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25.05.2021 | 05:00

Deutsche Bank, Mineworx Technologies, Deutsche Telekom – ESG Aktien haben ein enormes Potential

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Bildquelle: pixabay.com

ESG ist die Abkürzung für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Führung). Im Umweltbereich werden Umweltverschmutzung bzw. –gefährdung, wie zum Beispiel die CO2-Emissionen, aber etwa auch die Energieeffizienz des Unternehmens erfasst. Im sozialen Bereich werden die Gesundheitsvorsorge, der Arbeitsschutz und das gesellschaftliche Engagement beurteilt. In Bezug auf Führung sind es Nachhaltigkeit, Unternehmenswerte und deren Kontrollprozesse. Der Trend zu ESG-Aktien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wir werfen einen Blick auf drei Unternehmen, die sich damit auseinandersetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DE0005140008 , CA6034652041 , US2515661054

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank – Positiver Geschäftsverlauf setzt sich fort

    Nachhaltigkeit bei Banken beginnt nicht nur mit angebotenen Anlagen, sondern auch bei der Kreditvergabe. Die Deutsche Bank will statt bis 2025 nun schon bis 2023 200 Mrd. EUR an nachhaltigen Anlagen und Finanzierungen in der Bilanz ausweisen. In der Führungsebene wolle die Bank zudem bis 2025 eine Frauenquote von mindestens 35% erreichen. Dienstwagen stoßen nach Plänen der Bank bis 2030 kein CO2 mehr aus.

    In der Rede zur Hauptversammlung am 27. Mai, die vorab veröffentlicht wurde, sprach CEO Sewing von einem „weiterhin guten Geschäftsverlauf im zweiten Quartal“. In der Rede des Aufsichtsratschefs wurde bekräftigt, dass die Stabilität der Deutschen Bank nicht mehr in Frage gestellt werden brauche. Es gibt noch Baustellen, aber insgesamt befindet sich das Unternehmen auf einem guten Weg.

    Die Aktie ist nach den Aussagen weiter im Aufwind. Vergangenen Freitag wurde die 12 EUR Marke durchbrochen. Der kommende Wirtschaftsaufschwung nach der Pandemie, steigende Zinsen am Anleihemarkt und die Aussicht auf eine Dividende in den kommenden Jahren macht die Deutsche Bank wieder attraktiv für Anleger.

    Mineworx Technologies – Vom Explorer zum Nachhaltigkeitsunternehmen

    Mineworx Technologies hat eine interessante Geschichte. Gestartet hat das Unternehmen als Junior Explorer und besitzt deshalb noch immer zwei interessante Gebiete in Spanien. Eine Wollastonit Mine sowie eine Eisenerzmine nahe Cehegin. Dort läuft aktuell ein Bohrprogramm über 21 Löcher, das die historischen Ergebnisse auf diesem Gebiet bestätigen soll. Schätzungen gehen von 60-100 Mio. Tonnen Eisenerz aus. Sollte sich das nur im Ansatz bestätigen, wäre allein dieses Asset Grund genug für eine Neubewertung des Unternehmens.

    Mittlerweile liegt der Fokus der Geschäftstätigkeit aber auf Nachhaltigkeit. Edelmetalle aus Diesel-Katalysatoren sollen recycelt werden, darunter u.a. Platin und Palladium. Setzt sich die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen fort, ist mit jeder Menge stillgelegten Dieselfahrzeugen und entsprechend viel Diesel-Katalysatoren zu rechnen. Bisherige Recycelingverfahren finden aktuell allerdings durch Einschmelzung statt und das birgt Gefahren, beispielsweite Explosionen aufgrund von eingeschlossenem Kohlenstoff.

    Mineworx geht hier einen anderen Weg und gewinnt Platin und Palladium insbesondere aus gemahlenen Kernmaterialien der Katalysatoren sowie im Rahmen eines chemischen Prozesses. Das daraus gewonnene Konzentrat wird anschließend an eine Raffinerie verkauft . Durch das Verfahren werden auch die Emissionen der sonst verwendeten Schmelzanlagen deutlich reduziert.

    Die Planung einer Pilotanlage ist abgeschlossen und vollständig finanziert. Gestartet werden soll die Kommerzialisierung in den USA. Hier hat man bereits einen Letter of Intent mit Davis Recycling, einem führenden Katalysator-Recycler an der Ostküste der USA, abgeschlossen. Der Partner soll die Lieferung der nötigen Kernmaterialien übernehmen. Bei voller Skalierung der Produktion, erwartet Mineworx einen Umsatz von 100 Mio. USD bei einer Bruttomarge von etwa 20%. Läuft alles wie gewünscht, sind Anlagen in ganz Nordamerika geplant.

    Aktuell sind etwa 342 Mio. Aktien im Umlauf. Der Aktienpreis liegt bei 0,07 CAD und die Marktkapitalisierung bei 23 Mio. CAD. Wenn man bedenkt, dass allein die Eisenerzreserven in Cehegin bei angenommen 60 Mio. Tonnen einen Wert von über 10 Mrd. EUR haben, sind die Chancen für eine Neubewertung enorm. Zusätzlich ist man durch das Recycling in einer grünen Nische unterwegs, die in den kommenden Jahren Edelmetalle "fördert".

    Deutsche Telekom – Gewinne sollen sprudeln

    Die Deutsche Telekom verfügt bereits über einen recht hohen ESG-Score, will sich aber weiter in diesem Bereich verbessern. Das oberste Ziel sei die Reduzierung bzw. Stabilität des Energieverbrauchs und das bei gleichzeitigem Ausbau des Kommunikationsnetzes. Die Reduktion des Emissionsausstoßes ist nach Unternehmensangaben das zweite, wichtige Ziel. Manager-Boni werden unter anderem am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet.

    CEO Höttges will verstärkt an der Gewinnschraube drehen. Bis 2024 soll der bereinigte Gewinn auf mehr als 1,75 EUR je Aktie steigen. Dazu beitragen soll T-Mobile US, wo die Telekom ihre Anteile von 43% auf mindestens 50% aufstocken will. Außerdem soll die 5G-Abdeckung in Deutschland bis 2024 auf 97% ausgebaut werden. Bis zu 6 Mrd. EUR will das Unternehmen in den Ausbau der Infrastruktur investieren.

    Die Aktie befindet sich nicht erst durch solche Nachrichten im Aufwärtstrend. Das März-Hoch konnte im Mai nur getestet, aber nicht überwunden werden. Wird diese Marke geknackt, wartet das Hoch aus 2017 bei 18,15 EUR. Aktuell sollte man auf einen Rücksetzer warten, auch wenn die Aussicht auf steigende Dividenden in den kommenden Jahren verlockend ist.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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