%-Chancen sprechen: Das australische Defense-Unternehmen DroneShield macht solche Bewegungen für gewöhnlich in ein paar Wochen. Die jüngsten Kurssprünge sind zwar spektakulär, sie rechtfertigen jedoch keinen unkritischen Optimismus. Denn der massive Kurseinbruch von rund 80 % in den vergangenen Monaten war kein Zufall, sondern wurde maßgeblich durch umfangreiche Insiderverkäufe aus dem Management- und Mitarbeiterkreis ausgelöst, ein Signal, das Investoren nicht einfach ignorieren sollten. Zwar hat das Unternehmen zuletzt mit einem Großauftrag über 49,6 Mio. AUD aus Europa operativ überzeugt und seine Position im Markt für Drohnenabwehrsysteme untermauert, dennoch bleibt aus Bewertungssicht jedoch Vorsicht angebracht.

    Auf Basis der aktuellen Marktkapitalisierung impliziert der gehandelte Preis ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV 2026e) von rund 10, was selbst im wachstumsstarken Defense-Tech-Segment als ambitioniert gilt. Diese Bewertung setzt voraus, dass DroneShield die jüngsten Auftragseingänge nachhaltig skalieren und Margen wie Cashflows deutlich verbessern kann. Gleichzeitig stehen die zuvor beobachteten Insiderverkäufe im klaren Widerspruch zur offiziell kommunizierten Wachstumsstory und werfen Fragen zur internen Einschätzung der Bewertung auf. Analystenempfehlungen mit hohen Kurszielen ändern nichts daran, dass erhebliche Governance-Risiken weiterhin Bestand haben. Damit bleibt die Aktie weniger ein klassischer Value- oder Qualitätswert, sondern eher ein hochvolatiles Momentum-Investment. Kurzfristig mag die Phantasie wieder dominieren, das aktuelle schräge Doppel-Top sollte technisch orientierte Investoren jedoch wachrütteln!

    Pasinex Resources – Türkische Minenprojekte sichern stabile Margen und Wachstumspotenzial

    Der Zink-Spezialist Pasinex Resources hat zum Jahresende 2025 einen strategisch wichtigen Schritt vollzogen, indem die vollständige Übernahme der türkischen Gesellschaft Horzum A.S. erfolgreich abgeschlossen wurde. Damit kontrolliert das Unternehmen nun zu 100 % die hochgradige Pinargozu-Zinkmine und kann operative wie auch strategische Entscheidungen ohne Joint-Venture-Einschränkungen treffen. Die abgeschlossene Anteilsübertragung schafft klare Eigentumsverhältnisse und bildet die Grundlage für eine beschleunigte Umsetzung des Produktions- und Entwicklungsplans ab 2026. Operativ zeigen sich an der Mine deutliche Fortschritte, unter anderem durch neue Infrastruktur, verbesserte Logistikflächen und steigende Oberflächenbestände an Zinksulfid-Material. Die laufende Produktion und der Ausbau der Vorräte unterstreichen, dass Pinargozu nicht nur ein Explorations-, sondern ein belastbarer Cashflow-Asset ist.

    Pasinex-Chairman Dr. Larry Seeley sprach mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk über die Pläne in 2026.

    https://youtu.be/sQzsZ6hHWU0

    Im größeren Marktumfeld profitiert Pasinex von der wachsenden strategischen Bedeutung von Zink im Zuge der globalen Energiewende. Sinkende Angebotsmengen aus erschöpften Lagerstätten treffen auf eine steigende Nachfrage aus Infrastruktur-, Mobilitäts- und Energiespeicheranwendungen. Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil von Pasinex liegt in den außergewöhnlich hohen Erzgehalten, die deutlich über dem globalen Branchendurchschnitt liegen und einen Direktverkauf an Schmelzen ermöglichen. Dadurch entfallen kostenintensive Aufbereitungsschritte, was die Produktionskosten niedrig hält und auch in einem volatilen Zinkpreisumfeld attraktive Margen erlaubt.

    Parallel zur operativen Entwicklung hat Pasinex seine Bilanzstruktur verbessert, indem ein signifikanter Teil der Verbindlichkeiten durch eine Aktienausgabe in Eigenkapital umgewandelt wurde. Diese Maßnahme reduziert den kurzfristigen finanziellen Druck, geht allerdings mit einer Verwässerung für bestehende Aktionäre einher. Positiv zu werten ist, dass die Gesellschaft damit ihre Liquidität schont und finanziellen Spielraum für die Weiterentwicklung der ansprechenden Assets gewinnt. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Marktbewertung von rund 20 Mio. CAD bietet das Unternehmen einen ausgeprägten Hebel auf einen sich zuspitzenden Zinkmarkt in den kommenden Jahren. 100 % Zuwachs ist möglich, wie man an der Kursbewegung seit Juli 2025 ablesen kann. Mit den aktuellen Meldungen kann das auch ein zweites Mal gelingen. Der Einstieg kann bei guter Liquidität zwischen 0,05 und 0,07 EUR erfolgen. Ein wenig Geduld und Risikobereitschaft ist allerdings vonnöten.

    Ein schöner Verdoppler hat bei Pasinex bereits in den letzten 7 Monaten stattgefunden. Lange hatten die Investoren ausharren müssen, doch jetzt sind die Leinen los. Quelle: LSEG vom 29.01.2026

    TKMS und CSG – Gibt es eine tschechische Neuauflage à la TKMS?

    Der Börsengang von thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) erfolgte am 20. Oktober 2025, bei dem der erste Preis der Aktie offiziell mit 60 EUR festgelegt wurde. Die Duisburger Mutter hat dabei 51 % der Anteile an TKMS behalten, während 49 % der Aktien an die bestehenden thyssenkrupp-Aktionäre verteilt wurden. In den Medien wird TKMS als Profiteur des stark wachsenden Verteidigungsmarktes dargestellt, mit einem stetig anwachsenden Auftragsbestand von rund 18 Mrd. EUR und damit sichtbaren Umsatzperspektiven über mehrere Jahre. Die Erlöse des Unternehmens beliefen sich in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2025 auf etwa 1,59 Mrd. EUR, so viel wie im Gesamtjahr 2024. Nicht ganz nachvollziehbar ist, warum TKMS aus diesem Umsatz nur knapp 4 % operative Marge gewinnen kann. Analysten und Medien betonen, dass der TKMS-Börsengang eine bessere Bewertung im Vergleich zum Mutterkonzern ermöglicht, da die Marine- und Verteidigungssparte nun eigenständig am Kapitalmarkt agieren kann und ungleich attraktiver erscheint. Die Zeichen stehen also nicht schlecht, angesichts von Top-Kursen um die 100 EUR sollten Anleger dennoch erst die 2025er Pressekonferenz und die neue Guidance für 2026 abwarten. Ein Marktwert von 6 Mrd. EUR für knapp 2 Mrd. EUR Umsatz ist eigentlich gut bezahlt!

    Ähnlich verhält es sich mit dem neuesten tschechischen IPO der CSG N.V., das in der vergangenen Woche für Furore sorgte. Der stark rüstungsorientierte Industriekonzern, startete seinen Erstaufschlag mit einer Bewertung von rund 30 Mrd. EUR und einem Emissionserlös nahe 4 Mrd. EUR. Damit erreichte das IPO Dimensionen, wie man sie zuletzt beim Porsche-Debüt gesehen hatte. Getragen von enormer institutioneller Nachfrage sprang der Kurs deutlich über den Ausgabepreis und zeigte in den Folgetagen hohe Schwankungen, was auf eine noch laufende Preisfindung hindeutet. Mehrheitseigner Michal Strnad realisierte Milliardenerlöse, während dem Unternehmen selbst frisches Kapital über 750 Mio. EUR für weiteres Wachstum zufloss. Mit nur 30 % Aufschlag nach 5 Handelstagen läuft der Kurs eigentlich zu moderat, was zur Vorsicht mahnt. Vielleicht steckt bei den Platzierungsbanken noch einiges an Material. Angesichts der bereits zum Start ambitionierten Bewertung lohnt sich vermutlich, noch etwas zu warten.


    Die Börsen bleiben im Rapidmodus. Das gilt für Hightech-, Rüstungs- und KI-Werten genauso wie für ausgewählte Rohstoff-Titel. Nur die Blickrichtung verändert sich. Während Anleger bis Ende 2025 eine Traumrendite mit Tech- und Defense-Titeln einfahren konnten, sind sich die meisten Anleger nun über die Defizitsituation im Bereich Metalle bewusst. Der Handlungsbedarf liegt offen, die Jahrhundert-Umsätze im Rohstoff-Sektor zeigen, wie groß der Druck ist. Parademetall Silber +250 % in 6 Monaten – noch Fragen?


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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