Menü schließen




15.06.2022 | 05:58

Deutsche Bank, Barsele Minerals, Commerzbank – Schwache Aktienkurse bieten Chancen!

  • Inflation
  • Zinsen
  • Gold
  • Investor Relations
Bildquelle: pixabay.com

Die Zeit der ultralockeren Geldpolitik durch die Zentralbanken ist Geschichte. Während die Teuerungsrate im Mai in den USA auf 8,6% explodierte, ist die FED gezwungen, weitere Zinsschritte einzuläuten. Nach Erhöhung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt im vergangenen Monat gehen Experten von weiteren Schritten zwischen 0,5% und 0,75% aus. Gegen weitere drastische Zinsschritte spricht dagegen das Abwürgen des Wirtschaftsmotors sowie das erhöhte Risiko einer Rezession. Aufgrund dieser Tatsache dürften Goldaktien langfristig profitieren, auch wenn sie in der aktuellen Marktschwäche mit nach unten gezogen werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , BARSELE MINERALS | CA0688921083

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank profitiert von Zinserhöhungen

    Einer der wenigen positiven Effekte der angekündigten Zinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank im Juli ist das wahrscheinliche Ende der Negativzinsen. Dies hat die Deutsche Bank in Aussicht gestellt. Der EZB-Rat hatte am vergangenen Donnerstag beschlossen, bei seiner nächsten Sitzung am 21. Juli die Leitzinsen im Euroraum um 0,25 Prozentpunkte anzuheben. Im September sei dann „ein größerer Zinsschritt“ möglich. „Die Höhe des Verwahrentgeltes richtet sich nach der sogenannten Einlagenfazilität der Europäischen Zentralbank“, so ein Sprecher der Deutschen Bank. „Wenn der Satz der Einlagenfazilität in einem zweiten Schritt auf Null oder in den positiven Bereich angehoben wird, werden wir im Privatkundengeschäft kein Verwahrentgelt mehr erheben“, so das Institut.

    Im Zuge des Ausverkaufs ging es für die Frankfurter bis zur markanten Widerstandslinie bei 9,10 EUR nach unten, jedoch konnte die Aktie das Niveau erfolgreich verteidigen. Gänzlich aufhellen würde sich das Chartbild durch einen Bruch des seit Februar existierenden Abwärtstrends bei 10,27 EUR. Die Analysten der US-Bank JP Morgan sind zumindest zuversichtlich, dass dieses Niveau zügig durchbrochen wird. In einer aktuellen Studie wurde die Einstufung vom zuständigen Analysten Kian Abouhossein mit dem Urteil „overweight“ und einem Kursziel von 15 EUR wiederholt. Das KGV auf Basis der Konsensschätzung sei seit Januar 2020 vor der Corona-Krise überdurchschnittlich gesunken, hieß es. Gleichzeitig trauen die Experten dem Unternehmen im kommenden Jahr höhere Ergebnisse zu als der Markt und machen keine Kredit- und Refinanzierungsrisiken aus.

    Barsele Minerals bohrt wieder

    Nicht zum ersten Mal erwähnen wir, dass die aktuellen Gegebenheiten aus geopolitischen Unsicherheiten, historischen Schuldenständen und explodierenden Inflationsraten wie Wasser auf die Mühlen der Goldanleger ist. Doch anstatt auf neue Höhen zu klettern, ist die Korrektur beim Goldpreis noch nicht abgeschlossen. Experten der technischen Analyse sehen einen finalen Rücksetzer in den Bereich 1.600-1.680 USD je Feinunze Gold, bevor dann der langfristige Run zu überragenden neuen Allzeit-Hochs stattfinden könnte. Um sein Depot vor Inflation und Krisen abzusichern, ist der Aufbau eines Goldanteils in jedem Fall empfehlenswert.

    Antizyklisch gibt es auf aktuellem Niveau bereits attraktive Einstiegschancen bei Goldminenaktien, im Speziellen bei kleineren Explorationsunternehmen wie Barsele Minerals, deren Börsenwert weit unter den aktuellsten Projektbewertungen liegt. Schon 2016 bewertete die Royal Bank of Canada das Barsele-Projekt bei einem Goldpreis von 1.350 USD je Unze mit 375 Mio. USD. Barsele Minerals hält aktuell 45% am 34.533 Hektar großen Projekt, das sich Nordschweden befindet, der Rest liegt im Portfolio des Majors Agnico Eagle. Somit ergibt sich ein Wert der Barsele-Beteiligung von 168,75 Mio. USD. Die aktuelle Marktkapitalisierung der Kanadier beträgt aktuell lediglich 34 Mio. CAD bzw. 27 Mio. USD.

    Seit der letzten Bewertung wurden jedoch weitere 158.439m und 422 Löcher gebohrt. 2019 veröffentlichte Barsele eine Ressourcenschätzung mit 2,41 Mio. Unzen Gold. Anfang des Monats wurde mit der Wiederaufnahme der Diamantbohrungen mit einer Gesamtlänge von 3.000m und rund 15 Bohrlöchern begonnen. Ziel ist die Überprüfung der Bohrziele auf orogenes Gold und vulkanogene Massivsulfide. Das Explorationsprogramm wird vom Joint-Venture-Partner Agnico Eagle durchgeführt, der durch den Abschluss einer vorläufigen Machbarkeitsstudie weitere 15% am Projekt erwerben kann. Im Gegenzug übernimmt dieser die kompletten Kosten.

    Commerzbank will rentabler werden

    Auch für die zweite Frankfurter Großbank, die Commerzbank, wäre eine Zinserhöhung laut der Finanz-Vorständin Bettina Orlopp gut, da das Institut sehr „zinssensibel" sei. Auf einer Branchen-Fachkonferenz äußerte sich die Finanzchefin zudem über die strategische Ausrichtung des Bankhauses: Das Hauptziel sei, zu einem Rentabilitätslevel zurückzukehren, das wettbewerbsfähig ist, dann könne über Investitionsmöglichkeiten nachgedacht werden. Gleichwohl habe die Commerzbank bereits umfassende Investitionsprogramme laufen.

    Trotz der positiven Aussichten in Hinblick auf eine Zinserhöhung, korrigierte die Commerzbank-Aktie auf 7,60 EUR. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei 7,20 EUR. Goldman Sachs wiederholte nach der Fachkonferenz das Kursziel von 9,70 EUR und das Anlageurteil „neutral“.


    Aktuell herrscht an den Märkten die große Sorge vor einer steigenden Inflation und weiteren drastischen Zinsschritten durch die Notenbanken. Dadurch profitieren Geldhäuser wie Deutsche Bank und Commerzbank. Aber auch Gold und Goldaktien dürften langfristig profitieren. Bereits auf aktuellem Niveau gibt es aussichtsreiche Explorationsunternehmen wie Barsele Minerals, deren Börsenbewertung weit unter dem Projektwert liegt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 04.06.2026 | 05:30

    BYD, Power Metallic Mines, Intel: Elektromobilität und KI-Rechenzentren sorgen für eine Kupfer Krise

    • BYD
    • Power Metallic Mines
    • Intel
    • Elektromobilität
    • Batterien
    • NISK
    • Kupfer
    • Platin
    • Palladium
    • Silber
    • Gold
    • Nickel
    • Kobalt
    • Chips
    • KI
    • Rechenzentren

    Die Zukunft fährt elektrisch, rechnet mit KI und scheitert an einem unscheinbaren Metall. Kupfer, das rote Gold der Energiewende, wird zum Nadelöhr. Während Rechenzentren für Sprachmodelle und autonome Flotten ihre Leistung vervielfachen trocknet das Minenangebot aus. Die London Metal Exchange notierte zuletzt ein Defizit von 150.000 t, eine Kehrtwende um 350.000 t binnen eines Jahres. Wer jetzt nicht umdenkt, verpasst die größte Umverteilung seit dem Ölschock. Wir sehen uns daher BYD als Vertreter der Elektroauto-Produzenten, Power Metallic Mines mit der polymetallischen Lagerstätte auf der viel Kupfer vorhanden ist und Intel als indirekter Kupferkonsument durch die KI-Infrastruktur genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Matthias Schomber vom 04.06.2026 | 04:35

    Auf Gold und andere Rohstoffe setzen: Agnico Eagle, Barrick Mining und Strategic Resources im Check!

    • Gold
    • Barrick Mining
    • Goldmine
    • Agnico Eagle
    • strategic resources
    • polymetalle

    Die internationalen Finanzmärkte navigieren derzeit durch ein hochkomplexes Wirrwarr aus Handelsspannungen, geldpolitischen Entscheidungen und einer schwächelnden Konjunktur in China, während die geopolitische Spannungen die Weltwährungen beeinflussen. In diesem hochvolatilen Umfeld erleben die Rohstoffmärkte ihre eigene Transformation, bei der der traditionelle Krisenschutz mit einer zukunftsweisenden Technologie aufeinanderprallt. Der Goldpreis geriet unlängst unter Druck und korrigierte deutlich von seinen Rekordhochs, was auch die großen Minenwerte unter Druck setzte. Gleichzeitig fordert der Markt im Zuge der globalen Dekarbonisierung zunehmend CO2-arme Lösungen sowie strategische Rohstoffe für die nächste Generation der Energiespeicherung und der industriellen Verarbeitung. Diese Dynamik sorgt für eine spürbare Anspannung auf dem Parkett, da die Weichen für die industrielle Zukunft jetzt neu gestellt werden. Unser genauer Blick auf drei ausgewählte Akteure zeigt, wo nach den jüngsten Marktkorrekturen die Risiken lauern und wo sich möglicherweise aktuell eine außergewöhnliche, unterbewertete Chance auftut.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 03.06.2026 | 04:14

    Goldmarkt: Rücksetzer bietet Investoren Chancen bei B2Gold, Kobo Resources und Agnico Eagle Mines!

    • Gold
    • B2Gold
    • Kobo Resources
    • Agnico Eagle
    • Perseus Mining

    Der Goldpreis hält sich gut in diesem Umfeld von Krieg, möglicher Inflation, steigenden Zinsen und läuft derzeit seitwärts in einem weiten Korridor zwischen 4.400 und 4.800 USD je Unze. Aktuell hat er erfolgreich die Marke von 4.500 USD verteidigt. Dabei kommen wohl Zeiten mit einer anziehenden Inflation und steigenden Zinsen auf uns zu. Das ist das perfekte Umfeld für Gold, wie es sich schon in den 1970ern Jahren zeigte. Damals befand sich die westliche Welt in einer massiven Stagflation (stagnierende Wirtschaft, steigende Preise). Die Notenbanken, insbesondere die US-Fed, hoben die Zinsen drastisch an. Dennoch war Gold der absolute Outperformer des Jahrzehnts und stieg von 35 USD auf über 800 USD je Unze im Jahr 1980. Derzeit sehen auch die Charts vieler Goldfirmen gut aus. Sie wären die größten Profiteure einer erneuten Outperformance des Edelmetalls. Die Banken bleiben jedenfalls optimistisch. Egal ob Goldman Sachs, die Deutsche Bank oder die UBS: die Analysten sehen Gold bis Jahresende unisono über der runde Marke von 5.000 USD. Wir blicken daher auf drei Aktien, die derzeit nicht nur charttechnisch gut aussehen: B2Gold, Kobo Resources und Agnico Eagle Mines!

    Zum Kommentar