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17.11.2025 | 04:00

Der neue kalte Krieg um strategische Metalle! Weiter geht die Kaufpanik bei Almonty, Rheinmetall, TKMS und Renk

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Bildquelle: pixabay.com

Wer heutzutage an den Börsen investiert, muss einen langfristigen Fokus mitbringen, wenn der Ansatz vom Trading abweichen soll. Denn seit gut 5 Jahren haben die Maschinen das Regiment übernommen. Sie erkennen Muster von Anlegern in der Breite und können Massenbewegungen schon antizipieren, wenn man selbst noch mit der Eingabe der Order beschäftigt ist. Denn die Daten-Aggregation läuft in Nanosekunden. Kommen zum Beispiel ein paar mehr Verkaufs-Orders als üblich in den Markt, schickt die Maschine den Xetra-Kurs sofort nach unten, ebenso im umgekehrten Fall. Wer über Monate und Jahre investiert, muss sich an diesen Usancen nicht stören, wer allerdings auf kurzfristige Bewegungen setzt, braucht eine gute technische Ausstattung und viel Nervenkostüm. Bei unseren Peergroup-Werten Almonty Industries, Rheinmetall, TKMS und Renk geht es zurzeit ordentlich zur Sache. Wir liefern etwas Beiwerk, damit Sie den richtigen Klick setzen können!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Die Blicke sind auf 2026 gerichtet

    Die Börse ist keine Einbahnstraße! So spürt es auch der Kurs von Almonty Industries. Denn obwohl es eine Reihe von Gründen für eine weitere Aufwertung gibt, neigen die Börsen in der aktuellen Herbstphase zu einer leichten Korrektur, der zuletzt arg betriebenen Rally zugunsten seltener oder strategischer Metalle. Almonty befindet sich in dieser Korrektur in bester Gesellschaft, denn auch die Aktien von Critical Metals, Energy Fuels oder MP Materials tendierten ordentlich Richtung Süden. Langfristanleger sollten sich nach solchen Anpassungen keine Sorgen machen, denn rein in der Schnittbetrachtung passiert nun Folgendes: Früheinsteiger, welche auf hohen Gewinnen sitzen, realisieren ihre Gewinne in einem Rücksetzer. Käufer sind jetzt eher vorsichtige Investoren, die den langfristigen Blick verfolgen. Als Profi sagt man dazu: Der Besitz wechselt von schwachen in starke Hände. Anleger sollten die aktuelle Korrektur von rund 30 % vom Top also als Umschichtung von kurz- auf mittelfristig erachten, mit einer signifikanten Verbesserung der Durchschnittskurs-Betrachtung.

    Wer nicht schon ständig im Aufwärtstrend gekauft hat, sollte also Mut fassen und jetzt aufstocken.
    Brokerhäuser wie Oppenheimer oder D.A. Davidson fühlen sich mit einem 12-Monats-Ziel von 12 CAD recht wohl. Und da besteht aus heutiger Sicht noch gut Luft von 33 %. Und um es nochmal in Erinnerung zu rufen: Die koreanische Sangdong-Mine startet in 2026 und in Portugal macht man mit Bohrungen weiter, um die Förderleistung zu erhöhen. Das jüngst erworbene US-Projekt in Beaverhead County dürfte die Produktionskurve ab 2030 ff. auch stark nach oben bringen. Für die USA und internationale Produzenten ein starkes Wort in Richtung westlicher Rohstoff-Unabhängigkeit. CEO Lewis Black sagte zur Montana-Übernahme: „Das Gentung Browns Lake-Projekt ist eines der wenigen fortgeschrittenen Wolframprojekte in den USA, das schnell in die Produktion übergehen kann. Mit dieser Akquisition können wir die proprietären Wolframverarbeitungs- und Bergbautechnologien von Almonty importieren und unsere globale Präsenz und Ressourcenbasis auf den US-Markt ausweiten!“ Langfristinvestoren fackeln nicht lang und setzen auf die 5-Jahres-Perspektiven, welche weiterhin auf eine Kurs-Vervielfachung hindeuten.

    Der neue kalte Krieg um Ressourcen ist auch Thema des Interviews von Lyndsay Malchuk mit Christopher Ecclestone. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/rS5d3TmltBI

    Rheinmetall versus TKMS – Wer hoch preist, muss auch liefern können

    Ein Abnehmer von Wolfram-Produkten ist Rheinmetall. Damit stehen die Nöte der Rüstungsindustrie in direkten Zusammenhang mit der Lieferfähigkeit von Produzenten wie Almonty Industries. Neben den Lieferketten-Beziehungen ist für die Düsseldorfer Schmiede von Verteidigungstechnik auch die eigene Fähigkeit wichtig, erhaltene Aufträge mit hoher Sensibilität zu behandeln und termin- und sachgerecht abzuarbeiten. Dass es hierbei nicht immer friktionsfrei zugeht, zeigt ein aktuelles Beispiel bei einem Fregattenauftrag aus Berlin. Als belastend für Rheinmetall wertete ein Aktienhändler in der letzten Woche einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Milliardendeal hinterfragt haben soll, weil es erhebliche Probleme bei der Bestellung von sechs neuen Fregatten geben soll. Dem Bericht zufolge liegt das Projekt mit aktuellen Kosten von nahezu 10 Mrd. EUR deutlich über dem geplanten Budget und hinkt zudem auch noch dem Zeitplan hinterher.

    Dem Blatt zufolge erwägt die Bundesregierung nun offenbar Maßnahmen. Bei einer Neuausschreibung wird genauer nachgerechnet, denn z.B. bieten Schiffe aus der Produktion von TKMS mit einem Preis von knapp einer Milliarde Euro pro Stück eine Option auf Ersparnis. Und: TKMS ist neu aufgestellt und als engagierter Player natürlich auch an Aufträgen interessiert. Konkurrenz belebt das Geschäft und bedeutet für den Rüstungsprimus am Freitag erst mal 5 % Kursabschlag. Die thyssenkrupp-Abspaltung TKMS konnte sich hingegen zumindest wieder von 69,20 auf 70,80 EUR hocharbeiten. Für Investoren ist entscheidend wo Berlin investiert, für den Steuerzahler wäre mehr Konsequenz in der Auftragsvergabe wünschenswert. Analysten auf der Plattform LSEG erwarten für Rheinmetall 12-Monats-Ziele von 2.163 EUR, der Kurs dümpelt hingegen seit 6 Monaten zwischen 1.520 und 2.005 EUR – die große Rally scheint gegessen!

    Renk – Gute Zahlen, aber wenig Euphorie

    Nicht selten sind Kursausschläge im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit Analystenkonferenzen festzustellen. Bei den Aktien des Augsburger Spezialgetriebe-Herstellers Renk hat sich nach den 9-Monats-Zahlen jedoch wenig bewegt. Mit 19,2 % Umsatzplus auf 928 Mio. EUR steuern die Bayern zwar auf Rekordwerte zu, mancher Analyst hatte nach dem Vorstandswechsel im Frühjahr aber mehr Dynamik erwartet. Größter Treiber war für Renk natürlich das Verteidigungsgeschäft mit einem Zuwachs von 25,2 % auf 690 Mio. EUR, das sind jetzt 70 % des Konzernumsatzes. Das bereinigte Ergebnis stieg um mehr als ein Viertel auf 141 Mio. EUR, neue Aufträge in Höhe von 1,25 Mrd. EUR (+45 %) lassen den Auftragsbestand auf den Rekordwert von 6,4 Mrd. EUR explodieren. Das sind nach Adam Riese fast fünf Jahresumsätze.

    Das Management schraubt die Prognosen konsequent auf einen Jahresumsatz von 1,3 Mrd. EUR und ein Ergebnis von mehr als 210 Mio. EUR. CFO Anja Mänz-Siebje kommentiert: „Unser Auftragsbestand befindet sich auf einem historischen Höchststand und sichert inzwischen das Fünffache unserer aktuellen Jahresumsätze ab. Damit verfügen wir über eine äußerst solide Grundlage für die kommenden Jahre und eine hohe Visibilität unserer Geschäftsentwicklung“. Die Erwartungen vor den Zahlen waren wohl höher, denn der Kurs fiel in den letzten 4 Wochen um rund 33 % zurück. Wir hatten Ihnen die Überbewertung von Renk oft dargestellt, nun hat der Chart endlich reagiert. Das KUV 2027e ist parallel von 5 auf 3,5 gefallen - ein erster Schritt zur Normalität.

    Gegen 577 % Kursaufschlag von Almonty zum Jahresbeginn schauen die tollen Entwicklungen von Rheinmetall mit 182 % oder Renk mit 258 % etwas blass aus. Aber hey – jeder Investor wird einen Freudentanz vor dem Adventskranz absolvieren. Das Anlagejahr 2025 geht in die Geschichte ein. Quelle: LSEG vom 16.11.2025

    Die Börse konsolidiert, das ist als gesund zu bezeichnen. Nun treffen sich Investoren, welche realisieren und andere, die einen Neueinstieg wagen. Unter dem Strich steigen damit die Einstiegskurse und machen für die Protagonisten der derzeitigen Hausse wieder neues Potenzial frei.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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